Extremely Wicked, Shockingly Evil and Vile

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Filmdaten
OriginaltitelExtremely Wicked, Shockingly Evil and Vile
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2019
Länge108 Minuten
Stab
RegieJoe Berlinger
DrehbuchMichael Werwie
ProduktionNicolas Chartier,
Michael Costigan,
Ara Keshishian
MusikMarco Beltrami
KameraBrandon Trost
SchnittJosh Schaeffer
Besetzung

Extremely Wicked, Shockingly Evil and Vile ist ein Thriller von Joe Berlinger, der am 26. Januar 2019 im Rahmen des Sundance Film Festivals seine Premiere feierte. Die Filmbiografie erzählt von dem Serienmörder Ted Bundy.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1969. Der Jurastudent Ted Bundy ist klug, charismatisch und zärtlich. So kann die alleinerziehende Mutter Liz Kloepfer seinem Charme nicht widerstehen, und sie verliebt sich Hals über Kopf in den jungen Mann, den sie in einer Bar in Seattle kennenlernt. Ted zieht bei Liz und ihrer Tochter Molly ein. Sie wollen ein bescheidenes gemeinsames Leben führen. Die Familienidylle wird getrübt, als Ted eines Tages im Zusammenhang mit einer Entführung festgenommen wird. Dann wird Ted noch einer Reihe grausamer Morde angeklagt. Liz muss in Betracht ziehen, dass der Mann, mit dem sie ihr Leben teilt, in Wahrheit ein Psychopath sein könnte, besonders weil sein Gesicht dem Phantombild des Verdächtigen merkwürdig ähnelt.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Metallica-Frontmann James Hetfield gibt in der Rolle von Officer Bob Hayward sein Schauspieldebüt

Regie führte Joe Berlinger. Der eigentliche Dokumentarfilmer wurde 2012 für Paradise Lost 3: Purgatory für einen Oscar nominiert. Das Drehbuch schrieb Michael Werwie, der 2012 als Erstplatzierter bei den Nicholl Fellowships in Screenwriting ausgezeichnet wurde.[1] Das Drehbuch landete im gleichen Jahr auf der Blacklist der besten unverfilmten Ideen Hollywoods.[2][3]

Zac Efron übernahm die Rolle von Ted Bundy, Lily Collins spielt seine spätere langjährige Freundin Elizabeth Kloepfer. Jim Parsons übernahm die Rolle des Anklägers Larry Simpson[4], John Malkovich spielt den Richter Edward D. Cowart.[4] Kaya Scodelario übernahm die Rolle von Bundys Exfrau Carole Ann Boone.[5] Der Metallica-Frontmann James Hetfield gibt in der Rolle von Officer Bob Hayward sein Schauspieldebüt[6][7], nachdem Berlinger zuvor mit Hetfield und seiner Band an dem Dokumentarfilm Metallica: Some Kind of Monster gearbeitet hatte. Officer Hayward war der Polizeibeamte, der Bundy 1975 verhaften konnte.[6]

Der Film wurde am 26. Januar 2019 im Rahmen des Sundance Film Festivals erstmals vorgestellt.[6] Im Rahmen des Festivals sicherte sich Netflix für neun Millionen US-Dollar die Rechte am Film.[8] Von Ende April bis Anfang Mai 2019 soll der Film beim Tribeca Film Festival gezeigt werden.[9]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Carlos Aguilar von TheWrap erklärt, der Film verzichte hartnäckig auf explizite körperliche Gewalt und wende sich stattdessen den Manipulationstechniken von Ted Bundy zu. Er sei keine Durchsicht der Methoden und Perversionen des Killers als vielmehr eine Untersuchung unserer Vorurteile und unendlichen Faszination für diejenigen unter uns, die in Brutalität eine verquere Erfüllung finden. Zac Efron sei als attraktiver, weißer Mann, der in der Disney-Maschinerie beschäftigt ist, die perfekte Wahl, um das Übel zu verkörpern, das sich unter Bundys Fassade verberge. Bundys Selbsterhaltungstrieb zeige sich besonders in den Gerichtsszenen, in denen dieser selbstbewusst als sein eigener Anwalt auftritt und als scharfsinnig genug erweise, den Zuschauer zu betören und einen dazu bringen könne, die Anschuldigungen gegen ihn anzuzweifeln. Sein gutes Aussehens als betrügerische Tarnung, um Vertrauen zu schaffen, ermöglichte es Bundy, dem archetypischen Image ruchloser Raubtiere zu trotzen und der Gerechtigkeit so lange zu entgehen, wie er es tat, so Aguilar. Dies erinnert den Filmkritiker an Luis Ortegas argentinisches Filmdrama El Angel, in dem Carlos Robledo Puch, ein jugendlicher Serienmörder mit einem Engelsgesicht, immer wieder vom Haken gelassen wird. Alles in allem und trotz einiger Mängel in Michael Werwies Drehbuch sei Extremely Wicked ein nachdenklich machendes Stück Kino, das Schocker zugunsten einer philosophischeren Darstellung eines teuflischen Mörders vermeide.[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. John Squires: Zac Efron Talks 'Extremely Wicked'; Watch a Video of His Transformation into Ted Bundy. In: bloody-disgusting.com, 20. März 2018.
  2. Scott Myers: Interview: Michael Werwie (2012 Nicholl Winner, 2012 Black List). 13. Januar 2013, abgerufen am 15. Januar 2019.
  3. 2012 Black List Is Chock Full of Violent Fare. Abgerufen am 15. Januar 2019 (englisch).
  4. a b John Kiesewetter: Ted Bundy Movie Props For Sale After Filming Wraps Today. Abgerufen am 15. Januar 2019 (englisch).
  5. Zac Efron Takes Us Behind The Scenes Of ‘Extremely Wicked’ With New On-Set Pics. Abgerufen am 15. Januar 2019.
  6. a b c Metallica Frontman James Hetfield's Dramatic Acting Debut To Premiere At Sundance Film Festival. In: blabbermouth.net, 8. Januar 2019.
  7. Scott Munro: Serial killer movie starring Metallica’s James Hetfield set for Sundance Film Festival. In: loudersound.com. Abgerufen am 16. Januar 2019.
  8. Benjamin Hecht: Serienmörder-Hype: Netflix kauft Ted-Bundy-Film "Extremely Wicked" mit Zac Efron. In: filmstarts.de, 5. Februar 2019.
  9. Tribeca Film Festival Announces 2019 Feature Lineup. In: filmmakermagazine.com, 5. März 2019.
  10. https://www.thewrap.com/extremely-wicked-shockingly-evil-and-vile-film-review-zac-efron-ted-bundy/