Euthanasie

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Mit Euthanasie (griechisch εὐθανασία, von εὖ eu, gut, richtig, schön und θάνατος thánatos, der Tod, das Sterben) wird bezeichnet:

  • (ursprünglich) ein aus der Sicht des Sterbenden und seiner Angehörigen „guter Tod“ (siehe Geschichte der Euthanasie)
  • als Euphemismus die systematischen Morde insbesondere an Menschen mit körperlich und/oder geistigen bzw. psychischen Beeinträchtigungen zur Zeit des Nationalsozialismus als Teil der sogenannten nationalsozialistischen „Rassenhygiene“[1]
    • Kinder-Euthanasie, Ermordung von Kindern in Krankenhäusern in sogenannten „Kinderfachabteilungen“
    • Aktion T4, Erwachsenen-„Euthanasie“, Ermordung von Psychiatriepatienten und Behinderten 1940/1941 in Tötungsanstalten
    • Aktion 14f13, Ermordung von KZ-Häftlingen in den Tötungsanstalten der Aktion T4
    • Aktion Brandt, Ermordung von Psychiatriepatienten und Behinderten in Krankenhäusern ab 1943
  • Passive bzw. aktive Sterbehilfe, die Unterstützung von Sterbenden in der letzten Lebensphase (Euthanasia medicinalis) oder bei der vom Sterbenskranken gewünschten Herbeiführung des Todes. Wegen seiner NS-Geschichte wird der Begriff in Deutschland allerdings in dieser Bedeutung heute kaum verwendet (wohl aber im europäischen Ausland).
  • die Einschläferung (Euthanasie) an Tieren.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Euthanasie – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lars von Törne: „Euthanasie“: Gedenkort wird erweitert. Bund zahlt für Ausbau hinter der Philharmonie. Der Tagesspiegel vom 10. November 2011