Expeditionsstil

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Als Expeditionsstil wird eine Stilart des Bergsteigens, vor allem in außeralpinen Gebieten, bezeichnet. Sie ist gekennzeichnet durch hohen materiellen und personellen Einsatz. Auf dem Weg zum Berg werden Träger eingesetzt. Am Berg selbst wird die Route durch Verlegung von Fixseilen und der Einrichtung von mehreren Lagern präpariert. Die zu begehende Route wird anschließend von kleinen Seilschaften, ggf. mit Unterstützung von Hochträgern, begangen. Der Abstieg erfolgt nur selten unmittelbar bis zum Basislager. Oftmals übernachten die Bergsteiger in höher gelegenen Lagern vor dem Abstieg.

Der Expeditionsstil gilt heute als nicht mehr zeitgemäße Form des Alpinismus und wird z. T. als „Pistenalpinismus“ bezeichnet. Er wird im Bereich der Weltklassealpinisten zunehmend auch bei Erstbegehungen durch den Alpinstil abgelöst. Durch die Popularisierung und Kommerzialisierung des Bergsteigens an den hohen Bergen im Himalaya, Karakorum, den Anden und in Nordamerika findet die Vielzahl von Besteigungen dort immer noch im Expeditionsstil statt.