Färöische Fußballmeisterschaft 2017

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Effodeildin 2017
Meister Víkingur Gøta
Champions-League-
Qualifikation
Víkingur Gøta
Europa-League-
Qualifikation
KÍ Klaksvík
B36 Tórshavn
NSÍ Runavík
Pokalsieger NSÍ Runavík
Absteiger ÍF Fuglafjørður
Mannschaften 10
Spiele 135
Tore 430  (ø 3,19 pro Spiel)
Torschützenkönig Adeshina Lawal
(Víkingur Gøta)
Effodeildin 2016

Die Färöische Fußballmeisterschaft 2017 war die 75. Saison der höchsten färöischen Fußballliga. Die Liga heißt offiziell Effodeildin nach dem Hauptsponsor, dem Energieunternehmen Effo. Sie startete am 12. März 2017 und endete am 21. Oktober 2017.

TB/FCS/Royn war durch die Fusion von TB Tvøroyri mit FC Suðuroy und Royn Hvalba der 26. Teilnehmer der höchsten Spielklasse nach Einführung des Ligaspielbetriebs 1947, die Aufsteiger EB/Streymur und 07 Vestur kehrten nach einem beziehungsweise drei Jahren in die höchste Spielklasse zurück. Meister wurde Titelverteidiger Víkingur Gøta, die den Titel somit zum zweiten Mal erringen konnten. Absteigen musste hingegen ÍF Fuglafjørður nach zehn Jahren Erstklassigkeit.

Im Vergleich zur Vorsaison verbesserte sich die Torquote auf 3,19 pro Spiel. Den höchsten Sieg erzielte NSÍ Runavík mit einem 7:0 im Auswärtsspiel gegen 07 Vestur am 15. Spieltag. Das torreichste Spiel absolvierten B36 Tórshavn und Víkingur Gøta mit einem 3:5 am elften Spieltag.

Modus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Effodeildin spielte jede Mannschaft an 27 Spieltagen jeweils drei Mal gegeneinander. Die punktbeste Mannschaft zu Saisonende war Meister und nimmt an der Qualifikation zur Champions League teil, während die letztplatzierte Mannschaft in die 1. Deild, die färöische Zweitklassigkeit, absteigen musste. Da in der 1. Deild nur eine A-Mannschaft auf den ersten drei Plätzen lag, gab es nur einen Absteiger.

Saisonverlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meisterschaftsentscheidung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

TB/FCS/Royn und Víkingur Gøta lieferten sich zu Saisonbeginn einen Kampf um die Tabellenspitze. Von den ersten fünf Spielen gewann TB/FCS/Royn vier, nur das Auswärtsspiel am dritten Spieltag gegen EB/Streymur wurde mit 0:1 verloren. Víkingur gewann nach einem 1:1-Unentschieden im Heimspiel gegen B36 Tórshavn die nächsten drei Spiele, danach folgten vier weitere Unentschieden, wodurch zunächst am sechsten Spieltag aufgrund der 1:3-Heimniederlage von TB/FCS/Royn gegen NSÍ Runavík die Tabellenführung erobert werden konnte. Am achten Spieltag übernahm KÍ Klaksvík mit vier Siegen und vier Unentschieden den ersten Platz. Drei weitere Siege folgten, nach einem 2:2 im Auswärtsspiel gegen NSÍ übernahm Víkingur Gøta wieder die Tabellenspitze. Am 13. Spieltag verloren sowohl Víkingur als auch KÍ ihre jeweiligen Heimspiele, durch drei Siege in Folge konnte Víkingur die Führung auf drei Punkte ausbauen. Am 18. Spieltag endete das direkte Duell 1:1. Bis dahin war NSÍ Runavík mit einer Bilanz von neun Siegen, sechs Unentschieden und zwei Niederlagen bis auf den zweiten Platz vorgerückt, konnte das Unentschieden der beiden Konkurrenten jedoch nicht für sich nutzen, da das Auswärtsspiel gegen HB Tórshavn mit 1:4 verloren wurde. Es folgten vier weitere Siege von Víkingur Gøta, der Vorsprung auf KÍ Klaksvík betrug somit fünf Punkte. Víkingur und KÍ trafen am 23. Spieltag erneut aufeinander und trennten sich 0:0. Während KÍ Klaksvík durch zwei weitere 0:0 die Chance auf die Meisterschaft verspielte, gewann Víkingur Gøta nur drei der letzten vier Saisonspiele. Die Entscheidung um die Meisterschaft fiel erst am letzten Spieltag. Trotz der 1:2-Heimniederlage von Víkingur gegen EB/Streymur und dem 3:1-Heimsieg von KÍ Klaksvík gegen NSÍ Runavík feierte Víkingur den Meistertitel aufgrund der um fünf Tore besseren Tordifferenz.

Abstiegskampf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

07 Vestur verlor die ersten drei Spiele, danach folgten zwei Auswärtssiege gegen ÍF Fuglafjørður und EB/Streymur. Durch zwei weitere Unentschieden gelang der Sprung auf Rang sieben. ÍF hingegen gewann lediglich am zweiten Spieltag das Heimspiel gegen EB/Streymur mit 3:1, danach blieb die Mannschaft bis zum 20. Spieltag, einem 2:1-Heimsieg gegen HB Tórshavn, sieglos. Der Abstieg stand nach der 1:2-Auswärtsniederlage gegen Skála ÍF fest. 07 Vestur verlor bis auf das direkte Duell gegen ÍF zwischen dem achten und 16. Spieltag sämtliche Partien, so dass sich die Mannschaft auf dem vorletzten Platz wiederfand. Aus den letzten elf Partien folgten immerhin noch fünf Siege, durch die 2:3-Heimniederlage am 25. Spieltag gegen NSÍ Runavík stand der vermeintliche Abstieg jedoch fest. Da sich in der 1. Deild jedoch nur eine A-Mannschaft auf den ersten drei Plätzen befand und schlechter platzierte Teams vom Aufstieg ausgeschlossen sind, verblieb 07 Vestur in der ersten Liga.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mannschaft Stadion Spielort
07 Vestur á Dungasandi Sørvágur
B36 Tórshavn Gundadalur Tórshavn
EB/Streymur við Margáir Streymnes
HB Tórshavn Gundadalur Tórshavn
ÍF Fuglafjørður í Fløtugerði Fuglafjørður
KÍ Klaksvík Við Djúpumýrar Klaksvík
NSÍ Runavík við Løkin Runavík
Skála ÍF Undir Mýruhjalla (13) Skála
Tórsvøllur (1) Tórshavn
TB/FCS/Royn við Stórá Trongisvágur
Víkingur Gøta Sarpugerði Norðragøta

Abschlusstabelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mannschaften der Effodeildin 2017
Pl. Verein Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. Víkingur Gøta (M)  27  15  7  5 062:330 +29 52
 2. KÍ Klaksvík (P)  27  14  10  3 050:260 +24 52
 3. B36 Tórshavn  27  13  9  5 062:390 +23 48
 4. NSÍ Runavík  27  13  7  7 057:350 +22 46
 5. HB Tórshavn  27  10  9  8 043:310 +12 39
 6. Skála ÍF  27  8  9  10 031:400  −9 33
 7. EB/Streymur (N)  27  9  5  13 034:490 −15 32
 8. TB/FCS/Royn1  27  8  5  14 031:450 −14 29
 9. 07 Vestur (N)  27  8  4  15 037:590 −22 28
10. ÍF Fuglafjørður  27  3  3  21 023:730 −50 12
  • Färöischer Meister und Teilnahme an der 1. Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League 2018/19
  • Teilnahme an der 1. Qualifikationsrunde zur UEFA Europa League 2018/19
  • Abstieg in die 1. Deild 2018
  • (M) Meister des Vorjahres
    (P) Pokalsieger des Vorjahres
    (N) Aufsteiger aus der 1. Deild 2016
    1 TB Tvøroyri fusionierte mit FC Suðuroy und Royn Hvalba und wurde durch den dadurch neu entstandenen Verein TB/FCS/Royn ersetzt.

    Kreuztabelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    07 Vestur B36 Tórshavn EB/Streymur HB Tórshavn ÍF Fuglafjørður KÍ Klaksvík NSÍ Runavík Skála ÍF TB/FCS/Royn Víkingur Gøta
    07 Vestur 4:3 2:2 1:4 3:2 0:2 1:1 0:7 2:3 1:1 5:0 0:1 3:1 2:4
    B36 Tórshavn 4:0 2:0 1:0 2:2 4:0 4:2 1:1 1:3 2:2 2:0 2:1 3:0 3:5
    EB/Streymur 0:2 3:0 0:0 1:2 1:0 2:1 2:4 2:1 0:3 1:2 1:0 2:2 1:5 0:1
    HB Tórshavn 2:0 3:0 2:2 1:1 2:3 4:2 2:1 4:1 1:2 2:1 3:1 2:2 1:2
    ÍF Fuglafjørður 0:1 1:5 1:5 3:1 1:2 0:0 2:1 1:4 0:3 0:2 0:1 0:4 1:1 1:5
    KÍ Klaksvík 1:0 1:5 1:0 6:0 1:0 0:0 3:1 4:0 2:2 3:1 0:0 4:1 1:1
    NSÍ Runavík 4:0 1:1 1:1 3:2 1:0 2:3 3:0 2:2 2:1 1:1 3:4 4:0 0:1
    Skála ÍF 0:1 2:2 2:3 3:2 1:1 0:0 0:0 0:0 2:1 1:2 1:2 2:1 2:2 1:2
    TB/FCS/Royn 3:1 3:2 0:1 1:2 0:0 2:1 1:0 1:2 0:0 1:3 0:0 2:0 0:2 0:3
    Víkingur Gøta 2:2 3:1 1:1 4:2 1:2 1:3 4:0 2:2 0:0 1:2 1:0 4:0 3:0 2:3

    Torschützenliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Bei gleicher Anzahl von Treffern sind die Spieler nach dem Nachnamen alphabetisch geordnet.

    Pl. Name Team Tore
    01. NigeriaNigeria Adeshina Lawal Víkingur Gøta 17
    02. Patrik Johannesen B36 Tórshavn 16
    Klæmint Olsen NSÍ Runavík
    04. Páll Klettskarð KÍ Klaksvík 11
    Sølvi Vatnhamar Víkingur Gøta
    06. GhanaGhana Albert Adu KÍ Klaksvík 10
    Búi Egilsson TB/FCS/Royn
    PolenPolen Michal Przybylski Skála ÍF
    MazedonienMazedonien Aleksandar Stankov HB Tórshavn
    10. Árni Frederiksberg NSÍ Runavík 9
    Søren Nielsen 07 Vestur
    Sebastian Pingel HB Tórshavn

    Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Mannschaft Trainer Spieltage
    07 Vestur Trygvi Mortensen 01–23
    Sigtór Petersen 24–27
    B36 Tórshavn Jákup á Borg 01–27
    EB/Streymur Heðin Askham 01–27
    HB Tórshavn Sigfríður Clementsen 01–27
    ÍF Fuglafjørður Jákup Mikkelsen 01–17
    Albert Ellefsen 18–19
    Oddbjørn Joensen & Albert Ellefsen 20–27
    KÍ Klaksvík Mikkjal Thomassen 01–27
    NSÍ Runavík DanemarkDänemark Anders Gerber 01–27
    Skála ÍF Pauli Poulsen 01–27
    TB/FCS/Royn SchottlandSchottland Maurice Ross 01–27
    Víkingur Gøta Sámal Erik Hentze 01–27

    Während der Saison gab es drei Trainerwechsel, dies hatte jedoch keine Auswirkungen auf die Tabellenposition.

    Schiedsrichter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Folgende Schiedsrichter, darunter auch zwei aus Island und jeweils einer aus Finnland, Norwegen und Schweden, leiteten die 135 Erstligaspiele:

    Name Stammverein Spiele
    Alex Troleis B68 Toftir 19
    Dagfinn Forná NSÍ Runavík 18
    Kári Jóannesarson á Høvdanum Víkingur Gøta 17
    Eiler Rasmussen AB Argir 17
    Petur Reinert Víkingur Gøta 16
    Lars Müller Royn Hvalba 15
    Ransin Napoleon Djurhuus HB Tórshavn 14
    Rúni Gaardbo B68 Toftir 12
    NorwegenNorwegen Sivert Amland 01
    SchwedenSchweden Nermin Cisic 01
    IslandIsland Jóhann Ingi Jónsson 01
    FinnlandFinnland Atte Jussila 01
    IslandIsland Sigurður Óli Þórleifsson 01

    Die Meistermannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    In Klammern sind die Anzahl der Einsätze sowie die dabei erzielten Tore genannt.

    1. Víkingur Gøta
    Vikingur Logo.JPG

    Sorin Anghel (20/1) | Fróði Benjaminsen (21/4) | Filip Djordjevic (26/3) | Hans Jørgen Djurhuus (22/0) | Atli Gregersen (26/1) | Gert Hansen (23/6) | Heðin Hansen (5/1) | Erling Jacobsen (24/1) | Hanus Jacobsen (27/5) | Magnus Jarnskor (2/0) | Adeshina Lawal (26/17) | Elias Lervig (4/0) | Hans Jákup Lervig (7/0) | Andreas Olsen (14/2) | Jákup Olsen (8/0) | Petur Petersen (1/0) | Ási Rasmussen (3/0) | Elias Rasmussen (27/0) | Hans Pauli Samuelsen (21/2) | Fannhard Skoradal (3/0) | Arnbjørn Svensson (2/0) | Tonni Thomsen (1/0) | Gunnar Vatnhamar (16/0) | Sølvi Vatnhamar (26/11) |

    ohne Einsatz: Bárður á Reynatrøð | Rógvi Ryggshamar

    Nationaler Pokal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Im Landespokal gewann NSÍ Runavík mit 1:0 gegen B36 Tórshavn. Meister Víkingur Gøta schied im Viertelfinale mit 0:1 gegen B36 Tórshavn aus.

    Europapokal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    2017/18 spielte Víkingur Gøta als Meister des Vorjahres in der 1. Qualifikationsrunde zur Champions League gegen KF Trepça’89 (Kosovo) und konnte sich mit 2:1 und 4:1 durchsetzen. In der 2. Qualifikationsrunde schieden sie nach einem 1:1 im Auswärtsspiel und einem 0:2 zu Hause gegen FH Hafnarfjörður (Island) aus.

    KÍ Klaksvík spielte als Pokalsieger des Vorjahres in der 1. Qualifikationsrunde zur UEFA Europa League gegen AIK Solna (Schweden). Nach einem 0:0 im Heimspiel wurde das Rückspiel mit 0:5 verloren.

    NSÍ Runavík spielte ebenfalls in der 1. Qualifikationsrunde zur UEFA Europa League gegen FK Dinamo Minsk (Weißrussland), die sich mit 2:1 und 2:0 durchsetzen konnten.

    B36 Tórshavn spielte in der 1. Qualifikationsrunde zur UEFA Europa League und verlor beide Spiele gegen FC Nõmme Kalju (Estland) mit 1:2.

    Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]