Förderberg

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Ein Förderberg ist eine geneigte Strecke, die Sohlen eines Bergwerks miteinander verbindet. Außerdem dient der Förderberg zum Anschluss der Flöze an die Grubenbaue.[1] Förderberge werden meist anstelle eines Blindschachtes aufgefahren.[2]

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit mehreren Jahren ersetzen Förderberge auch Tagessschächte.[1] Diese Möglichkeit wird insbesondere dann genutzt, wenn durch den Förderberg ein günstigerer Anschluss an das Grubenfeld erfolgen kann.[3] Förderberge werden mit Bandanlagen ausgestattet, bei denen Fördergurte mit bis zu 1400 mm Breite verwendet werden. Die Gurte haben Stahleinlagen anstelle von Textileinlagen. Meistens werden die Bandanlagen zur Ober- und Untertrumförderung eingerichtet. Neben der Bandanlage ist ein breiteres Trum eingerichtet, das bei Bedarf zur Revision und Reparatur der Bandanlage mit Fahrzeugen befahren oder begangen werden kann. Die meisten Förderberge haben ein Ansteigen zwischen 9 und 15 gon.[1]

Praxisbeispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Bergwerk Prosper-Haniel gibt es den einzigen Tagesförderberg im Ruhrbergbau; dessen Bandrücklauf kann zum Rücktransport von taubem Gestein genutzt werden. 2008 wurde das 7500 Meter lange und 800 Tonnen schwere Förderband turnusgemäß ausgetauscht.[4] Hanns Ketteler, Bergwerksdirektor der Verbundzeche Prosper-Haniel von 1974 bis 1992, gilt als Vater des Förderbergs.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Walter Bischoff, Heinz Bramann:Das kleine Bergbaulexikon. 7., neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Verlag Glückauf GmbH, Essen 1988, ISBN 3-7739-0501-7.
  2. Ernst-Ulrich Reuther:Lehrbuch der Bergbaukunde. Erster Band, 12. Auflage, VGE Verlag GmbH, Essen 2010, ISBN 978-3-86797-076-1, S. 15, 19, 67, 68.
  3. Carl Hellmut Fritzsche:Lehrbuch der Bergbaukunde. Zweiter Band, 10. Auflage, Springer Verlag, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1962, S. 38.
  4. Pressemitteilungen - RAG Deutsche Steinkohle. Bergwerk Prosper-Haniel wechselt Bandgurt im Förderberg - Gigantischer „Lindwurm“ kehrt zurück. RAG, abgerufen am 23. Januar 2015..
  5. Helga Pillar: Er prägte den Bergbau dieser Stadt. Hanns Ketteler, Bergwerksdirektor i.R., starb plötzlich und unerwartet. In: derwesten.de. WAZ, 6. Juni 2009, abgerufen am 23. Januar 2015..