Ewald Erb

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Ewald Johann Erb (* 3. Oktober 1903 in Bredeney bei Essen; † 26. April 1978 auf der Durchreise in Dresden) war ein deutscher Literaturwissenschaftler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erb war der Sohn des Architekten Paulus Erb. Sein Bruder Alfons Erb war der Gründer des Maximilian-Kolbe-Werks.

Ewald Erb studierte Geschichte, Germanistik und Ethnologie in Köln und Bonn. Im Jahr 1933 wurde er wegen kommunistischer Betätigung von der Universität Bonn relegiert. 1937 zog er mit seiner Frau Elisabeth nach Scherbach im Rheinland, um „den Nationalsozialismus [zu] überwintern“.[1] Dort wurden die Töchter Elke, Gisela und Ute Erb geboren. Erb arbeitete bis zu seiner Einberufung 1941 beim Finanzamt in Rheinbach. Als Soldat der Wehrmacht wurde er 1944 wegen Vorbereitung zum Hochverrat und Wehrkraftzersetzung vor ein Kriegsgericht gestellt. 1945 geriet er in britische Kriegsgefangenschaft.

1947 wurde Erb wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, später wechselte er ans Germanistische Institut. 1949 holte er seine Familie aus dem Rheinland nach Halle.

Seine wichtigsten Arbeiten auf dem Gebiet der marxistischen Literaturwissenschaft sind die von ihm verfassten, 1963 und 1964 veröffentlichten Bände 1.1 und 1.2 („Von den Anfängen bis 1160“) der elfbändigen Geschichte der deutschen Literatur (herausgegeben von Klaus Gysi, Kurt Böttcher, Günter Albrecht, Paul Günter Krohn – Kollektiv für Literaturgeschichte) und der 1965 erschienene Band 1 der dreibändigen Deutschen Geschichte (herausgegeben von Hans-Joachim Bartmuß, Stefan Doernberg, Ernst Engelberg und anderen), an dem er mitarbeitete.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gabriele von Törne: Scherbach wurde Zuflucht vor den Nazis. Bonner General-Anzeiger, 18. August 2010