Färbermaulbeerbaum

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Färbermaulbeerbaum
Färbermaulbeerbaum (Maclura tinctoria), Illustration

Färbermaulbeerbaum (Maclura tinctoria), Illustration

Systematik
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Maulbeergewächse (Moraceae)
Gattung: Maclura
Art: Färbermaulbeerbaum
Wissenschaftlicher Name
Maclura tinctoria
(L.) D.Don ex Steud.
Färbermaulbeerbaum (Maclura tinctoria)

Der Färbermaulbeerbaum (Maclura tinctoria) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Maulbeergewächse (Moraceae). Der Färbermaulbeerbaum ist in Mexiko und Zentralamerika, auf den Antillen und im tropischen Südamerika (Südbrasilien) und im temperierten Südamerika heimisch.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Färbermaulbeerbaum ist ein Baum, der Wuchshöhen von bis zu 20 Meter und einen Stammdurchmesser von 70 Zentimetern erreicht. Er enthält Milchsaft und es sind Stacheln vorhanden. Die wechselständigen Laubblätter sind einfach mit stark gesägtem Blattrand.

Der Färbermaulbeerbaum ist zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). Die Früchte sind essbar.

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kernholz des Stammes ist gelb und kommt unter dem Namen Gelbholz in den Handel.

Chemische Strukturformel von Morin

Auf die Verwendung des Gelbholzes zum Färben geht auch die Bezeichnung „Färbermaulbeerbaum“ zurück. Das Gelbholz wurde früher in Blöcken verkauft. Es wurden verschiedene Sorten angeboten, die vor allem durch das Ursprungsland charakterisiert waren. Das „Nicaragua-Gelbholz“ galt als eine der besten Qualitäten. Ab dem 19. Jahrhundert verwendete man an Stelle von Gelbholz dessen Extrakt zum Färben. In der Malerei wurde der Farblack „Gelbholzlack“ verwendet.

Im Gelbholz sind die Farbstoffe Morin, ein Pentahydroxyflavon, und Maklurin, ein Benzophenonfarbstoff, enthalten.

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Synonyme für Maclura tinctoria (L.) D.Don ex Steud. sind: Chlorophora tinctoria (L.) Gaudich. ex Benth., Broussonetia tinctoria (L.) Kunth und Morus tinctoria L.

Es gibt zwei Unterarten:[1]

  • Maclura tinctoria subsp. mora (Syn.: Maclura mora Griseb.)
  • Maclura tinctoria L. subsp. tinctoria

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Färbermaulbeerbaum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Maclura tinctoria im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.