Fähigkeit

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Fähigkeiten sind Vermögen einer Person, verschiedene Handlungen auszuführen. Dazu gehören gewöhnliche Fähigkeiten, wie Gehen, und seltene Fähigkeiten, wie das Ausführen eines doppelten Rückwärtssaltos. Fähigkeiten sind intelligente Vermögen: Sie werden von der Absicht der Person geleitet und ihre erfolgreiche Ausführung führt zu einer Handlung, was nicht für alle Arten von Vermögen gilt. Sie stehen in engem Zusammenhang mit verschiedenen anderen Begriffen, wie Disposition, Know-how, Begabung, Talent, Potenzial und Fertigkeit, sind aber nicht mit diesen identisch.

Fähigkeitstheorien zielen darauf ab, das Wesen der Fähigkeiten zu beschreiben. Traditionell ist die konditionale Analyse der häufigste Ansatz. Demnach bedeutet eine Fähigkeit zu haben, dass man die betreffende Handlung ausführen würde, wenn man dies versucht. Nach dieser Auffassung hat Michael Phelps die Fähigkeit, 200 Meter in unter 2 Minuten zu schwimmen, weil er dies tun würde, wenn er es versucht. Dieser Ansatz wurde auf verschiedene Weise kritisiert. Einige Gegenbeispiele betreffen Fälle, in denen der Handelnde körperlich in der Lage ist, etwas zu tun, es aber aufgrund einer starken Abneigung nicht versuchen kann. Um diese und andere Gegenbeispiele zu vermeiden, wurden verschiedene alternative Ansätze vorgeschlagen. Modale Fähigkeitstheorien konzentrieren sich zum Beispiel darauf, was für den Handelnden möglich ist zu tun. Andere Vorschläge beinhalten die Definition von Fähigkeiten in Bezug auf Dispositionen und Potenziale.

Eine wichtige Unterscheidung zwischen Fähigkeiten ist die zwischen allgemeinen Fähigkeiten und spezifischen Fähigkeiten. Allgemeine Fähigkeiten sind Fähigkeiten, die ein Handelnder unabhängig von seiner Situation besitzt, während spezifische Fähigkeiten das betreffen, was ein Handelnder in einer bestimmten Situation tun kann. Während also ein erfahrener Klavierspieler immer die allgemeine Fähigkeit besitzt, verschiedene Klavierstücke zu spielen, fehlt ihm die entsprechende spezifische Fähigkeit in einer Situation, in der kein Klavier vorhanden ist. Eine weitere Unterscheidung betrifft die Frage, ob die erfolgreiche Ausführung einer Handlung durch Zufall so zu verstehen ist, dass die entsprechende Fähigkeit besteht. In diesem Sinne mag ein Amateur-Hacker zwar die effektive Fähigkeit haben, das E-Mail-Konto seines Chefs zu hacken, weil er vielleicht Glück hat und das Passwort richtig errät, aber nicht die entsprechende transparente Fähigkeit, da er nicht in der Lage ist, dies zuverlässig zu tun.

Der Begriff der Fähigkeiten und wie sie zu verstehen sind, ist für verschiedene verwandte Bereiche von Bedeutung. Der freie Wille wird beispielsweise oft als die Fähigkeit verstanden, anders zu handeln. In der Debatte zwischen Kompatibilismus und Inkompatibilismus geht es um die Frage, ob diese Fähigkeit in einer Welt existieren kann, die von deterministischen Naturgesetzen regiert wird. Autonomie ist ein eng verwandtes Konzept, das als die Fähigkeit individueller oder kollektiver Akteure definiert werden kann, sich selbst zu bestimmen. Ob ein Handelnder die Fähigkeit hat, eine bestimmte Handlung auszuführen, ist wichtig für die Frage, ob er eine moralische Verpflichtung hat, diese Handlung auszuführen. Wenn er sie besitzt, kann er moralisch dafür verantwortlich sein, sie auszuführen oder zu unterlassen. Wie bei der Debatte um den freien Willen ist es auch hier von Bedeutung, ob er die Fähigkeit hatte, anders zu handeln. Eine prominente Theorie der Begriffe und des Begriffsbesitzes versteht diese Fachausdrücke in Bezug auf Fähigkeiten. Demnach ist es erforderlich, dass der Handelnde sowohl die Fähigkeit besitzt, zwischen positiven und negativen Fällen zu unterscheiden, als auch die Fähigkeit, Schlussfolgerungen zu verwandten Begriffen zu ziehen.

Definition und Wortfeld[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fähigkeiten sind Vermögen, die eine Person hat, um verschiedene Handlungen auszuführen.[1] Einige Fähigkeiten sind unter menschlichen Handelnden sehr verbreitet, wie die Fähigkeit zu gehen oder zu sprechen. Andere Fähigkeiten besitzen nur wenige, wie die Fähigkeit, einen doppelten Rückwärtssalto zu machen oder den Gödelschen Unvollständigkeitssatz zu beweisen. Während alle Fähigkeiten Vermögen sind, gilt das Gegenteil nicht, d. h. es gibt einige Vermögen, die keine Fähigkeiten sind. Dies ist zum Beispiel bei Vermögen der Fall, die nicht im Besitz von Handelnden sind, wie das Vermögen von Salz, sich in Wasser aufzulösen. Es gibt aber auch Vermögen von Handelnden, die keine Fähigkeiten darstellen. So ist beispielsweise das Vermögen, Französisch zu verstehen, keine Fähigkeit in diesem Sinne, da sie im Gegensatz zur Fähigkeit, Französisch zu sprechen, keine Handlung beinhaltet.[1] Diese Unterscheidung hängt vom Unterschied zwischen Handlungen und Nicht-Handlungen ab. Handlungen werden in der Regel als Ereignisse definiert, die eine Person zu einem bestimmten Zweck ausführt und die von der Absicht der Person geleitet werden, im Gegensatz zu bloßem Verhalten,[2][3] wie unwillkürliche Reflexe.[4][5] In diesem Sinne können Fähigkeiten als intelligente Vermögen angesehen werden. Eine andere Definition sieht Fähigkeiten als „die Gesamtheit der zur Ausführung einer bestimmten Leistung erforderlichen personalen Bedingungen“. Sie sind nach Winfried Hacker „in der Lebensgeschichte entstandene, komplexe Eigenschaften, die als verfestigte Systeme verallgemeinerter psychologischer Prozesse den Tätigkeitsvollzug steuern“.[6]

Verschiedene Begriffe innerhalb des Wortfeldes des Begriffs „Fähigkeit“ werden manchmal als Synonyme verwendet, haben aber leicht unterschiedliche Konnotationen.[7] Dispositionen werden beispielsweise oft mit Vermögen gleichgesetzt und unterscheiden sich von Fähigkeiten dadurch, dass sie nicht notwendigerweise mit Personen und Handlungen verbunden sind.[1][8] Fähigkeiten sind eng mit Know-how verwandt, als eine Form des praktischen Wissens darüber, wie man etwas erreicht. Es wurde jedoch argumentiert, dass diese beiden Begriffe nicht identisch sind, da Know-how eher dem Wissen darüber zuzuordnen ist, wie man etwas tut, und weniger dem Vermögen, es tatsächlich zu tun.[9][1] Der ältere kaum noch verwendete Begriff des „Vermögens“ ist in der Fachsprache unter dem historischen Begriff der Vermögenspsychologie erhalten. Die Begriffe „Begabung“ und „Talent“ beziehen sich in der Regel auf herausragende angeborene Fähigkeiten.[10] Sie werden häufig verwendet, um auszudrücken, dass eine bestimmte Gruppe von Fähigkeiten erworben werden kann, wenn sie richtig eingesetzt oder trainiert werden. Fähigkeiten, die durch Lernen erworben werden, werden häufig als Fertigkeiten bezeichnet.[11] Sie werden als Leistung bei einer bestimmten Aufgabe gefasst, die sich auf dem Hintergrund aufgabenübergreifender, personenspezifischer Fähigkeiten durch Übung herausbildet.[12] Der Gegenbegriff zu „Fähigkeit“ ist „Unfähigkeit“.[13]

Fähigkeitstheorien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wurden verschiedene Theorien zu den wesentlichen Merkmalen von Fähigkeiten vorgeschlagen. Die konditionale Analyse ist der traditionell vorherrschende Ansatz. Sie definiert Fähigkeiten in Bezug darauf, was man tun würde, wenn man den Willen dazu hätte. Für modale Fähigkeitstheorien bedeutet eine Fähigkeit zu haben dagegen, dass der Handelnde die Möglichkeit hat, die entsprechende Handlung auszuführen. Andere Ansätze definieren Fähigkeiten in Bezug auf Dispositionen und Potenziale. Obwohl alle in diesen verschiedenen Ansätzen verwendeten Begriffe eng miteinander verwandt sind, haben sie leicht unterschiedliche Konnotationen, die oft relevant dafür sind, verschiedene Gegenbeispiele zu vermeiden.

Konditionale Analyse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die konditionale Analyse der Fähigkeit ist der traditionell vorherrschende Ansatz. Sie wird oft auf David Hume zurückgeführt und definiert Fähigkeiten in Bezug darauf, was man tun würde, wenn man es tun möchte, versucht oder den Willen dazu hat. Sie wird in Form eines konditionalen Ausdrucks formuliert, z. B. als „S hat die Fähigkeit, A zu tun, genau dann, wenn S A tun würde, wenn S versucht, A zu tun“.[14][15] Nach dieser Auffassung hat Michael Phelps die Fähigkeit, 200 Meter in unter 2 Minuten zu schwimmen, weil er dies tun würde, wenn er es versucht. Der durchschnittlichen Person hingegen fehlt diese Fähigkeit, weil sie scheitern würde, wenn sie es versucht. Ähnliche Versionen sprechen davon, dass man einen Willensakt hat, anstatt es zu versuchen.[14] Diese Sichtweise kann zwischen der Fähigkeit, etwas zu tun, und der Möglichkeit, etwas zu tun, unterscheiden: Nur die Fähigkeit zu haben, bedeutet, dass der Handelnde etwas nach seinem Willen bewirken kann.[16] Diese Definition von Fähigkeit steht in engem Zusammenhang mit Humes Definition von Freiheit als „eine Macht zu handeln oder nicht zu handeln, gemäß den Bestimmungen des Willens“.[17] Es wird jedoch oft argumentiert, dass dies verschieden davon ist, einen freien Willen zu haben im Sinne der Kapazität, zwischen verschiedenen Handlungsmöglichkeiten zu wählen.[18]

Dieser Ansatz wurde auf verschiedene Weise kritisiert, oft unter Berufung auf mutmaßliche Gegenbeispiele. Einige dieser Gegenbeispiele konzentrieren sich auf Fälle, in denen eine Fähigkeit tatsächlich fehlt, obwohl sie laut der konditionalen Analyse vorhanden wäre.[14] Dies ist z. B. der Fall, wenn jemand körperlich in der Lage ist, eine bestimmte Handlung auszuführen, aber, vielleicht aufgrund einer starken Abneigung, nicht den Willen aufbringen kann, diese Handlung auszuführen.[19][16] Nach der konditionalen Analyse hat eine Person mit Arachnophobie also die Fähigkeit, eine gefangene Spinne zu berühren, weil sie dies tun würde, wenn sie es versucht. Aber alles in allem hat sie diese Fähigkeit nicht, da ihre Arachnophobie es ihr unmöglich macht, es zu versuchen. Ein anderes Beispiel ist eine Frau, die auf einer dunklen Straße angegriffen wird und schreien würde, wenn sie es versucht, aber durch die Angst zu gelähmt ist, es zu versuchen.[16] Eine Möglichkeit, diesen Einwand zu umgehen, besteht darin, zwischen psychologischen und nicht-psychologischen Voraussetzungen von Fähigkeiten zu unterscheiden. Die konditionale Analyse kann dann als eine Teilanalyse verwendet werden, die nur die nicht-psychologischen Voraussetzungen betrifft.[14]

Eine andere Form der Kritik bezieht sich auf Fälle, in denen die Fähigkeit vorhanden ist, obwohl sie laut der konditionalen Analyse fehlen würde. Dieses Argument kann sich auf die Idee stützen, dass das Vorhandensein einer Fähigkeit nicht gewährleistet, dass jede einzelne Ausführung dieser Fähigkeit erfolgreich ist.[20][16] Zum Beispiel kann selbst ein guter Golfspieler einmal einen leichten Putt verpassen. Das bedeutet nicht, dass ihm die Fähigkeit fehlt, diesen Putt zu machen, aber genau das ist es, was die konditionale Analyse nahelegt, da er es versucht hat und gescheitert ist.[16] Eine Antwort auf dieses Problem besteht darin, dem Golfer die allgemeine Fähigkeit zuzuschreiben, wie weiter unten beschrieben, ihm aber die spezifische Fähigkeit in diesem Einzelfall abzusprechen.[14]

Modaler Ansatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Modale Fähigkeitstheorien konzentrieren sich nicht darauf, was der Handelnde unter bestimmten Umständen tun würde, sondern darauf, welche Handlungen möglich sind.[21][22][23] Diese Möglichkeit wird oft im Sinne von möglichen Welten verstanden. Nach dieser Auffassung hat eine Person die Fähigkeit, eine bestimmte Handlung auszuführen, wenn es eine vollständige und konsistente Art und Weise gibt, wie die Welt hätte sein können,[24] in der die Person die entsprechende Handlung ausführt. Mit diesem Ansatz lässt sich die Idee, dass ein Handelnder eine Fähigkeit besitzen kann, ohne sie auszuführen, leicht erfassen. In diesem Fall führt die Person die entsprechende Handlung nicht in der wirklichen Welt aus, aber es gibt eine mögliche Welt, in der sie sie ausführt.[22]

Das Problem bei dem bisher beschriebenen Ansatz besteht darin, dass, wenn der Begriff „möglich“ im weitesten Sinne verstanden wird, viele Handlungen möglich sind, obwohl die Person tatsächlich nicht in der Lage ist, sie auszuführen.[23] Wenn der Handelnde beispielsweise die Kombination des Tresors nicht kennt, kann er den Tresor auch nicht öffnen. Aber das Eintippen der richtigen Kombination ist möglich, d. h. es gibt eine mögliche Welt, in der es dem Handelnden durch einen glücklichen Zufall gelingt, den Tresor zu öffnen.[23] Aufgrund solcher Fälle ist es notwendig, die obige Analyse um weitere Bedingungen zu ergänzen. Diese Bedingungen haben die Aufgabe, die möglichen Welten einzuschränken, die für die Bewertung von Fähigkeitszuschreibungen relevant sind.[23] In engem Zusammenhang damit steht das umgekehrte Problem des zufälligen Erfolgs in der wirklichen Welt. Dieses Problem betrifft die Tatsache, dass eine Person eine Handlung erfolgreich ausführen kann, ohne die entsprechende Fähigkeit zu besitzen.[24][21] So mag ein Anfänger beim Golfen den Ball unkontrolliert schlagen und durch reines Glück ein Hole-in-One erzielen. Der modale Ansatz scheint jedoch zu suggerieren, dass ein solcher Anfänger dennoch die entsprechende Fähigkeit besitzt, da das, was wirklich ist, auch möglich ist.[23][24][21]

Eine Reihe von Argumenten gegen diesen Ansatz geht auf Anthony Kenny zurück, der behauptet, dass verschiedene in der Modallogik gezogene Schlussfolgerungen für Fähigkeitszuschreibungen ungültig sind. Diese Fehler deuten darauf hin, dass der modale Ansatz die Logik von Fähigkeitszuschreibungen nicht erfasst.[21]

Es wurde auch argumentiert, dass sich die konditionale Analyse streng genommen nicht vom modalen Ansatz unterscheidet, da sie nur ein Sonderfall von ihm ist. Dies ist der Fall, wenn konditionale Ausdrücke selbst in Bezug auf mögliche Welten verstanden werden, wie dies beispielsweise von David Kellogg Lewis und Robert Stalnaker vorgeschlagen wird.[21][24] In diesem Fall können viele der Argumente, die sich gegen den modalen Ansatz richten, auch die konditionale Analyse betreffen.

Andere Ansätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der dispositionale Ansatz definiert Fähigkeiten in Bezug auf Dispositionen. Nach einer Version hat „S die Fähigkeit zu A unter den Umständen C, genau dann wenn sie die Disposition zu A hat, wenn sie unter den Umständen C A versucht“.[25][26][27] Diese Auffassung ist eng mit der konditionalen Analyse verwandt, unterscheidet sich jedoch von ihr, weil die Manifestation von Dispositionen durch das Vorhandensein von sogenannten Masken und Finken verhindert werden kann. In diesen Fällen ist die Disposition immer noch vorhanden, obwohl der entsprechende konditionale Ausdruck falsch ist.[25][26] Ein anderer Ansatz betrachtet Fähigkeiten als eine Form des Potenzials, etwas zu tun. Dies unterscheidet sich von einer Disposition, da eine Disposition die Beziehung zwischen einem Stimulus und einer Manifestation betrifft, die folgt, wenn der Stimulus vorhanden ist. Ein Potenzial hingegen zeichnet sich nur durch seine Manifestation aus. Bei Fähigkeiten handelt es sich bei der Manifestation um eine Handlung.[28][26]

Arten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ob es richtig ist, einem Handelnden eine bestimmte Fähigkeit zuzuschreiben, hängt oft davon ab, welche Art von Fähigkeit gemeint ist. Allgemeine Fähigkeiten (general abilities) betreffen das, was Handelnde unabhängig von ihrer aktuellen Situation tun können, im Gegensatz zu spezifischen Fähigkeiten (specific abilities). Um eine effektive Fähigkeit zu besitzen, reicht es aus, dass der Handelnde durch einen glücklichen Zufall erfolgreich sein kann, was bei transparenten Fähigkeiten nicht der Fall ist.

Allgemein und spezifisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine wichtige Unterscheidung bei Fähigkeiten ist die zwischen allgemeinen und spezifischen Fähigkeiten,[29] manchmal auch als globale und lokale Fähigkeiten bezeichnet.[20] Allgemeine Fähigkeiten betreffen das, was Handelnde im Allgemeinen tun können, d. h. unabhängig von der Situation, in der sie sich befinden. Aber Fähigkeiten hängen für ihre Ausführung oft von verschiedenen Bedingungen ab, die in der gegebenen Situation erfüllt sein müssen. In diesem Sinne wird der Begriff „spezifische Fähigkeit“ verwendet, um zu beschreiben, ob ein Handelnder eine Fähigkeit in einer bestimmten Situation besitzt. Während ein erfahrener Klavierspieler also immer die allgemeine Fähigkeit besitzt, verschiedene Klavierstücke zu spielen, fehlt ihm die entsprechende spezifische Fähigkeit, wenn er an eine Wand gekettet ist, wenn kein Klavier vorhanden ist oder wenn er stark unter Drogen steht.[29][20] In solchen Fällen sind einige der notwendigen Bedingungen für die Nutzung der Fähigkeit nicht erfüllt. Dieses Beispiel illustriert den Fall einer allgemeinen Fähigkeit ohne eine spezifische Fähigkeit, aber der umgekehrte Fall ist ebenfalls möglich. Auch wenn den meisten Menschen die allgemeine Fähigkeit fehlt, 2 Meter hoch zu springen, können sie die spezifische Fähigkeit besitzen, dies zu tun, wenn sie sich auf einem Trampolin befinden.[20] Der Grund, warum ihnen diese allgemeine Fähigkeit fehlt, ist, dass sie diese Fähigkeit unter den meisten Umständen nicht ausführen können. Es wäre notwendig, in einem angemessenen Anteil der relevanten Fälle erfolgreich zu sein, um auch die allgemeine Fähigkeit zu haben,[20] was beispielsweise bei einem professionellen Hochspringer der Fall wäre.

Es scheint, dass die beiden Begriffe interdefinierbar sind, aber es besteht Uneinigkeit darüber, welcher der grundlegendere Begriff ist. So kann eine spezifische Fähigkeit als eine allgemeine Fähigkeit zusammen mit einer Gelegenheit definiert werden. Eine allgemeine Fähigkeit hingegen kann als eine spezifische Fähigkeit in verschiedenen relevanten Situationen angesehen werden.[29] Eine ähnliche Unterscheidung kann nicht nur für den Begriff „Fähigkeit“ getroffen werden, sondern auch für den weiter gefassten Begriff „Disposition“.[20] Die Unterscheidung zwischen allgemeinen und spezifischen Fähigkeiten wird in der wissenschaftlichen Literatur nicht immer explizit vorgenommen. Während sich Diskussionen oft eher auf den allgemeinen Sinn konzentrieren, ist manchmal auch der spezifische Sinn gemeint.[29] Diese Unterscheidung ist für verschiedene philosophische Fragen von Bedeutung, insbesondere in der Debatte um den freien Willen bezüglich der Fähigkeit, anders zu handeln.[30] Wird diese Fähigkeit als allgemeine Fähigkeit verstanden, scheint sie mit dem Determinismus vereinbar zu sein. Dies scheint jedoch nicht der Fall zu sein, wenn eine spezifische Fähigkeit gemeint ist.[20]

Effektiv und transparent[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine weitere Unterscheidung, die in der Literatur gelegentlich zu finden ist, betrifft die Frage, ob die erfolgreiche Ausführung einer Handlung durch Zufall als das Vorhandensein der entsprechenden Fähigkeit gilt.[23][31] Ein Schüler in der ersten Klasse ist beispielsweise in einem schwächeren Sinne in der Lage, die ersten 10 Ziffern von Pi aufzusagen, insofern er beliebige Permutationen der Ziffern von 0 bis 9 aussprechen kann. Aber er ist nicht in der Lage, dies in einem stärkeren Sinne zu tun, da er sich die genaue Reihenfolge nicht eingeprägt hat. Der schwächere Sinn wird manchmal als effektive Fähigkeiten bezeichnet, im Gegensatz zu transparenten Fähigkeiten, die dem stärkeren Sinn entsprechen.[23] In der Regel ist bei Fähigkeitszuschreibungen der stärkere Sinn gemeint, aber dies ist nicht immer der Fall. Beispielsweise wird der Satz „Usain Bolt kann 100 Meter in 9,58 Sekunden laufen“ normalerweise nicht so verstanden, dass Bolt nach Belieben in genau 9,58 Sekunden am Ziel ankommen kann, nicht mehr und nicht weniger. Stattdessen kann er etwas tun, was in einem schwächeren Sinne dem entspricht.[23]

Psychologische Diagnostik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Psychologischen Diagnostik ist die Erfassung von Fähigkeiten ein zentraler Gegenstand, weil aus unterschiedlichen Niveaus auch unterschiedlicher zukünftiger Erfolg (Ausbildung, Beruf) vorhergesagt werden kann. Sie entsprechen den Persönlichkeitseigenschaften als überdauernde zeitstabile Dispositionen des Leistungsbereichs und können hinsichtlich der Qualität (Zielerreichung) beurteilt werden.[32]

Beziehung zu anderen Begriffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Begriff der Fähigkeiten ist für verschiedene andere Begriffe und Debatten von Bedeutung. Meinungsverschiedenheiten in diesen Bereichen hängen oft davon ab, wie Fähigkeiten zu verstehen sind. In der Debatte um den freien Willen beispielsweise ist eine zentrale Frage, ob der freie Wille, wenn er als die Fähigkeit verstanden wird, anders zu handeln, in einer Welt existieren kann, die von deterministischen Naturgesetzen beherrscht wird. Der freie Wille steht in engem Zusammenhang mit der Autonomie, die die Fähigkeit des Handelnden betrifft, sich selbst zu bestimmen. Eine weitere Frage ist, ob jemand die moralische Verpflichtung hat, eine bestimmte Handlung auszuführen, und ob er dafür verantwortlich ist, wenn er dies tut oder unterlässt. Dieses Problem hängt unter anderem davon ab, ob die Person die Fähigkeit hat, die betreffende Handlung auszuführen, und ob sie auch anders hätte handeln können. Die Fähigkeitstheorie der Begriffe und des Begriffsbesitzes definiert diese anhand von zwei Fähigkeiten: der Fähigkeit, zwischen positiven und negativen Fällen zu unterscheiden, und der Fähigkeit, Schlussfolgerungen zu verwandten Begriffen zu ziehen.

Freier Wille[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Debatte um den freien Willen spielt das Thema der Fähigkeiten eine wichtige Rolle.[30][27][33][34] Diese Diskussion dreht sich häufig um die Frage, ob die Existenz des freien Willens mit dem Determinismus vereinbar ist, dem sogenannten Kompatibilismus, oder nicht, dem sogenannten Inkompatibilismus. Der freie Wille wird häufig als die Fähigkeit definiert, anders zu handeln, während der Determinismus als die Ansicht definiert werden kann, dass die Vergangenheit zusammen mit den Naturgesetzen alles bestimmt, was in der Gegenwart und Zukunft geschieht.[30][35] Der Konflikt entsteht dadurch, dass, wenn alles bereits durch die Vergangenheit festgelegt ist, es keinen Sinn zu geben scheint, in dem jemand anders handeln könnte, als er es tut, d. h. dass es keinen Platz für den freien Willen gibt.[33][35] Ein solches Ergebnis könnte schwerwiegende Folgen haben, da einigen Theorien zufolge die Menschen in einem solchen Fall moralisch nicht für ihr Handeln verantwortlich wären.[15]

Eine explizite Theorie darüber, was eine Fähigkeit ausmacht, ist von zentraler Bedeutung, um zu entscheiden, ob Determinismus und freier Wille miteinander vereinbar sind.[33] Verschiedene Fähigkeitstheorien können zu unterschiedlichen Antworten auf diese Frage führen. Es wurde argumentiert, dass gemäß einer dispositionalistischen Fähigkeitstheorie der Kompatibilismus wahr ist, da der Determinismus unmanifestierte Dispositionen nicht ausschließt.[27][30] Ein weiteres Argument für den Kompatibilismus stammt von Susan Wolf, die argumentiert, dass die Art der Fähigkeit, die für moralische Verantwortung relevant ist, mit dem physischen Determinismus vereinbar ist, da die Fähigkeit, eine Handlung auszuführen, nicht bedeutet, dass diese Handlung physisch möglich ist.[15] Peter van Inwagen und andere haben Argumente für den Inkompatibilismus vorgebracht, die sich auf die Tatsache stützen, dass die Naturgesetze unseren Fähigkeiten Grenzen auferlegen. Diese Grenzen sind im Falle des Determinismus so streng, dass die einzigen Fähigkeiten, die jemand besitzt, nur diejenigen sind, die tatsächlich ausgeführt werden, d. h. es gibt keine Fähigkeiten, anders zu handeln, als man es tatsächlich tut.[36][37][33]

Autonomie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Autonomie wird in der Regel als die Fähigkeit definiert, sich selbst zu bestimmen.[38] Sie kann sowohl individuellen Akteuren, wie menschlichen Personen, als auch kollektiven Akteuren, wie Nationen, zugeschrieben werden.[39][40] Autonomie fehlt, wenn es keine intelligenten Vermögen gibt, die das Verhalten der Entität steuert, wie im Fall eines einfachen Steins, oder wenn diese Vermögen nicht zur gesteuerten Entität gehören, wie wenn eine Nation von einer anderen überfallen wurde und nun nicht mehr die Fähigkeit hat, sich selbst zu regieren.[40] Autonomie wird oft in Verbindung mit einer rationalen Komponente verstanden, z. B. als die Fähigkeit des Handelnden, einzuschätzen, welche Gründe er hat, und dem stärksten Grund zu folgen.[39] Robert Audi beispielsweise charakterisiert Autonomie als die Fähigkeit, sich selbst zu steuern, indem man durch Gründe das eigene Verhalten lenkt und die eigenen propositionalen Einstellungen beeinflusst.[41]:211-2[42] Autonomie kann auch die Fähigkeit umfassen, die eigenen Glaubenshaltungen und Begierden zu hinterfragen und gegebenenfalls zu ändern.[43] Einige Autoren schließen die Bedingung ein, dass die Entscheidungen, die die Selbstbestimmung betreffen, in keiner Weise von Kräften außerhalb der eigenen Person bestimmt werden, d. h. dass sie ein reiner Ausdruck des eigenen Willens sind, der nicht von jemand anderem kontrolliert wird.[16] In der kantischen Tradition wird Autonomie häufig mit Selbstgesetzgebung gleichgesetzt, die als Festlegung von Gesetzen oder Prinzipien interpretiert werden kann, die zu befolgen sind. Dies beinhaltet die Idee, dass die eigene Fähigkeit zur Selbstbestimmung nicht nur von Fall zu Fall ausgeübt wird, sondern dass man sich langfristig auf allgemeinere Prinzipien einlässt, die für viele verschiedene Situationen gelten.[44][43]

Verpflichtung und Verantwortung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Thema der Fähigkeiten hängt eng mit den Begriffen Verantwortung und Verpflichtung zusammen. Was die Verpflichtung betrifft, so wird in der ethischen Literatur häufig der Grundsatz „Sollen impliziert Können“ zitiert. Seine ursprüngliche Formulierung wird Immanuel Kant zugeschrieben. Er besagt, dass ein Handelnder nur dann moralisch verpflichtet ist, eine bestimmte Handlung auszuführen, wenn er fähig ist, diese Handlung auszuführen.[45][46] Als Konsequenz dieses Prinzips ist es nicht gerechtfertigt, einem Handelnden für etwas die Schuld zu geben, das außerhalb seiner Kontrolle lag.[47] Diesem Grundsatz zufolge hat beispielsweise eine am Ufer sitzende Person keine moralische Verpflichtung, ins Wasser zu springen, um ein in der Nähe ertrinkendes Kind zu retten, und sollte nicht für die Unterlassung dieser Handlung getadelt werden, wenn sie aufgrund einer Querschnittslähmung nicht dazu in der Lage ist.

Das Problem der moralischen Verantwortung hängt eng mit Verpflichtung zusammen. Ein Unterschied besteht darin, dass „Verpflichtung“ eher in einem vorausschauenden Sinne verstanden wird, im Gegensatz zur rückwärts gerichteten Verantwortung. Dies sind jedoch nicht die einzigen Konnotationen dieser Begriffe.[48] Eine gängige Ansicht in Bezug auf moralische Verantwortung ist, dass die Fähigkeit, das eigene Verhalten zu kontrollieren, notwendig ist, um dafür verantwortlich zu sein.[16] Dies wird oft mit der These verbunden, dass der Person Handlungsalternativen zur Verfügung standen, d. h. dass sie die Möglichkeit hatte, anders zu handeln.[35] Aber einige Autoren, häufig aus der Tradition der Inkompatibilisten, vertreten die Auffassung, dass es für die Verantwortlichkeit nur darauf ankommt, so zu handeln, wie man sich entscheidet, auch wenn keine Möglichkeit bestand, anders zu handeln.[35]

Eine Schwierigkeit bei diesen Grundsätzen besteht darin, dass unsere Fähigkeit, etwas zu einem bestimmten Zeitpunkt zu tun, oft davon abhängt, dass wir zuvor etwas anderes getan haben.[49][50] So kann eine Person in der Regel in 5 Minuten an einem Treffen teilnehmen, wenn sie sich derzeit nur wenige Meter vom geplanten Ort entfernt befindet, aber nicht, wenn sie Hunderte von Kilometern entfernt ist. Dies scheint die kontraintuitive Konsequenz zu haben, dass Personen, die ihren Flug aus Nachlässigkeit verpasst haben, moralisch nicht für ihr Versagen verantwortlich sind, weil ihnen derzeit die entsprechende Fähigkeit fehlt. Eine Möglichkeit, auf diese Art von Beispiel zu reagieren, besteht darin, zuzulassen, dass die Person nicht für ihr Verhalten 5 Minuten vor dem Treffen zu tadeln ist, sondern dass sie stattdessen für ihr früheres Verhalten zu tadeln ist, das dazu geführt hat, dass sie den Flug verpasst hat.[49]

Begriffe und Begriffsbesitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Begriffe sind die grundlegenden Bestandteile von Gedanken, Glaubenshaltungen und Propositionen.[51][52] Als solche spielen sie eine zentrale Rolle für die meisten Formen der Erkenntnis. Eine Person kann sich nur dann eine Proposition vorstellen, wenn sie die Begriffe besitzt, die zu dieser Proposition gehören.[53] Zum Beispiel beinhaltet die Proposition „Wombats sind Tiere“ die Begriffe „Wombat“ und „Tier“. Jemand, der den Begriff „Wombat“ nicht besitzt, kann den Satz zwar lesen, aber er kann sich die entsprechende Proposition nicht vorstellen. Es gibt verschiedene Theorien darüber, wie Begriffe und Begriffsbesitz zu verstehen sind.[51] Ein prominenter Vorschlag sieht Begriffe als kognitive Fähigkeiten von Personen. Befürworter dieser Auffassung nennen häufig zwei zentrale Aspekte, die den Begriffsbesitz kennzeichnen: die Fähigkeit, zwischen positiven und negativen Fällen zu unterscheiden, und die Fähigkeit, vom jeweiligen Begriff Schlüsse auf verwandte Begriffe zu ziehen.[53][54] So sollte eine Person, die den Begriff „Wombat“ besitzt, zum einen in der Lage sein, Wombats von Nicht-Wombats (wie Bäumen, DVD-Playern oder Katzen) zu unterscheiden. Andererseits sollte diese Person in der Lage sein, anzugeben, was aus der Tatsache folgt, dass etwas ein Wombat ist, z. B. dass es ein Tier ist, dass es kurze Beine hat oder dass es einen langsamen Stoffwechsel hat. In der Regel wird davon ausgegangen, dass diese Fähigkeiten in erheblichem Maße vorhanden sein müssen, dass aber Perfektion nicht erforderlich ist. So können auch einige Menschen, die um deren langsamen Stoffwechsel nicht wissen, als Besitzer des Begriffs „Wombat“ gelten. Gegner der Fähigkeitstheorie von Begriffen haben argumentiert, dass die Fähigkeiten zum Unterscheiden und Schlussfolgern zirkulär sind, da sie den Begriffsbesitz bereits voraussetzen, anstatt ihn zu erklären.[53] Sie neigen dazu, alternative Darstellungen von Begriffen zu verteidigen, z. B. als mentale Repräsentationen oder als abstrakte Objekte.[54][51]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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  2. George Wilson, Samuel Shpall, Juan S. Piñeros Glasscock: Action. In: The Stanford Encyclopedia of Philosophy. Metaphysics Research Lab, Stanford University. 2016.
  3. Ted Honderich: The Oxford Companion to Philosophy. Oxford University Press, 2005, Action (philpapers.org).
  4. Robert Audi: The Cambridge Dictionary of Philosophy. Cambridge University Press, action theory (philpapers.org).
  5. Edward Craig: Routledge Encyclopedia of Philosophy. Routledge, 1996, Action (philpapers.org).
  6. Hartmut O. Häcker: Fähigkeit. In: Dorsch – Lexikon der Psychologie. Abgerufen am 20. Februar 2018.
  7. Wilhelm Karl Arnold et al. (Hrsg.): Lexikon der Psychologie. Bechtermünz, Augsburg 1996, ISBN 3-86047-508-8; Sp. 48 f. zu Lemma „Aktivität“ sowie Sp. 556 zu Lemma „Fähigkeit“.
  8. Alexander Bird: Overpowering: How the Powers Ontology Has Overreached Itself. In: Mind. 125, Nr. 498, 2016, S. 341–383. doi:10.1093/mind/fzv207.
  9. Jason Stanley, Timothy Willlamson: Knowing How. In: Journal of Philosophy. 98, Nr. 8, 2001, S. 411–444.
  10. Aptitude - definition and meaning (en) In: www.collinsdictionary.com.
  11. Skill - definition and meaning (en) In: www.collinsdictionary.com.
  12. Herbert Heuer: Fertigkeit. In: Dorsch – Lexikon der Psychologie. Abgerufen am 20. Februar 2018.
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  16. a b c d e f g Susan Wolf: Freedom Within Reason. Oup Usa, 1990, 1. The Dilemma of Autonomy (philpapers.org).
  17. David Hume: An Enquiry Concerning Human Understanding. Project Gutenberg, 1748, SECTION VIII: OF LIBERTY AND NECESSITY - PART I (gutenberg.org).
  18. Kevin Timpe: Free Will: 1. Free Will, Free Action and Moral Responsibility. In: Internet Encyclopedia of Philosophy. Abgerufen am 3. September 2021.
  19. Keith Lehrer: Cans Without Ifs. In: Analysis. 29, Nr. 1, 1968, S. 29–32. doi:10.1093/analys/29.1.29.
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  22. a b John Maier: Ability, Modality, and Genericity. In: Philosophical Studies. 175, Nr. 2, 2018, S. 411–428. doi:10.1007/s11098-017-0874-9.
  23. a b c d e f g h Wolfgang Schwarz: Ability and Possibility. In: Philosophers' Imprint. 20, 2020.
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  27. a b c Randolph Clarke: Dispositions, Abilities to Act, and Free Will: The New Dispositionalism. In: Mind. 118, Nr. 470, 2009, S. 323–351. doi:10.1093/mind/fzp034.
  28. Barbara Vetter: 'Can' Without Possible Worlds: Semantics for Anti-Humeans. In: Philosophers' Imprint. 13, 2013.
  29. a b c d John Maier: Abilities: 2. Two fundamental distinctions. In: The Stanford Encyclopedia of Philosophy. Metaphysics Research Lab, Stanford University. 2021. Abgerufen am 31. August 2021.
  30. a b c d Simon Kittle: Abilities to Do Otherwise. In: Philosophical Studies. 172, Nr. 11, 2015, S. 3017–3035. doi:10.1007/s11098-015-0455-8.
  31. Matthew Mandelkern, Ginger Schultheis, David Boylan: Agentive Modals. In: Philosophical Review. 126, Nr. 3, 2017, S. 301–343. doi:10.1215/00318108-3878483.
  32. Heinz Walter Krohne, Michael Hock: Psychologische Diagnostik. Grundlagen und Anwendungsfelder. Kohlhammer, Stuttgart 2015, ISBN 978-3-17-025257-8, Kap. 2.2 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
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