Ewald Heinrich Erdmann Bogislaff von Kleist-Wendisch Tychow

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Ewald Heinrich Erdmann Bogislaff von Kleist-Wendisch Tychow, kurz Ewald Graf von Kleist (* 23. März 1821 Wendisch-Tychow; † 14. Januar 1892 in Frankfurt am Main) war am preußischen Königshof Kammerherr, später Vice-Oberzeremonienmeister, er gehörte mit seiner Frau zum engeren Zirkel der Kaiserin Augusta – der Bonbonniere.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Graf von Kleist, Sohn des Heinrich Eduard Erdmann von Kleist und der Ottilie geb. von Kleist, besuchte die Brandenburger Ritterakademie. Am 1839 wurde er Portepeefähnrich im 1. Garde-Ulanen-Landwehr-Regiment. 1850 wurde ihm als Premier-Leutnant der erbetene Abschied bewilligt. Nach der testamentarischen Bestimmung seines Vaters übernahm er die Allodial-Rittergüter Dubbertech und Priddargen. Zugleich war er Lehnserbe von Wendisch Tychow. Er war langjährig Präsident der pommerschen Hypotheken-Aktien-Bank in Köslin. Im Mai 1857 erhielt er die Kammerherrnwürde. Später wurde er preußischer Vize-Obermundschenk. Im Jahre 1869 wurde er in den Grafenstand erhoben.

Er heiratete im Jahr 1850 Anna Auguste Leopoldine von Kleist (* 16. Juli 1826 in Dessau), Tochter des Landrats des Landkreises Schweinitz und Erbherrn auf Kollochau (Sachsen) Gustav Freiherrn von Kleist und der Antonie, geb. von Uebel. Er verkaufte 1878 die Güter Dubbertech und Pridargen und erwarb für seine Frau die Burg Lahneck bei Oberlahnstein. Diese starb 1892 wenige Monate nach ihm auf der Burg Lahneck. Danach wurde die Burg verkauft.

Sein erstgeborener Sohn, Dr. jur. Graf Friedrich Wilhelm von Kleist, wurde deutscher Diplomat. Hans, als zweiter Sohn eines Primogeniturgrafen erbte dieser weder dessen Grafentitel noch das väterliche Stammgut, wurde preußischer Generalmajor und hatte als Experte für Pferde großen Einfluss auf die Heranbildung der heutigen Hannoveraner.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gustav Kratz: Geschichte des Geschlechts von Kleist, Berlin 1862, Band III, S. 21.