Evionnaz

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Evionnaz
Wappen von Evionnaz
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Wallis Wallis (VS)
Bezirk: Saint-Mauricew
BFS-Nr.: 6213i1f3f4
Postleitzahl: 1902
Koordinaten: 567905 / 114400Koordinaten: 46° 10′ 49″ N, 7° 1′ 23″ O; CH1903: 567905 / 114400
Höhe: 484 m ü. M.
Höhenbereich: 445–3254 m ü. M.[1]
Fläche: 48,08 km²[2]
Einwohner: 1345 (31. Dezember 2020)[3]
Einwohnerdichte: 28 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
19,2 % (31. Dezember 2020)[4]
Website: www.evionnaz.ch
Industriezone

Industriezone

Lage der Gemeinde
Lac de SalanfeLac d’EmossonLac du Vieux EmossonLac de ChampexLac Supérieur de FullyFrankreichKanton WaadtBezirk ContheyBezirk EntremontBezirk MartignyBezirk MontheyCollonges VSDorénazEvionnazFinhautMassongexSaint-Maurice VSSalvan VSVernayazVérossazKarte von Evionnaz
Über dieses Bild
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Evionnaz ist eine politische Gemeinde und eine Burgergemeinde des Bezirks Saint-Maurice im französischsprachigen Teil des Kantons Wallis in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historisches Luftbild aus 400 m (1949)

Das Gebiet der Gemeinde Evionnaz erstreckt sich von der Rhone-Ebene im Osten bis zu den Dents Blanches im Westen. Die nördliche Grenze wird teilweise von den Dents du Midi und dem Torrent de St. Barthélemy gebildet, die östliche von der Rhone. Im Süden des Gemeindegebiets liegt auf 1925 m ü. M. der Stausee Lac de Salanfe. Das Dorf selbst liegt in der Rhone-Ebene, der Weiler La Rasse etwas erhöht und der Weiler La Balmaz etwa 2 Kilometer südlich.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evionnaz wurde erstmals 1263 als Eviona urkundlich erwähnt, später folgten die Erwähnungen Evyone (1338), Ivvian (1544) und Yvian (1654). Vom Mittelalter bis 1822 gehörte die Gemeinde zu Saint-Maurice, die endgültige Trennung erfolgte 1842, die kirchliche Trennung wurde am 20. Februar 1847 vollzogen. 1644 wurde das Dorf durch ein Feuer zerstört.

Von 413 bis 534 gehörte Evionnaz zum Herrschaftsgebiet der Burgunden, danach von 534 bis 888 zum fränkischen Teilreich Burgund und später dann zum Königreich Burgund. Von 1033 bis 1475 erfolgte dann die Herrschaft des Hauses Savoyen. Nach den Burgunderkriegen zwischen 1474 und 1477 fiel das ganze Unterwallis bis Saint-Maurice als Untertanenland an die sieben Zehnden. 1798, während der Französischen Revolution, kommt es zum Franzoseneinfall und daraufhin 1801 zur Besetzung des Wallis. Ab 1802 gehörte die Gemeinde zur unabhängigen Republik Wallis, von 1810 bis 1814 dann zum Département du Simplon im ersten französischen Kaiserreich und seit dem Wiener Kongress 1815 zur Schweizerischen Eidgenossenschaft.

Der Industriestandort Evionnaz wurde durch PFAS stark belastet. Eine Sanierung des Standortes ist vorgesehen.[5][6]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1850 1900 1950 2000 2010 2012 2014 2016
Einwohner 655 929 713 930 1118 1170 1235 1234

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evionnaz beherbergt die 1636 erbaute und 1846 neu erbaute Kapelle Saint-Bernard-de-Menthon, im Weiler La Rasse findet man die aus dem 17. Jahrhundert stammende Kapelle Saint-Barthélémy. Ausserdem befindet sich in Evionnaz das Labyrinth Aventure, dass grösste Naturlabyrinth der Welt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Evionnaz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. BFS Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Höhen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  2. Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Flächen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021
  3. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. November 2021
  4. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Ausländeranteil aufgrund Stand 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. November 2021
  5. PFAS im Grundwasser - Kanton Wallis verstärkt Überwachung und definiert PFAS-Strategie. Dienststelle für Umwelt des Kantons Wallis, 18. März 2021, abgerufen am 19. März 2021.
  6. Mehrere Walliser Industriestandorte durch Umweltgifte belastet. SWI swissinfo.ch, 18. März 2021, abgerufen am 19. März 2021.