Evgeny Morozov

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Evgeny Morozov (2010)
Kyrillisch (Weißrussisch)
Яўген Марозаў
Transl.: Jaŭhen Marozaŭ
Transkr.: Jauhen Marosau
Kyrillisch (Russisch)
Евгений Морозов
Transl.: Evgenij Morozov
Transkr.: Jewgeni Morosow

Evgeny Morozov (weißrussisch Яўген Марозаў, Jauhen Marosau; russisch Евгений Морозов, Jewgeni Morosow; * 1984 in Salihorsk) ist ein weißrussischer, in englischer Sprache veröffentlichender Publizist. Er beschäftigt sich mit politischen und sozialen Auswirkungen von Technik. Er kritisiert die Naivität der Annahme, das Internet sei per se demokratisch und bringe politischen Wandel in autoritäre Staaten. Vielmehr müsse die Lieferung von Überwachungstechnologie an repressive Regimes wie Waffenhandel betrachtet werden.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit einem Stipendium des Open Society Institute von George Soros zog Morozov nach Bulgarien und arbeitete auch in Berlin.

Morosov ist Fellow der New America Foundation und forscht derzeit als Gastwissenschaftler an der Stanford-Universität. Zuvor war er Yahoo-Fellow an der Edmund A. Walsh School of Foreign Service der Georgetown University. Im Juli 2009 sprach er auf der TED Conference.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • The Net Delusion: The Dark Side of Internet Freedom. Perseus Book Group, Philadelphia 2011, ISBN 978-1-58648-874-1.
  • To Save Everything, Click Here: The Folly of Technological Solutionism. PublicAffairs, 2013, ISBN 978-1-61039-138-2.
  • Smarte neue Welt. Digitale Technik und die Freiheit des Menschen. Blessing, München 2013, ISBN 978-3-89667-476-0.

Kolumnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Artikel von Evgeny Morozov[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wahrheit und Beratung. In: Die Zeit. Nr. 41, 2. Oktober 2013.
  • Big Data für Alle. Von der Internet-Euphorie zur Reform der elektronischen Infrastruktur. Aus dem Englischen von Bernhard Schmid. In: Lettre International, Nr. 108, Frühjahr 2015, S. 48-55. (zuerst erschienen in: New Left Review, Nr. 91, Januar/Februar 2015 mit dem Titel: „Socialize the Data Centres!“, frei abrufbar)
  • Die Rückkehr des Feudalismus: Weil sie allein Zugang zu unseren Daten haben, können große Technologiekonzerne jedem ihre Bedingungen diktieren - sogar dem Staat. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Nr 37, 18. September 2016, Seite 49 (übersetzt aus dem Englischen von Harald Staun).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Evgeny Morozov – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. CCC-Kongress: „Liebesaffäre zwischen westlichen Technologie-Unternehmen und Diktatoren“. In: Die Zeit. 27. Dezember 2011
  2. Evgeny Morozov: Erfüllt das Internet Orwells schlimmste Erwartungen? In: TED.com. September 2009
  3. Harvard Kennedy School: Shorenstein Center Announces Jeffrey E. Cohen and Evgeny Morozov Winners of 2012 Goldsmith Book Prizes. 8. Februar 2012
  4. Office for Intellectual Freedom of the American Library Association: IFRT Oboler Award Winner Announced! 9. Februar 2012
  5. http://foreignpolicy.com/author/evgeny-morozov/
  6. Net Effect auf der Website von Foreign Policy
  7. Kolumne „Silicon Demokratie“ auf der Website der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
  8. http://blog.mondediplo.net/-Silicon-circus-
  9. https://www.theguardian.com/profile/evgeny-morozov