EyeHateGod

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Dieser Artikel behandelt die Sludge-Band EyeHateGod. Für das selbstbetitelte Album der Band siehe EyeHateGod (Album).
EyeHateGod
Der seit 1988 genutzte Namensschriftzug der Band
Der seit 1988 genutzte Namensschriftzug der Band
EyeHateGod beim Roskilde Festival 2011
EyeHateGod beim Roskilde Festival 2011
Allgemeine Informationen
Herkunft New Orleans, Vereinigte Staaten
Genre(s) Sludge
Gründung 1988
Auflösung 1998, 2001
Neugründung 2000, 2001
Website eyehategod.ee
Gründungsmitglieder
Jimmy Bower
Joe Fazzio
Chris Hillard
Kevin Noonan
Gitarre
Marc Schultz
Aktuelle Besetzung
Gesang
Mike Williams
Gitarre
Jimmy Bower
Gitarre
Brian Patton
Bass
Gary Mader
Schlagzeug
Aaron Hill (seit 2013)
Ehemalige Mitglieder
Bass
Steve Dale (1989–1992)
Gitarre/Bass
Marc Schultz (1988–1995)
Bass
Vince LeBlanc (1995–1997)
Bass
Danny Nick (2000–2002)
Schlagzeug
Joey LaCaze † (1989–2013)
Bass
Kevin Bond (1988)
Gesang
Chris Hilliard (1988)
Schlagzeug
Joey Delatte (1988)
Schlagzeug
Joe Fazzio (1988)
Live- und Session-Mitglieder
Schlagzeug
Dale Crover (2013)
Bass
Kevin Bond
Bass
Paul Webb
Gitarre
Phil Anselmo
Gesang
Seth Putnam

EyeHateGod ist eine 1988 gegründete Sludge-Band aus New Orleans. Ihr aggressiver und zugleich schleppender Stil zwischen Hardcore Punk und Doom Metal gilt als Initialzündung für das Sludge-Genre. Neben den international populäreren Crowbar oder Down gelten EyeHateGod als bedeutsame Größe der Metal-Szene von New Orleans[1] und als wichtiger Einfluss auf die Entwicklung des Genres.[2] Als eigene musikalische Haupteinflüsse benennt die häufig EHG abgekürzte Formation The Melvins, The Obsessed, Black Flag und Black Sabbath.

Geschichte[Bearbeiten]

Die ersten Jahre[Bearbeiten]

Jimmy Bower, hier beim Roskilde Festival 2011, gründete EyeHateGod Ende der 1980er Jahre

Im ersten Jahr der Band galt EyeHateGod den stetig wechselnden Musikern als loser informeller Zusammenschluss diverser Musiker, die für einen unbestimmten Zeitraum als Band miteinander spielten und jamten. Erst durch das Bestreben des Gitarristen Jimmy Bower formte sich zwischen 1988 und 1989 eine beständige Band heraus.[3] Seine ersten Bandmitglieder waren Mark Schulz als Gitarrist, Chris Hillard als Sänger, Kevin Noonan als Bassist und Joe Fazzio als Schlagzeuger. Nach wenigen Monaten der Aktivität trennten sich Hillard, Noonan und Fazzio von der Band und wurden durch Joey LaCaze, Mike Williams und Steve Dale ersetzt.[4] In dieser Konstellation trat die Band in der Storyville Jazz Hall von New Orleans zum erste Mal auf. Dieses erste Konzert bestritten EyeHateGod am 30. Juni 1989 mit Soilent Green im Vorprogramm von Exhorder. Der EyeHateGod-Auftritt wurde schlecht angenommen und endete damit, dass Williams das Publikum beschimpfte.[5] nahmen EyeHateGod die beiden Demobänder Garden Dwarf Woman Driver und Lack of Almost Everything auf, vertrieben diese privat und versandten sie an diverse Plattenfirmen. Das französische Independent-Label Intellectual Convulsion, reagierte und nahm die Band für ein Album unter Vertrag. Das Debüt In the Name of Suffering wurde in einem kleinen Studio in Kenner, Louisiana, ohne Produzenten oder professionelle Tontechniker, mit den Angestellten des Studios produziert. Intellectual Convulsion stellte der Band eine Summe von 1.000 US-Dollar zur Verfügung. Mit 800 US-Dollar bezahlte die Band das Studio und die Tontechniker. Mit den verbleibenden 200 US-Dollar kauften EyeHateGod Alkohol und Marihuana.[6] Das Label presste circa 1500 bis 2000 Exemplare des, aufgrund des geringen Vorschusses unvollständigen und zum Teil defekten Instrumenten und ohne professionelle Hilfe eingespielten, Banddebüts. Noch im selben Jahr musste Intellectual Convulsion Konkurs anmelden.[7]

EyeHateGod wurde jedoch noch im gleichen Jahr von dem Label Century Media für sechs Alben unter Vertrag genommen. Mit dem Label kam es aufgrund der mangelnden Vermarktungsmöglichkeiten der extremen Musik schnell zu einem anhaltenden Konflikt, welcher letztendlich dazu führte, dass EyeHateGod bereits ihr drittes Studioalbum Dopesick ohne jedwede finanzielle Unterstützung von Seiten der Produktionsfirma aufnehmen musste.[7] Während der Aufnahmen ereignete sich ein nachhaltiger Zwischenfall, welcher in Presse- und Fankreisen bis hin zu Selbstverstümmelung und satanischen Ritualen verklärt wurde. Jimmy Bower schildert den Vorfall jedoch als weniger kontrovers:

„Wir wollten bei einigen Songs den Effekt von im Hintergrund zerspringendem Glas benutzen. Mike sang die Vocals in einem abgedunkelten Raum ein und schmiß dabei mit leeren Flaschen um sich. Irgendwann hörte er auf zu singen, er hatte sich in die Hand geschnitten und blutete wie ein Schwein. Auf einmal fing er an, mit seinem Blut so Sachen wie ‘Pig’ und ‘Satan’ an die Wände zu schmieren. Doch Billie Anderson (u. a. Neurosis), der als alter Freund umsonst produzierte, fand das gar nicht lustig und löste die fröhliche Runde auf. Als wir am nächsten Morgen ins Studio kamen, hatte ein Reinigungsdienst alles schon längst wieder entfernt. Keine große Sache also.“

– Jimmy Bower im Intro Interview[7]

1998 trennten sich EyeHateGod, nachdem Sänger Mike Williams eine laufende Tour wegen gesundheitlicher und persönlicher Probleme, welche vornehmlich durch seine Drogensucht bedingt waren, unterbrechen musste. Williams erläuterte später, dass die Trennung vornehmlich der Regulierung dieser Schwierigkeiten dienen sollte.[8] Im Jahr 1999 beschloss die Band, erneut auf Europatournee zu gehen und ein weiteres Studioalbum einzuspielen.[9] Nachdem die Band ihre Wiedervereinigung bekannt gegeben hatte, veröffentlichte Century Media im Januar 2000 die Kompilation Southern Discomfort mit unfertigen Studioaufnahmen und verschiedenen Beiträgen von EPs und Samplern ohne die Einwilligung der Band. Jimmy Bower erklärte die Veröffentlichung der Kompilation im Interview mit dem Online-Magazin Lärmbelästigung.net als „ein Lebenszeichen, dass es [die Band] wieder gibt bevor ‘Confederacy …’ herauskam.“[9]

EyeHateGod veröffentlichten mit Confederacy of Ruined Lives im Jahr 2000 ihr letztes vollständiges Studioalbum. Im Jahr 2001 trennte sich die Band von ihrem Bassisten Danny Nick und nahm stattdessen Gary Mader in die Band auf, der nach zwei Konzerten um New Orleans bereits auf eine Japantour mitgenommen wurde.[10] Mit dem bis dahin einzigem Livealbum 10 Years of Abuse (and Still Broke), welches am 29. Mai 2001 erschien erfüllten EyeHateGod ihren Vertrag mit Century Media. Am 27. Mai 2005 veröffentlichte die Band via Emetic eine Raritätensammlung unter dem Titel Preaching the “End-Time” Message mit drei Demoversionen von neuen Stücken und tourte unterdessen in Amerika bis zum Juli 2005. Im Anschluss ging Brian Patton mit Soilent Green auf Tour.[11] Jimmy Bower hatte geplant neues Material mit Down zu erarbeiten und traf sich im August hierzu mit den Bandmitgliedern Pepper Keenan, Kirk Windstein und Phil Anselmo.[12] Bower kündigte jedoch ebenso Songwritingtätigkeiten für und mit EyeHateGod an.[13]

Hurrikan Katrina[Bearbeiten]

Das überflutete New Orleans.

Am 29. August 2005 traf Hurrikan Katrina New Orleans. Die Auswirkungen auf die Stadt und deren Bewohner waren verheerend. So führte der Hurrikan bei einigen Bandmitgliedern zu persönlichen Katastrophen.

Gitarrist Brian Patton war zu diesem Zeitpunkt mit seiner Band Soilent Green auf Tour, weshalb er persönlich von der Katastrophe verschont blieb. Dennoch betonte er im Interview mit Metal Centre, dass jeder in New Orleans viel verloren hätte. Der ehemalige Sänger der Band Soilent Green und hinzukommend langjährige Freund Pattons Glenn Rambo fiel dem Hurrikan und seinen Auswirkungen zum Opfer.[11]

Gitarrist Jimmy Bower floh vor Eintreffen des Hurrikans mit seiner Mutter, einigen Habseligkeiten und Erinnerungsstücken nach Lake Charles zu einer Tante. Das Haus seiner Mutter habe einige Sturmschäden, jedoch keinen Wasserschaden. Bowers Familie bot Pepper Keenan die Möglichkeit mit einem Wohnmobil auf dem Gelände der Familie zu kampieren. In einem ersten Interview mit dem Webadministrator von Phil Anselmos Internetseiten, bat Bower kurz nach dem Hurrikan darum, ihm Informationen über den Aufenthalt und die Verfassung von Mike Williams zukommen zu lassen.

„Man, das trifft mich wirklich hart, denn ich kenne Mike länger als jeden anderen in New Orleans. Er brachte mich erst in die Szene. Ich denke keine Nachrichten sind gute Nachrichten. Mike ist ein Überlebenstyp, aber wenn irgendwer das hier ließt und etwas von Mike gehört hat, bitte wendet euch an Justin oder hinterlasst eine Nachricht auf einer der Nachrichtenseiten. Ich mache mir wirklich Sorgen um ihn und jetzt ist nicht der Zeitpunkt für Witze.“

– Jimmy Bower[14]

Zeitgleich waren Sänger Mike Williams und seine damalige Freundin Alicia Stillman, Sängerin der Sludge-Band 13, nicht in der Lage die Stadt zu verlassen. Weshalb beide für Williams, welcher sich in einem Methadonprogramm befand, das Medikament, durch einen Polizisten gebilligt aus einem Pharmaziegeschäft entwendeten und nach Morgan City fuhren. Da Williams „es nicht mehr ertragen konnte jeden Tag auf denselben toten Typen an der Ecke zu starren.“[15] In Morgan City kamen Williams und Stilman in einem Motel unter. Der Besitzer des Motels informierte die örtliche Polizei woraufhin beide wegen der Absicht des Drogenhandels verhaftet wurden. Während Stilman nicht inhaftiert wurde, kam Williams, ohne adäquate medizinische Versorgung in Haft.[16] Im Dezember 2005 erklärte Bower seine Bestürzung und Wut über die Situation und kündigte an, die Ereignisse in einem neuen Album zu verarbeiten,[17] welches „den hässlichsten, menschenverachtendsten, rohen Scheiß […] der [ihm] möglich“ sei, enthalten sollte. Im gleichen Statement bezeichnete der den Gouverneur von Louisiana und den Präsidenten der USA als Idioten und nannte New Orleans eine Dritte-Welt-Region[18]

Phil Anselmo (Ehem. Pantera), hier auf dem Hellfest 2009, trug die Kaution für Williams und nahm ihn auf

Unter Haftbedingungen unterzog sich Williams innerhalb einer Woche eines kalten Entzugs, ernährte sich ausschließlich von eingeweichtem Brot und Wasser und las viel.[19] Nachdem Phil Anselmo die 150.000 US-Dollar Kaution gestellt hatte wurde Mike Williams am 2. Dezember 2005 nach 91 Tagen Haft entlassen. Anselmo nahm Williams, welcher nach der Haft obdach- und mittellos war, in seinem Gästehaus auf, ließ ihn für sein Label Housecore Records arbeiten, teilte sich mit ihm die Versorgung der vorhandenen Tiere und gründete mit ihm gemeinsam die Crustcoreband Arson Anthem. Seither lebte Williams in Anselmos Gästehaus, zwei Stunden außerhalb von New Orleans.[20]

„Ich habe buchstäblich alles was ich in der Welt besaß verloren. Mir ist nichts geblieben. Alles was ich noch habe sind meine Freunde. In Zeiten wie diesen stellst Du fest, dass es das wichtigste ist was man braucht. Solange ich nicht ins Gefängnis muss, wenn es zur Verhandlung kommt, bin ich glücklich. Letztendlich bin ich jetzt clean vom Heroin. Das ist etwas Gutes daran.“

– Mike Williams[21]

Nachdem die langjährigen Freunde und Bandpartner von Williams dessen Entzug wahrgenommen hatten, entschieden sich auch Brian Patton, Jimmy Bower und Phil Anselmo zu einem Entzug. Patton und Bower erklärten, dass insbesondere der Hurrikan zu einer Veränderung der Wahrnehmung des eigenen Lebenswandels geführt hätte und der Heroinkonsum zwar keinen Einfluss auf die Musik gehabt hätte, sie als Menschen jedoch ausgebremst hätte.[22] Sowohl Williams als auch Bower und Patton erläuterten, dass sich ihre Abstinenz auf solche Drogen beschränke, welche eine körperlichen Abhängigkeit nach sich zögen.[20][22] Mike Williams wurde wegen der Vorkommnisse im Juni 2006 zu fünf Jahren auf Bewährung verurteilt und aus der Stadt New Orleans verbannt. Williams erklärte im Nachhinein, dass er nicht polizeilich gesucht werden würde und sich durchaus in New Orleans aufhalten könnte, jeder weitere Konflikt mit dem Gesetz jedoch vermutlich enorm hart bestraft werden würde.[23][24]

Das Restaurant Juans Flying Burrito im September 2005 in welchem EyeHateGod im Dezember 2005 ihr erstes Konzert nach Katrina gaben.

Bassist Gary Mader und seine Frau, die zum Zeitpunkt des Hurrikans in der Canal Street lebten, flüchteten noch am Tag des Hurrikans in einem Auto mit defekten Bremsen aus der Stadt. Sie lebten kurzfristig in ihrem PKW westlich von New Orleans, da sich eine Weiterfahrt für Mader und seine Frau aufgrund der beschädigten Bremsen, als zu gefährlich erwies. Nach einem kurzen Kontakt mit dem New Yorker Journalist und Freund der Band Andy Capper übersandte dieser den Maders die finanziellen Mittel für die Reparatur.[16] Im Dezember 2005 erklärte Mader, dass der Großteil seines Wohnhauses zerstört sei und ihm nicht viel mehr als eine Akustikgitarre geblieben wäre.[17] Mader berichtete im März 2006, dass er fünf Monate ohne festen Wohnsitz auf die Hilfsbereitschaft von Freunden und Verwandten angewiesen war.[23]

Eine lokale Band auf der Bühne des Checkpoint Charlys in welchem EyeHateGod im Februar 2006 beim Mardi Gras auftraten.

Am 10. Dezember 2005 trat die Band, deren Mitglieder alle in das weiträumig zerstörte New Orleans zurückgekehrt waren, in dem durch den Hurrikan baufällig gewordenen Club Juans Flying Burrito in New Orleans auf und am 18. Februar 2006 trat die Band beim ersten Mardi Gras Festival im Checkpoint Charlys nach dem Hurrikan auf. Brian Patton kommentierte den Auftritt beim Mardi Gras, noch am gleichen Tag als Ausdruck eines Lebensgefühls mit den Worten „Im Marid Gras geht es um die Stimmung und wir sind eine Stadt die sich dem verdammten Sterben verweigert.“[25]

Im Juni 2006 wurde Williams zu fünf Jahren auf Bewährung verurteilt und musste sich in der Zeit der Bewährung regelmäßigen Drogentests unterziehen. Als hinzukommende Strafe wurde er der Stadt New Orleans auf Lebenszeit verwiesen. Zu diese Strafe erklärte Williams, dass er in der Stadt nicht polizeilich gesucht werden würde und sich durchaus dort aufhalten könnte, jedoch eingeschränkt öffentlich auftreten könnte und jeder weitere Konflikt mit dem Gesetzt vermutlich enorm hart bestraft werden würde.[26][24][27][28] Trotz dieser Auflagen fasste er 2009 die Bedeutung der Ereignisse als prägend und solidarisierend zusammen.

„Es ist jetzt ein Teil von uns, diese Erinnerungen werden bleiben. Es wird nicht mehr dasselbe sein, aber es geht aufwärts. Ich habe eine Menge Tod, Unruhe und Feuer gesehen. Das Leben von jedem hat sich in dieser Woche geändert… von jedem. Ich liebe meine Stadt und man kann sie nicht töten. Wir sind uns alle ein wenig näher gekommen und etwas positiver geworden und die Musikszene hier ist besser und größer denn je.“

– Mike Williams[29]

Als Reaktion auf die Auswirkungen des Hurrikans auf die EyeHateGod-Mitglieder veröffentlichte Emetic Records am 20. März 2007 das Tribut-Doppelalbum For the Sick mit einer Vielzahl an Bands des amerikanischen Metal- und Hardcore-Underground.[30] Unter anderem beteiligten sich Brutal Truth, die sich für ihren Beitrag wiedervereinten, Mouth of the Architect, Kylesa, Minsk und Unearthly Trance. Zur Unterstützung der Bandmitglieder veröffentlichte auch Century Media die ersten drei Alben der Band, von 2006 bis 2007, erneut und ergänzte diese um Bonustitel, wie Demoaufnahmen oder Liveaufnahmen, die zuvor auf Kompilationen und EPs erschienen waren. Mit den Wiederveröffentlichungen der alten Alben trug Century Media zum Erfolg sowie zur Bekanntheit der Band bei und unterstützte die Mitglieder in der Krise nach Katrina finanziell. Williams honorierte diese Hilfe in einem Interview und hob eine Veränderung der Firmenpolitik hervor. Während das Label früher seines Erachtens „einfach nur Geld aus den Bands schlagen“ wollte, schien es ihm „als würden [nun] dort mehr Fans[,] eine Menge cooler Leute“ arbeiten. [31]

Gewichtung auf Nebenprojekte[Bearbeiten]

Down 2009 Live in Prag

Die Mitglieder von EyeHateGod agieren seit langem in unterschiedlichen Projekten. Down sind durch den Pantera-Sänger Phil Anselmo und das 1995er U.S.-Platinalbum NOLA die erfolgreichste Formation unter Beteiligung des EHG-Mitglieds und Schlagzeugers Jimmy Bower[32] Nach Katrina war diese Band es, die als erstes „Nebenprojekt“ neues Material veröffentlichte. Das Album NOLA III:Over the Under erschien am 24. September 2007, nachdem die Band bereits 2006 durch Europa getourt war und erreichte in Deutschland, Großbritannien und den USA Platzierungen in den Top 100.[33][34][35] Die Veröffentlichung markierte einen Wendepunkt in der Geschichte von EyeHateGod, da Jimmy Bower fortan Down als Hauptband bezeichnete.[36]

„Wir fünf haben da eine ganz bewusste Entscheidung getroffen. Nämlich diese Band [Down] als unser Hauptprojekt zu sehen und mit diesem Album Vollgas zu geben und wie Du schon sagst sogar weltweit zu touren.“

– Jimmy Bower[36]

Die verbleibenden EHG-Mitglieder widmeten sich somit ihren bisherigen Nebenprojekten und Hauptberufen wie Gary Mader und Joe LaCaze, welche nicht hauptberuflich als Musiker agierten.[37] Dennoch veröffentlichten Mader und La Caze gemeinsam mit Williams und Patton am 10. November 2008 das Debütalbum des Langzeitnebenprojektes der EHG-Mitglieder ohne Jimmy Bower Outlaw Order unter dem Titel Dragging Down the Enforcer.[37] Phil Anselmo, welcher Mike Williams weiterhin beherbergte gründete mit ihm, Hank Williams III und Collin Yeo die Crustcore-Band Arson Anthem, deren erste selbstbetitelte EP am 19. Februar 2008 erschien. Brian Patton veröffentlichte mit Soilent Green am 15. April 2008 Inevitable Collapse in the Presence of Conviction. Weitere Projekte wie Corrections House mit Mike Williams, Sanford Parker und Scott Kelly schlossen sich in den folgenden Jahren an.[38][39]

Williams verwies 2010 darauf, dass das Schreiben neuen Songmaterials, durch die Veränderungen der Jahre nach Katrina und die neuen Lebensumstände und Prioritäten der einzelnen Bandmitglieder geschuldet, mehr Zeit als zu früheren Veröffentlichungen in Anspruch nimmt. Mitglieder der Band seien mit dem Gesetz in Konflikt geraten und die Nachwirkungen von Katrina würden sich ebenso auf den Schreibprozess auswirken, wie Jimmy Bowers Gewichtung auf Down.[40]

Rückkehr zu Auftritten, Tourneen und Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Im One Eyed Jacks feierten EyeHateGod ihr 20-jähriges Bandjubiläum

Nach Katrina gaben EyeHateGod vorerst nur vereinzelte Konzerte in New Orleans und Louisiana, da alle Bandmitglieder in anderen Bands oder persönlichen Problemen verstrickt waren. Noch im Jahr 2008 erklärte Williams, dass neben den Bandaktivitäten von Brian Patton und Jimmy Bower sich die weiteren Bandkollegen in persönlichen Schwierigkeiten befanden, welche eine zügige Produktion eines Albums erschwerten. Bassist Gary Mader erwartete eine Gerichtsverhandlung, Schlagzeuger Joey LaCaze befand sich in einer Entziehungskur und Sänger Mike Williams verbüßte erneut zwei Monate in einem Gefängnis aufgrund eines früheren Bewährungsverstoßes.[41] Eines der stattgefundenen Konzerte dieser Zeit war die 20-Jahre-EyeHateGod-Show im One Eyed Jacks in New Orleans am 29. August 2008. Im Juni 2009 trat die Band auf dem französischen Festival Hellfest in Clisson erstmals wieder auf internationaler Bühne auf. Im Herbst 2009 nahmen EyeHateGod mit einer kleinen Tour durch die amerikanischen Südstaaten ihre Tourtätigkeit und somit die Bandaktivität nach Katrina endgültig wieder auf. In den folgenden Jahren schlossen sich Tourneen durch Europa, Amerika und zum ersten Mal Australien an.[42] Darunter fanden sich Auftritte auf renommierten Festivals wie dem Inferno in Oslo 2010, dem Roadburn Festival in Tilburg 2010 und dem Roskilde Festival in Dänemark am 1. Juli 2011, auf welchem die Band zum ersten Mal den neuen Titel New Orleans is the New Vietnam präsentieren. Einen Teil der Tourneen und Konzerte wurde von EHG mit einer Kamera begleitet und zu einem Live-Dokument zusammengestellt. Am 22. März 2011 erschien die DVD auf MVD mit dem einfach gehaltenem Titel Live.[43] Am 30. August 2012 veröffentlichten EyeHateGod über A389 Recordings die einseitige 7″-Vinyl-Single New Orleans is the New Vietnam als Begleitung der anstehenden Europatournee.[20]

Der Tod von Joey LaCaze[Bearbeiten]

Joey LaCaze im Hintergrund während des Roskilde Festival 2011

Nachdem die Band sich eine kurze Auszeit gegönnt hatte und vereinzelte Konzerte im Großraum Louisiana gegeben hatte, begaben sich EyeHateGod am 19. Juli 2013 erneut auf eine Europatournee, welche sie am 20. August beendeten.[42] Zurück in New Orleans starb Joey LaCaze am 23. August 2013 in seinem Haus an Atemversagen.[44] Er wurde 42 Jahre alt.[45] Der Schlagzeuger litt schon seit seiner Jugend an schwerem Asthma. Williams erklärte hinzukommend, dass LaCaze während der Europatournee am Schlafapnoe-Syndrom mit massiven Atemaussetzern gelitten hätte.[46] EyeHateGod wandten sich einige Tage nach dem Tod des Bandmitgliedes an die Öffentlichkeit und gaben die Todesursache, sowie die Eröffnung eines Spendenkontos für LaCaze Tochter auf der Homepage der Band bekannt.[47][48]

EyeHateGod, die im Herbst 2013 ihr 25-jähriges Bandjubiläum mit Konzerten und Festivalauftritten feiern wollten, luden den Schlagzeuger Dale Crover von The Melvins für eine große Show auf dem Housecore Horror Fest in Austin am 27. Oktober 2013 ein und sagten die Hälfte der geplanten Konzerte ab.[49][50][46]

„Wir hatten den Auftritt mit Dale Crover auf dem Housecore Horror Fest in Austin, als er ans Mikrophon ging und sagte ‚es ist eine Ehre mit diesen Jungs zu spielen‘, musste ich tief Luft holen. Das war alles ein Tribut für Joey, denn Dale war einer seiner Lieblingsschlagzeuger.“

– Mike Williams[51]

Trotz des Verlustes eines Freundes seit frühester Jugend und eines der frühesten Bandmitglieder war eine Auflösung der Band kein Thema für die restlichen Mitglieder von EyeHateGod, wie Bower und Williams betonten. Bower gab an „mit Sicherheit“ zu wissen, dass LaCaze nie gewollt hätte, dass sich die Band auflöse.[52] Williams erklärte, dass er „sogar Gespräche darüber“ mit LaCaze geführt habe:[53]

„[E]r fragte mich sowas wie ‚Wen würdest Du holen um mich zu ersetzen?‘ sowas eben, wir waren einfach ehrlich miteinander. Er wusste die Band würde es weitergeben, und das wollte er auch so. Für mich, ist es ein Teil unseres Lebens; es ist einfach die Art wie die Dinge passieren, welche Karten man bekommt, wie das Leben einen behandelt. Wir wissen nicht wie man aufgibt. Das ist die Geschichte unseres gesamten Karriere, unseres Lebens, auch ohne die Band. Wir wissen einfach nicht wann man aufhört. Es geht nur darum weiter zu gehen.“

– Mike Williams[53]

Aaron Hill, neue Tour, Albumveröffentlichung[Bearbeiten]

Nach dem Tod von Joey LaCaze sowie nach der Absage einiger Konzerte im Herbst 2013 bemühten EyeHateGod sich in diesem Zeitraum um einen neuen Schlagzeuger. Trotz der Anfrage einiger populärer Musiker entschieden sich EyeHateGod, nach den ersten Vorspielen für den unbekannten lokalen Musiker Aaron Hill, ohne die noch verbleibenden Musiker zum Vorspiel und Gespräch einzuladen. Die Entscheidung fiel insbesondere aufgrund der lokalen Verwurzelung Hills in New Orleans. Hill spielte zuvor unterschiedliche Instrumente in kleinen Bands aus der New Orleans Metal und Punkszene, insbesondere spielte er Gitarre in der Crustcoreband Gas Miasma mit Patrick Bruders von Down und Crowbar. Neben der technischen Frage, nach der Spielweise, stand ebenso die Frage im Vordergrund ob und wie sich der 29-jährige Aaron Hill in das soziale Gefüge der Band einfinden und sich am zukünftigen Songwriting beteiligen könne.[46] Laut Williams ist Hill „ein Verrückter, genau wie“ die restlichen Bandmitglieder und „passt großartig“ in das Bandgefüge.[54] Die Band begab sich mit dem neuen Mitglied alsbald in den Proberaum und übte mit Aaron Hill eine Vielzahl an EyeHateGod-Songs ein und spielten neue Konzerte und Tourneen.[55]

„Es tut gut wieder Konzerte zu geben. Wir vermissen Joey sehr – wir werden ihn immer vermissen – aber wir sind auch aufgeregt über den neuen Abschnitt der Bandgeschichte.“

– Jimmy Bower[56]

Von November 2013 bis Januar 2014 tourten EyeHateGod mit Aaron Hill in Amerika.[42] Ursprünglich war für den Januar 2014 eine erneute Tournee durch Australien geplant, diese scheiterte jedoch an einem vermeintlichen Fehler des Künstleragenten. Beim Versuch des Tourantritts stellte die Band am Flughafen fest, dass die australische Agentur Heathen Skulls keine Flugtickets gebucht hatte und EyeHateGod die Reise nach Australien nicht antreten konnte. Auch ein zügiges Nachbuchen aus eigenen finanziellen Mitteln war aufgrund der knappen Zeit und zugleich hohen Sicherheitsbestimmungen der amerikanischen Flughäfen nicht möglich. Zum Ausgleich buchte die Band einige weitere Konzerte in Amerika. [57]

Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben[58]
EyeHateGod
  US 92 14.06.2014 (1 Wo.)
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufige Chartplatzierung

Im Mai 2014 erschien nach 14 Jahren Albumpause und zwei Jahren Aufnahmezeitraum, das fünfte Studioalbum der Band. Das selbstbetitelte Album EyeHateGod beinhaltet die klassische, der Band zugeschriebene Mischung aus frühen Black Sabbath und späten Black Flag mit Southern-Rock-Elementen.[59] Die Produktion ist, als roh bezeichnet, einfach gehalten und stellt das Riffing in den Vordergrund.[60] EyeHateGod ist die letzte Veröffentlichung der Band, an welcher der im August 2013 verstorbene Schlagzeuger Joey LaCaze mitgewirkt hat und das erste Album, welches eine Chartplatzierung erreichte.[58] Ihm ist das Album als von der Band gewidmet. Das Album wurde überwiegend positiv aufgenommen und als konsequente Fortsetzung des bisherigen Schaffens von EyeHateGod bezeichnet.[61] Am 10. April 2015 erschien über Century Media die Sammelbox Original Album Collection, welche die 2006 und 2007 veröffentlichten überarbeiteten Versionen der ersten drei Alben sowie Confederacy of Ruined Lives in Pappschubern, mit zusammengefasstem Begleitheft enthielt.

Besetzungsübersicht[Bearbeiten]

Werk und Wirkung[Bearbeiten]

Musikalische Bedeutung[Bearbeiten]

Diskografie

Studioalben

Singles

EPs

  • 1994: EyeHateGod/13 I (Mit 13)
  • 1995: EyeHateGod/13 II (Mit 13)
  • 1997: In these Black Days Vol.1 (Mit Anal Cunt)
  • 2002: The Age of Bootcamp (Mit Soilent Green)
  • 2004: I Am the Gestapo (Mit Cripple Bastards)

Demos

  • 1988: Garden Dwarf Woman Driver
  • 1990: Lack of Almost Everything

Livealben

Kompilationen

DVDs

  • 2004: Live in Tokyo
  • 2011: Live

Nach Garry Sharpe-Young ist EyeHateGod eine der wenigen Bands die sich damit rühmen kann, ein Genre definiert zu haben.[4] Die Band gilt seit ihrem Debüt als wichtiger Einfluss auf die Entstehung und Etablierung des damals noch unbenannten Sludge-Genre und der NOLA-Metal-Szene.[1][2][4] Mike Williams erläuterte, dass der Ausdruck Sludge erstmals für das Album Take as Needed for Pain gebraucht wurde. Dabei beklagte er diese Zuordnung, wie jede andere Genrezuordnung, als vereinfachend und etikettierend.[62]

Viele Bands aus den Genre Sludge, Post-Metal und Death Doom bezeichneten EyeHateGod als wichtige Inspiration. Pelican bezeichneten EyeHateGod „a longtime inspiration“,[63] Ganon bezeichneten ihren Ursprung als schlechte EyeHateGod-Kopie,[64] und die auf dem Tributsampler For the Sick beteiligten Bands und Projekte Unearthly Trance, Alabama Thunderpussy, Kylesa, Brutal Truth, Raging Speedhorn, Kill the Client und Mouth of the Architect bezeichnen sich als Freunde und Fans der Band.[30] Weitere bekannte Sludge-Bands wie Buzzov•en, Iron Monkey und Grief bezeichneten besonders Take as Needed for Pain als „Offenbarung“ oder „Bibel“, die ihren Stil maßgeblich mitprägte. Der ehemalige EyeHateGod-Bassist Marc Schultz ergänzte, dass sich zu der Zeit des Albums jede Band aus New Orleans durch die Band und das Album beeinflussen ließ.[65]

Stilistische Einordnung[Bearbeiten]

Die Musik von EyeHateGod wird als Mischung aus frühen Black Sabbath und späten Black Flag mit Southern-Rock-Elementen beschrieben.[66] Williams erläuterte, dass diese Umschreibung auch den Einflüssen der Band entspricht, aber auch weitere Interpreten des Industrials, des Doom Metals und des Blues EyeHateGod beeinflusst hätten.

„Die oft erwähnte Flag/Sabbath-Mischung plus einer Tonne verschiedener Inspirationen: Lynyrd Skynyrd, Carnivore, Melvins, St.Vitus, Laughing Hyenas, SPK, Throbbing Gristle, Whitehouse, David Allan Coe, Righteous Pigs, Mississippi John Hurt, Bukka White, Germs, Cockney Rejects, Trouble, Witchfinder General und so weiter.“

– Mike Williams[67]

Als Stilbegriff wird häufig der für Take as Needed for Pain geprägte Terminus Sludge bemüht, welchen die Band jedoch als unzureichend und unverständlich ablehnt.[62] Bereits auf dem Debütalbum von 1990, In the Name of Suffering, waren alle für den Stil und die Band typischen Elemente enthalten; eine roh produzierte Mischung aus Doom Metal und Hardcore Punk mit Einflüssen aus dem Blues und Stoner Rock, gelegentlich unterbrochen von Industrial- und Noiseausbrüchen, die stets von Michael Williams kehlig krächzendem Kreisch- und Brüllgesang begleitet wird.[68] Williams bezeichnet den Stil als moderne Bluesvariante und prägte in diesem Zusammenhang unterschiedliche Stilbeschreibungen wie „Modern Drug addled and Alcohol drenched M-F‘in’ Blues“, „Southern Hardcore Blues“ oder „Down To Earth Motherfucken Post-Amplification Blues“.[62][6] William York von Allmusic nennt den Stil der Band grob und aggressiv, zugleich schleppend und roh und eine Mischung aus Doom Metal und Hardcore Punk mit langsamen Gitarren, unverständlichem Gesang und andauernden Rückkopplungen.[68]

„Die Gitarren sind grob und körnig – eine passende Begleitung für die Schreie des durch eine Kehlkopfentzündung geplagten Frontmanns Michael Williams – hallen schrill in dem geschaffenem Raum wider, während die Snare von Joey LaCazes klingt als würde ein Hammer auf ein stumpfes Holzbrett einschlagen. Es bestehen einige Hardcore-Fragmente im Up-Tempo-Bereich, die sich quer durch das Album verteilen, aber zum wesentlichen Teil erinnern die Stücke an eine zähe und zeitlupenartige Hommage an das Frühwerk der Melvins. Man kann auch Hinweise auf die My-War-Ära von Black Flag, Black Sabbath und dem Southern Rock im Allgemeinen entdecken[…].“

– William York: Review zu In the Name of Suffering[68]
Der eigenwillige Gesang von Mike Willams, hier beim Roskilde Festival, gilt als ein Kennzeichen der Band

Die wiederkehrenden Rückkopplungen der Gitarren, Williams kehliger Gesang, eine grobe Produktion, eingängige Bassläufe und Filmsamples werden von verschiedenen Rezensenten zu nahezu allen Alben betont.[69][70] Lediglich das von Dave Fortman produzierte Confederacy of Ruined Lives wurde anders Wahrgenommen und als „glatter“, „sauberer“ und „weniger erdrückend“ beschrieben.[9][71][72] Dabei wurden Stilelemente der Band, insbesondere die Rückkopplungen, vorerst abgelehnt.

„Als wir das erste Album machten, war es unmöglich den Leuten zu erklären, dass wir die Rückkopplungen wollten, dass sie Teil der Songs waren.“

– Mike Williams[73]

Laut Captain Chaos von Vampster sind EyeHateGod „ekelhaft, zäh bis punkig und verzerrt“.[74] Im Musikmagazin Intro wird der Klang von EyeHateGod als chaotischer Mischmasch aus Black Sabbath und crustcoriger Atmosphäre beschrieben.[75] Thom Jurek bezeichnet den Klang der Band am Beispiel von Preaching the “End-Time” Message als „massiv, pervers, angepisst und voller Tief-Frequenz Verzerrung und Schmerz.“[76]

Do-It-Yourself-Ethos[Bearbeiten]

Gary Mader, EyeHateGod-Bassist und Direktor der Firma Take As Needed LLC Live beim Roskilde Festival.

Nach den vertraglichen Kontroversen um die Produktion des Albums Dopesick äußerte Jimmy Bower den Wunsch, aus dem bestehenden Kontrakt mit Century Media entlassen zu werden, um am Beispiel von Minor Threat orientiert, in absoluter Eigenständigkeit mit den Aktivitäten der Band fortzufahren. Dies beinhalte sowohl die Gestaltung und Produktion von Merchandisingartikeln als auch den Vertrieb der selbst produzierten Tonträger.[7] Laut Bower sei der Leitgedanke hinter diesen Bestrebungen die „[t]otale Kontrolle über alle […] Produkte“ um eine „eigene Welt“ zu gestalten.[7]

Nachdem die Band im Jahr 2000 ihren Vertrag erfüllt hatten, trennte sie sich von Century Media. Fortan setzten EyeHateGod Do-it-Yourself-Gedanken weitestgehend um.[77] Williams betonte jedoch, dass die Band nicht absolut unabhängig agieren könnte und auf professionelle Hilfe angewiesen sei. Die Band habe schon früh damit begonnen, eigenständig Tourneen zu planen und zu organisieren. EyeHateGod greifen jedoch auf im Geschäft geschulte Personen zurück, welche für die Bandmitglieder den organisatorischen Überblick behalten sollen.[46]

Vom Songwriting über die Gestaltung und Produktion bis hin zu den Tourneen, wurden die nach dem Jahr 2000 folgenden Veröffentlichungen, Tourneen und Merchandisingartikel eigenständig ohne den Vorschuss einer Plattenfirma erarbeitet. Die Bandmitglieder waren stolz auf den Versuch, in so vielen Bereichen wie möglich unabhängig zu agieren und den Gewinn zu behalten.[77] Die Unabhängigkeit von einer Firma garantierte der Band absolute künstlerische Freiheit.[78]

„Die Welt gehört denen, die sie sich nehmen. Du kannst deine eigenen Tourneen machen. Do It Yourself, weißt Du. Es geht nur darum das Engagement zu haben es zu tun und weiterhin versuchen immer noch bessere Musik zu schreiben – nicht kommerzielle Musik – nur besser in deiner eigenen Vorstellung.

Wir haben als EyeHateGod immer gesagt, dass wir nur für uns diese Songs spielen und schreiben. Wir interessieren und nicht dafür was andere Menschen darüber denken. Die Menschen sollten aufhören sich über schlechte Kritik und die Meinungen anderer Menschen sorgen zu machen.“

– Mike Williams[79]

Um als Rechteinhaber auftreten zu können, gründeten EyeHateGod 2010 die Firma Take as Needed LLC, deren Mitarbeiter die Mitglieder der Band darstellen und als deren Direktor ihr Bassist Gary Mader eingetragen ist.[80]

Songwriting[Bearbeiten]

Neue Stücke der Band werden zumeist gemeinsam von mehreren Musikern ausgearbeitet. Jeder der Musiker bringt sich ein und präsentiert den Mitmusikern eigene Ideen, welche die weiteren Musiker mit umsetzen. Zum Teil agieren die Musiker jedoch in Jamsessions.[81] Als zum Teil unabhängig vom vornehmlich gemeinschaftlichen Prozess des Musikschreibens schreibt Mike Williams die Texte allein, tauscht sich jedoch hierzu mit den Musikern aus und lässt sich von der Musik inspirieren.[82] Seine Texte hält er durch die gewählte Cut-Up-Technik kryptisch, mit dieser Methode möchte Williams unverständlich, kryptisch und irritierend wirken.[83] Williams räumt ein, die Texte gelegentlich noch im Studio auf den Rhythmus und Fluss der Musik anzupassen.[78] Sein Schreibstil ist wie auch sein grafischer Stil durch die Cut-up-Technik von William S. Burroughs beeinflusst.[82]

Gestalterisches Konzept[Bearbeiten]

Viele Artworks der Band greifen auf ältere Bondage- und Pornografiebilder zurück

Das der Band zugrundeliegende künstlerische Konzept geht auf Mike Williams zurück. Die von Williams bevorzugte Cut-and-Paste-Ästhetik findet sich in allen Veröffentlichungen und geht laut Williams auf SPK und Discharge zurück. Die Collagetechnik mit Schwarzweißfotografien, sei vornehmlich Discharge entlehnt, welche jedoch mit Kriegsbildern arbeiteten. Die medizinische Bildauswahl entlehnte sich hingegen SPK. Joey LaCaze ergänzte, dass die oft genutzten Bilder von Hautkrankheiten auf seine Mutter zurück, die für einen Dermatologen arbeitete und mehrere medizinische Bücher besaß, was laut LaCaze, das Interesse von LaCaze und Williams an diesen Bildern erst begründete.[84] Neben medizinischen Fotografien nutzen EyeHateGod pornografische Fotografien der 1970er Jahre, okkultistische Symbole sowie Abbildungen von Waffen zur grafischen Gestaltung ihrer Tonträger. Die Bilder werden in den Beiheften zu Collagen verarbeitet. Als weiteren Bestandteil, welcher die Konsumenten laut Williams irritieren soll, fügt die Band in der gleichen Collagentechnik Textpassagen der Lieder hinzu, ohne deren Titel zu benennen und vermengt diese mit Zeitungszitaten.[84] Gary Mader fiel nach seiner Aufnahme in die Band die Aufgabe der künstlerischen Gestaltung aufgrund seiner Computerkenntnisse zu.[85]

„Ich habe circa 1987 bzw. 1988 damit angefangen, die künstlerischen Aspekte der Band zu betreuen und wurde dabei von solch großartigen Bands wie DISCHARGE oder Industrial-Projekten wie S.P.K. und ihrer gänzlich schwarz-weißen Bildkunst sowie von der Cut-and-paste-Ästhetik von Burroughs beeinflusst. Die Schludrigkeit des Punk Rock plus Religion, Bondage, menschliches Leiden, Hautkrankheiten, Waffen und so weiter schien perfekt zu unserer musikalischen Krankhaftigkeit zu passen. Später hat dann unser Schlagzeuger Joey LaCaze viel vom Artwork übernommen – und noch später war unser Bassist Gary Mader dafür zuständig. Ich trage auch noch meinen Teil dazu bei und hoffe, dass das nächste Album einen ähnlichen Symbolcharakter wie die ersten Scheiben haben kann.“

– Mike Williams[40]

Bandname[Bearbeiten]

Die Namensgebung EyeHateGod (englisch für „Auge Hass Gott“) basiert auf den homophonen englischen Wörtern Eye für „Auge“ und I für „ich“. Die sinngemäße Übersetzung des Namens lautet dementsprechend „Ich hasse Gott“. Dieser Name spiegelt dabei sowohl den zynischen Humor als auch den oft zitierten Nihilismus der Band wider.[86][7] Derweil geht der Name auf Chris Hilliard, ein ehemaliges Mitglied der Band zurück. Hilliard war für kurze Zeit Sänger der Band, bevor die ersten Demoaufnahmen stattfanden. Jimmy Bower erzählt im Gespräch mit Tom Denny, dass Hilliard später zum gläubigen Christen wurde und Bower davon überzeugen wollte, den Bandnamen fallen zu lassen.[87]

Der Name wird häufig fälschlich als satanische Äußerung assoziiert.[3] Das den Namen begründende Konzept erklärt Bower als zynisch religiösen Kommentar. „Die Idee war, dass wenn Gott sehen könnte was er erschaffen, er sich selbst hassen würde,“ Als weitere Interpretation bietet er das Verhältnis zu materiellen Gütern und Drogen an: Es ginge ihm so um Glauben „oder Sucht, Menschen die glauben Drogen oder Geld sein Gott.“ Mike Williams bezeichnet den Bandnamen ergänzend als Konzept über Fremdbestimmungen. So die religiöse Vorstellung dass Gott menschliche Entscheidungen begründet oder die Begründung von Suchtverhalten aus gesellschaftlichen Gegebenheiten.[88]

Die Band nutzt eine zusammenhängende Schreibweise mit Binnenmajuskeln,[89][90] während die Presse auf die Binnenmajuskeln zumeist verzichtet.[68][76][71] Der hingegen auf Tonträgern und Merchandise-Artikeln genutzte Schriftzug besteht ausschließlich aus Großbuchstaben.[90][89] Eine Schreibweise mit voneinander getrennten Substantiven ist nur selten, zumeist in abgedruckten Rezensionen oder Interviews, aus den ersten Jahren der Band, anzutreffen.[91]

Nebenprojekte[Bearbeiten]

Brian Patton, hier beim Roskilde Festival 2011, spielt auch bei Soilent Green und Outlaw Order

Alle Musiker sind neben ihrem Schaffen für EyeHateGod noch in weiteren Bands tätig.

Gitarrist Jimmy Bower ist bei der Band Down als Schlagzeuger aktiv und war zeitweiliges Mitglied von Crowbar und Corrosion of Conformity sowie fester Gitarrist der Band Superjoint Ritual. Die weiteren Mitglieder der Band gründeten nebenbei das Metalprojekt Outlaw Order, welches ebenso unter dem Titel OO% vermarktet wird. Mike Williams arbeitet für Phil Anselmos Label Housecore Records, wo das gemeinsame Crustcore-Projekt Arson Anthem unter Vertrag steht. Basierend auf Mike Williams Buch Cancer as a social Activity wurde von Sanford Parker, Scott Kelly und Williams das Projekt Corrections House gegründet. Williams gründete 2010 hinzukommend das Post-Industrial-Projekt The Guilt Øf…. Brian Patton spielt Gitarre für die Sludge-Band Soilent Green. Joey LaCaze unterhielt diverse Electro-Industrial-Projekte und war als Voodooschlagzeuger aktiv. Bower und LaCaze gründeten 1996 mit weiteren Musikern der NOLA-Szene das Southern-Rock-Projekt The Mystick Krewe of Clearlight zu welchem Scott “Wino” Weinreich und Pepper Keenan Gastgesang beisteuerten. Brian Patton spielt bei Soilent Green und Outlaw Order.

Musiker Projekt/Band Beteiligung Zeitraum
Jimmy Bower Down Schlagzeug 1991 – x
Jimmy Bower Superjoint Ritual Gitarre 1993–2004
Jimmy Bower The Mystick Krewe of Clearlight Gitarre 1996 – x
Jimmy Bower Corrosion of Conformity Schlagzeug 2001–2002
Jimmy Bower Crowbar Schlagzeug 1990; 1996–1998
Mike Williams Arson Anthem Gesang 2006 – x
Mike Williams Corrections House Gesang 2012 – x
Mike Williams Outlaw Order Gesang 2003 – x
Mike Williams The Guilt Øf… Gesang, Programmierung 2010 – x
Mike Williams Mike IX Gesang, Programmierung 2010 – x
Brian Patton Soilent Green Gitarre 1988 – x
Brian Patton Outlaw Order Gitarre, Bass 2003 – x
Joey LaCaze Outlaw Order Schlagzeug 2003–2013
Joey LaCaze The Mystick Krewe of Clearlight Schlagzeug 1996–2013
Gary Mader Outlaw Order Gitarre 2003 – x
Gary Mader Hawg Jaw Gitarre 1997 – x

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: EyeHateGod – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b 20 Jahre EYEHATEGOD: Besondere Veröffentlichungen stehen an. powermetal.de, abgerufen am 9. April 2015.
  2. a b DOOM SHALL RISE: Das Doomcore/Sludge und Death-/Funeral-Doom Special. Vampster.com, abgerufen am 9. April 2015.
  3. a b Gino Filicetti: Struggling to Stop the Stereotypes. Chronicles of Chaos, abgerufen am 10. Juni 2015.
  4. a b c  Garry Sharpe-Young: A-Z of Doom, Goth & Stoner Metal. Rockdetector, 2003, ISBN 978-1-901447-14-9, S. 161ff.
  5.  Bobby Bergon: My Introduction to EyeHateGod. In: Pat Roig (Hrsg.): From Staple Guns to Thumptacks. lulu, 2010, ISBN 978-0-557-56356-2, S. 15.
  6. a b  Mike Williams: In the Name of Suffering. Linernotes. Century Media, 2007.
  7. a b c d e f hass mich in ruhe. intro.de, abgerufen am 9. April 2015.
  8. Mike Williams im Interview. FromTheMagazine, abgerufen am 9. April 2015.
  9. a b c Karim: EYEHATEGOD. Abgerufen am 27. April 2015.
  10. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatJulien: Mail-Interview with Gary Marder from Eyehategod. Spirit of Metal, abgerufen am 16. März 2014.
  11. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatDarren Cowan: Soilent Green Interview with Guitarist Brian Patton. Metal Centre, abgerufen am 13. März 2014.
  12. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatJustin: JIMMY BOWER, PEPPER KEENAN Interview Online. wickedcrossover.com, abgerufen am 13. März 2014.
  13. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatJaredDuBach: Eyehategod Preaches End-Time Message. Voices, abgerufen am 21. März 2014.
  14. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatEyehategod Interview. the Gauntlet, abgerufen am 13. März 2014: „Man, it really hittin’ me hard because I’ve known Mike longer than anybody else I know in New Orleans. He introduced me to the whole scene. I guess no news is good news. Mike’s a survivor, but if anybody reads this and has heard from him, please get in touch with Justin or make a post on one of the message boards. I’m really worried about him and now is not the time for jokes.“
  15. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatEyehategod Interview. the Gauntlet, abgerufen am 13. März 2014: „So they went to the pharmacy and they took fifteen bottles and drove to Morgan City, which is a small city, because as Mike told me, he was sick of looking at the same dead guy on the corner everyday.“
  16. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatAndy Capper: Appetite for Destruction. the Guardian, abgerufen am 13. März 2014.
  17. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatAndy Capper: GodHatesEye. VICE, abgerufen am 13. März 2014.
  18. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatAndy Capper: GodHatesEye. VICE, abgerufen am 13. März 2014: „When we get Mike out of prison and back playing, I’m gonna write the ugliest, most degrading, rude shit I can. Our governor is an idiot, and so is our president. […] New Orleans is now a third-world country.“
  19. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatJ. Bennet: Mike Williams’ eternal sludge bender rages on with a new book and Eyehategod’s first new material in five years. Decibel Magazine, archiviert vom Original am 6. Mai 2006, abgerufen am 13. März 2014.
  20. a b c Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatDenise Falson: Eyehategod’s Mike Williams. Exclaim.ca, abgerufen am 14. März 2014.
  21. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatAndy Capper: Appetite for Destruction. the Guardian, abgerufen am 13. März 2014: „I’ve lost literally everything I own in the whole world. I have nothing left. All I have is my friends. In times like this you figure out that’s the main thing you need. As long as I can keep out of jail when this trial comes up I’ll be happy. At least I’m clean of heroin now. That’s a good thing.“
  22. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatJohn Michael: Hardcore Modern Blues. the first Five, abgerufen am 13. März 2014.
  23. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-Formatrocket: Weather the Storm. Metal Underground, abgerufen am 15. März 2014.
  24. a b Austin Powell: For the Sick. Austin Chronicle, abgerufen am 17. April 2014.
  25. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatAndy Capper: A Look at New Orleans' first Mardi Gras post-Hurrican Katrina. the Guardian, abgerufen am 13. März 2014: „Mardi Gras is about spirit and we are a city that refuses to fucking die.“
  26. rocket: Weather the Storm. Metal Underground, abgerufen am 17. April 2014.
  27. Andy Capper: Appetite for Destruction. the Guardian, abgerufen am 17. April 2014.
  28. Andy Capper: A Look at New Orleans' first Mardi Gras post-Hurrican Katrina. the Guardian, abgerufen am 17. April 2014.
  29. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatBrandon Soderberg: Interview:EyeHateGod’s Mike Williams on his Band’s Return to CMJ. Village Voice, abgerufen am 16. März 2014: „It’s a part of us now, those memories ain’t going anywhere. It will never be the same, although it will be better. […] Saw a lot of death, riots, fires… […] Everybody’s life changed that week… everybody’s. I love my city and you cannot kill it. We all became closer and a bit more positive and the music scene here is better and bigger than ever.“
  30. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatEmtic Records: EYEHATEGOD:More Tribut Album Details Revealed. Blabbermouth, abgerufen am 14. März 2014.
  31. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatAlex Hudson: Interview with Mike Williams from EyeHateGod. Angel Fire, abgerufen am 27. März 2014: „The old label seemed to be more into just making money off the bands, but now it seems that there are more fans working there, a lot cooler people. They’re helping us out. What’s totally ironic is that they’re helping us out now more than they ever have and we’re about to be off the label.“
  32. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatDown – NOLA. Music Nektar, abgerufen am 15. März 2014.
  33. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatDown Album Chart History. Billboard, abgerufen am 16. März 2014.
  34. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatDown Album Chartverfolgung. Musicline, abgerufen am 16. März 2014.
  35. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatDown Album Chart History UK. Chartarchiv, abgerufen am 16. März 2014.
  36. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatThomas Jentsch: Helldriver is down with Down. Helldriver Magazine, abgerufen am 15. März 2014.
  37. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatBlabbermouth: OUTLAW ORDER: New Interview. Blabbermouth, abgerufen am 15. März 2014.
  38. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatMike Willams Discography. Discogs, abgerufen am 15. März 2014.
  39. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatSoilent Green Discography. Discogs, abgerufen am 15. März 2014.
  40. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatGrim_Rieper: Mike IX Williams von Eyehategod. Abgerufen am 14. März 2014.
  41. Barbara Mondo: Mike Williams Interview. Unbelivebaly Bad, abgerufen am 17. April 2014.
  42. a b c Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatTyrone Hood: Past Gigs. EyeHateGod, abgerufen am 14. März 2014.
  43. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatAlexander Eitner: DVD Reviews:EyeHateGod – Live. Metal News, abgerufen am 16. März 2014.
  44. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatBuick MacKayne: Eyehategod Drummer Joey LaCaze Reportedly Passes Away. Metal Underground, abgerufen am 17. März 2014.
  45. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatFred Pessaro: Eyehategod offer details on the passing of Joey LaCaze. InvisibleOranges.com, abgerufen am 17. März 2014.
  46. a b c d Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatKim Kelly: an Interview with EyeHateGods Mike IX Williams. NPR, abgerufen am 19. März 2014.
  47. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatMike IX Williams: Joey. EyeHateGod, abgerufen am 20. März 2014.
  48. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatEYEHATEGOD Release Official Statement On Drummer Joey LaCaze’s Cause Of Death. Metal Injection, abgerufen am 19. März 2014: „Doctors confirmed to family members that the cause of death was respiratory failure. He also suffered from long term asthma. An account is set up for the benefit of his daughter […].“
  49. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatEyeHateGod announces new Drummer. Blabbermouth, abgerufen am 20. März 2013.
  50. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatKim Kelly: An Interview With Eyehategod’s Mike 'IX' Williams. NPR Music, abgerufen am 14. März 2014.
  51. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatKim Kelly: an Interview with EyeHateGods Mike IX Williams. NPR, abgerufen am 19. März 2014: „We did the show with Dale Crover at the Housecore Horror fest in Austin, and when he got up on the microphone and said, „It’s an honor to play with these guys,“ I had to take a deep breath. It was all a tribute to Joey, ’cause Dale was one of his favorite drummers.“
  52. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatEyeHatesGod Jimmy Bower:Joey LaCaze would have never wanted us to quit. Blabbermouth, abgerufen am 20. März 2014: „Joey would have never wanted us to quit playing; we knew that for a fact.“
  53. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatKim Kelly: an Interview with EyeHateGods Mike IX Williams. NPR, abgerufen am 19. März 2014: „We’d even had conversations before, when Joey and I would talk, and he’d ask me, "Who would you get to replace me?" Things like that, and just be honest with each other. He knew the band would keep going, and he wanted it to. To me, it’s just part of life; it’s just the way things happen, what cards you’re dealt, how life treats you. We don’t know how to give up. That’s been the story of our entire career, our lives, even without the band. We just don’t know when to quit. It’s just a matter of moving forward.“
  54. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatKim Kelly: an Interview with EyeHateGods Mike IX Williams. NPR, abgerufen am 19. März 2014: „He fits in great; he’s a weirdo just like us.“
  55. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatEyeHatesGod Jimmy Bower:Joey LaCaze would have never wanted us to quit. Blabbermouth, abgerufen am 20. März 2014.
  56. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatEyeHatesGod Jimmy Bower:Joey LaCaze would have never wanted us to quit. Blabbermouth, abgerufen am 20. März 2014: „It’s good to be playing shows again. We miss Joey bigtime -- we will always miss Joey -- but we’re also excited about the new chapter in the band“
  57. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatNick Huber: EyeHateGod cancels australien Tour stranded at the Airport. Metal Injection, abgerufen am 20. März 2014.
  58. a b EyeHateGod US-Charthistorie. Billboard, abgerufen am 9. April 2015.
  59. reine: EyeHateGod – EyeHateGod. Stormbringer.at, abgerufen am 22. Mai 2014.
  60. Markus Endres: EyeHateGod – EyeHateGod. Metal.de, abgerufen am 22. Mai 2014.
  61. Manuel Kreutzer: EyeHateGod – EyeHateGod. ToughMagazine, abgerufen am 22. Mai 2014.
  62. a b c  Mike Williams: Take As Needed for Pain. Linernotes. Century Media, 2006.
  63. Pelican Tweet: Musicans Reat. Metal Injection, abgerufen am 23. April 2015.
  64. Biography. Ganon, abgerufen am 13. Mai 2014.
  65.  J. Bennet: Hatardous Prescription. In: Albert Mudrian (Hrsg.): Precious Metal. Decibel presents the Stories behind 25 extreme Metal Masterpieces. Da Capo Press, Philadelphia PA 2009, ISBN 978-0-306-81806-6, S. 165-177, hier S.176f.
  66. reine: EyeHateGod - EyeHateGod. Stormbringer.at, abgerufen am 22. Mai 2014.
  67. Mike Williams im Interview. GlobalDomination.se, abgerufen am 9. April 2015: „The aforementioned Flag/Sabbath mixture plus a ton of eclectic inspirations: Lynyrd Skynyrd, Carnivore, Melvins, St.Vitus, Laughing Hyenas, SPK, Throbbing Gristle, Whitehouse, David Allen Coe, Righteous Pigs, Mississippi John Hurt, Bukka White, Germs, Cockney Rejects, Trouble, Witchfinder General and on and on.“
  68. a b c d Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatWilliam York: In the Name of Suffering. Allmusic, abgerufen am 23. April 2015: „The guitars are coarse and grainy – a fitting match for frontman Michael Williams’ tortured laryngitis screams – spilling out high-pitched feedback all over the place, while Joey LaCaze’s snare drum sounds like a wooden plank being hit by a hammer. There are a few up-tempo hardcore punk sections scattered throughout the album, but for the most part, the songs move at a slow-motion pace reminiscent of the Melvins’ early work. You can also make out hints of My War-era Black Flag, Black Sabbath, and Southern rock in general, though the latter two elements are not nearly as noticeable as on later albums.“
  69. EyeHateGod. SatanStoleMyTeddybear, abgerufen am 27. April 2015.
  70. In the Name of Suffering. Sludge Doom, abgerufen am 27. April 2015.
  71. a b Confederacy of ruined lives. Nuclear Blast, abgerufen am 27. April 2015.
  72. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatWilliam York: Confederacy of Ruined Lives. Allmusic, abgerufen am 27. April 2015.
  73.  J. Bennet: Hatardous Prescription. In: Albert Mudrian (Hrsg.): Precious Metal. Decibel presents the Stories behind 25 extreme Metal Masterpieces. Da Capo Press, Philadelphia PA 2009, ISBN 978-0-306-81806-6, S. 165–177, hier S.169.
  74. Captain Chaos: EyeHateGod - Preaching the “End-Time” Message. Vampster, abgerufen am 20. März 2014.
  75. Eyehategod: Dopesick. Intro, abgerufen am 27. April 2015.
  76. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatThom Jurek: Preaching the “End-Time” Message. Allmusic, abgerufen am 20. März 2014.
  77. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatTom Reardon: EyeHateGods Jimmy Bower talks about staying in the Van. Phoenix new Times, abgerufen am 18. März 2014.
  78. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatDwell in the Unrest – A Conversation with Mike IX Williams of Eyehategod and Corrections House. Steel of Brain, abgerufen am 17. März 2014.
  79. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatDwell in the Unrest – A Conversation with Mike IX Williams of Eyehategod and Corrections House. Steel of Brain, abgerufen am 17. März 2014: „[T]he world is out there for the taking. You can make your own tours. DIY, you know. It’s just having the dedication to do it, and keep trying to write better music all the time – not commercial music – just better in your own head. We always said, as Eyehategod, we’re just playing and writing these songs for ourselves. We never cared what people were thinking. That’s kind of another thing you have to get over. People have to quit worrying about bad reviews or opinions of other people.“
  80. Take as Needed LLC. Find the Best, abgerufen am 23. Mai 2014.
  81.  J. Bennet: Hatardous Prescription. In: Albert Mudrian (Hrsg.): Precious Metal. Decibel presents the Stories behind 25 extreme Metal Masterpieces. Da Capo Press, Philadelphia PA 2009, ISBN 978-0-306-81806-6, S. 165–178, hier S.176.
  82. a b Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatInterview: Eyehategod – “I ended up cutting my hand open and dripping blood all over the studio”. Thrash Hits, abgerufen am 16. März 2014.
  83. Jimmy Hubbard, Fred Pessaro: nola life death heavy blues from the bayou Episode 2. noisey, abgerufen am 27. April 2015.
  84. a b  J. Bennet: Hatardous Prescription. In: Albert Mudrian (Hrsg.): Precious Metal. Decibel presents the Stories behind 25 extreme Metal Masterpieces. Da Capo Press, Philadelphia PA 2009, ISBN 978-0-306-81806-6, S. 165-177, hier S.173ff.
  85. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatDaniel Tucceri: AMH Interview with Jimmy Bower. AMH Network, abgerufen am 18. März 2014.
  86. eyeloveyou. metalsucks.net, abgerufen am 9. April 2015.
  87. Interview mit Jimmy Bower. doomedmessiah.com, abgerufen am 9. April 2015.
  88. Alison Fensterstock: 25 years of noise: NOLA metal pioneers Eyehategod play a silver-anniversary gig Dec. 27. NOLA, abgerufen am 28. April 2015 (englisch): „The idea was that if God could see what he created, he would hate himself, […] Or addiction, people who think drugs are God, or money.” […] “It was sort of a concept about God equaling your vices, and how humans are at war with our vices constantly,” explained Williams. “Kind of a constant confrontation with what we can’t control … hating your addictions while realizing alcohol, cigarettes, money, sex, television, illegal substances, et cetera, are all a part of this society’s bastard reality.“
  89. a b discography. EyeHateGod, abgerufen am 3. Mai 2015.
  90. a b EyeHateGod. buckaneermerch, abgerufen am 3. Mai 2015.
  91. Robert Müller: Eye hate god: In the Name of Suffering. Metal Hammer, abgerufen am 27. April 2015.
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