Evangelisch-Lutherisches Dekanat Rothenburg ob der Tauber

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Evangelisch-Lutherisches
Dekanat

Dekanatsgebäude neben der St. Jakob in Rothenburg ob der Tauber
Organisation
Dekanatsbezirk Rothenburg ob der Tauber
Kirchenkreis Ansbach-Würzburg
Landeskirche Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern
Statistik
Pfarreien 16
Kirchengemeinden 32
Gemeindeglieder 20000
Leitung
Dekan Hans-Gerhard Gross[1]
Dekanatskirche St. Jakob in Rothenburg
Anschrift des Dekanatsamts Gustav-Adolf-Platz 6
97318 Kitzingen
Webpräsenz www.rothenburgtauber-evangelisch.de/dekanat

Das Evangelisch-Lutherische Dekanat Rothenburg ob der Tauber ist eines der 19 Dekanate des Kirchenkreises Ansbach-Würzburg. Amtierender Dekan ist Hans-Gerhard Gross.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelischen Wurzeln der Gemeinden des Dekanatsbezirks reichen in die Reformationszeit zurück. Der damalige Herrschaftsträger waren vor allem die Reichsstadt Rothenburg und das Markgraftum Brandenburg-Ansbach.

Rothenburg erklärte sich am 26. Februar 1526 endgültig für evangelisch. Das Augsburger Interim brachte einen Rückschlag. 1554 konnte in St. Jakob wieder evangelisch gepredigt werden. Am 27. August 1556 trat der Deutsche Orden sämtliche Kirchenrechte ab. Im Rothenburger Landgebiet wurde die evangelische Lehre zeitgleich mit der Stadt eingeführt, wo die Stadt die Patronatsrechte besaß. Das war in 21 von 45 Pfarrstellen der Fall. Heute liegen davon in Bayern: Adelshofen, Bettwar, Erzberg, Gailnau, Gattenhofen, Habelsee, Kirnberg, Leuzenbronn, Neusitz, Ohrenbach, Schweinsdorf, Spielbach, Steinsfeld, Tauberscheckenbach, Wettringen, und Wörnitz. In Baden-Württemberg liegen heute: Finsterlohr, Gammesfeld, Hausen a. B., Leuzendorf, Lichtel, Oberstetten, Schmerbach und Wildentierbach. 1544 ist auch das Jahr in dem Steinach a. d. Enns evangelisch wurde. Hier lag das Patronatsrecht bei dem Senior des Gesamthauses Castell. In Gebsattel hatte das Stift Komburg das Patronatsrecht, so dass die Pfarrei ab 1584 wieder katholisch besetzt wurde. Im Rothenburger Landgebiet wurden folgende Ansbacher Patronatspfarreien evangelisch: um 1540 Oestheim, 1540 Diebach, 1544 Insingen, Bettenfeld und 1549 Lohr. In Frankenheim führten die Hohenlohe vor 1546 die Reformation ein.

Zur Kirchenverwaltung in Rothenburg wurde 1559 ein Konsistorium gegründet. Bis 1701 wurde es von einem Superintendenten geleitet, danach bis zur Mediatisierung von einem Ratsherren. Der Hauptprediger von St. Jakob hatte die Superintendentenstelle inne.

Kirchengemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Dekanatsbezirk leben ca. 20.000 Gemeindeglieder in 32 Kirchengemeinden, die zu 16 Pfarreien gehören. Im Folgenden sind die Pfarreien und Kirchengemeinden, sowie deren Kirchengebäude aufgeführt.

  • Region Nord
  • Region Mitte
  • Region Süd
    • Pfarrei Diebach-Oestheim
      • Kirchengemeinde Diebach, St. Bartholomäus
      • Kirchengemeinde Oestheim, St. Veit zwischen Unter- und Oberoestheim
      • Kirchengemeinde Faulenberg, St. Sixtus
    • Pfarrei Frankenheim-Schillingsfürst
    • Pfarrei Insingen
      • Kirchengemeinde Insingen, St. Ulrich und Sebastian
      • Kirchengemeinde Lohr, St. Egydius
      • Kirchengemeinde Bockenfeld, St. Nikolaus
    • Pfarrei Wettringen
      • Kirchengemeinde Wettringen, St. Peter und Paul
      • Kirchengemeinde Gailnau, St. Alban in Untergailnau
    • Pfarrei Wörnitz

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Matthias Simon: Historischer Atlas von Bayern. Kirchliche Organisation, die evangelische Kirche. Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1960.
  • Wolfgang Osiander: Die Reformation in Franken. Andreas Osiander und die fränkischen Reformatoren. Schrenk-Verlag, Gunzenhausen 2008, ISBN 978-3-924270-55-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Evangelisch-Lutherisches Dekanat Rothenburg ob der Tauber – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.rothenburgtauber-evangelisch.de/dekanat/