Everything Sucks!

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Seriendaten
Deutscher TitelEverything Sucks!
OriginaltitelEverything Sucks!
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Jahr2018
Produktions-
unternehmen
Midnight Radio
Länge22–27 Minuten
Episoden10 in 1 Staffel
GenreDramedy, Coming-of-Age
IdeeBen York Jones, Michael Mohan
MusikHrishikesh Hirway
Erstausstrahlung16. Februar 2018 (USA) auf Netflix
Deutschsprachige
Erstveröffentlichung
16. Februar 2018 auf Netflix
Besetzung
Synchronisation

Everything Sucks! (englisch für „Alles ist beschissen!“) ist eine US-amerikanische Fernsehserie, die auf dem Video-on-Demand-Anbieter Netflix ihre Premiere feierte. Die Idee zu Everything Sucks! stammt von den Autoren Ben York Jones und Michael Mohan, Jones spielt in der Serie zudem Mr. Stargrove, den Leiter der Videogruppe. Die Serie parodiert Teenager-Sitcoms der 1990er Jahre. Die erste Staffel besteht aus zehn Folgen und wurde am 16. Februar 2018 veröffentlicht. Anfang April 2018 wurde bekannt gegeben, dass die Serie nach einer Staffel eingestellt wurde.[1]

Gelobt wurde die Serie neben der Leistungen der Schauspieler vor allem für ihre realistische Darstellung einer Jugendlichen, die ihre Sexualität hinterfragt und anfängt, sich für eine Mitschülerin zu interessieren.[2][3]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Serie spielt im Jahr 1996. Der Handlungsort ist die fiktive Boring High School in der gleichnamigen Ortschaft. Im Mittelpunkt stehen die Mitglieder des AV Club (entspricht einer Videogruppe) und des Drama Club (entspricht einer deutschen Theater-AG). Viele dieser Schüler gelten als Außenseiter, weshalb sie in der Schule kein großes Ansehen haben. Die Serie fokussiert sich neben dem schulischen auch auf das Privatleben der Figuren, in dem oft die (Liebes-) Beziehungen zwischen den Charakteren behandelt werden.

Luke O’Neil und seine beiden Freunde McQuaid und Tyler Bowen sind Freshmen, also neue Schüler, an der Boring High School in Oregon. An ihrem ersten Tag melden sie sich für den AV Club an. Als der Drama Club sein geplantes Stück nicht aufführen kann, da die Requisiten zerstört wurden, schlägt Luke vor, dass die beiden Clubs gemeinsam einen Film drehen, der der ganzen Schule gezeigt werden wird.

Im AV Club trifft Luke auf Kate Messner, der Tochter des Schuldirektors. Er verliebt sich in sie und die beiden werden ein Paar. Jedoch führt Kate diese Beziehung nur deshalb, um Gerüchten entgegenzuwirken, sie sei homosexuell. Als ihr klar wird, dass sie sich tatsächlich zu Mädchen hingezogen fühlt, trennt sie sich von Luke und kommt in der letzten Folge der Staffel mit Emaline, einem bisexuellen Mitglied des Drama Clubs, zusammen. Diese wurde von ihrem Freund Oliver verlassen, der heimlich nach New York gegangen ist.

Eine weitere Beziehung entsteht zwischen Sherry, Lukes Mutter, und Ken, Kates Vater. Sherry wurde von ihrem Ehemann verlassen, als Luke sieben Jahre alt war, und Kens Ehefrau starb durch Suizid, als Kate fünf Jahre alt war. Sherry wird in Kens Büro vorgeladen, da Luke nach einem Verstoß gegen die Schulordnung nachsitzen muss. Während des Gespräches stellen Sherry und Ken einige Gemeinsamkeiten fest, und sie fangen an, sich regelmäßig zu treffen, was sie vorerst gegenüber ihren Kindern geheim halten.

Die Staffel endet mit einem Cliffhanger: Luke und Kate essen gemeinsam mit ihren Eltern zu Abend, als plötzlich Leroy, Lukes Vater, in der Tür steht.

Besetzung und Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Synchronisation entstand bei der VSI Synchron in Berlin. Stefan Kaiser schrieb zusammen mit Anett Ecklebe die Dialogbücher und führte die Dialogregie.[4]

Hauptbesetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rolle Schauspieler Hauptrolle Synchronsprecher
Luke O’Neil Jahi Di’Allo Winston 1.01–1.10 Tim Kreuer
Kate Messner Peyton Kennedy 1.01–1.10 Giovanna Winterfeldt
Ken Messner Patch Darragh 1.01–1.10 Stefan Krause
Sherry O’Neil Claudine Mboligikpelani Nako 1.01–1.10 Dorette Hugo
McQuaid Rio Mangini 1.01–1.10 Marco Eßer
Tyler Bowen Quinn Liebling 1.01–1.10 Christian Zeiger
Emaline Addario Sydney Sweeney 1.01–1.10 Olivia Büschken
Oliver Schermerhorn Elijah Stevenson 1.01–1.10 Henning Nöhren

Nebenbesetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rolle Schauspieler Nebenrolle Synchronsprecher
Leslie Abi Brittle 1.01–1.10 Josefin Hagen
Cedric Williams Jalon Howard 1.01–1.10 Ricardo Richter
Scott Pocket Connor Muhl 1.01–1.10 Sebastian Kluckert
Jessica Betts Nicole McCullough 1.01–1.10 Maximiliane Häcke
Mr. Stargrove Ben York Jones 1.01, 1.02, 1.07–1.10 Julius Jellinek
Leroy O’Neil Zachary Ray Sherman 1.10 Tim Knauer

Episodenliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Deutscher Titel Original­titel Regie Drehbuch
1 Plutonium Plutonium Michael Mohan Ben York Jones, Michael Mohan
2 Maybe You’re Gonna Be the One That Saves Me Maybe You’re Gonna Be the One That Saves Me Michael Mohan Ben York Jones, Michael Mohan
3 Alles und mit extra scharfer Soße All That and a Bag of Chips Michael Mohan Noelle Valdivia
4 Romeo und Julia im Weltall Rome & Juliet in Space Michael Mohan Hayley Tyler
5 Was zum Teufel ist eine Zarginda? What the Hell's a Zarginda? Ry Russo-Young Ben York Jones, Michael Mohan
6 Sometimes I Hear My Voice Sometimes I Hear My Voice Ry Russo-Young Ben York Jones
7 Wie Käsekuchen für einen Fettsack Cheesecake to a Fat Man Ry Russo-Young Sean Cummings
8 I Just Wanna Be Anybody I Just Wanna Be Anybody Michael Mohan Hayley Tyler
9 Meine Freunde wurden Opfer von Spinnen My Friends Have Been Eaten by Spiders Michael Mohan Noelle Valdivia
10 We Were Merely Freshmen We Were Merely Freshmen Michael Mohan Ben York Jones, Michael Mohan
Am 20. Februar 2018 wurden alle Folgen der Staffel gleichzeitig bei Netflix veröffentlicht.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Rotten Tomatoes bekam die Serie bei den Kritikern aus 40 Bewertungen einen Durchschnittswert von 70 Prozent, bei den Benutzern aus 286 Bewertungen eine durchschnittliche Bewertung von 87 Prozent.[5] Auf IMDb.com erhielt die Serie 7,7 von 10 Sternen.[6]

Alexandra Belopolsky von der Süddeutschen Zeitung verglich die Serie mit Stranger Things und lobte die Tatsache, dass die in den 1990er-Jahren spielende Serie Themen wie Diversität und Homosexualität zeige, da Serien, die tatsächlich aus diesem Jahrzehnt stammten, solche Themen gar nicht oder nur äußerst flüchtig behandelten. Ebenfalls positiv äußerte sie sich über die Glaubwürdigkeit und Aktualität der Serie sowie das Spiel der Drehbuchautoren mit Klischees.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Netflix setzt nächste Top-Serie ab. In: tvmovie.de. 7. April 2018, abgerufen am 7. April 2018.
  2. Krystie Lee Yandoli: The Stars Of “Everything Sucks!” Say The Show Is A Milestone For Young Lesbian Representation. In: BuzzFeed. 6. März 2018, abgerufen am 8. März 2018 (englisch).
  3. Tim Goodman: 'Everything Sucks!': TV Review. In: The Hollywood Reporter. 14. Februar 2018, abgerufen am 8. März 2018 (englisch).
  4. Everything Sucks! In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 8. März 2018.
  5. Everything Sucks!: Season 1. In: Rotten Tomatoes. Abgerufen am 8. März 2018 (englisch).
  6. Everything Sucks! In: IMDb.com. Abgerufen am 8. März 2018 (englisch).
  7. Alexandra Belopolsky: Die Neunziger-Serie, die es in den Neunzigern nie gab. In: Sueddeutsche.de. 20. Februar 2018, abgerufen am 8. März 2018.