Evergreen Marine

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Evergreen Marine Corporation

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Rechtsform Limited
ISIN US3002462048
Gründung 1968
Sitz Taipeh, TaiwanRepublik China (Taiwan) Taiwan
Leitung Chang Yung-fa (Präsident)
Mitarbeiterzahl 3.900[1]
Umsatz 144,284 Milliarden NTD (4,1 Mrd. Euro)[2]
Branche Reederei
Website www.evergreen-marine.com
Stand: 2014

Die Evergreen Marine Corp. (Taiwan) Ltd., Abk.: EMC (chinesisch 長榮海運 / 长荣海运, Pinyin Chángróng Hǎiyǜn, Abk.: 長榮 / 长荣) ist eine der fünf größten Containerschiff-Reedereien der Welt mit Sitz in Taipeh in der Republik China auf Taiwan.

Die Evergreen Marine bedient mit ihren Schiffen zahlreiche Linien vor allem in Ostasien, nach Europa und zur amerikanischen Westküste. Dabei werden regelmäßig über 240 Häfen in mehr als 80 Ländern angelaufen. In Deutschland ist Evergreen Marine mit Niederlassungen in Hamburg, Bremen, Düsseldorf, Augsburg und Frankfurt am Main vertreten.[3]

Die Reederei ist Teil der Evergreen Group, zu der eine Vielzahl an Logistik- und Dienstleistungsunternehmen gehören.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kapitän Chang Yung-fa gründete 1968 die Evergreen Marine Corporation mit einem einzelnen Stückgutfrachter, der als Trampschiff betrieben wurde. Der erste Liniendienst ging mit dem Kauf des zweiten Schiffs zwischen Taiwan und dem nahen Osten in Betrieb. So begann in den 1970er Jahren der Aufstieg des Unternehmens. 1972 wurde in Tokio das erste Büro außerhalb Taiwans eröffnet. In New York gründete EMC 1974 das erste Haus in Übersee. Im Jahr 1975 nahm Evergreen den ersten Vollcontainerdienst auf.[4]

In dem darauffolgenden Jahrzehnt fasste die Reederei überall auf der Welt Fuß. 1984 begann Evergreen damit, den weltweiten Liniendienst in sowohl östlicher, als auch westlicher Richtung anzubieten. So gelang es Evergreen 1985 schließlich, Weltmarktführer der Containerschiffsreeder zu werden.

Nun expandierte Evergreen vor allem durch Zukäufe anderer Schifffahrtsunternehmen. So kam EMC 1984 zunächst Uniglory Marine Corp. (Taiwan) zum Unternehmen hinzu. Später kaufte Evergreen Marine die britische Hatsu Marine Ltd. (2002) und die italienische Reederei Italia Marittima (1993). So wuchs die Flotte kontinuierlich. Im Jahr 2002 betrieb EMC 130 Containerschiffe, 2008 bereits 178. 2015 fuhren über 195 Containerschiffe für Evergreen Marine.[5] Der Gründer Chang Yung-fa war bis zu seinem Tod der Präsident des Unternehmens, sowie Milliardär und Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes aufgrund des Beitrags von Evergreen beim Aufbau des Hamburger Hafen.[6]

Im November 2016 wurde die "Ocean Alliance" mit China COSCO Shipping Corporation, Orient Overseas Container Line und CMA CGM gegründet.[7]

Die Ever Safety am Hamburger Containerterminal Tollerort
Die Ever Lasting vor Rotterdam

Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evergreen Marine betreibt derzeit, inklusive der Tochterunternehmen Uniglory, Hatsu und Italia Marittima 196 mit Kapazität von insgesamt mehr als 940.000 TEU (Twenty-foot Equivalent Unit). Die Schiffe sind in Klassen unterteilt und tragen meist das Wort Ever als Präfix vor dem eigentlichen Schiffsnamen. Die Namen beginnen mit dem Anfangsbuchstaben der jeweiligen Klasse. Eine Ausnahme bildet die Klasse der gecharterten Schiffe, die Thalassa-Hellas-Serie. Die Klassen bestehen aus unterschiedlichen Anzahlen von Schwesterschiffen.

Hier eine Auswahl einiger Klassen der Evergreen Line:

Name Bauzeitraum Anzahl Container Werft
Evergreen C-Klasse 2005–2006 4 gechartert 8.073 TEU Mitsubishi Heavy Industries
Evergreen D-Klasse 1997–1998 8 eigene 4.211 TEU Mitsubishi Heavy Industries
Evergreen L-Klasse seit 2012 30 eigene 8.452 TEU Samsung Heavy Industries, CSBC Corporation
Evergreen R-Klasse 1994–1995 5 eigene 4.229 TEU Mitsubishi Heavy Industries, Onomichi Dockyard Co.
Evergreen S-Klasse 2005–2007 10 eigene 7.024 TEU Mitsubishi Heavy Industries
Evergreen U-Klasse 1999–2000 14 eigene 5.662 TEU Mitsubishi Heavy Industries
Thalassa-Hellas-Serie 2013–2014 10 gechartert 13.800 TEU Hyundai Heavy Industries
Evergreen 20.000-TEU-Typ seit 2015 11 (geplant) 20.000 TEU Imabari Shipbuilding, Saijō/Marugame
Fernost-Hub in Kaohsiung

Terminals[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Evergreen Marine Corporation unterhält weltweit vier große Umschlaghäfen für Transshipments. Darüber hinaus ist Evergreen Betreiber mehrerer Containerterminals.[8]

Umschlaghäfen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Taichung Container Terminal, Taiwan – Intraasien-Hub
  • Kaohsiung Container Terminal, Taiwan – Fernost-Hub
  • Colon Container Terminal, Panama – Amerika-Hub
  • Taranto Container Terminal, Italien – Europa-Hub

Konsortium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit März 2014 gehört das Unternehmen zum Konsortium CKYHE (COSCO, K-Line, Yang Ming Line, Hanjin Shipping, Evergreen Marine). Zusammen bediente die Allianz zunächst den Fernostverkehr. Nachdem die US-Schifffahrtsbehörde Federal Maritime Commission dies Ende 2014 genehmigte, erweiterten die Reedereien ihre Zusammenarbeit auf die amerikanischen Häfen.[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Evergreen Marine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. "Reference for Business" Bericht, PDF, abgerufen am 27. Oktober 2015.
  2. "Evergreen Marine Financial Statement 2014, abgerufen am 27. Oktober 2015.
  3. "EMC Germany Agents", abgerufen am 28. Oktober 2015.
  4. "Funding Universe" Bericht, abgerufen am 27. Oktober 2015.
  5. Alphaliner The Top 100 League Die 100 größten Containerschiffsredereeien, abgerufen am 27. Oktober 2015.
  6. Deutsches Institut Taipeh (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.taipei.diplo.de, Pressemitteilung, abgerufen am 28. Oktober 2015.
  7. Lancement d'Ocean Alliance par OOCL, Evergreen, Cosco et CMA CGM. 3. November 2016, abgerufen am 3. November 2016.
  8. Marine Vessel Traffic, Übersicht der Hubs von Evergreen, abgerufen am 28. Oktober 2015.
  9. Verkehrsrundschau, Bericht über die Gründung der CKYHE-Allianz, abgerufen am 28. Oktober 2015.