Füchtorfer Moor

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Füchtorfer Moor

IUCN-Kategorie IV – Habitat-/Species Management Area

f1
Lage Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Fläche 187 ha
WDPA-ID 163167
Geographische Lage 52° 2′ N, 8° 1′ OKoordinaten: 52° 1′ 31″ N, 8° 0′ 54″ O
Füchtorfer Moor (Nordrhein-Westfalen)
Füchtorfer Moor
Einrichtungsdatum 24. August 2007

Das Füchtorfer Moor ist ein 187 ha[1] großes Naturschutzgebiet bei Füchtorf auf dem Gebiet der Stadt Sassenberg im Kreis Warendorf. Es besteht aus drei Teilflächen und trägt die Kennung WAF-007.[1]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Moorgebiet liegt im Ostmünsterland zwischen der Bever im Norden und der Hessel im Süden. Darum liegen die Ortschaften Füchtorf, Peckeloh, Sassenberg und Milte. Unweit des Moores befindet sich die Grenze nach Glandorf und damit die Landesgrenze zu Niedersachsen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Kartierungen von 1893 bis 1895 belief sich das Areal auf insgesamt 312 ha zusammenhängende Moorfläche. Das Füchtorfer Moor gehörte damit zu den größten Niederungsmooren Westfalens. Zahlreiche Funde aus der Bronzezeit und Hünengräber lassen auf eine frühe Besiedlung schließen.[2] Im Jahre 1844 wurde ein Skelett eines Auerochsen dort gefunden, das heute im Geologisch-Paläontologisches Museum Münster ausgestellt wird. 1986 wurde ein weiteres Auerochsenskelett etwa 3,5 km von der ersten Fundstelle entfernt gefunden. In den sechziger und siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde durch Drainage und Flurbereinigung die Moorfläche stark verringert. Am 24. August 2007 wurde das Gebiet als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Naturschutzgebiet „Füchtorfer Moor“ (WAF-007 ) im Fachinformationssystem des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen, abgerufen am 9. März 2017.
  2. Landschaftsverband Westfalen-Lippe (PDF; 1,8 MB)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]