Evangelische Kirche (St. Goarshausen)

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Ev. Kirche St. Goarshausen
Ev. Kirche – Innenansicht

Die evangelische Kirche Sankt Goarshausen liegt in Sankt Goarshausen im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz.

Seit 2002 ist die evangelische Kirche Sankt Goarshausen Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den 1857[1] im Zuge des Baus der Nassauischen Rheinbahn erfolgten Abrisses der alten Kirche in St. Goarshausen wurde die Kirche mit einer Zuwendung der herzoglichen Landesregierung in Höhe von 27.000 Gulden entschädigt. Damit sollte der durch den nassauischen Staatsbaurat Eduard Zais (1804–1895) geplante Neubau finanziert werden.

1929 entstanden durch Otto Linnemann die figürlichen Fenster im Chor.[2]

Die Grundsteinlegung erfolgte am 25. April 1861, die Einweihung am 2. Juli 1863. Tatsächlich betrugen die Baukosten rund 40.000 Gulden. Zais verwirklichte eine reich gegliederte Außenfassade mit Dachfialen und Spitzturm sowie einer aufwendigen Kassettendecke im ansonsten schlichten Innenraum.

Unmittelbar vor dem Zweiten Weltkrieg

Nach Kriegsschäden im Zweiten Weltkrieg wurde der Turm verkürzt und mit einem einfachen Walmdach bedeckt, die Fassade stark vereinfacht und der Chorraum verändert.

Das Gebäude ist im Denkmalverzeichnis des Rhein-Lahn-Kreises als Kulturdenkmal aufgeführt.

Orgel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf die Empore mit Orgel

Die Orgel wurde 1863 von dem Orgelbauer Christian Friedrich Voigt (Igstadt bei Wiesbaden) erbaut. Im Laufe der Zeit wurde das Schleifladen-Instrument mehrfach verändert, insbesondere in den Jahren 1957–1974. 2006 wurde das Instrument durch den Orgelbauer Rainer Müller (Merxheim) in ihren Ursprungszustand zurückversetzt. Das Instrument hat 18 Register auf zwei Manualen und Pedal. Die Spiel- und Registertrakturen sind mechanisch. Das Instrument ist etwa einen Halbton höher als normal (440 Herz) üblich intoniert.[3]

I Hauptwerk C–f3
1. Bordun 16′ V
2. Principal 8′
3. Gedackt 8′ V
4. Viola da Gamba 8′ V
5. Octave 4′ V
6. Flöte 4′ V
7. Quinta 3′ V
8. Octave 2′ V
9. Mixtur IV 2′ V
10. Trompete 8′ W
II Unterwerk C–f3
11. Lieblich Gedackt 8′ V
12. Salicional 8′ S
13. Flöte draver 4′ R
14. Gemshorn 4′ V
15. Cornett II-III 223 R
Pedalwerk C–c1
16. Subbass 16′ V
17. Oktavbass 8′ V
18. Choralbass 4′
V = Pfeifenmaterial von Voigt (1863)
S = Pfeifenmaterial von Stumm (1896)
R = Rekonstruiert (2006)
W = Fa. Weigle (19. Jhd.)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler – Rheinland-Pfalz Saarland, Deutscher Kunstverlag München 1984, ISBN 3-422-00382-7
  2. Paul-Georg Custodis, Kurt Frein: St. Goarshausen mit Burg Katz und Patersberg. (=Rheinische Kunststätten, Heft 258) Hrsg. Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, Köln 1981, ISBN 3-88094-389-3, S. 11.
  3. Nähere Informationen zur Orgel

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Evangelische Kirche (Sankt Goarshausen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 50° 9′ 12,7″ N, 7° 43′ 5,9″ O