Evelyn Waugh

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Evelyn Waugh 1940, Fotografie von Carl van Vechten

Arthur Evelyn St. John Waugh ['ɑrθər 'iːvlɪn ˈsɪndʒən wɔː] (* 28. Oktober 1903 in London; † 10. April 1966 in Taunton) war ein britischer Schriftsteller.

Mehrere seiner Romane gelten als Klassiker der englischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Die Time wählte Wiedersehen mit Brideshead und Eine Handvoll Staub zu den besten 100 englischsprachigen Romanen, die zwischen 1923 und 2005 veröffentlicht wurden. 2015 wählten 82 internationale Literaturkritiker und -wissenschaftler die satirischen Romane Scoop und Verfall und Untergang zu den bedeutendsten britischen Romane.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Familie und Kindheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evelyn Waugh war der jüngere Sohn des Verleger und Schriftstellers Arthur Waugh und seiner Ehefrau Catherine Charlotte. Beide elterlichen Familien stammten ursprünglich aus Schottland. Arthur Waugh war im Jahr vor Evelyns Geburt zum Leiter des Verlages Chapman und Hall geworden, der einstmals die Werke von Charles Dickens herausgegeben hatte. Der Verlag war seitdem geschrumpft, die Familie verfügte über nur begrenzte finanzielle Mittel.

Lancing College, das Internat, das Evelyn Waugh besuchte

Arthur Waugh war einstmals Schüler des Internats Sherborne School gewesen, auch Evelyn Waughs fünf Jahre älterer Bruder Alec besuchte dieses Internat und geplant war, dass auch Evelyn dieses Internat besuchen sollte. Allerdings veröffentlichte 1917 sein Bruder den Roman The Loom of Youth, der seine Schuljahre thematisiert. Der Roman, als dessen Handlungsort Sherborne School einfach auszumachen war, erregte mit seinen Andeutungen über homosexuelle Beziehungen ein solches Aufsehen, dass es notwendig wurde, für Evelyn eine andere weiterbildende Schule zu finden.[2] Evelyn Waugh wurde deshalb an das Internat Lancing College geschickt, nachdem er zuvor Tagesschüler an einer vorbereitenden Schule im Londoner Stadtteil Hampstead gewesen war. Am Lancing College fühlte er sich zunächst sehr unglücklich – die Einschränkungen auf Grund der Kriegssituation war deutlich spürbar und Waugh besuchte diese Schule als es an Internaten üblich war, neuen Schülern besonders harsch zu begegnen. Langging College gab ihm jedoch die Möglichkeit, seine Interessen in Malerei und Kalligraphie nachzugehen und Waugh wurde unter anderem Herausgeber des Schulmagazins. Seine Schulzeit schloss er mit dem Gewinn eines Stipendium für das Hertford College in Oxford ab.[3]

Studium und erste Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waugh begann im Januar 1922 am Hertford College zu studieren und empfand die Jahre dort als ausgesprochen glücklich. Er litt zwar zunächst unter dem zweifelhaften Ruf seines älteren Bruders, fand aber sehr bald zahlreiche Freunde in den verschiedenen Colleges dieser Universitätsstadt. Der gesellschaftliche Umgang mit Freunden, häufig begleitet von großem Alkoholgenuss, spielte häufig eine größere Rolle als das Studium. Nach Ende seines Studiums war Waugh an verschiedenen Internaten und Tagesschulen als Lehrer tätig. Als Lehrer war er bei seinen Schülern nicht unbeliebt, hatte jedoch häufig Konflikte mit den jeweiligen Schulmeistern. Er sah sich als Lehrer so ungeeignet, dass er, wie in seiner Autobiografie A Little Learning berichtete, sogar während seiner Zeit an einem Internat in Denbighshire einen halbherzigen Selbstmordversuch unternahm.[3]

Noch während seiner Zeit als Lehrer schrieb Waugh einen Essay über die Präraffaeliten, der 1926 als Privatdruck erschien und durch den das Verlagshaus Duckworth auf ihn aufmerksam wurde. Es legte ihm nahe, ein Buch über Dante Gabriel Rossetti zu verfassen.[3] Im April 1927 gab Waugh seine Laufbahn als Lehrer auf – er erwog zu dem Zeitpunkt ernsthaft, Tischler zu werden. Im Dezember 1927 verlobte er sich mit Evelyn Gardner, der jüngsten Tochter des verstorbenen Lord Burghclere. Die Verlobung traf auf heftigen Widerstand der Mutter der Braut, da Evelyn Waugh weder über Einkommen noch eine Beschäftigung verfügte. 1928 erschien sein Buch über Rossetti und erhielt einige gute Besprechungen, löste aber seine finanziellen Probleme nicht. Aus dieser Problemlage heraus verfasste Waugh den satirischen Roman Verfall und Untergang (engl. Originaltitel: Decline and Fall), der von seinen Erfahrungen als Schüler des Lancing College, als Student in Oxford und Lehrer an verschiedenen Internaten stark beeinflusst ist. Der Verlag Duckworth wollte einige Überarbeitungen, der Roman wurde schließlich von Chapman und Hall angenommen. Sein Vater war zum Zeitpunkt dieser Entscheidung nicht anwesend, er hätte vermutlich gezögert, im eigenen Verlag das Werk seines Sohnes zu veröffentlichen.[4]

Der Roman war sofort ein großer Erfolg und erhielt zahlreiche positive Besprechungen. Zu den Kritikern, die sich positiv äußerten, zählt unter anderem Arnold Bennett, zu dem Zeitpunkt ein sehr einflussreicher Kritiker und Schriftsteller.[4] Mit dem Erfolg des Romanes endeten auch Waughs finanzielle Probleme. Im Juni 1928 heiratete er Evelyn Gardner, ohne dass deren Mutter über die Eheschließung in Kenntnis gesetzt wurde. Da er und seine Frau denselben Vornamen trugen, nannten Freunde sie He-Evelyn und She-Evelyn („Er-Evelyn“ und „Sie-Evelyn“). Die Ehe wird als kurz und unglücklich bezeichnet. Noch während Waugh an Lust und Laster arbeitete (englischer Originaltitel: Vile Bodies, Ersterscheinungsjahr 1930), begann seine Ehefrau Affären mit anderen Männern. 1930 wurde die Ehe geschieden. Waugh konvertierte im selben Jahr zum Katholizismus, obwohl es zu dem Zeitpunkt so schien, als könne er deswegen kein zweites Mal heiraten.[4] Er stellte 1933 einen Antrag auf Annullierung und 1936 stellte die Kirche auf seinen Antrag fest, dass seine Ehe von Anfang an null und nichtig gewesen sei, was ihm ermöglichte, die ebenfalls katholische Laura Herbert im Jahre 1937 zu heiraten. Diese Ehe dauerte bis zu seinem Tod; aus ihr gingen sieben Kinder hervor, von denen sechs das Erwachsenenalter erreichten.

Krönung Haile Selassies. Der Aufenthalt Waughs in Abessinien war Inspiration für zwei Romane

Übertritt zum Katholizismus und Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ende seines Zusammenlebens mit Evelyn Gardner, das er in A Handful of Dust (1934) beschrieb, und seiner Konversion zum Katholizismus wurde Waugh zunehmend isoliert. Einer seiner wenigen Freunde war der Schriftsteller Graham Greene, auch er ein Konvertit zum Katholizismus, dessen Ehe ebenfalls auf seinen Antrag von der Kirche annulliert wurde. Waugh war zu dem Zeitpunkt ein etablierter Schriftsteller, der in den Jahren zuvor auch als Korrespondent gearbeitet hatte. So berichtete er 1930 aus Abessinien über die Krönung von Haile Selassie und im August 1935 war er als Korrespondent des Daily Mail vor Ort, um über den drohenden Angriffs- und Eroberungskrieg durch das faschistische Königreichs Italien zu berichten. In seinem Vorwort zu Scoop schreibt Waugh über seine dortige Tätigkeit:

„Ich hatte kein großes Talent dafür, studierte aber mit großem Vergnügen die Schrullen und Ausschweifungen meiner Kollegen. Die geographische Lage Ishmaelias, nicht aber die Staatsordnung, stimmt mit der Abessiniens überein, und das Leben der Journalisten in Jacksonburg entspricht in etwa dem von Addis Abeba im Jahr 1935.“[5]

Die Erfahrungen in Afrika verarbeitete er in den Romanen Schwarzes Unheil (englischer Originaltitel: Black Mischief, Ersterscheinungsjahr 1932) und Scoop (Ersterscheinungsjahr 1938), seine Reiseerlebnisse in dem Berichten Befremdliche Völker, seltsame Sitten (englischer Originaltitel: Remote People, Ersterscheinungsjahr 1931) und Waugh in Abyssinia (Ersterscheinungsjahr 1936). Ein weiterer Reisebericht, Ninety-Two Days. The Account of a Tropical Journey Through British Guiana and Part of Brazil (Ersterscheinungsjahr 1934), ging aus seiner Reise nach Südamerika 1932/1933 hervor.

R. Laycock im Jahr 1943. Laycock war zeitweilig vorgesetzter Offizier von Waugh

Als 1939 der Krieg ausbrach, war Waugh ein etablierter Autor, der wie Henry Green und Virginia Woolf zu den am meisten beachteten britischen Autoren gehörte. Seine Biografie über Edmund Campion (Erscheinungsjahr 1935) hatte ihm sogar den Hawthornden-Preis eingebracht.[6] Er besaß ein Landhaus in Gloucestershire und hatte eine Familie gegründet. Aber da er noch jung genug für den Militärdienst war und ihm bewusst war, dass eine Zivilaufgabe wenig Stoff für schriftstellerische Werke liefern würde, bemühte er sich sofort um eine Offizierstelle. Mit großer Mühe erhielt er eine bei den Royal Marines, wurde 1941 in den Nahen Osten versetzt und diente dort während der Luftlandeschlacht um Kreta als persönlicher Assistent von Robert Laycock. Sein Biograf Douglas Woodruff hält fest, dass seine Vorgesetzten den Umgang mit ihm wegen seiner Skepsis schwierig fanden und Waugh auch bei den Personen, die unter ihm dienten, niemals sonderlich beliebt war.[6]

Die Kriegserfahrung prägt den satirischen Roman Mit wehenden Fahnen (Originaltitel: Put out more flags, Ersterscheinung 1942), in dem sein Protagonist Basil Seal alle Möglichkeiten der frühen Kriegsjahre nutzt, um sein eigenes Fortkommen sicherzustellen. Während der Kriegsjahre entstand auch der Roman Wiedersehen mit Brideshead (Ersterscheinung 1945), der ihn vor allem in den USA sehr bekannt machte.[6] 1947 besuchte Evelyn Waugh Hollywood, um dort eine Verfilmung dieses Romans zu diskutieren. Das Studio wünschte Änderungen, denen Waugh jedoch nicht nachkommen wollte.[7] Der Besuch selber inspirierte Waugh jedoch zu einem weiteren Roman. Fasziniert von dem in Kalifornien typischen Umgang mit Toten und der dortigen Bestattungsindustrie, schrieb er den Roman Tod in Hollywood (Originaltitel: The Loved One, Ersterscheinung 1948), einen sehr heiteren und übrigens sehr erfolgreichen Roman, der auf dem Friedhof Forest Lan Memorial Park basierte.

Die letzten Lebensjahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waugh fand die Nachkriegszeit in Großbritannien mit seiner Lebensmittel- und Devisenbewirtschaftung, seiner Verstaatlichung wichtiger Industriezweige und dem Ausbau des Sozialstaates kaum erträglich. Bereits 1946 hatte er mit seinem Essay What to Do with the Upper Classes (Was man mit den obersten Schichten tuen sollte) seine Ablehnung des Umbaus der britischen Gesellschaft deutlich gemacht, in der er ironisch vorschlug, man möge doch die britische Aristokratie und die unverbesserlichsten Mitglieder der Mittelschicht in Reservate einsperren. Ähnliches prägt den Roman ...und neues Leben blüht aus den Ruinen (englischer Originaltitel: Love Among the Ruins, 1953), eine Dystopie, in der die Gesellschaft geprägt ist von unfähigen Politikern, unproduktiven Arbeitern und unfähigen Bürokraten. Der Staat ist zum Gottersatz geworden, der Mensch auf eine bloße Nummer reduziert. Liebe gibt es nicht mehr und der beliebteste Service des Wohlfahrtsstaats ist die Euthanasie, die deswegen viele Menschen wählen, weil sie der Langeweile ihres Lebens entkommen wollen.[8]

1950 erschien mit Helena der einzige historische Roman von Waugh. Er hat das Leben der Heiligen Helena zum Thema, der Mutter des römischen Kaisers Konstantin dem Großen. Waugh verwandt sehr große Sorgfalt auf dieses Buch, nach Ansicht von Douglas Woodruff zählen zahlreiche Passagen dieses Romans zu dem stilistisch besten, die Waugh je verfasst hat.[7] Evelyn Waugh hielt über diesen Roman fest, dass ein Leser ihn mindestens dreimal lesen solle um den Inhalt vollständig zu erfassen.[7]

Die von seinen Kriegserfahrungen geprägte Trilogie Ohne Furcht und Tadel (englischer Originaltitel: Sword of Honour) erschien zwischen 1952 und 1961. Der erste Band Men at Arms basiert auf Waughs Erfahrungen bei den Royal Marines und wurde mit dem James Tait Black Memorial Prize ausgezeichnet. Officers and Gentlemen ist von seinem Einsatz während der Schlacht um Kreta geprägt. Der letzte Band Unconditional surrender dagegen ist von Waughs Erlebnissen in Jugoslawien geprägt: Der Einsatz in Jugoslawien an der Seite von Randolph Churchill gehörte zu seinen letzten Einsätzen während des Zweiten Weltkrieges: Waugh empfand es als eine bittere Ironie, im Kampf gegen das faschistische Deutschland und seinen Verbündeten mit Titos Partisanen zusammenarbeiten zu müssen und so beizutragen, dass katholische Kroaten und Slowenen unter die Herrschaft eines intoleranten kommunistischen Regimes gerieten.[7]

Obwohl Waugh eine Zeitlang erwog, mit seiner Familie nach Irland auszuwandern, erwarb er 1956 mit Combe Florey House einen großen Landsitz in der Nähe von Taunton, den er im Stile der viktorianischen Zeit einrichtete. Es blieb bis zu seinem Lebensende sein Zuhause, auf das er sehr stolz war.[9] 1957 starb sein langjähriger Freund, der Theologe Ronald Knox nach langer schwerer Krankheit. Waugh war dessen Testamentsvollstrecker und nahm es auf sich, eine Biografie über Knox zu verfassen, zu deren Recherchen er unter anderem ins damalige Rhodesien reiste. Dies führte unter anderem zu seinem letzten Reisebericht A Tourist in Africa (1960), in der Waugh festhielt:

„So wie glücklichere Menschen Vögel beobachten, so beobachte ich Menschen. Sie sind weniger attraktiv, aber deutlich unterschiedlicher.“[10]

Auslandsreisen unternahm er ansonsten zunehmend weniger, allerdings reiste er 1961/1962 in Begleitung seiner Tochter Margaret nach Südamerika. Er litt zunehmend unter Taubheit und bereits vor seinem 60sten Geburtstag empfand er sich als alten Mann.[9] Die innerkirchlichen Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils nahm er mit großer Trauer zur Kenntnis. Waugh starb im Alter von 62 Jahren sehr plötzlich am Ostersonntag des Jahres 1966, nachdem er kurz zuvor noch einer katholischen Messe nach altem Ritus beigewohnt hatte.[11]

Waughs älterer Bruder Alec Waugh (1898–1981) war ebenfalls Schriftsteller und sein Sohn Auberon Waugh (1939–2001) ein bissiger Kolumnist.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waughs Grab

Waugh war als schnell erfolgreicher Schriftsteller Mitglied der jungen, verwöhnten Upper Class in den 1920er Jahren. Er hatte ein besonderes Interesse an Bildender Kunst (sein erstes Buch war eine Biographie Dante Gabriel Rossettis, und seine Novelle Love Among the Ruins illustrierte er selbst).

Waugh hatte ein besonderes Gespür für Dialoge, von denen sich manche über zwei Seiten hinziehen. Geschätzt war sein makabrer Humor. In Black Mischief verzehrt der Anti-Held aus Versehen seine Geliebte, und The Loved One spielt in der US-amerikanischen Bestattungsindustrie. Waugh beeinflusste zahlreiche Schriftsteller wie Muriel Spark sowie den späteren Literaturnobelpreisträger V. S. Naipaul, der als junger Mann schreiben wollte wie Waugh.[12] Der britische Regisseur Stephen Fry verfilmte unter dem Titel Bright young things Waughs Roman Vile Bodies.

Internationale Popularität erlangte Waugh durch die Verfilmung seines Romans Wiedersehen mit Brideshead. Die Miniserie des britischen Fernsehens mit Jeremy Irons und Laurence Olivier von 1981 wurde ein Welterfolg. Seither wurden auch Vile Bodies und A Handful of Dust verfilmt – letzterer mit Alec Guinness, der Waugh bewunderte. Bereits früher gab es eine Filmfassung von The Loved One mit Rod Steiger und John Gielgud unter der Regie von Tony Richardson.

Im Lexikon der Weltliteratur wird er als radikalkonservativer Zyniker und Kulturpessimist beschrieben, der „in kühler, kunstvoller Prosa mit Witz und oft überdeutlicher, farcenhafter Satire die Kuriositäten des modernen Lebens enthüllt. Waugh möchte den modernen Menschen hinweisen auf die Sinnlosigkeit seines Tuns, die Fragwürdigkeit eines absurd-phantastischen und chaotischen Daseins.“[13]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Romane[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1928 Decline and Fall
  • 1930 Vile Bodies
    • ...aber das Fleisch ist schwach, dt. von Hermen von Kleeborn. Herold, Wien 1951
    • Neuübersetzung: Lust und Laster, dt. von Ulrike Simon. Diogenes, Zürich 1984. ISBN 3-257-21174-0
    • zweite Neuübersetzung: Lust und Laster, dt. von pociao. Diogenes, Zürich 2015. ISBN 978-3-257-06930-3
  • 1932 Black Mischief
    • Schwarzes Unheil, dt. von Lucy von Wangenheim. Bastei, Berlin, Wien 1938
    • Die schwarze Majestät, gleiche Übersetzung. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1954
    • Neuübersetzung: Schwarzes Unheil, dt. von Irmgard Andrae. Diogenes, Zürich 1986. ISBN 3-257-21402-2
  • 1934 A Handful of Dust
    • Eine Handvoll Staub, dt. von Lucy von Wangenheim. Bondi, Berlin 1936
    • Neuübersetzung: Eine Handvoll Staub, dt. von Matthias Fienbork. Diogenes, Zürich 1986. ISBN 3-257-21348-4
    • zweite Neuübersetzung: Eine Handvoll Staub, dt. von pociao. Diogenes, Zürich 2014. ISBN 978-3-257-06913-6
  • 1938 Scoop. A Novel About Journalism
  • 1942 Put Out More Flags
  • 1945 Brideshead Revisited
    • Wiedersehen mit Brideshead. Die heiligen und profanen Erinnerungen des Hauptmanns Charles Ryder, dt. von Franz Fein. Amstutz & Herdeg, Zürich 1947
    • Neuübersetzung: Wiedersehen mit Brideshead. Die heiligen und profanen Erinnerungen des Captain Charles Ryder, dt. von pociao. Diogenes, Zürich 2014. ISBN 978-3-257-06876-4
  • 1946 Scott King’s Modern Europe (auch als: A Sojourn in Neutralia)
    • Ferien in Europa, dt. von Ossip Kalenter. Die Arche, Zürich 1950
    • Neuübersetzung: Scott-Kings moderne Welt. Erzählung, dt. von Otto Bayer. Diogenes, Zürich 2014. ISBN 978-3-257-24275-1
  • 1947 Wine in Peace and War
  • 1948 The Loved One
    • Tod in Hollywood, dt. von Peter Gan. Die Arche, Zürich 1950
    • Neuübersetzung: Tod in Hollywood. Eine anglo-amerikanische Tragödie, dt. von Andrea Ott. Diogenes, Zürich 2015. ISBN 978-3-257-06947-1
  • 1950 Helena
    • Helena, dt. von Peter Gan. Die Arche, Zürich 1951
  • 1952–1961 Sword of Honour – Trilogie über den Zweiten Weltkrieg: Men At Arms (1952), Officers and Gentlemen (1955) und Unconditional Surrender (1961).
  • 1953 Love Among the Ruins. A Romance of the Near Future
    • …und neues Leben blüht aus den Ruinen. Eine Liebesgeschichte aus der nahen Zukunft, dt. von Elisabeth Schnack. Die Arche, Zürich 1955
  • 1957 The Ordeal of Gilbert Pinfold
    • Gilbert Pinfolds Höllenfahrt. Ein Genrebild, dt. von Helmut Hilzheimer. Desch, Wien/München/Basel 1958

Reiseliteratur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1930 Labels. A Mediterranean Journal
  • 1931 Remote People
    • Befremdliche Völker, seltsame Sitten, dt. von Matthias Fienbork. Eichborn-Verlag Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-8218-4761-0.
  • 1934 Ninety-Two Days. The Account of a Tropical Journey Through British Guiana and Part of Brazil
  • 1936 Waugh in Abyssinia
  • 1939 Robbery Under Law (US-Titel: Mexico: an Object-Lesson)
  • 1946 When the Going Was Good
    • Als das Reisen noch schön war, dt. von Rose Grässel. Claassen & Goverts, Hamburg 1949.
  • 1952 The Holy Places
  • 1960 A Tourist in Africa

Biografisches und Autobiografisches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1928 Rosetti: His Life and Works
  • 1953 Edmund Campion. Jesuit and Martyr
    • Saat im Sturm. Lebensbild des Edmund Campion aus der Zeit Elisabeths von England, dt. von H. H. von Vogt, Kösel-Pustet-Verlag München 1938.
    • Edmund Campion. Jesuit und Blutzeuge, dt. von Heinrich Fischer. Kösel-Verlag München 1954.
  • 1959 The Life of the Right Reverend Ronald Knox
    • Ronald Knox. Biographie, dt. von Hugo Maria Kellner. Echter-Verlag Würzburg 1965.
  • 1964 A Little Learning. The First Volume of an Autobiography
  • 1979 The Diaries of Evelyn Waugh 1919–1965
  • 1980 The Letters of Evelyn Waugh 1914–1966

deutschsprachige Sammlungen der Erzählungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kleiner Abendspaziergang. Erzählungen, dt. von Elisabeth Schnack und Ursula von Wiese. Sanssouci-Verlag, Zürich 1959.
  • Wer zuerst kommt, mahlt zuerst, dt. von Otto Bayer. Diogenes-Verlag Zürich 1985, ISBN 3-257-21277-1.
  • Charles Ryders Tage vor Brideshead, dt. von Otto Bayer. Diogenes-Verlag Zürich 1985, ISBN 3-257-21276-3.
  • Ausflug ins wirkliche Leben und andere Meistererzählungen. Diogenes-Verlag Zürich 2013, ISBN 978-3-257-06875-7.

Verfilmungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frederick L. Beaty: The Ironic World of Evelyn Waugh: A Study of Eight Novels. Northern Illinois University Press, DeKalb 1992, ISBN 0-87580-171-4.
  • Selina Hastings: Evelyn Waugh. A biography. Sinclair-Stevenson, London 1994, ISBN 1-85619-223-7.
  • Manfred Orlick: Ein Kulturpessimist und brillanter Satiriker. Zum 50. Todestag des englischen Schriftstellers Evelyn Waugh. literaturkritik.de, Nr. 4, April 2016.
  • Douglas Lane Patey: The life of Evelyn Waugh. A critical biography. Blackwell, Oxford 1998, ISBN 0-631-18933-5.
  • David Wykes: Evelyn Waugh. A literary life. Macmillan, Basingstoke 1999, ISBN 0-333-61138-1.
  • Douglas Woodruff: Waugh, Evelyn Arthur St. John in John Sutherland (Hrsg.): Literary Lives – Intimate Biographies of the Famous by the Famous. Oxford University Press, Oxford 2002, ISBN 0-19-860642-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. The Guardian: The best British novel of all times – have international critics found it?, aufgerufen am 9. Juni 2016
  2. Woodruff: Waugh, Evelyn Arthur St. John in John Sutherland (Hrsg.): Literary Lives – Intimate Biographies of the Famous by the Famous. S. 328.
  3. a b c Woodruff: Waugh, Evelyn Arthur St. John in John Sutherland (Hrsg.): Literary Lives – Intimate Biographies of the Famous by the Famous. S. 329.
  4. a b c Woodruff: Waugh, Evelyn Arthur St. John in John Sutherland (Hrsg.): Literary Lives – Intimate Biographies of the Famous by the Famous. S. 330.
  5. Vorwort des Autors zu Scoop. Übersetzung von Elisabeth Schnack
  6. a b c Woodruff: Waugh, Evelyn Arthur St. John in John Sutherland (Hrsg.): Literary Lives – Intimate Biographies of the Famous by the Famous. S. 331.
  7. a b c d Woodruff: Waugh, Evelyn Arthur St. John in John Sutherland (Hrsg.): Literary Lives – Intimate Biographies of the Famous by the Famous. S. 332.
  8. Beaty: The Ironic World of Evelyn Waugh: A Study of Eight Novels. S. 19–22.
  9. a b Woodruff: Waugh, Evelyn Arthur St. John in John Sutherland (Hrsg.): Literary Lives – Intimate Biographies of the Famous by the Famous. S. 333.
  10. Waugh: A Tourist in Africa, 1960, S. 12. Im Original lautet das Zitat As happier men watch birds, I watch men. They are less attraktive, but more various.
  11. Woodruff: Waugh, Evelyn Arthur St. John in John Sutherland (Hrsg.): Literary Lives – Intimate Biographies of the Famous by the Famous. S. 334.
  12. Vidiadhar Surajprasad Naipaul: Ein Weg in der Welt. Hoffmann und Campe, Hamburg 1995, ISBN 3-455-05371-8, S. 97 und 111.
  13. Gero von Wilpert (Hrsg.): Lexikon der Weltliteratur. Band 2. dtv, München 1997, ISBN 3-423-59050-5, S. 1608.