Euskirchen

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Dieser Artikel behandelt die Stadt Euskirchen; zu dem Landkreis siehe Kreis Euskirchen.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Euskirchen
Euskirchen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Euskirchen hervorgehoben
Koordinaten: 50° 40′ N, 6° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Kreis: Euskirchen
Höhe: 160 m ü. NHN
Fläche: 139,49 km²
Einwohner: 56.769 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 407 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 53879, 53881
Vorwahlen: 02251, 02255
Kfz-Kennzeichen: EU, SLE
Gemeindeschlüssel: 05 3 66 016
Adresse der
Stadtverwaltung:
Kölner Straße 75
53879 Euskirchen
Webpräsenz: www.euskirchen.de
Bürgermeister: Uwe Friedl (CDU)
Lage der Stadt Euskirchen im Kreis Euskirchen
Belgien Rheinland-Pfalz Kreis Düren Rhein-Erft-Kreis Rhein-Sieg-Kreis Städteregion Aachen Bad Münstereifel Blankenheim (Ahr) Dahlem (Nordeifel) Euskirchen Hellenthal Kall Mechernich Nettersheim Schleiden Weilerswist ZülpichKarte
Über dieses Bild

Euskirchen [ˈʔɔɪ̯skɪʁçn̩] ist eine mittelgroße Stadt im Rheinland und zugleich als Kreisstadt seit 1827 Verwaltungssitz des gleichnamigen Kreises im Südwesten von Nordrhein-Westfalen (Deutschland).

Euskirchen, Luftaufnahme (2015)

Euskirchen erhielt seine Stadtrechte bereits 1302 und ist jetzt mit über 56.000 Einwohnern Sitz zahlreicher zentraler Einrichtungen und Zentrum einer Region mit einem Versorgungsbereich von über 190.000 Menschen.[2] Teile der alten Stadtmauer und drei Wehrtürme, die zur Stadtbefestigung gehörten, sind noch vorhanden und stehen neben Gebäuden moderner Architektur. Innerhalb des mittelalterlichen Stadtmauerrings erstreckt sich die Fußgängerzone. Muttersprache der gebürtigen Euskirchener ist das Eifeler Platt, welches andere Merkmale besitzt als das in der Region weit verbreitete Kölner Platt. Bei der Aussprache wird Euskirchen auf der ersten Silbe betont.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Räumliche Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Euskirchen, Alter Markt

Euskirchen liegt in der Zülpicher Börde am nördlichen Rand der Eifel, rund 25 km von Bonn und 35 km von Köln entfernt. Durch das Stadtzentrum fließt der teilweise unterirdisch verlaufende Veybach, durch das gesamte Stadtgebiet und am Stadtrand entlang die Erft.

Das Stadtgebiet erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung über 15 km, in Ost-West-Richtung über 14 km. Die Gesamtfläche beträgt 139,63 km², die Stadtgrenze ist 85 km lang. Euskirchen liegt 50° 40′ 0" nördlicher Breite und 6° 47′ 0" östlicher Länge. Der niedrigste Punkt befindet sich 137 m ü. NHN am nördlichen Rand des Stadtgebietes in der Erftniederung, der höchste ist mit 411,5 m ü. NHN[3] der Hahnenberg im Flamersheimer Wald, südöstlich der Steinbachtalsperre.

Wasserhaushalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Euskirchen hat eine unterdurchschnittliche Niederschlagsmenge und einen niedrigen Grundwasserspiegel. Der wichtigste Fluss ist die Erft.

Niederschlag und Grundwasser im Braunkohlerevier[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Rheinische Braunkohlerevier liegt nördlich von Euskirchen

In Euskirchen fallen etwa 680 mm Niederschläge pro Jahr. Das sind etwa 110 mm weniger als im Bundesdurchschnitt und ist durch die geographische Lage von Euskirchen begründet. Aufgrund der vorherrschenden Westwinde wird ein großer Teil der Niederschläge von den Westhängen der Mittelgebirge abgefangen, und hohe Niederschlagsmengen regnen bereits vor und in der Eifel ab.[4]:4–5 Der Braunkohletagebau beeinflusst unter anderem das Grundwasser und die Wassermengen in den Flüssen und Bächen.[4]:20 ff. Dieser Tagebau ist nur durch großflächige Sümpfung, also Grundwasserabsenkung möglich. 2010 wurden etwa 550 Millionen Kubikmeter Wasser gehoben, das meiste aus dem Tagebau Hambach. Knapp die Hälfte davon wurde in die Erft geleitet und so wegtransportiert.[5]

Flüsse und Bäche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den nachfolgenden, nach Flusslauf und Nebenflüssen geordneten Flüssen und Bächen, gibt es vor allem im südlichen Bereich des Kreises Euskirchen zahlreiche weitere Bachläufe, z. B. im Münstereifeler Wald, auf dessen Höhenzügen sich die Wasserscheide der Erft und der Ahr befindet.

Seen und Talsperren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Euskirchen gibt es keine natürlichen Seen, lediglich einige Weiher, künstlich angelegte Teiche und zwei Stauseen. Die Steinbachtalsperre und die Madbachtalsperre auf dem Stadtgebiet wurden in den 1930er Jahren zur Versorgung der Euskirchener Tuchindustrie mit Brauchwasser gebaut und befinden sich im Süden der Stadt, nahe Kirchheim bzw. Queckenberg, nur wenige Kilometer voneinander entfernt,.

Bodenflächen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landwirtschaft: 75,0 km²
Flächennutzung
Wald: 35,8 km²
Gebäude- und Freifläche: 15,5 km²
Verkehrsfläche: 9,3 km²
Erholungsfläche: 1,3 km²
Wasser: 1,2 km²
Betriebsfläche: 0,6 km²
Sonstiges: 0,5 km²

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtteile von Euskirchen

Die Stadt Euskirchen umfasst neben der Kernstadt mit den (inoffiziellen) Stadtvierteln Altstadt, Ost-, West-, Nord- und Südstadt 22 weitere statistische Stadtteile:

Billig, Dom-Esch, Elsig, Euenheim, Flamersheim, Frauenberg, Großbüllesheim, Kessenich, Kirchheim, Kleinbüllesheim, Kreuzweingarten, Rheder, Kuchenheim, Niederkastenholz, Oberwichterich, Palmersheim, Roitzheim, Schweinheim, Stotzheim, Weidesheim, Wißkirchen und Wüschheim. Die Bezeichnungen Disternich und Rüdesheim bezeichnen keine eigenen Stadt- oder Ortsteile. Diese Orte gehörten zur Zeit der Stadtgründung zu Euskirchen, fielen jedoch später wüst.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Norden, Westen und Süden grenzen an Euskirchen Städte und Gemeinden des Kreises Euskirchen, im Osten liegt der Rhein-Sieg-Kreis.

Nördlich der Stadtteile Großbüllesheim und Wüschheim befindet sich die Gemeinde Weilerswist. Im Nordwesten und Westen verläuft die Grenze zur Stadt Zülpich entlang der A 1, mit Ausnahme der Stadtteile Oberwichterich und Frauenberg, die westlich der Autobahn liegen. Im Südwesten, westlich des Stadtteils Wißkirchen schließt sich die Stadt Mechernich an, deren Grenze südlich des Billiger Walds bis nach Kreuzweingarten verläuft. Südlich davon beginnt die Grenze zur Stadt Bad Münstereifel, die durch den Münstereifeler Wald um die Steinbachtalsperre herum bis in die Nähe von Berg in der Verbandsgemeinde Altenahr (Rheinland-Pfalz) führt. Es besteht jedoch kein gemeinsamer Grenzverlauf mit Rheinland-Pfalz. Im weiteren Verlauf ab Höhe Berg grenzt Euskirchen im Südosten und Osten an das Gebiet der Stadt Rheinbach im Rhein-Sieg-Kreis. Auf Höhe des Stadtteils Palmersheim schließt sich nordöstlich die Gemeinde Swisttal, ebenfalls Rhein-Sieg-Kreis, an.

Weilerswist Swisttal
Zülpich Nachbargemeinden Rheinbach
Mechernich Bad Münstereifel

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dicker Turm und historische Stadtmauer

Funde von Werkzeugen belegen die Existenz von Menschen etwa 3000 bis 2000 v. Chr. auf dem heutigen Stadtgebiet. Keltische Siedlungen sind um 800 bis 500 v. Chr. nachgewiesen. In der Römerzeit um 38 v. Chr. besiedelten Eburonen und Ubier das Flussgebiet der Erft und legten ein Straßennetz an. In Billig entstand ein römischer Straßenknotenpunkt und Handelsmittelpunkt (vicus Belgica).

Von 500 bis 800 n. Chr. befand sich in Nähe des heutigen Annaturmplatzes eine fränkische Hofsiedlung. 870 wurde der Name Euskirchen erstmals überliefert. Damals sprach man unter anderem von Auelskirchen, Auskirchen, eben der „Kirche auf der Aue“, womit wohl die heute noch existierende Martinskirche im Herzen der Kreisstadt gemeint war, die auf einer Aue stand. Die Siedlungen Disternich, Rüdesheim und Kessenich schlossen sich Euskirchen an. Um 1151 wurde die Martinskirche erweitert, und die Hofeskirche St. Georg entsteht. Um 1270 wurden ein Wall und Gräben angelegt, der Ort wurde nach Osten und Südosten zum Mühlbach hin durch Müller und Gerber erweitert. 1280–1300 wurde das Viertel um die Martinskirche ausgebaut.

Euskirchen bekam am 1. August 1302 die Stadtrechte durch Walram VIII. (1277–1302) von Monschau-Falkenburg verliehen. Im Mittelalter ab 1325 war die Stadt von einer 1450 Meter langen Stadtmauer mit sieben Wehrtürmen und drei Stadttoren umgeben (siehe Altstadt).

Euskirchen wurde am 4. März 1945 von der 1. US-Armee erobert, die im Rahmen der Operation Lumberjack (1.–7. März 1945) vorrückte und einen Tag später Köln erreichte. Am 7. März eroberten Amerikaner bei Remagen die Ludendorff-Brücke, eine noch intakte Eisenbahnbrücke.

Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts fuhr eine Schmalspurbahn, die Euskirchener Kreisbahn, im Volksmund „Flutsch“ genannt, von Erftstadt-Liblar in Richtung Euskirchen. Noch heute erinnert die Kneipe In de Flutsch an die stillgelegte Bahnstrecke.


Eingemeindungen

Am 1. Juli 1969 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Billig, Dom-Esch, Elsig, Euenheim, Flamersheim, Frauenberg, Großbüllesheim, Kirchheim, Kleinbüllesheim, Kreuzweingarten-Rheder, Kuchenheim, Niederkastenholz, Palmersheim, Roitzheim, Schweinheim, Stotzheim, Weidesheim, Wißkirchen und Wüschheim sowie Gebietsteile der Gemeinden Antweiler, Arloff, Lessenich-Rißdorf, Obergartzem und Satzvey-Firmenich eingegliedert.[6]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitzverteilung im Stadtrat
      
Von 48 Sitzen entfallen auf:
Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 43,48 % (2009: 45,39 %)
 %
50
40
30
20
10
0
44,03 %
25,46 %
8,83 %
11,60 %
4,45 %
5,62 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+0,39 %p
+3,18 %p
-6,28 %p
+0,12 %p
-0,88 %p
+3,46 %p
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Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtrat ist die kommunale Volksvertretung der Stadt Euskirchen. Über die Zusammensetzung entscheiden die Bürger alle fünf Jahre. Die letzte Wahl fand am 25. Mai 2014 statt[7].

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Änderung der nordrhein-westfälischen Gemeindeordnung ist seit 1999 der Bürgermeister nicht nur Repräsentant der Stadt, sondern auch Chef der Verwaltung (vormals: Stadtdirektor). Außerdem wird der Bürgermeister seither von der Bevölkerung in einer Direktwahl gewählt.

Der derzeitige Bürgermeister Uwe Friedl wurde 1999, 2004, 2009 und 2015 jeweils mit absoluter Mehrheit zum Bürgermeister gewählt.

Altes Rathaus

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Wappen von Euskirchen
Wappenbeschreibung:

„In Rot ein goldenes schwebendes Stadttor (Burg) mit halbgezogenem Fallgatter und zwei Zinnenaufsatztürmen, beseitet von zwei Schildchen, vorne in Silber ein linksgewendeter doppelschwänziger goldbekrönter roter Löwe, hinten in Gold ein schwarzer Löwe.“[8]

Wappenbegründung:

Der zweischwänzige rote Löwe mit goldener Krone in silbernem Feld ist das Wappen der Herzöge von Limburg und der Edelherren von Heinsberg-Falkenburg, der schwarze Löwe in goldenem Feld das Wappen der Herzöge von Jülich. Bis zum 650-jährigen Stadtjubiläum 1952 befanden sich rechts und links des (wachsenden) Stadttors mit Flankentürmen zwei zugewandte goldene Löwen, das Tor haltend.

Beschreibung der Flagge: „Die Stadt führt neben dem Wappen eine eigene Flagge mit den Farben rot-gold. Sie ist Rot-Gelb (Gold) im Verhältnis 1 : 1, quergestreift und kann mit dem Stadtwappen im Schild in der Mitte geführt werden.“[8]

Von 1974 bis 2002 wurde ein Logo verwendet, das den Schriftzug „Stadt Euskirchen“ in moderner Schriftart beinhaltete, sowie ein vierblättriges Kleeblatt, das aus dem Anfangsbuchstaben 'E' zusammengesetzt war. Später wurde das Logo auch ohne den Schriftzug „Stadt“ verwendet und bekam als Untertitel „Stadt zwischen Rhein und Erft“.

2002 wurde ein neues Logo eingeführt. Die Anfangsbuchstaben 'Eu' bilden darin ein Gesicht, und unter dem Schriftzug „euskirchen“ ist der Slogan „stadt mit gesicht“ vermerkt. Die Haartolle symbolisiert sowohl den Veybach, der durch die Stadt fließt, als auch die Hügel der Voreifel, in der Euskirchen liegt. Die Haarstoppel stehen für die grüne Umgebung der Kreisstadt. Die Grafik und der zugehörige Slogan wurden im Rahmen eines 2001 von der Stadt ausgeschriebenen Wettbewerbs von dem Euskirchener Architekten Gernot Schlüter in Zusammenarbeit mit Grafik-Designer Thomas Latzke entworfen.[9]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Charleville-Mézières (Frankreich), seit 1961
  • Basingstoke and Deane (Vereinigtes Königreich), seit 1986
    • jährlich wechselnd findet zwischen Euskirchen und Basingstoke and Deane ein Sportwettkampf in verschiedenen Disziplinen statt

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2012 befindet sich das Stadtmuseum Euskirchen im Kulturhof, Wilhelmstraße 32-34. Die Dauerausstellung zeigt die Stadtgeschichte von der Römerzeit bis in die Gegenwart. Wechselnde Ausstellungen erweitern das Angebot des Museums zusätzlich.[10]
Das Stadtmuseum war von 1992 bis 2010 in dem ehemals zur Stadtmauer gehörenden „Dicken Turm“ und einem angrenzenden Gebäude aus der Gründerzeit untergebracht. Dieser Standort wurde wegen Mängeln im Brandschutz im Dezember 2010 geschlossen. Nach erfolgter Sanierung ist das Standesamt der Stadt Euskirchen in das Gebäudeensemble umgezogen.
Im Stadtteil Kuchenheim befindet sich die alte Tuchfabrik Müller von Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Fabrik ist großteils funktionsfähig und präsentiert sich so, wie sie 1961 aufgegeben wurde.
Das Feuerwehrmuseum in Flamersheim besteht seit 1993 und zeigt bei kostenlosem Eintritt auf 250 m² Ausstellungsstücke aus der Feuerwehrgeschichte der vergangenen 100 Jahre.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Euskirchen ist traditionell katholisch geprägt. In einem Visitationsbericht von 1698 heißt es: „In Euskirchen keine Andersgläubigen, alle katholisch.“ Vor- und nachher waren aber immer andere Konfessionen vertreten, hauptsächlich Protestanten und Juden. Der erste jüdische Friedhof wurde 1467 angelegt.

Kath. Pfarrkirche St. Martin
Herz-Jesu-Kirche

Katholische Kirchen und Kapellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirchen gehören zum Dekanat Euskirchen im Erzbistum Köln und bilden drei Seelsorgebereiche.[11]

Seelsorgebereich St. Martin:

Seelsorgebereich Erftmühlenbach:

Seelsorgebereich Bleibach/Hardt:

Evangelische Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Griechisch-orthodoxe Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evangelische Freikirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pietistische Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstige Kirchen und Gemeinschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jüdische Religion:

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alter Markt mit Rathausturm

Altstadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alter Markt im Stadtzentrum, der heute Teil der Fußgängerzone ist. Bis 1973 stand hier noch das Hotel Joisten, das einem modernen Büro- und Geschäftshaus mit Ladenlokalen und Einkaufspassage weichen musste.
  • Die Sankt-Martin-Kirche an der Kirchstraße ist schon im 7. Jahrhundert errichtet worden.
  • Die neugotische Herz-Jesu-Kirche hingegen stammt aus dem 20. Jahrhundert.
  • Teile der mittelalterlichen Stadtbefestigung und einige ihrer Stadttürme sind erhalten geblieben.
  • Verlorene Synagoge: In der Annaturmstraße wurde im Jahr 1816 eine Synagoge errichtet, die bei einem Stadtbrand am 19. Mai 1886 zunächst abbrannte, aber sofort wieder aufgebaut wurde. In der Pogromnacht am 9. November 1938 wurde sie niedergebrannt. Seit 1981 mahnt dort ein Gedenkstein an den Pogrom.

Burgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Stadtgebiet befinden sich insgesamt zwölf Burgen, die auf der 45 Kilometer langen Euskirchener Burgenrunde von außen besichtigt werden können.

Die „Burg Palmersheim“ war nie eine Burg, sondern ein befestigter Gutshof.

Römische Wasserleitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Euskirchener Ortsteil Kreuzweingarten führt die Römische Wasserleitung nach Köln. Ein Aufschluss der Leitung zeigt eine besonders mächtige Schicht aus Sinter, der im Mittelalter ähnlich wie Marmor ein geschätzter Baustoff war.

Zwischen Euskirchen-Rheder und Euskirchen-Stotzheim befand sich eine Aquäduktbrücke über die Erft, die mit einer Länge von ca. 500 m ein Großbauwerk der Eifelwasserleitung war. Von ihr ist außer einer schwachen Geländeerhebung westlich der Erft vor Ort aber nichts mehr zu sehen, da sie in nachantiker Zeit zur Gewinnung von Baumaterial ausgebeutet wurde.[12]

Parks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auelsburg
In den 1990er Jahren entstand zwischen Basingstoker Ring und Georgstraße entlang des Veybachs die Anlage Auelsburg mit einer großen Spielanlage und einem Skatepark.
Disternicher Torwall
Entlang der Stadtmauer mit dem Fresenturm befindet sich mitten in der Innenstadt die Grünanlage Disternicher Torwall.
Erftanlagen/Erftauen
Bereits 1896 entstanden beidseitig der Erft die Erftanlagen zwischen Kölner Straße und Erftstraße, die 1907 bis nach Kessenich verlängert wurden. In den 1970er Jahren wurde die Grünanlage entlang des Veybachs bis zur Gansweide hin erweitert. Die Erftanlagen sind heute die ausgedehnteste Grünanlage der Stadt. Sie beinhalteten bis 2006 bzw. 2007 ein Hallen- und ein Freibad, die beide abgerissen wurden. Im Zusammenhang mit dem Bau der Thermen & Badewelt Euskirchen steht seit September 2014 wieder ein Hallenbad zur Verfügung. Seit 1975 fand in den Erftanlagen die Rheinische Woche, später die Euskirchener Wirtschaftswoche statt. Heute dient die Anlage ausschließlich als Freizeitpark.
Schillerpark und Mitbachanlagen
Ende der 1920er Jahre entstand in der Südstadt nahe vom ehemaligen Disternich der Schillerpark. Mit seinem kleinen See und den Mitbachanlagen ist der Park bis heute ein idyllisches Kleinod nahe der Innenstadt.
Stadtpark, Ruhrpark
Am Kreisverkehr Wilhelmstraße/Alleestraße zwischen Bahndamm und der ehemaligen Tuchfabrik Schiffmann liegt der Stadt- oder Ruhrpark. Mit seinem Bestand an großen Bäumen, einem zentralen Brunnen und seiner Innenstadtlage ist der Park attraktiv und lädt zum Verweilen ein.
Stadtwald
Der Stadtwald wurde 1900 als Parkanlage mit Wegen und Bänken umgebaut und erhielt 1905 zum 100. Jahrestag des Todes von Friedrich Schiller ein zentrales Rondell mit dem nach dem Dichter benannten „Schillerstein“. 1907 wurde das heutige Stadtwaldrestaurant eröffnet. Der Stadtwald, gelegen am südlichen Rand der Südstadt, unmittelbar am Marienhospital, ist auch über 100 Jahre später noch ein beliebter Anlaufpunkt, insbesondere für sportliche Aktivitäten. Er bietet eine Tennisanlage, einen Trimm-Dich-Pfad und wird gerne von Joggern und Spaziergängern genutzt.

Karneval[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Euskirchen ist eine Hochburg des rheinischen Karnevals. Jährlich findet ein großer Rosenmontagszug und ein Kinderzug statt.

Die vier großen Karnevalsgesellschaften wechseln sich jährlich mit dem Prinzen ab, der vom Festausschuss Euskirchener Karneval e. V. (FEuKa) gewählt wird. Anlässlich des Millenniums gab es 2000 ein Dreigestirn, 2012 ebenfalls. Der Küfer (Kinderprinz) wird ebenfalls im Wechsel der vier vaterstädtischen Karnevalsgesellschaften gestellt. Prinz und Küfer werden vom Bürgermeister proklamiert. Nachdem die Suche nach Prinzen immer schwieriger wird, sind nunmehr auch Prinzessinnen oder weibliche Dreigestirne möglich.

Die vier großen traditionellen Karnevalsgesellschaften in Euskirchen sind:

  • Prinzengarde Euskirchen 1938 e. V.
  • Narrenzunft 1949 e. V.
  • Alt Oeskerche 1953 e. V.
  • KG Erfttal 1958 e. V.

Außerdem gibt es in Euskirchen zwei karnevalistische Interessengemeinschaften:

  • IG Südstadtkarneval 1990 e. V.
  • Karnevalistische IG der Nordstadt 1999 e. V.

Schließlich gibt es in fast allen Euskirchener Ortsteilen sehr aktive Karnevalsvereine, die ebenfalls eigene Tollitäten stellen und eigene Brauchtumsveranstaltungen durchführen

Unterhaltung und Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Süden des Stadtgebietes, beim Ortsteil Kirchheim, liegt die Steinbachtalsperre, die als Brauchwasserspeicher genutzt wird. Ein abgegrenzter Teil der Wasserfläche sowie des angrenzenden Geländes wird in der warmen Jahreszeit als öffentliches Waldfreibad bewirtschaftet. Nachdem im Jahr 2008 das innerstädtische Hallenbad wegen Baufälligkeit abgerissen und das angrenzende Freibad geschlossen wurde, [13] gibt es seit Dezember 2015 in der Nähe die „Badewelt“, welche von dem privaten Investor Joseph Wund gebaut wurde. Das nebenliegende Sportbad wird von der Stadt Euskirchen für Schul- und Sportschwimmen angemietet.

Entlang der Erft und des Erft-Mühlenbaches besteht ein Mühlenwanderweg. Obwohl das Gewässer klein ist, war es früher für die Industrie bedeutsam.

Die Stadt Euskirchen ist an eine Reihe von Radwanderwegen angeschlossen:

Euskirchen, Schwimmbadneubau, Luftaufnahme (2015)
Das Schwimmbad nach Fertigstellung, Luftaufnahme (2016)

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Industrie und Gewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Euskirchen verfügt über eine vielfältige und ausgewogene Wirtschaftsstruktur. Dadurch bietet die Kreisstadt viele Arbeitsplätze auch für ein weites Einzugsgebiet mit nahezu 190.000 Einwohnern. Euskirchen ist eine ländlich geprägte Mittelstadt in einem landwirtschaftlichen Nutzraum, der überwiegend dem Ackerbau dient und somit Nutzland für viele Landwirte aus Euskirchen und der Region bietet. Es werden vor allem Zuckerrüben angebaut. Euskirchen ist bereits seit 1879 Sitz einer Zuckerfabrik. Als weiterer wichtiger Industriezweig galt bis vor wenigen Jahrzehnten die Tuchherstellung, die sich aber auf Grund der Konkurrenz von internationalen Großunternehmen nicht halten konnte. Unter der Trägerschaft der Handwerkskammer Aachen, der IHK Aachen und des Kreises Euskirchen wurde 1970 das Berufsbildungszentrum Euskirchen (BZE) in der Rechtsform eines öffentlich-rechtlichen Zweckverbandes gegründet. Es soll schwerpunktmäßig den Strukturwandel in der Region durch entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen und modellhafte Konzeptionen unterstützen und fördern.[14]

Die beiden größten Industrie- und Gewerbegebiete in Euskirchen mit einem Großteil der über 21.000 Arbeitsplätze sind:

  • der IPAS (Industriepark am Silberberg) mit 2 Millionen m²
  • der EURO-Park (liegt zwischen EUskirchen und ROitzheim) mit 1,5 Millionen m².

Ein Schlüsselfaktor für die wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeit eines Standortes ist neben der Verfügbarkeit ausreichender Gewerbe- und Industrieflächen auch ihre verkehrsgünstige Lage. Parallel zur Entwicklung stadtnaher Gewerbe- und Industrieflächen (EURO-Park) bildete sich vor gut 40 Jahren mit der Ansiedlung des Weltunternehmens Procter & Gamble eine neue industrielle Keimzelle in Euskirchen. Ein geeigneter Standort hierfür wurde im Nordosten der Kernstadt nahe dem Ortsteil Großbüllesheim erschlossen.

Wegen der günstigen Lage zu den Autobahnen 1 und 61 entstand hier auf einer über 2 Mio. m² großen Fläche unter dem prägnanten Namen IPAS (Industriepark am Silberberg) das größte zusammenhängende Gewerbe und Industriegebiet des Kreises Euskirchen. Der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble unterhält hier eine Produktionsstätte und ein großes Warenverteilzentrum. Aufgrund dieser günstigen Standortfaktoren des IPAS, der über einen eigenen Bahnanschluss verfügt, haben sich hier in der Vergangenheit viele Betriebe unterschiedlicher Branchen niedergelassen.

Im EURO-Park hat die deutsche Nestlé Purina PetCare (Tiernahrung) ihren Hauptsitz. Die Zuckerfabrik Pfeifer & Langen ist im EURO-Park angesiedelt, in ihm wurde auch die Baustoffkette Mobau (Moderner Baubedarf) gegründet, die nachfolgend in Eurobaustoff aufgegangen ist.

Unmittelbar neben dem Industriepark IPAS befindet sich die „PrimeSite Rhine Region“, eine Ansiedlungsfläche exklusiv für Großinvestoren.[15] Mit einer Gesamtfläche von 205 Hektar, was in etwa der Fläche von 300 Fußballfeldern entspricht, ist die „PrimeSite Rhine Region“ bislang die erste unbebaute und verfügbare Industrie- und Gewerbefläche dieser Größe in Nordrhein-Westfalen.[16] Sie befindet sich zu etwa 85 % (177 ha) auf dem Gebiet der Stadt Euskirchen und zu rund 15 % (28 ha) im Gemeindegebiet Weilerswist. Die bereits gut erschlossene Großfläche wird bis 2019 für flächenintensive Großprojekte ab 80 Hektar Bedarf reserviert.[17] Sie wird von der landeseigenen Ansiedlungsgesellschaft NRW.INVEST international vermarktet.[15]

Geldinstitut siehe Kreissparkasse Euskirchen.

Wirtschaftsbereiche

(Anteil Sozialversicherungspflichtig Beschäftigter 2014)

Land- und Forstwirtschaft, Tierhaltung und Fischerei 0,6 %
Produzierendes Gewerbe 26,4 %
Handel, Gastgewerbe und Verkehrswesen 21,9 %
Sonstige Dienstleistungen 51,1 %

Einzelhandel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Einzelhandel in Euskirchen konzentriert sich auf die Innenstadt mit der 1974 entstandenen Fußgängerzone und das Gewerbegebiet EURO-Park am Stadtrand. Es gibt eine große Auswahl an Waren- und Kaufhäusern sowie spezialisierten Einzelhandelsgeschäften. Die Hauptbereiche der Fußgängerzone erstrecken sich von der Veybachstraße über die Bahnhof- und Neustraße bis zum Alter Markt und auf der Berliner Straße. Vier Parkhäuser, zahlreiche Parkplätze, der nahe gelegene Bahnhof und eine gute Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr bieten eine umfassende Infrastruktur. Die Kreisstadt Euskirchen ist ein Mittelzentrum mit überörtlicher Versorgungsfunktion und stellt einen zentralen Einkaufsort auch für das Umland dar.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schiene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Bahnhof Euskirchen
Bördebahn im Bahnhof Euskirchen
Bahnhof Euskirchen

Der Bahnhof Euskirchen ist ein Bahnknotenpunkt an der bis Gerolstein weitgehend zweigleisigen und im weiteren Verlauf bis Ehrang eingleisigen Eifelstrecke (KölnEuskirchenGerolsteinTrier), von der in Euskirchen die Voreifelbahn nach Bonn und die Erfttalbahn nach Bad Münstereifel abzweigen. Auf der hier ebenfalls abzweigenden Bördebahn nach Düren findet vor allem Güterverkehr, an Sonn- und Feiertagen zeitweise auch wieder Personenverkehr statt.

Fünf weitere Bahnhöfe und Haltepunkte liegen im Stadtgebiet: Zuckerfabrik (KZU Hp laut Betriebsstellenverzeichnis), Kuchenheim, Stotzheim, Kreuzweingarten und Großbüllesheim.

Im Schienenpersonennahverkehr verkehren die Regional-Express-Linien RE 12 Köln–Euskirchen–Gerolstein–Trier (Eifel-Mosel-Express) im werktags 2 Zugpaare , sowie die Linie RE 22 Köln–Euskirchen–Gerolstein (Eifel-Express, mit Durchbindung nach Trier als RB 22) im täglichen Stundentakt mit Verdichtungen im Berufsverkehr. Die Regionalbahn-Linie RB 24 (Eifel-Bahn) stellt zudem eine Verbindung auf der Relation Köln–EuskirchenKall/Gerolstein im täglichen Stundentakt zwischen Köln und Kall her. Ferner besteht mit der RB 23 (Voreifel-Bahn) eine Verbindung nach Bonn und nach Bad Münstereifel im täglichen Stundentakt. Die Verbindung nach Bonn wird an Werktagen auf einen Halbstundentakt verdichtet.

Bus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Netz der Stadtverkehr Euskirchen GmbH besteht aus 11 Linien: 860, 869 und 870 – 878, auf denen 2006 über 4,8 Millionen Fahrgäste befördert wurden. Die Buslinien decken nahezu das gesamte Stadtgebiet ab und verkehren tagsüber alle 20 Minuten, abends stündlich. Auch samstags und sonntags besteht ein Stundentakt. Als Besonderheit fahren während der Sommerzeit die Linien 870/873 das Ausflugsgebiet Steinbachtalsperre an. In den Nächten von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag sowie vor Wochenfeiertagen wird ein Nachtverkehr im Stundentakt angeboten.

Ferner gibt es sechs innerstädtische Schulbuslinien. Zahlreiche Linien der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) ermöglichen die Verbindung zu außerstädtischen Zielen.

Für den gesamten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif.

Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernstraßen und Bahnlinien in Euskirchen

Durch den Kreis Euskirchen verläuft die A 1 (Heiligenhafen-Saarbrücken), die nördlich über das Kreuz Bliesheim zur A 61 (Kaldenkirchen-Hockenheim) führt. Über die B 56 ist die Kreisstadt Euskirchen mit der Bundesstadt Bonn verbunden. In westlicher Richtung führt die B 56 nach Zülpich und Düren. Die B 51, die heute teilweise auf der A 1 verläuft, verbindet Euskirchen mit Köln und mit der Eifel. Die B 266 von Simmerath in der Eifel nach Linz am Rhein führt ebenfalls durch Euskirchen.

Den Stadtkern Euskirchen umschließt eine Ringstraße, die bereits 1904 geplant und erst 2003 vollständig geschlossen wurde und einen erheblichen Teil des Stadtverkehrs aufnimmt. Vierspurige Straßen führen zur B 56 nach Bonn, zur B 51 nach Köln und Bad Münstereifel und zur A 1. In Planung bzw. Bau befinden sich nördliche und südliche Umgehungsstraßen von der B 56/B 266 westlich von Kuchenheim zur B 56n/A 1 und zur B 266 in Euenheim.

Anbindung an Flughäfen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nächstgelegenen Flugplätze sind die Verkehrsflughäfen Köln/Bonn (50 km) und Düsseldorf (97 km) sowie die Verkehrslandeplätze Bonn/Hangelar (34 km) und Dahlemer Binz (42 km). In einem Radius von drei Stunden Fahrzeit sind insgesamt acht nationale und internationale Flughäfen erreichbar.

Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Euskirchen ist Sitz des Fraunhofer-Instituts für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen (INT).

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Euskirchen sendet seit August 1997 der Sender Radio Euskirchen unter anderem auf der Frequenz 99,7 MHz im Ultrakurzwellen-Bereich. Der Sender gehört zum Netzwerk der NRW-Lokalradios. Das Lokalprogramm wird in den Studios im Ortsteil Euenheim produziert. Die überregionalen Anteile des Programms übernimmt Radio Euskirchen vom Mantelprogrammanbieter Radio NRW aus Oberhausen.

Im Juli 2002, anlässlich der 700 Jahrfeier der Stadt Euskirchen, wurde Radio 700 – Das Europaradio „die wahren Schlager und Oldies der 60er bis 80er Jahre“ gegründet, welches aus einem Einfamilienhaus im Ortsteil Kuchenheim sendete. Der Sender ist 2009 nach Ostbelgien verzogen.

Auch Zeitungsredaktionen sind vor Ort ansässig. Die Kölnische Rundschau und der Kölner Stadt-Anzeiger haben eine gemeinschaftliche Lokalredaktion, die Rheinische Redaktionsgemeinschaft. Einmal wöchentlich werden die Wochenzeitungen Blickpunkt am Sonntag (sonntags) und Wochenspiegel (mittwochs), die jeweils eigene Redaktionen in Euskirchen unterhalten, kostenlos an alle Haushalte verteilt. Als Amtsblatt, in dem alle amtlichen Bekanntmachungen der Kreisstadt veröffentlicht werden, ist seit Januar 2016 der Rundblick Euskirchen & Zülpich tätig, der zweiwöchentlich erscheint und kostenlos an alle Haushalte verteilt wird.

Hotels[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Design-Hotel Eifel

Gegenüber dem Bahnhof befindet sich das Parkhotel Euskirchen, das am 28. Oktober 2005 eröffnet wurde. Bis Ende November 2011 war es Teil der US-amerikanischen West Paces Hotel Group. Seit dem 1. Dezember 2011 gehört das Hotel zu den Ameron Hotels, welche vom deutschen Hotelier Thomas H. Althoff im Jahre 2008 gegründet wurden. Das Hotel ist mit Vier Sterne Superior klassifiziert. Ein weiteres Vier-Sterne-Hotel ist das Design-Hotel Eifel, des Weiteren gibt es das Drei-Sterne-Hotel Rothkopf und das Zwei-Sterne-Hotel Regent, die sich beide im Zentrum der Stadt befinden. Weitere Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen bieten Unterkünfte in unterschiedlichen Preissegmenten.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Euskirchen
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 2 4 8 12 16 20 20 22 17 12 6 2 Ø 11,8
Min. Temperatur (°C) -2 -1 2 4 8 10 12 12 9 7 2 -1 Ø 5,2
Niederschlag (mm) 48,2 49,7 44,2 54,6 53,9 54,8 69,6 75,4 55,0 62,7 60,4 52,3 Σ 680,8
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62,7
60,4
52,3
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Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung und Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Stadt der Schulen verfügt Euskirchen über eine umfangreiche Bildungsinfrastruktur.

Grundschulen
  • Katholische Grundschule Franziskusschule
  • Katholische Grundschule Gertrudisschule
    (geschlossen seit 31. Juli 2014)
  • Gemeinschaftsgrundschule Hermann-Josef-Schule
  • Gemeinschaftsgrundschule Martinschule
    (geschlossen seit 31. Juli 2014)
  • Gemeinschaftsgrundschule Nordstadt (seit 1. August 2014)
  • Evangelische Grundschule Paul-Gerhardt-Schule
  • Gemeinschaftsgrundschule Flamersheim
  • Gemeinschaftsgrundschule Großbüllesheim
  • Katholische Grundschule Kirchheim – Teilstandort im Grundschulverbund Schule an der Hartburg
  • Gemeinschaftsgrundschule Kuchenheim
  • Grundschulverbund Schule an der Hardtburg – Katholische Grundschule Stotzheim
  • Veybachschule Wißkirchen
  • Gemeinschaftsgrundschule Weststadt
Hauptschulen
  • Georgschule
  • Joseph-Emonds-Schule (geschlossen seit 31. Juli 2014)

Gesamtschule

  • Gesamtschule

Realschulen

  • Kaplan-Kellermann-Realschule
  • Willi-Graf-Realschule – Europaschule
  • Abendrealschule
  • Menno-Simons-Realschule (Bekenntnisschule)

Gymnasien

Förderschulen
  • Matthias-Hagen-Schule (Primar und Sekundarstufe I) (seit 1. Aug. 2015 Kreis)
  • Rheinische Schule für Hörgeschädigte (LVR)
  • Rheinische Förderschule KME Euskirchen-Euenheim (LVR)
  • Hans-Verbeek-Schule, Schule für Geistigbehinderte (Kreis)

Berufsschulen

  • Thomas Eßer Berufskolleg (Kreis)
  • Berufsbildungszentrum Euskirchen
  • Fachseminar für Altenpflege, Altenpflegeschule des Deutschen Roten Kreuzes
  • Rettungsdienstschule Euskirchen, Schule für Berufe im Rettungswesen im Rotkreuz-Zentrum Euskirchen

Sonstige Einrichtungen

Justizbehörden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kasernen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstige mit der Stadt verbundene Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Autorenkollektiv: Zur Geschichte des Flamersheimer Waldes. In: Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (Hrsg.): Schriftenreihe der Landesforstverwaltung Nordrhein-Westfalen. Heft 8. Forstliche Dokumentationsstelle der Landesforstverwaltung NRW, Arnsberg 1999.
  • Freunde und Förderer des Stadtmuseums e. V. (Hrsg.): Die Kirchen und Kapellen in Euskirchen. Euskirchen 2006, ISBN 3-00-019035-X.
  • Jürgen Friedrichs, Robert Kecskes und Cristof Wolf: Struktur und sozialer Wandel einer Mittelstadt. Euskirchen 1952–2002. Leske + Budrich, Opladen 2002, ISBN 978-3-8100-3658-2.
  • Peter Kremer: Wo das Grauen lauert. Blutsauger und kopflose Reiter, Werwölfe und Wiedergänger an Inde, Erft und Rur. Düren 2003, ISBN 3-929928-01-9 (illustrierte u. kommentierte Sammlung von Sagen aus den Kreisen Euskirchen, Düren und dem Erftkreis).
  • Hans-Dieter Arntz: JUDAICA – Juden in der Voreifel. 3. Auflage. Euskirchen 1983, ISBN 3-9800787-0-1.
  • Hans-Dieter Arntz: Kriegsende 1944/45 in Euskirchen. In: Kriegsende 1944/45 zwischen Ardennen und Rhein. 3. Auflage. Euskirchen 1986, ISBN 3-9800787-1-X, S. 428–552.
  • Hans-Dieter Arntz: Isidors Briefe – Über die Korrespondenz eines Juden aus Euskirchen. Aachen 2009, ISBN 978-3-86933-007-5.
  • Hans-Dieter Arntz: Der letzte Judenälteste von Bergen-Belsen. Helios Verlag, Aachen 2012, ISBN 978-3-86933-082-2.
  • Hubert Meyer: Euskirchen – so wie es war, Band 1. Droste-Verlag, Düsseldorf 1974, ISBN 3-7700-0374-8.
  • Hubert Meyer: Euskirchen – so wie es war, Band 2. Droste-Verlag, Düsseldorf 1977, ISBN 3-7700-0463-9.
  • Renate Mayntz: Soziale Schichtung und sozialer Wandel in einer Industriegemeinde. Enke, Stuttgart 1958 (Als „Euskirchen-Studie“ bekannt geworden).
  • Gabriele Rünger, Manuel von Zelisch: Euskirchen im Wandel. Geiger-Verlag, 2007, ISBN 978-3-86595-219-6 (Bildband).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Euskirchen – Sammlung von Bildern
 Wikivoyage: Euskirchen – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amtliche Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 18. Juli 2016. (Hilfe dazu)
  2. Bevölkerung im Regierungsbezirk Köln. IT.NRW, 30. Juni 2010, abgerufen am 25. Mai 2014.
  3. Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)
  4. a b Wasser/Gewässer. In: Umwelt NRW Daten und Fakten. Landesamt für Umwelt- und Naturschutz Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 19. März 2016 (PDF; 6,1 MB).
  5. Norbert Kurth: Überschwemmungsschutz: Eine Abkürzung zum Rhein. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 20. Juni 2010, abgerufen am 19. März 2016.
  6. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 86 f.
  7. Stadt Euskirchen. Ratswahl – Gesamtergebnis. 25. Mai 2014, abgerufen am 27. Oktober 2014.
  8. a b Hauptsatzung der Stadt Euskirchen, § 2. Abgerufen am 21. Januar 2016 (PDF; 54 kB).
  9. Name und Logo: Die ersten Schritte … In: City-Magazin Euskirchen. 2011, S. 8, abgerufen am 17. November 2015 (PDF).
  10. Stadtmuseum. Kulturhof Euskirchen, abgerufen am 13. März 2016.
  11. Erzbistum Köln: Kath. Kirchengemeinden in Euskirchen (Memento vom 17. Dezember 2011 im Internet Archive)
  12. Klaus Grewe: Aquädukte. Wasser für Roms Städte. Der große Überblick – vom Römerkanal zum Aquäduktmarmor. Regionalia Verlag, Rheinbach 2014, ISBN 978-3-95540-127-6, S. 280.
  13. Ohne Hallenbad – wie geht's weiter? In: Kölnische Rundschau. 29. Juli 2006, abgerufen am 25. Mai 2014.
  14. Das BZE stellt sich vor. Berufsbildungszentrum Euskirchen, abgerufen am 25. Mai 2014.
  15. a b PrimeSite Rhine Region. NRW.INVEST, 2009, abgerufen am 19. März 2016.
  16. „Investor gesucht“, Unser Euskirchen (Memento vom 19. Juli 2012 im Webarchiv archive.is)
  17. PrimeSite Rhine Region. Kreis Euskirchen, abgerufen am 25. Mai 2014.