Eyershausen

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Eyershausen
Wappen von Eyershausen
Koordinaten: 50° 18′ 39″ N, 10° 31′ 27″ O
Höhe: 297 m ü. NHN
Fläche: 5,69 km²
Einwohner: 392 (1. Okt. 2017)
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 1972
Postleitzahl: 97631
Vorwahl: 09765
Eyershausen (Bayern)
Eyershausen

Lage von Eyershausen in Bayern

Katholische Pfarrkirche St. Wendelin
Katholische Pfarrkirche St. Wendelin

Eyershausen ist ein Ortsteil der Stadt Bad Königshofen im Grabfeld im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld (Bayern).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt im unterfränkischen Teil des Grabfelds und gehört zum Naturpark Haßberge.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

799 schenkte Äbtissin Emhilt von Milz dem Kloster Fulda ihre Güter in „Hishereshus“. Der Name Eyershausen bedeutet: „ bei den Häusern des Isher“. Um 1100 fiel Eyershausen an die Herrschaft der Grafen von Henneberg, von denen es 1473 an das Hochstift Würzburg kam und dem Amt Königshofen angegliedert wurde.

1509 gab Bischof Lorenz von Bibra dem Ort eine Dorfordnung. 1575 wurde unter dem Würzburger Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn, der die Gegenreformation in der Gemeinde durchführen ließ, eine katholische Pfarrei gegründet. 1643 wurde das Dorf im Dreißigjährigen Krieg von den Schweden eingeäschert. 1744 erhielt Eyershausen das Braurecht.

1803 wurde Eyershausen zugunsten Bayerns säkularisiert, dann im Frieden von Preßburg 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen, mit welchem es 1814 endgültig an Bayern fiel. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

1958 wurde eine Flurbereinigung durchgeführt. Am 1. April 1972 wurde Eyershausen in die Stadt Bad Königshofen im Grabfeld eingegliedert.[1]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine dem heiligen Bonifatius geweihte Kirche wurde erstmals 1354 genannt. Zunächst zur Abtei Fulda gehörend, wechselte sie 1473 an das Bistum Würzburg. 1456 bestätigte Bischof Johann III. von Grumbach die zu Eyershausen gestiftete Frühmesse. Zuvor gehörte der Ort lange Zeit zur Urpfarrei Untereßfeld und später zu Trappstadt. 1590 wurde die Kirche von Bischof Julius Echter von Mespelbrunn (1573–1617) zur Pfarrei erhoben und um 1610 restauriert. 1752 wurde die alte Kirche eingelegt und der Neubau unter der Leitung des Arnsteiner Baumeisters Johann Müller (1709–1762) begonnen. Die Weihe zu Ehren des Heiligen Wendelin erfolgte durch den Würzburger Bischof Daniel Antonius von Gebsattel am 23. August 1754.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die katholische Pfarrkirche St. Wendelin,[2] ein gefälliger Rokokobau, wurde im Jahre 1751/52 errichtet. Die Deckengemälde wurden von Georg Anton Urlaub gemalt, Johann Peter Herrlein und Johann Joseph Keßler wirken ebenfalls bei der Ausgestaltung mit, so dass das Gotteshaus als eines der schönsten in weitem Umkreis gilt.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe: Liste der Baudenkmäler in Eyershausen

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen mit Verbindung zu Eyershausen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Albert (1743–1819), Bildhauer, schnitzte im Jahre 1777 die zwei Erzengel-Figuren Michael und Raphael der Dorfkirche

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Eyershausen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 499.
  2. Katholische Pfarrkirche Eyershausen im Rhönlexikon