Explora

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Explora Museum, Außenansicht
Explora Museum, Ausstellung

Das Explora-Museum in Frankfurt am Main ist ein privates Museum. Ausgestellt werden hauptsächlich dreidimensionale Bilder, optische Täuschungen und physikalische Experimente.

Museum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Museum stellt dreidimensionale Bilder in verschiedenen Techniken aus. Die Ausstellungsstücke gehören zu den

Daneben werden mathematische Denkaufgaben, mechanische, akustische und optische Experimente in unterschiedlichsten Exponaten dargestellt.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Museum ist in einem Hochbunker gegenüber der Glauburgschule, im rückwärtigen Teil des Glauburgplatzes an der Schwarzburgstraße untergebracht.

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Luftschutzbunker wurde in den Jahren 1940 bis 1943 für den Zivilschutz erbaut. Die Balustrade und die falschen Fenster sowie das Schieferdach dienten der Tarnung gegenüber der alliierten Luftaufklärung. Die 2,15 m dicken Wände und das 2 m dicke Dach aus Stahlbeton boten einen hohen Schutz gegen die alliierten Luftangriffe auf Frankfurt am Main. Am Ende des Krieges wurde das Gebäude von der Wehrmacht als Hauptquartier des Standortes Frankfurt genutzt.

Nach dem Krieg wurden hier zunächst ausgebombte Frankfurter behelfsweise untergebracht. Später diente das Gebäude als Sitz der Frankfurter Kreditanstalt. In der Folge wurde der Bunker von verschiedenen Vereinen genutzt und gleichzeitig im Kalten Krieg als Zivilschutzbunker vorgehalten.

Nach dem Ende des kalten Kriegs nach 1989 bestand kein Bedarf mehr an Zivilschutz, und der Bunker wurde aus der Zivilschutzbindung entlassen. 1995 wurde das Gebäude an den heutigen Inhaber verkauft, der dort seit dem 1. April 1994 das Museum betreibt. Außerdem führt er das Museum 3. Dimension in der Alten Stadtmühle in Dinkelsbühl.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Januar 2016 kam das Museum in die Kritik, nachdem über den Twitter-Account des Hauses eine Kurznachricht verbreitet worden war, die sich abfällig mit der aktuellen Flüchtlingskrise auseinandergesetzt hatte.[1][2][3] Die Stadt Frankfurt distanzierte sich in der Folge von der Äußerung des Museumsleiters, und die Familienkarte Hessen beendete die Zusammenarbeit. Die Erben des Künstlers M. C. Escher, von dem Werke in dem Explora-Museum ausgestellt werden, wiesen darauf hin, dieser habe sich stets von Politik ferngehalten.[4][5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Explora-Museum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Museum sorgt mit politischem Tweet für Empörung. In: hessenschau.de. Abgerufen am 16. Januar 2016 (de-de).
  2. Miriam Keilbach: Explora: Rassistische Tweets des Explora-Chefs. In: fr-online.de. 10. Januar 2016 (fr-online.de [abgerufen am 16. Januar 2016]).
  3. Explora-Museum erntet Shitstorm: Explora-Museum wegen Fremdenfeindlichkeit in der Kritik. In: www.fnp.de. Abgerufen am 16. Januar 2016.
  4. Widerstand gegen Explora-Museum wächst. In: hessenschau.de. Abgerufen am 16. Januar 2016 (de-de).
  5. Entsetzen auch bei den Nachkommen von M. C. Escher - Nach rassistischen Tweets des Explora-Leiters. In: Journal Frankfurt. Abgerufen am 16. Januar 2016.

Koordinaten: 50° 7′ 38″ N, 8° 41′ 20″ O