Färöische Fußballmeisterschaft 2016

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Effodeildin 2016
Meister Víkingur Gøta
Champions-League-
Qualifikation
Víkingur Gøta
Europa-League-
Qualifikation
KÍ Klaksvík
NSÍ Runavík
B36 Tórshavn
Pokalsieger KÍ Klaksvík
Absteiger AB Argir
B68 Toftir
Mannschaften 10
Spiele 135
Tore 422  (ø 3,13 pro Spiel)
Torschützenkönig Klæmint Olsen
(NSÍ Runavík)
Effodeildin 2015

Die Färöische Fußballmeisterschaft 2016 war die 74. Saison der höchsten färöischen Fußballliga. Die Liga heißt offiziell Effodeildin nach dem Hauptsponsor, dem Energieunternehmen Effo. Sie startete am 5. März 2016 und endete am 22. Oktober 2016.

Die Aufsteiger Skála ÍF und B68 Toftir kehrten nach jeweils einem Jahr in die höchste Spielklasse zurück. Meister wurde Víkingur Gøta, die den Titel somit zum ersten Mal erringen konnten. Titelverteidiger B36 Tórshavn landete auf dem vierten Platz. Absteigen mussten hingegen AB Argir und B68 Toftir nach vier beziehungsweise einem Jahr Erstklassigkeit.

Im Vergleich zur Vorsaison verschlechterte sich die Torquote auf 3,13 pro Spiel. Den höchsten Sieg erzielte NSÍ Runavík mit einem 7:1 im Heimspiel gegen ÍF Fuglafjørður am 19. Spieltag, was zugleich das torreichste Spiel darstellte, sowie KÍ Klaksvík mit einem 6:0 im Heimspiel gegen B68 Toftir am 26. Spieltag.

Modus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Effodeildin spielte jede Mannschaft an 27 Spieltagen jeweils drei Mal gegeneinander. Aufgrund der Vorjahresplatzierung trugen B36 Tórshavn, NSÍ Runavík, Víkingur Gøta, HB Tórshavn und KÍ Klaksvík ein zusätzliches Heimspiel aus. Die punktbeste Mannschaft zu Saisonende war Meister und nahm an der Qualifikation zur Champions League teil, während die letzten beiden Mannschaften in die 1. Deild, die färöische Zweitklassigkeit, absteigen mussten.

Saisonverlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meisterschaftsentscheidung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

B36 Tórshavn und KÍ Klaksvík erzielten jeweils sieben Siege und zwei Unentschieden aus den ersten elf Spielen, Víkingur Gøta folgte mit sechs Siegen und vier Unentschieden, dicht gefolgt von NSÍ Runavík mit sieben Siegen. Nach neun Siegen aus den nächsten zehn Spielen stand KÍ vier Punkte vor Víkingur, die ihrerseits acht Siege in derselben Zeit erzielten. Drei weitere Punkte dahinter lag NSÍ, B36 hingegen fiel durch fünf sieglose Spiele in Folge weit zurück. Am 22. Spieltag unterlag KÍ auswärts mit 0:2 bei NSÍ und Víkingur kam bis auf einen Punkt an die Tabellenspitze heran. Am Spieltag darauf kam es zum direkten Duell, das der Erstplatzierte durch einen 2:1-Sieg beim Zweitplatzierten für sich entscheiden und somit die Tabellenführung wieder auf vier Punkte vergrößern konnte. Durch ein 2:2-Unentschieden im Heimspiel gegen B36 sowie einer 1:3-Auswärtsniederlage bei AB Argir konnte Víkingur Gøta an KÍ Klaksvík vorbeiziehen. Da beide Mannschaften ihre letzten beiden Spiele gewinnen konnten blieb es bei dieser Tabellenkonstellation.

Abstiegskampf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

B68 Toftir startete mit zwei Unentschieden in die Saison, konnte jedoch kein einziges Spiel gewinnen. AB Argir musste auf den ersten Sieg bis zum elften Spieltag warten, als zu Hause TB Tvøroyri mit 3:2 bezwungen werden konnte. Als am 23. Spieltag der Neuntplatzierte AB Argir gegen den Achtplatzierten Skála ÍF mit 0:2 verlor stand der Abstieg von B68 bereits fest. AB hingegen gewann die nächsten beiden Spiele und konnte den Abstand zu Skála auf sechs Punkte bei noch zwei ausstehenden Spielen verkürzen. Nach der 1:4-Auswärtsniederlage gegen NSÍ Runavík am vorletzten Spieltag stand der zweite Absteiger fest.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mannschaft Stadion Spielort
AB Argir Skansi Arena Argir
B36 Tórshavn Gundadalur Tórshavn
B68 Toftir Tofta Leikvøllur Toftir
HB Tórshavn Gundadalur Tórshavn
ÍF Fuglafjørður í Fløtugerði Fuglafjørður
KÍ Klaksvík Við Djúpumýrar Klaksvík
NSÍ Runavík við Løkin Runavík
Skála ÍF Undir Mýruhjalla Skála
TB Tvøroyri við Stórá Trongisvágur
Víkingur Gøta Sarpugerði Norðragøta

Abschlusstabelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mannschaften der Effodeildin 2016
Pl. Verein Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. Víkingur Gøta (P)  27  19  4  4 059:250 +34 61
 2. KÍ Klaksvík  27  19  3  5 064:260 +38 60
 3. NSÍ Runavík  27  18  1  8 060:360 +24 55
 4. B36 Tórshavn (M)  27  14  7  6 046:280 +18 49
 5. HB Tórshavn  27  12  7  8 044:300 +14 43
 6. ÍF Fuglafjørður  27  9  5  13 042:590 −17 32
 7. TB Tvøroyri  27  7  6  14 031:480 −17 27
 8. Skála ÍF (N)  27  6  8  13 025:410 −16 26
 9. AB Argir  27  4  6  17 031:490 −18 18
10. B68 Toftir (N)  27  0  7  20 020:800 −60 07
  • Färöischer Meister und Teilnahme an der 1. Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League 2017/18
  • Teilnahme an der 1. Qualifikationsrunde zur UEFA Europa League 2017/18
  • Abstieg in die 1. Deild 2017
  • (M) Meister des Vorjahres
    (P) Pokalsieger des Vorjahres
    (N) Aufsteiger aus der 1. Deild 2015

    Kreuztabelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    AB Argir B36 Tórshavn B68 Toftir HB Tórshavn ÍF Fuglafjørður KÍ Klaksvík NSÍ Runavík Skála ÍF TB Tvøroyri Víkingur Gøta
    AB Argir 2:3 1:1 5:0 0:1 1:3 1:1 3:1 1:2 0:0 0:2 3:2 2:2 1:3
    B36 Tórshavn 2:1 2:1 3:1 3:2 2:2 4:1 0:1 3:1 2:0 1:1 0:0 5:2 0:2
    B68 Toftir 2:2 1:4 0:1 0:1 1:2 0:2 0:3 0:5 1:2 1:1 1:1 3:3 2:2
    HB Tórshavn 0:0 1:2 0:0 1:0 6:1 1:0 4:1 4:2 2:3 3:4 1:0 4:1 1:1 0:1
    ÍF Fuglafjørður 1:0 2:0 0:0 4:0 4:2 0:4 1:3 0:2 2:2 1:1 2:2 2:2 1:3
    KÍ Klaksvík 5:1 1:1 2:2 4:1 6:0 1:0 6:1 2:4 1:3 4:0 2:0 5:0 1:0 4:0 2:0
    NSÍ Runavík 2:1 4:1 2:1 2:1 1:2 0:0 7:1 2:0 2:0 1:0 2:1 1:3 4:2
    Skála ÍF 1:0 1:0 0:2 0:0 5:1 0:3 2:2 1:0 0:1 0:2 5:1 0:1 1:3
    TB Tvøroyri 1:0 2:1 0:1 4:1 0:1 0:0 0:3 3:2 0:1 2:1 3:1 1:1 0:2
    Víkingur Gøta 3:0 1:0 2:0 4:0 5:1 1:0 3:1 0:2 1:2 2:0 4:1 4:0 2:1 1:0

    Torschützenliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Bei gleicher Anzahl von Treffern sind die Spieler nach dem Nachnamen alphabetisch geordnet.

    Pl. Name Team Tore
    01. Klæmint Olsen NSÍ Runavík 23
    02. Páll Klettskarð KÍ Klaksvík 21
    03. Jóannes Bjartalíð KÍ Klaksvík 17
    04. Sølvi Vatnhamar Víkingur Gøta 14
    05. GhanaGhana Albert Adu TB Tvøroyri 13
    Øssur Dalbúð HB Tórshavn
    NigeriaNigeria Adeshina Lawal ÍF Fuglafjørður
    08. Árni Frederiksberg NSÍ Runavík 11
    Patrik Johannesen AB Argir
    010. SerbienSerbien Filip Djordjevic Víkingur Gøta 10
    Róaldur Jakobsen B36 Tórshavn
    DanemarkDänemark Sebastian Pingel B36 Tórshavn

    Dies war nach 2013, 2014 und 2015 der vierte Titel für Klæmint Olsen.

    Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Mannschaft Trainer Spieltage
    AB Argir Trygvi Mortensen 01–27
    B36 Tórshavn Eyðun Klakstein 01–27
    B68 Toftir IslandIsland Páll Guðlaugsson 01–16
    Oddur Olsen 17
    Eliesar Olsen 18–27
    HB Tórshavn Jan Dam 01–27
    ÍF Fuglafjørður Jógvan Martin Olsen 01–07
    Jákup Mikkelsen 08–27
    Símun Eliasen 10–27
    KÍ Klaksvík Mikkjal Thomassen 01–27
    NSÍ Runavík DanemarkDänemark Anders Gerber 01–27
    Skála ÍF Pauli Poulsen 01–27
    TB Tvøroyri NiederlandeNiederlande Robert F. Roelofsen 01–13
    Sigfríður Clementsen 14–27
    Víkingur Gøta Sámal Erik Hentze 01–27

    Während der Saison gab es drei Trainerwechsel. TB Tvøroyri verbesserte sich daraufhin um eine Position, für B68 Toftir und ÍF Fuglafjørður hatte der Wechsel keine Auswirkungen auf die Tabellenposition.

    Schiedsrichter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Folgende Schiedsrichter, darunter auch zwei aus Island und jeweils einer aus Dänemark, Finnland und Norwegen, leiteten die 135 Erstligaspiele:

    Name Stammverein Spiele
    Petur Reinert Víkingur Gøta 21
    Lars Müller Royn Hvalba 19
    Eiler Rasmussen AB Argir 19
    Dagfinn Forná NSÍ Runavík 17
    Kári Jóannesarson á Høvdanum Víkingur Gøta 17
    Alex Troleis B68 Toftir 15
    Rúni Gaardbo B68 Toftir 14
    Ransin Napoleon Djurhuus HB Tórshavn 14
    NorwegenNorwegen Sivert Amland 01
    IslandIsland Helgi Mikael Jónasson 01
    DanemarkDänemark Kaspar Madsen 01
    FinnlandFinnland Kalle Mäkinen 01
    IslandIsland Valdimar Pállsson 01

    Die Meistermannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    In Klammern sind die Anzahl der Einsätze sowie die dabei erzielten Tore genannt.

    1. Víkingur Gøta
    Vikingur Logo.JPG

    Sorin Anghel (12/1) | Filip Djordjevic (26/10) | Hans Jørgen Djurhuus (15/0) | Jobin Drangastein (7/0) | Atli Gregersen (24/0) | Bárður Hansen (15/0) | Gert Hansen (25/4) | Heðin Hansen (22/0) | Erling Jacobsen (27/2) | Hanus Jacobsen (17/3) | Magnus Jarnskor (12/2) | Sámal Jákup Joensen (4/0) | Finnur Justinussen (5/1) | Dánjal Pauli Lervig (1/1) | Andreas Olsen (25/9) | Jákup Olsen (18/1) | Jón Krosslá Poulsen (19/2) | Elias Rasmussen (2/0) | Hans Pauli Samuelsen (26/8) | Túri Géza Tamas (26/0) | Sølvi Vatnhamar (26/14) | Gunnar Vatnhamar (16/0)

    ohne Einsatz: Rógvi Djurhuus | Sunvard Joensen | Bárður á Reynatrøð

    Nationaler Pokal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Im Landespokal gewann KÍ Klaksvík im Elfmeterschießen gegen Meister Víkingur Gøta.

    Europapokal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    2016/17 spielte B36 Tórshavn als Meister des Vorjahres in der 1. Qualifikationsrunde zur Champions League und schied mit 0:1 und 2:1 aufgrund der Auswärtstorregel gegen FC Valletta (Malta) aus.

    HB Tórshavn spielte in der 1. Qualifikationsrunde zur UEFA Europa League gegen FC Levadia Tallinn (Estland). Nach einem 1:1 im Auswärtsspiel musste sich HB zu Hause mit 0:2 geschlagen geben.

    Víkingur Gøta spielte als Pokalsieger des Vorjahres in der 1. Qualifikationsrunde zur UEFA Europa League gegen FK Ventspils (Lettland), die beide Spiele mit 2:0 für sich entschieden.

    NSÍ Runavík spielte ebenfalls in der 1. Qualifikationsrunde zur UEFA Europa League gegen FK Schachzjor Salihorsk (Weißrussland), die sich mit 2:0 und 5:0 durchsetzen konnten.

    Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]