Evelyne Gebhardt

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Evelyne Gebhardt (2009)

Evelyne Gebhardt (* 19. Januar 1954 in Montreuil-sous-Bois) ist seit 1994 Mitglied des Europaparlaments für die SPD. Ihre Schwerpunktthemen sind Bioethik, Verbraucherschutz und Bürgerrechte. Sie ist Koordinatorin der sozialdemokratischen Fraktion im Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz. Gebhardt war wesentlich an der sogenannten Bolkestein-Richtlinie beteiligt. Im Januar 2017 wurde sie Vizepräsidentin des Europaparlaments.[1]

Gebhardt schloss ihre Schulausbildung in Paris ab und studierte danach an der Universität Paris, der Universität Tübingen und der Universität Stuttgart Sprachwissenschaften mit den Nebenfächern Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre. Danach arbeitete sie als freiberufliche Übersetzerin.

Gebhardt zog 1975 nach Deutschland und trat im selben Jahr in die SPD ein. Seit 1985 ist sie im Bundesvorstand der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF), zunächst als Beisitzerin, seit 1992 als stellvertretende ASF-Bundesvorsitzende. Sofern sie nicht in Straßburg oder Brüssel ist, wohnt sie in Mulfingen im Hohenlohekreis. Sie unterhält ein Wahlkreisbüro in Künzelsau.

Für die Europawahl 2004 wurde sie vom Parteivorstand als Spitzenkandidat für Baden-Württemberg favorisiert. Bei der Listenaufstellung der SPD trat überraschend Ulrich Maurer als Gegenkandidat an, der in wirtschafts- und sozialpolitischen Fragen der SPD-Führung um Gerhard Schröder kritisch gegenüberstand und später in die WASG wechselte. Gebhardt setzte sich in einer Abstimmung um Platz 1 gegen den ehemaligen SPD-Landesvorsitzenden mit 72,9 Prozent zu 27,1 Prozent durch. Über den sicheren Listenplatz Nr. 12 auf der Bundesliste wurde Gebhardt für die Sozialdemokraten wieder ins Europäische Parlament gewählt. 2009 trat sie für die Bundesliste der SPD auf Platz 2 an und wurde somit wieder in das Europaparlament gewählt.

Gebhardt ist Mitglied im Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz und in der Delegation für die Beziehungen zur Volksrepublik China. Als Stellvertreterin ist sie tätig im Ausschuss für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres, im Sonderausschuss gegen organisiertes Verbrechen, Korruption und Geldwäsche sowie in der Delegation für die Beziehungen zu den Ländern Südasiens.[2] Sie ist Mitglied der Europa-Union Parlamentariergruppe Europäisches Parlament. Seit 2013 ist sie Landesvorsitzende der Europa-Union in Baden-Württemberg.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Evelyne Gebhardt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Evelyne Gebhardt zur EP-Vizepräsidentin gewählt. Südwestrundfunk, 18. Januar 2017, abgerufen am 19. Januar 2017.
  2. Website des Europäischen Parlaments
  3. Landesvorstand. Landesverband Baden-Württemberg der Europa-Union Deutschland e.V., abgerufen am 6. Juli 2016.