Exploration Mission 1

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Missionsemblem
Missionsemblem von EM-1
Missionsdaten (geplant)
Mission: Exploration Mission 1
Trägerrakete: SLS
Besatzung: unbemannt
Start: Nicht vor 15. Dezember 2019 (Geplant)Vorlage:Zukunft/In 2 Jahren[1]
Startplatz: Kennedy Space Center Launch Complex 39
Startrampe 39-B
Landung:
Landeplatz: Pazifischer Ozean
Flugdauer: 25 Tage
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Mission:
EFT-1
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Mission:
EM-2

EM-1 (Exploration Mission 1, engl. für „Forschungsmission 1“, früher Space Launch System 1 oder SLS-1) ist eine Missionsbezeichnung für das US-amerikanische Raumschiff Orion der NASA, dessen Start nicht vor Dezember 2019Vorlage:Zukunft/In 2 Jahren erfolgen soll.[1] Es soll der zweite unbemannte Flug der neuen Raumkapsel sowie der erste Einsatz des vom ATV abgeleiteten europäischen Servicemoduls werden. Das Raumschiff soll in einen hohen Mondorbit eintreten und wieder zur Erde zurückkehren. Gleichzeitig soll es der erste Start des neuen Trägersystems Space Launch System (SLS) werden.

Geplanter Missionsverlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geplante Flugbahn von EM-1
Start von EM-1 (künstlerische Darstellung)

Orion soll 2019Vorlage:Zukunft/In 2 Jahren auf dem SLS in der Konfiguration Block-1 mit zwei vom Space Shuttle abgeleiteten und verlängerten Feststoffboostern sowie vier RS-25D-Triebwerken in der Hauptstufe und einer auf der Delta IV basierenden Oberstufe vom Kennedy Space Center Launch Complex 39 zunächst in einen niedrigen Erdorbit gestartet werden. Die Oberstufe bringt das Raumschiff dann zum Mond. Nachdem Orion dort angekommen ist, bremst das Raumschiff ab (engl.: „Lunar Orbit Insertion“, LOI), um so in einen hohen Mondorbit 70.000 km über der Oberfläche einzuschwenken. Nach einem sechstägigen Aufenthalt in dieser Umlaufbahn führt Orion eine weitere Triebwerkszündung durch und soll dann wieder zur Erde zurückfliegen. Versorgt und angetrieben wird die Kommandokapsel dabei von einem auf dem europäischen ATV basierenden Servicemodul (engl: „European Service Module“, ESM), welches vor dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre abgetrennt wird und verglüht. Beim Wiedereintritt wird die Kapsel erstmals bei etwa 40.000 km/h höchsten Belastungen ausgesetzt sein, bevor sie an Fallschirmen hängend im Pazifischen Ozean wassern soll. Insgesamt soll die Mission etwa 25 Tage dauern. [2][3]

Missionsziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ziel der Mission ist ein erster unbemannter Test des neuen Raumfahrzeugs und aller Systeme im Weltraum. Dazu gehören das Zusammenspiel des amerikanischen Kommandomoduls mit dem europäischen Servicemodul, Tests der Manövrierfähigkeit im Mondorbit und die Bewährungsprobe des Hitzeschildes beim Wiedereintritt bei einer Geschwindigkeit, die deutlich höher ist als die bei einer Rückkehr aus dem Erdorbit. Gleichzeitig ist dieses auch der Erstflug des neuen Trägersystems SLS.

Die Erkenntnisse aus dieser Mission sind eine wichtige Grundlage für den ersten geplanten bemannten Flug, der derzeit als EM-2 für das Jahr 2023 vorgesehen ist.

Sekundäre Nutzlasten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stufenadapter mit den CubeSats

Neben dem Orion-Raumschiff sollen mit dem ersten Start des SLS auch 13 Cubesats gestartet werden, darunter mehrere kleine Mondsonden.[4]

Im Einzelnen sind dieses:

  • Zwei Nutzlasten aus dem NextSTEP-Programm der NASA:
    • Skyfire – ein von Lockheed Martin gebauter CubeSat für einen Vorbeiflug am Mond.
    • Lunar IceCube – ein von der Morehead State University in Kentucky gebauter CubeSat für die Suche nach Eis und anderen Ressourcen aus einem ca. 100 km hohen Mondorbit.
  • Drei Nutzlasten im Rahmen der Forschungen der NASA für die bemannte Raumfahrt:
    • Near-Earth Asteroid Scout, oder NEA Scout soll einen Asteroiden untersuchen, fotografieren und die Position bestimmen.
    • BioSentinel soll mit Hefen den Einfluss von Strahlung im Weltraum auf lebende Organismen bestimmen.
    • Lunar Flashlight soll Eisablagerungen finden und Regionen bestimmen, in denen sich ein Abbau lohnen könnte.
  • Zwei wissenschaftliche Nutzlasten der NASA:
    • CuSP – eine „Wetterstation“ im Weltraum zur Messung von Teilchen und magnetischen Feldern im All, auch in Hinsicht auf ein zukünftiges Netzwerk solcher Stationen.
    • LunaH-Map soll Wasserstoff innerhalb von Mondkratern und anderen permanent im Schatten gelegenen Regionen am Südpol des Mondes kartieren.
  • Drei weitere Nutzlasten sollen 2017 durch das NASA-Programm Cube Quest Challenge bestimmt werden.
  • Außerdem hat die NASA für internationale Partner drei weitere Slots für kleine Nutzlasten reserviert.

Die CubeSats sollen nach der Trennung des Orion-Raumschiffs von der Oberstufe und bei ausreichendem Sicherheitsabstand ebenfalls von der Oberstufe getrennt werden. Die CubeSats werden mit einem Federmechanismus von dem Orion-Stufenadapter getrennt. Der weitere Flug findet dann unabhängig voneinander statt.[5]

Machbarkeitsstudie für bemannte Mission[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 24. Februar 2017 gab die NASA bekannt, es werden die technische Durchführung, Risiken, Vorteile und eventueller zusätzlicher Arbeitsaufwand überprüft, um EM-1 schon als bemannte Mission durchzuführen, um den NASA-Zeitplan für die bemannte Raumfahrt in den kommenden Jahren zu straffen. Hintergrund sind Pläne des US-Präsidenten Trump, noch binnen seiner ersten Amtszeit erneut Menschen zum Mond zu schicken.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Chris Gebhardt: SLS EM-1 & -2 launch dates realign; EM-3 gains notional mission outline. nasaspaceflight.com, 22. September 2017, abgerufen am 23. September 2017 (englisch).
  2. siehe Abschnitt: What`s next? Abgerufen am 7. April 2015.
  3. EM-1: NASA managers request ambitious changes to debut SLS/Orion mission. Abgerufen am 7. April 2015.
  4. Space Launch System's First Flight will launch small Sci-Tech cubesats. Abgerufen am 3. Februar 2016.
  5. NASA Space Launch System’s First Flight to Send Small Sci-Tech Satellites Into Space. 2. Februar 2016, abgerufen am 3. Februar 2016.
  6. Cheryl Warner: NASA Kicks Off Study to Add Crew to First Flight of Orion, SLS. In: NASA. 24. Februar 2017 (nasa.gov [abgerufen am 28. Februar 2017]).