Euthanasie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Mit Euthanasie (altgriechisch εὐθανασία; von εὖ eu, „gut, richtig, schön“, und θάνατος thánatos, „der Tod, das Sterben“) wird bezeichnet:

  • (ursprünglich) ein aus der Sicht des Sterbenden und seiner Angehörigen „guter Tod“ (siehe Geschichte der Euthanasie)
  • als Euphemismus die systematischen Krankenmorde in der Zeit des Nationalsozialismus als Teil der nationalsozialistischen „Rassenhygiene“[1]
    • Kinder-Euthanasie, Ermordung von Kindern in Krankenhäusern in „Kinderfachabteilungen“
    • Aktion T4, Erwachsenen-„Euthanasie“, Ermordung von Psychiatriepatienten und Behinderten 1940/1941 in Tötungsanstalten
    • Aktion 14f13, Ermordung von KZ-Häftlingen in den Tötungsanstalten der Aktion T4
    • Aktion Brandt, Ermordung von Psychiatriepatienten und Behinderten in Krankenhäusern ab 1943
  • Passive und aktive Sterbehilfe, die Unterstützung von Sterbenden in der letzten Lebensphase (Euthanasia medicinalis) oder bei der vom Sterbenskranken gewünschten Herbeiführung des Todes. Wegen seiner NS-Geschichte wird der Begriff in Deutschland allerdings in dieser Bedeutung kaum verwendet (wohl aber im europäischen Ausland).
  • die Einschläferung oder sonstige möglichst schonende Tötung von Tieren zur Verhinderung unnötiger Leiden.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiktionary: Euthanasie – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lars von Törne: „Euthanasie“: Gedenkort wird erweitert. Bund zahlt für Ausbau hinter der Philharmonie. Der Tagesspiegel vom 10. November 2011