Expertise

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Unter Expertise versteht man ein „Gutachten eines Experten“.[1] In Anlehnung an den englischen Sprachgebrauch (engl. "expertise" = Kompetenz, Fachkenntnis) wird der Begriff in der Kognitionspsychologie zudem für Expertenwissen benutzt. In missverstandener Übertragung aus dem Englischen wird der Begriff fälschlich auch häufig allgemein für "Wissen", "Erfahrung", "Know-how" u.ä. gebraucht, obwohl er im Deutschen grundsätzlich "Gutachten/Begutachtung" bedeutet.

Solch ein Gutachten kann zum Beispiel die Echtheit einer seltenen Münze oder Briefmarke bescheinigen; oder es kann sich um die Expertise eines Psychologen handeln, deren Zweck die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einer Person ist.

Kunstexpertise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kunstexpertise ist eine spezielle Variante der Expertise.

Da auf dem Kunstmarkt immer wieder Fälschungen zum Kauf angeboten werden, ist Expertenwissen gefragt. So werden z.B. bei Einlieferungen in ein Auktionshaus von Kunstwerken, deren Provenienz unklar ist, Sachverständige beauftragt. Das Auktionshaus legt dem Einliefernden bei Zweifeln an der Echtheit nahe, eine Expertise anfertigen zu lassen. Dies können Einzelpersonen, aber auch kleinere Teams von Kunstsachverständigen sein.

So wird beispielsweise für ein Kunstwerk von Alexej von Jawlensky, welches bis heute in keinem der Œuvreverzeichnisse seines Werkes verzeichnet ist, aber zum Kauf angeboten werden soll, vom Jawlensky-Archiv eine Expertise angefertigt. Auch das Wildenstein Institute in Paris erstellt Kunstexpertisen, so z.B. für Werke von Marc Chagall oder Kees van Dongen.

Hierfür müssen zum Teil recht aufwendige Materialprüfungen durchgeführt werden. So war das Berliner Rathgen-Forschungslabor durch seine archäometrischen Untersuchungen und den darauf basierenden Expertisen maßgeblich an der Aufdeckung der falschen Sammlung Jägers von dem Fälscher Wolfgang Beltracchi beteiligt. Eine positive Expertise wirkt sich unmittelbar auf den Wert des Kunstwerkes aus.

Kunstwerke von Max Ernst wurden in den letzten Jahren fast ausschließlich von dem Max-Ernst-Kenner Werner Spies auf ihre Echtheit hin begutachtet. Dieser wurde allerdings im Zuge der Beltracchi-Fälschungen und der falschen Sammlung Jägers mit in den Fälschungsskandal gezogen. Werner Spies hatte für sechsstellige Summen Expertisen zu gefälschten Kunstwerken von Max Ernst erstellt. [2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marianne Heer, Christian Schöbi (Hrsg:): Gericht und Expertise. Stämpfli Verlag, Bern 2005, ISBN 3-7272-8885-X (Schriften der Stiftung für die Weiterbildung Schweizerischer Richterinnen und Richter 6).
  • Winfried Schuschke: Bericht, Gutachten und Urteil. Eine Einführung in die Rechtspraxis. 33. völlig neu bearbeitete Auflage auf Grundlage des 1884 von Hermann Daubenspeck begründeten, von der 12.–18. Auflage von Paul Sattelmacher, von der 19.–25. Auflage von Paul Lüttig und Gerhard Beyer und von der 26.–31. Auflage von Wilhelm Sirp bearbeiteten Werkes. Vahlen Verlag, München 2003, ISBN 3-8006-2966-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Expertise – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Duden: Expertise
  2. Max Ernst GmbH & Co. KG, in Zeit-Online vom 13. Januar 2012[1]
    Fehlerhafte Kunstexpertise [2]