Explosiv – Blown Away

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Filmdaten
Deutscher Titel Explosiv – Blown Away
Originaltitel Blown Away
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch, Irisch
Erscheinungsjahr 1994
Länge 121 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Stephen Hopkins
Drehbuch John Rice, Jay Roach
Produktion Pen Densham,
Richard Barton Lewis,
John Watson
Musik Alan Silvestri
Kamera Peter Levy
Schnitt Tim Wellburn
Besetzung

Explosiv – Blown Away ist ein US-amerikanischer Actionthriller aus dem Jahr 1994. Unter der Regie von Stephen Hopkins spielen Jeff Bridges und Tommy Lee Jones die Hauptrollen.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jimmy Dove ist unter den polizeilichen Bombenentschärfern von Boston eine lebende Legende. Doch er hat eine bewegte Vergangenheit, die seine explosive Passion erklärt. Unter dem Namen Liam McGivney kämpfte er einst Seite an Seite mit seinem Freund und Mentor Ryan Gaerity als unabhängiger irisch-republikanischer Terrorist im Nordirlandkonflikt (sie waren nicht in der IRA). Während Liam jedoch dem bewaffneten Kampf sowie dem Terror abschwor und als Dove ein neues Leben begann, blieb Gaerity nicht nur im Gefängnis, sondern auch der gefährlichen Linie treu und schwor McGivney für seine Abkehr Rache.

Dove hat sich inzwischen zur Ruhe gesetzt und bildet den polizeilichen Nachwuchs aus. Doch eine geheimnisvolle Serie von Bombenattentaten und der Tod eines Rekruten lassen ihn aufhorchen und wieder in den Polizeidienst zurückkehren. Schon bald erkennt Jimmy in den nahezu kunstvoll hergestellten Sprengkörpern den Stil Gaeritys wieder, welcher aus einem Gefängnis in Nordirland ausgebrochen und nach Amerika gereist ist. Dove und sein persönliches und privates Umfeld sind das Ziel der Anschlagserie, mit der Gaerity seinem einstigen Kameraden das Leben zur Hölle machen will.

Nachdem Jimmy trotz aller beruflichen Fertigkeiten den Großteil seiner Freunde und Kollegen durch die Detonationen verliert, erhält er schließlich den entscheidenden Hinweis. In einem hochexplosiven Showdown auf einem maroden Schiffswrack kann Dove Gaerity schließlich ausschalten und dessen letzte Sprengfalle beseitigen.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Lexikon des internationalen Films schrieb: „Mehr an Pyromanie als an Glaubwürdigkeit der Charaktere und Ereignisse interessiert, beutet der Film den irischen Freiheitskampf als Hintergrund für ein oberflächliches Action-Spektakel aus.“[1]

Cinema befand: „Der "Man in Black" gegen den "Big Lebowski" - klingt gut, doch leider bleiben die Charaktere blass, und die ganze Anerkennung geht an die Pyrotechniker. Ihr Budenzauber gipfelt in der Explosion eines echten Schiffes. Ansonsten fehlt der Inszenierung des späteren "24"-Machers Stephen Hopkins leider das Feuer.“[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tommy Lee Jones und eine der Actionszenen wurden im Jahr 1995 für den MTV Movie Award nominiert.[3]

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das im Film gezeigte Schiffswrack wurde tatsächlich gesprengt. Die Explosion war so gewaltig, dass rund 8000 Fensterscheiben in der näheren Umgebung von Boston zu Bruch gingen.
  • Der Streifen ist einer der wenigen Filme der Bridges–Familie, bei dem Vater (Lloyd) und Sohn (Jeff) gemeinsam vor der Kamera standen.
  • Ursprünglich sollte Stephen Rea eine der Hauptrollen spielen.
  • Der Soundtrack ist mit irischer Musik u. a. von U2 unterlegt. Joe Cocker und Bekka Bramlett sangen das Duett Take me home, für dessen Clip einige Szenen aus dem Film verwendet wurden. Das Titellied Return to me sang October Project.

Computerspiel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt auch ein Point & Click-Adventure-Computerspiel namens Explosiv – Blown Away. Dieses erzählt jedoch nicht die Handlung des Films, sondern setzt die Geschichte fort. Der Benutzer übernimmt dabei die Rolle Doves aus der Egoperspektive, wobei sein Aussehen nie zu erkennen ist. Der Gegner ist ein Bombenleger, der Gaeritys Tod rächen möchte, indem er Doves Freunde und Familie tötet. Dies muss der Spieler durch das entschärfen zahlreicher Bomben verhindern.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Explosiv – Blown Away. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.
  2. Explosiv – Blown Away auf cinema.de
  3. Awards for Explosiv - Blown Away