Félibrige

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Félibrige (oc. Felibritge) ist eine Vereinigung, zu der sich am 21. Mai 1854 auf Schloss Font-Ségugne bei Avignon Schriftsteller zusammenfanden, um eine Wiedergeburt der provenzalischen Kultur einzuleiten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründungsmitglieder waren Frédéric Mistral (Frédéri Mistral), Joseph Roumanille (Jóusè Roumanille), Théodore Aubanel, Jean Brunet, Alphonse Tavan, Paul Giéra und Anselme Mathieu.

Die politischen Absichten der Vereinigung – eine südfranzösische Autonomie – scheiterten. Aber verschiedenen anderen regionalistischen Bewegungen wurde allein durch die Vorreiter-Rolle der Félibrige schon die Gründung leichter gemacht.

Ebenso scheiterte der Versuch des Félibrige, den Dialekt von Saint Rémy (Côte d'Or) zur verbindlichen Sprache des Südens zu erklären. Dafür existiert das Armana prouvençau (Organ des Félibrige) in Form eines Almanachs auch heute noch. Dennoch scheint die literarische Blüte des Félibrige um 1900 beendet gewesen zu sein.

Schriftsteller des Félibrige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Félibrige zugehörige Schriftsteller, wie die oben genannten Gründungsmitglieder oder auch Jean-Pierre Claris de Florian, werden im Französischen als „Félibres“ (Einzahl: „Félibre“) bezeichnet. Die entsprechende weibliche Bezeichnung für Schriftstellerinnen des Félibrige lautet „Félibresse“.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Armana prouvençau : pèr lou bèl an de diéu ... – Ais de Prouvènço : L'Escolo de Lar, 1.1855 ff

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jouveau, René: Histoire du Félibrige. – Aix-en-Provence : Selbstverl., 1.1984 – 4.1987
  • Miremont, Pierre: Le Félibrige et la langue d'Oc. – Périgueux : Réjou, 1985
  • Ripert, Emile: Le Félibrige. – Paris : Colin, 1924

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Félibrige – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien