Föhnkrankheit

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Als Föhnkrankheit wird umgangssprachlich das vermehrte Auftreten von Herz- und Kreislaufproblemen, Kopfschmerzen, Unruhe, Nervosität, Schlafstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten bezeichnet, das bei einigen Menschen bei einer Föhnwetterlage zu beobachten ist.[1] Weitere mögliche Symptome sind rasche Ermüdung, Übelkeit, Reizbarkeit, Unruhe, allgemeine Unlust und Zerschlagenheit, verminderte Leistungsfähigkeit, Schlaflosigkeit, Depressionen und die Verschlimmerung bestehender Beschwerden und Krankheiten. Als Ursache werden Druckunterschiede der Luftfronten angenommen.[2] Ob es eine eigenständige Föhnkrankheit gibt oder ob es sich um eine Ausprägung von Wetterfühligkeit handelt, ist umstritten.[3]

In der Schweiz studierte unter anderem Étienne Grandjean 1945 mit Walter Mörikofer an Versuchspersonen die physiologischen Föhnwirkungen.[4] 1960 strahlte das Schweizer Fernsehen die zweiteilige Sendung Der Föhn – Landplage oder Sündenbock über die Föhnkrankheit aus, in welcher Grandjean entgegen Hans Martin Sutermeister die Meinung vertrat, die Föhnkrankheit existiere nicht.[5]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur/Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. wissen.de (Memento des Originals vom 6. August 2009 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wissen.de
  2. Föhnkrankheit. In: Microsoft Encarta
  3. Stephan Bader: Klima und Wasserkreislauf, Kapitel 6. Vorlesung, Universität Zürich, März 2007; abgerufen am 17. November 2019
  4. E. Grandjean, H. M. Sutermeister: Föhn und Föhnkrankheit. In: Ars medici: Organ des praktischen Arztes. Band 35, 1945, S. 494.
  5. Carl Zibung: Der Föhn – Landplage oder Sündenbock. Zweiteilige Reportage über Entstehung und Wirkung des Föhn. Mit Peter Wyss (Reporter), Johann Häfelin, Hans Martin Sutermeister, Étienne Grandjean, Fridolin Tschudi, Walter Mörikofer, Jean Lugeon, Wolf Weihe und Rolf Knie senior und anderen. Schweizer Fernsehen, 22. und 29. Mai 1964. Online auf der Website der Arbeitsgemeinschaft Föhnforschung Rheintal-Bodensee.