Eva (Sängerin)

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Eva (* 27. Mai 1943 in Berlin als Eva Killutat; † 10. März 2020 in Montréal[1]) war eine deutsche Chansonsängerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eva zog 1962 nach Paris, um dort zu studieren. Sie begeisterte sich für das französische Chanson und knüpfte erste Kontakte zu Musikern wie Georges Brassens. Bereits zwei Jahre später erschien ihr erstes Album Toi et moi. Hierfür übernahm sie Lieder von Künstlern wie Barbara, Anne Sylvestre, Robert Stolz und Georges Moustaki in ihr Repertoire, schrieb allerdings auch eigene Stücke. Mit Liebelei und Das Lied ist aus waren darüber hinaus zwei deutschsprachige Titel enthalten. Das Album war ein großer Erfolg in Frankreich. Auch das Nachfolgewerk Comme les blés enthielt zwei deutschsprachige Lieder, Frei und Weißt du, wie das ist?, aber auch Cover-Versionen von weltberühmten Songs wie Unchained Melody oder Where Have All The Flowers Gone. Eva konnte sich neben dem französischen Markt vor allen Dingen in Kanada etablieren.

In ihrer Heimat Deutschland war Eva kein größerer Erfolg vergönnt. Der Spiegel widmete ihr 1968 dennoch einen ausführlichen Artikel mit der Überschrift Deutscher Aufschrei – Ein deutsches Evchen zieht immer mehr Franzosen zu sich hin.[2] Auch das Hamburger Abendblatt berichtete 1973 über sie. Auf den Hinweis, dass sie in Deutschland zeitweise als Nachfolgerin der Sängerin Alexandra vermarktet wurde, die eine ähnlich dunkle, ausdrucksstarke Stimme besaß, entgegnete sie der Zeitung: „So geht das nicht. Ich habe lange gearbeitet, um mich als Persönlichkeit eigener Prägung durchzusetzen. In Frankreich wissen 50 Millionen Menschen wer ich bin, und hier soll ich in die Fußstapfen einer Kollegin treten. Das kommt gar nicht in Frage.“[3] Im gleichen Jahr erschien mit Alles wird einmal vorübergeh’n auch eine Single für den deutschen Markt.

Im Verlaufe der 1970er Jahre wurden die Veröffentlichungen von Eva immer unregelmäßiger. 1980 zog sie nach Kanada, wo sie sich in der französischsprachigen Provinz Québec niederließ.[4] Zuletzt erschien 2005 das Album À Marlène mit Liedern der deutschen Filmlegende Marlene Dietrich.[5] Sie widmete sich außerdem der Malerei.[6]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1964: Eva (aka Toi et moi) (Mercury)
  • 1965: Eva (aka Comme les blés) (Mercury, andere Veröffentlichungsjahre 1967 oder 1969)
  • 1968: Eva (aka Vois) (Mercury)
  • 1970: Ou s’en vont mourir les rêves (Barclay)
  • 1971: Le cœur battant (Barclay)
  • 1972: L’orage (Barclay)
  • 1976: Sous les sunlights (Philips)
  • 1984: Intérieurs (Saisons)
  • 1994: Vertiges (Artic)
  • 1997: Comme un Phénix (Intermede)
  • 2005: À Marlène (Artic)

Compilations[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 196*: Le disque d’or (Mercury)
  • 1971: Plein feux sur Eva (Mercury)
  • 1973: La chanson française (Barclay)
  • 1978: Édition la chanson (Philips)
  • 1999: De Berlin à Paris (Rym Music)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eva (1943 - 2020). Abgerufen am 5. Juni 2021 (französisch).
  2. Deutscher Aufschrei – Ein deutsches Evchen zieht immer mehr Franzosen zu sich hin. In: Der Spiegel. Nr. 15, 1968 (online).
  3. … Eva (* 1943 als Eva Killutat). In: was-wurde-aus.at. Abgerufen am 5. September 2015.
  4. Catherine Laugier: Eva « Où s’en vont mourir les rêves ». .nosenchanteurs.eu, 27. März 2020
  5. Jacques-Deric Rouault: Eva: Discographie commentée. In: jacquesderic.free.fr. 2012, abgerufen am 5. September 2015 (französisch).
  6. Josée Blanchette: Eva, l’attachante enchantée. In: ledevoir.com. 2. November 2007, abgerufen am 5. September 2015 (französisch).