Eynern (Adelsgeschlecht)
Erscheinungsbild


Eynern ist der Name eines deutschen Adelsgeschlechts, dessen Ursprung auf einem der Sattelhöfe der Abtei Werden in Einern bei Barmen im Kirchspiel Schwelm in der Grafschaft Mark liegt. Die direkte Stammreihe beginnt mit Hinczen van Eneren, im Jahr 1412 erwähnt, der am 31. Mai 1421 vom Abt von Werden mit dem unteren Hof zu Eynern, genannt „Hoff op'm Berge“, belehnt wurde.
Adelserhebungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bis zur jeweiligen Nobilitierung war das von im Familiennamen lediglich ein reiner Namensbestandteil und zugleich Herkunftsangabe, aber kein Adelsprädikat.
- Preußischer Adelsstand in Form einer Genehmigung zur Führung des Adelsprädikats am 8. September 1881 in Berlin mit Diplom vom 21. Juni 1882, ausgestellt in Bad Ems, für die Brüder Wilhelm von Eynern, Gutsherr auf Halbendorf und Birkowitz (heute Stadtteile von Oppeln, Oberschlesien), und Peter von Eynern, Rentier in Barmen.[1]
- Preußischer Adelsstand am 29. August 1894 in Potsdam (Neues Palais) mit Diplom vom 23. Oktober 1894 für Ernst von Eynern, Rentier in Barmen und vormals Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses.[2]
- Preußischer Adelsstand am 25. Juni 1895 in Kiel mit Diplom vom 6. Oktober 1895, ausgestellt im Jagdschloss Hubertusstock, für die Brüder Otto von Eynern, Rentier in Bonn und königlich preußischer Leutnant der Landwehr-Kavallerie, und Karl von Eynern, Rentier in Berlin und königlich preußischer Rittmeister der Landwehr-Kavallerie.[3]
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Wappen I. Linie von 1882 und 1895: Gespalten, rechts in Blau auf grünem Dreiberg drei goldene Ähren, links in Silber ein aufgerichtetes gold-bewehrtes rotes Einhorn. Auf dem Helm mit rechts blau-goldenen, links rot-silbernen Decken das Einhorn wachsend.

- Wappen II. Linie von 1894: Geteilt, oben in Silber ein wachsendes gold-gehörntes rotes Einhorn, unten in Blau eine aufgerichtete goldene Wolfsangel (Doppelhaken). Auf dem Helm mit rechts rot-silbernen, links blau-goldenen Decken das Einhorn wachsend. Damit kommt dieses Wappen dem spätestens ab 1780 überlieferten Stammwappen des Gesamtgeschlechts am nächsten. Dieses zeigt allerdings im Schild das Einhorn nicht wachsend, sondern nur den Kopf mit Hals an der Teilungslinie.
Namensträger
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ernst von Eynern (1838–1906), deutscher Kaufmann u. Politiker
- Friedrich von Eynern (1805–1882), deutscher Kaufmann und Politiker
- Friedrich von Eynern jun. (1834–1893), deutscher Kaufmann u. Politiker
- Gert von Eynern (1902–1987), deutscher Wirtschaftswissenschaftler, Politologe u. Hochschullehrer
- Hans von Eynern (1874–1957), deutscher Jurist, Verwaltungsbeamter und Politiker (DVP)
- Wilhelm von Eynern (1806–1880), deutscher Kaufmann u. Politiker
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Alexander Freiherr von Dachenhausen: Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. 1884. Band 9, Brünn/Wien 1883, S. 116–117. (I. Linie, 1882)
- Familie Eynern: Geschichte des Sattelhofes Eynern und der Familie von Eynern. Als Manuskript gedruckt. 1883–1885.
- Marcelli Janecki: Handbuch des Preußischen Adels, Band 1, Hrsg. Königliches Herolds-Amt, Ernst Siegfried Mittler und Sohn, Berlin 1892, S. 141–142. (I. Linie, 1882)
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1907. Jahrgang 1, Justus Perthes, Gotha Nov. 1906, S. 168–170.
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Alter Adel und Briefadel. 1921. Jahrgang 15, Justus Perthes, Gotha Nov. 1920, S. 193–195.
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Zugleich Adelsmatrikel der deutschen Adelgenossenschaft. Teil B (Briefadel). 1942. Jahrgang 34, Justus Perthes, Gotha Nov. 1941, S. 128–130. (I. und II. Linie)
- Walter von Hueck: Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon. Band III, Band 61 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1975, S. 201.
- Walter von Hueck: Genealogisches Handbuch des Adels, Adelige Häuser B. Band XIII, Band 73 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1980, S. 70–73.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ A. Freiherr von Houwald: Brandenburg-Preußische Standeserhebungen und Gnadenakte für die Zeit 1873–1918. C. A. Starke Verlag, Görlitz 1939, S. 26.
- ↑ A. Freiherr von Houwald: Brandenburg-Preußische Standeserhebungen und Gnadenakte für die Zeit 1873–1918. C. A. Starke Verlag, Görlitz 1939, S. 91.
- ↑ A. Freiherr von Houwald: Brandenburg-Preußische Standeserhebungen und Gnadenakte für die Zeit 1873–1918. C. A. Starke Verlag, Görlitz 1939, S. 94.