Excalibur

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Excalibur in einer Illustration aus Howard Pyles „The Story of King Arthur and his Knights“ (1902)

Excalibur oder Caliburn ist der Name des Schwertes des mythischen Königs Artus.

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Excalibur, auch Caliburn(us) genannt, könnte die latinisierte Form des keltischen Caledvwlch, zu deutsch Hartscharte, sein.

Legende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von dem mythischen Zauberer Merlin war das Schwert Caliburn durch einen Stein bzw. Amboss getrieben worden. Von ihm hieß es, nur der wahre künftige Herrscher könne es dort wieder herausziehen. Nachdem zahlreiche namhafte Ritter und Adelige an dieser Aufgabe gescheitert waren, gelang es Artus, dem Sohn des englischen Großkönigs Uther Pendragon, das Schwert mühelos zu befreien, was ihn zum rechtmäßigen König machte.

Als Artus das Schwert Caliburn in einer Schlacht zerschlagen hatte, schenkte die Herrin vom See dem jungen König als Ersatz Excalibur, um damit sein Königreich zu schützen. Der Legende nach gab Excalibur seinem Besitzer übermenschliche Kräfte, und seine Scheide machte jeden, der sie bei sich trug, unverwundbar. Jedoch raubte des Artus Halbschwester Morgan LeFay durch eine List die Scheide, sodass Artus seitdem bei Verletzungen wieder gefährdet war. Excalibur aber blieb ihm erhalten.

Nachdem Artus in einer Schlacht gegen Mordred zu Tode gekommen war, brachte man ihn nach Avalon. Sir Bedivere warf Excalibur zurück in den See, wo es die Herrin vom See wieder annahm. Dort soll es der Sage nach noch immer ruhen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Mythos erklärt nicht die Herkunft des Schwertes. Es wird jedoch angenommen, dass es sich bei dem legendären Excalibur um ein Schwert keltischer Herkunft handelt, weil Artus als christlicher Kelte (und nie als Römer) beschrieben wird und das Schwert der Legende nach auf der sagenumwobenen Insel Avalon geschmiedet wurde. Ein Schwert von römischem Typ ist dennoch wahrscheinlich, weil viele keltische Stämme Britanniens romanisiert wurden und die von den Römern verwendeten Schwertformen übernahmen und modifizierten. Interessanterweise hatten die Römer ihr Langschwert vom Spatha-Typ Jahrhunderte zuvor von keltischen Vorbildern übernommen.

Die Sage von dem Schwert in dem Stein, das oft mit Excalibur gleichgesetzt wird (dem Schwert, mit dem Artus der Sage nach in seinem letzten Kampf seinen Neffen, nach einer anderen Version seinen Sohn Mordred tötete), geht möglicherweise auf einen Übersetzungsfehler zurück. Frühmittelalterliche Schreiber ließen oft Nasale aus, die stattdessen mit einem Querstrich über dem Vokal angedeutet wurden. Daher wäre es möglich, dass dieses Schwert nicht aus einem Stein (ex saxo), sondern von einem Sachsen (ex saxone) stammt.[1] Dafür spricht auch eine jütische Sage, nach der ein sächsischer Krieger das Wunderschwert des Schmieds Wieland, welches aus Sterneneisen geschmiedet war, an einen großen britischen König verloren haben soll (siehe Artussage). Das besagte Schwert dürfte aus einer Eisen-Nickel-Legierung aus einem Meteoriten bestanden haben, welche als wunderkräftiges – weil vom Himmel gefallenes – Metall betrachtet wurde.

Schwert von San Galgano

Die Legende von dem Schwert in dem Stein wird durch das Rätsel von San Galgano untermauert, welches noch heute zu bestaunen ist. In der Toskana befindet sich in der Abtei von San Galgano ein Felsen, in dem angeblich seit 1180 ein Schwert steckt.

Im 12. Jahrhundert machte Richard Löwenherz die Artus-Sage zum Werkzeug seiner Propaganda und behauptete, sein Schwert sei Excalibur.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der am 29. September 1973 entdeckte Hauptgürtelasteroid (9499) Excalibur wurde nach dem mythischen Schwert benannt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das Schwert ex saxo. In: king-artus.blogspot.de. Abgerufen am 20. Dezember 2017.