Fürstenberg/Havel

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Fürstenberg/Havel
Fürstenberg/Havel
Deutschlandkarte, Position der Stadt Fürstenberg/Havel hervorgehoben
53.18527777777813.14555555555655Koordinaten: 53° 11′ N, 13° 9′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Oberhavel
Höhe: 55 m ü. NHN
Fläche: 213,86 km²
Einwohner: 5959 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 28 Einwohner je km²
Postleitzahl: 16798
Vorwahlen: 033093 (Ortsteile abweichend)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: OHV
Gemeindeschlüssel: 12 0 65 084
Stadtgliederung: Kerngebiet (ortsteilfrei), 8 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1
16798 Fürstenberg/Havel
Webpräsenz: www.fuerstenberg-havel.de
Bürgermeister: Robert Philipp (parteilos)
Lage der Stadt Fürstenberg/Havel im Landkreis Oberhavel
Fürstenberg/Havel Zehdenick Liebenwalde Oranienburg Mühlenbecker Land Glienicke/Nordbahn Birkenwerder Hohen Neuendorf Hohen Neuendorf Hennigsdorf Leegebruch Velten Oberkrämer Kremmen Löwenberger Land Gransee Gransee Schönermark Sonnenberg Großwoltersdorf Stechlin Großwoltersdorf Berlin Mecklenburg-Vorpommern Mecklenburg-VorpommernKarte
Über dieses Bild

Fürstenberg/Havel ist eine Stadt im Landkreis Oberhavel. Seit dem 14. Jahrhundert gehörte Fürstenberg als Hauptort des Fürstenberger Werders zu den Staaten Mecklenburgs. 1950 kam die Stadt an das Land Brandenburg und wurde in der Folgezeit durch Eingemeindungen um das Gebiet neun ehemals selbständiger Gemeinden erweitert. Seit 2013 führt Fürstenberg die Zusatzbezeichnung Wasserstadt.[2]

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Fürstenberg gehört überwiegend zum Naturraum des Neustrelitzer Kleinseenlandes. Im Südosten hat die Stadt Anteil am Naturraum der Granseer Platte. Das Gebiet Fürstenbergs wird von Westen nach Südosten von der Havel durchflossen. Größte Seen sind der Stolpsee (3,7 km²) am Rand der Himmelpforter Heide und der Thymensee (1,1 km²). Des Große Wentowsee (2,8 km²) gehört teilweise zum Stadtgebiet. Das Stadtzentrum wird von Baalensee, Röblinsee und Schwedtsee umschlossen und von der Havel in vier Läufen durchflossen. Der südliche Schifffahrtskanal und der Iserdiek genannte nördliche Havellauf begrenzen den Großen Werder, jene Insel, auf der die ursprüngliche Stadtsiedlung entstand.

Fürstenberg grenzt im Norden an die Gemeinden Godendorf und Wokuhl-Dabelow in Mecklenburg-Vorpommern, im Osten an die Städte Lychen und Templin im Landkreis Uckermark, im Süden an die Städte Zehdenick und Gransee und an die Gemeinden Großwoltersdorf und Stechlin sowie im Westen an die Stadt Wesenberg und die Gemeinde Priepert in Mecklenburg-Vorpommern.[3]

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Fürstenberg gliedert sich in ein ortsteilfreies Kerngebiet sowie in acht Ortsteile, die aus den im Jahr 2003 eingegliederten Gemeinden gebildet wurden. Innerhalb von Kerngebiet und Ortsteilen sind neun bewohnte Gemeindeteile und 14 Wohnplätze ausgewiesen. Das Kerngebiet besteht in seinem nördlichen Teil aus dem Gebiet der 1950 eingegliederten Gemeinde Ravensbrück und in seinem südlichen Teil aus dem ursprünglichen, bis 1950 mecklenburgischen Stadtgebiet von Fürstenberg. Die ehemalige Grenze zwischen Ravensbrück und dem ursprünglichen Fürstenberg verläuft vom Röblinsee entlang der Forststraße zum Schwedtsee.[4]

Kerngebiet/
Ortsteil[5]
Einwohner[6]
(31. Dez. 2011)
Fläche in km²[6]
(31. Dez. 2011)
Bewohnte
Gemeindeteile[7]
Wohnplätze[7]
Kerngebiet
(ortsteilfrei)
4029 61,63 Drögen
Forsthaus Altthymen
Neuthymen
Ravensbrück
Röblinsee-Siedlung
Tiefenbrunn
Altthymen 117 9,01 Bartelshof
Dahmshöhe
Barsdorf 120 19,50 Qualzow
Blumenow 204 13,50 Boltenhof
Bredereiche 627 22,67 Fünfruten
Morgenland
Himmelpfort 466 29,66 Kastaven
Pian
Woblitz
Steinförde 124 22,68 Großmenow
Kleinmenow
Schönhorn
Steinhavelmühle
Tornow 190 27,16 Neubau
Neutornow
Ringsleben
Zootzen 207 6,74 Regelsdorf

Geschichte[Bearbeiten]

Vor- und Frühgeschichte[Bearbeiten]

Das Zentrum der heutigen Stadt Fürstenberg war bereits vor rund 3000 Jahren besiedelt; dies zeigen Keramikscherben, die im Jahre 2008 bei archäologischen Grabungen im Bereich der Burg gefunden wurden. Slawische Funde im Stadtgebiet sowie südöstlich der Stadt auf dem Siggelkamp verweisen auf eine vordeutsche, slawische Besiedlung dieses siedlungstopographisch günstigen Geländes.

Mittelalter[Bearbeiten]

Die ehemalige Wasserburg (2006)

Fürstenberg selbst wurde erstmals 1287 in Zusammenhang mit einer Stiftung für die Kirche und 1318 als Stadt erwähnt. Die askanischen Markgrafen von Brandenburg nahmen in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts das Fürstenberger Gebiet in Besitz. Sie ließen eine Burg, die 1333 zum ersten Mal erwähnt wurde, als vorgeschobenen Stützpunkt errichten. In deren Schutz entstand eine deutsche Ansiedlung, die 1305 den Namen „Vorstenberge“ und 1318 „Vorstenberch“ erhielt. Die mittelniederdeutsche Form „vörste“/„vürste“ bedeutet nicht nur „Fürst“ im heutigen Sinne, sondern allgemein „Herrscher“, aber auch „vorderste“. Insofern ist der vorgeschobene Stützpunkt die „vorderste Burg“.

Mit dieser günstig am schiffbaren Oberlauf der Havel gelegenen Siedlung schlossen die Markgrafen zum einen die geographische Lücke zwischen ihrer Anfang des 13. Jahrhunderts erworbenen Herrschaft Stargard und Ländereien auf dem Barnim, die sie gleichzeitig mit einer Nord-Süd gerichteten Straße verbanden; zum anderen fassten sie damit im ursprünglich slawisch besiedelten Fürstenberg Fuß. Die Entstehungszeit der Burg mit Grenzschutzfunktion ist bis heute ebenso wenig geklärt wie die Entstehungszeit der Stadt oder die Anlage der Stadtbefestigung. Die Stadtbefestigung umschließt dabei die Siedlung am Fuß der am Nordausgang der Stadt gelegenen Burg und zieht mit einem kreisförmigen Grundriss von etwa 400 Metern Durchmesser entlang einer Nord-Süd gerichteten Hauptstraße; das übliche Gitterschema der Kolonisationsstädte ist dabei nicht streng eingehalten. Die Lage der im 19. Jahrhundert beräumten Stadtmauer ist noch in den Flurbezeichnungen „In den Wällen“, „Wallstraße“ und „Wallgasse“ bezeugt.

Die ursprünglichen zwei Stadteingänge, das im Norden in Richtung Strelitz gelegene „Strelitzer Tor“ und das im Süden in Richtung Zehdenick (bzw. Berlin) gelegene „Zehdenicker Tor“ (bzw. „Berliner Tor“) sind nicht mehr erhalten. Die militärtopographisch günstige Lage der Stadt – an drei Seiten von Seen und der Havel umgeben – erlaubte die Absicherung im Westen lediglich über einen Palisadenzaun, der in Höhe der Bahnhofstraße mit einem Schlagbaum – dem „Mühlentor“ – versehen war. Gesicherte archäologische Erkenntnisse zur Stadtbefestigung und deren Bebauungsumfeld liegen bisher nicht vor. Bei beiden Toren – dem „Strelitzer Tor“ und dem „Zehdenicker Tor“ – handelte es sich um in Fachwerkbauweise mit Überhaus gefertigte Tore, die u. a. als Zollstation dienten.

Mit dem Land Stargard kam Fürstenberg um 1300 in die Hände der Herrscher von Mecklenburg.

Neuzeit[Bearbeiten]

Im Dreißigjährigen Krieg fanden um Fürstenberg Kämpfe unter Beteiligung schwedischer Truppen statt. Bei 2008 im Umfeld der Burg Fürstenberg vorgenommenen archäologischen Grabungen wurde ein auf das Jahr 1638 datierter, aus Münzen und Schmuck bestehender Goldschatz gefunden. Die Münzen, deren jüngste eine Prägung von 1633 war, stammen aus Pommern, Holland, England, Spanien, Venedig und aus dem arabischen Raum. 1638 stellte dieser Goldschatz den Gegenwert eines Rittergutes dar – auf die heutige Zeit umgerechnet, betrüge sein Wert etwa 600.000 €.

Durch den Hamburger Vergleich von 1701 wurde Fürstenberg Teil von Mecklenburg-Strelitz.

Moderne[Bearbeiten]

Im 20. Jahrhundert erlebte Fürstenberg einen industriellen Aufschwung. Aufgrund der landschaftlich reizvollen Lage und in Verbindung mit dem zunehmenden Fremdenverkehr entwickelte sich die Stadt zum Luftkurort.

In der Zeit des Nationalsozialismus befand sich seit 1941/42 in Fürstenberg die Sicherheitspolizeischule Drögen, in der Angehörige der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) und der Kriminalpolizei ausgebildet wurden. Sie wurde darüber hinaus für das Verhör von Verdächtigen im Zusammenhang mit dem Attentat vom 20. Juli 1944 genutzt. Die Sicherheitspolizeischule bildete zugleich ein Außenlager des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück, das 1938/39 in der unmittelbar nördlich angrenzenden Gemeinde Ravensbrück errichtet worden war.

1945 wurde Fürstenberg von der Roten Armee eingenommen. Zum 1. Juli 1950 wurde die Stadt zusammen mit den übrigen Gemeinden des Fürstenberger Werders aus dem Land Mecklenburg in das Land Brandenburg umgegliedert und dem Landkreis Templin zugeordnet.[8] Am 15. Oktober 1950 wurde die Gemeinde Ravensbrück mit 1078 Einwohnern nach Fürstenberg eingemeindet. Anschließend sollte die Stadt zum mahnenden Andenken an das ehemalige Frauenkonzentrationslager in Fürstenberg-Ravensbrück oder Ravensbrück umbenannt werden. Nach Protesten in der Stadt wurde 1951 auf eine Umbenennung schließlich verzichtet.[9] 1959 wurde in einem Teilbereich des ehemaligen Konzentrationslagers die Nationale Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück eröffnet.

In der Zeit des Kalten Krieges waren in Fürstenberg Standort verschiedener Verbände der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland. 1958/59 waren in der Stadt nukleare Mittelstreckenraketen des Typs R-5M stationiert.[10] Um 1989/90 war Fürstenberg Standort der 2. Garde-Panzerarmee, der 3. (Spezial-)Aufklärungsbrigade, der 118. Brigade Materielle Sicherstellung, des 5. Nachrichtenregiments, des 60. Motorisierten Schützenregiments und des 52. Funktechnisches Bataillons.[11]

Seit der Verwaltungsreform von 1952 hatte Fürstenberg zum Kreis Gransee im Bezirk Potsdam gehört. Mit der Deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 wurde Fürstenberg Teil des neugebildeten Landes Brandenburg. Die Stadt wurde seit dem 21. Juli 1992 durch das Amt Fürstenberg verwaltet und gehört seit 1993 zum Landkreis Oberhavel. Die Verbände der ehemals sowjetischen, nunmehr russischen Streitkräfte wurden 1993/94 abgezogen. Am 26. Oktober 2003 wurden das Amt Fürstenberg aufgelöst und die Gemeinden Altthymen, Barsdorf, Blumenow, Bredereiche, Himmelpfort, Steinförde, Tornow und Zootzen nach Fürstenberg eingemeindet.[12]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Fürstenberg/Havel:
Bevölkerungsentwicklung in den heutigen Grenzen (2013)
Jahr Einwohner
1875 4 896
1890 5 389
1910 5 780
1925 7 710
1933 8 799
1939 9 510
1946 12 557
1950 12 796
1964 10 041
1971 9 621
Jahr Einwohner
1981 8 545
1985 8 311
1989 7 990
1990 7 860
1991 7 716
1992 7 654
1993 7 647
1994 7 607
1995 7 630
1996 7 531
Jahr Einwohner
1997 7 473
1998 7 403
1999 7 348
2000 7 220
2001 7 117
2002 6 966
2003 6 870
2004 6 792
2005 6 716
2006 6 623
Jahr Einwohner
2007 6 517
2008 6 442
2009 6 356
2010 6 257
2011 6 054
2012 5 972
2013 5 959

Quellen: Die detaillierten Quellen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg und des brandenburgischen Landesamtes für Bauen und Verkehr sowie der Bertelsmann-Stiftung finden sich unter Population Projection Brandenburg in den Wikimedia Commons.

Politik[Bearbeiten]

Die Stadtverordnetenversammlung besteht aus 18 Stadtverordneten und dem Bürgermeister.

Partei/Liste Stadtverordnete
(2014[13])
Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) 5
Allianz für Fürstenberg und Ortsteile (AFO) 3
Regionales Bürgerbündnis (RB) 2
Die Linke 2
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 2
PRO Fürstenberg 2
Bündnis 90/Die Grünen 1
Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) 1

2011 wurde Robert Philipp als Bürgermeister für seine zweite Amtszeit wiedergewählt. Partnerstadt von Fürstenberg ist Geldern in Nordrhein-Westfalen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Am Rand des Geländes des ehemaligen Konzentrationslagers Ravensbrück wurde 1959 die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück eingeweiht und später mehrfach erweitert. Seit 1993 wird sie von der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten getragen. Sie gehört zu den Gedenkstätten von nationaler und internationaler Bedeutung in Deutschland.

Bauwerke[Bearbeiten]

Stadtkirche Fürstenberg

Auf einer Insel nördlich des Altstadtkerns befindet sich das barocke Schloss Fürstenberg, das zwischen 1741 und 1752 nach Plänen des Baumeisters Christoph Julius Löwe als Witwensitz für eine mecklenburgische Herzogin errichtet wurde. Später diente es unter anderem als Sanatorium, Krankenhaus und Pflegeheim.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind:

  • Ruine des Klosters Himmelpfort mit Dorfkirche und Ruine des Brauhauses
  • Evangelische Stadtkirche am Marktplatz, 1845 von Friedrich Wilhelm Buttel erbaut
  • Wasserburg Fürstenberg, ältestes Bauwerk der Stadt, das ursprünglich an allen Seiten von Wasser umgeben war. Von den alten Gebäuden der Burg sind nur noch der Ostflügel, der Südflügel und teilweise der Westflügel erhalten. Das derzeit leerstehende Gebäude ist baulich in einem schlechten Zustand und nicht zu besichtigen.
  • Wasserskulptur: Vereisen – Schieben – Tauen – Fließen – Versickern, 2000, ein Denkmal für die landschaftsprägende Kraft der Eiszeit von Hans-Oiseau Kalkmann und Jens Kalkmann im Rahmen der 41. Kontakt-Kunst-Aktion vor dem Rathaus mit Beteiligung der Bevölkerung erstellt.
  • Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges mit Figur des Bildhauers Hans Dammann
  • Sowjetisches Ehrenmal im Park am Bahnhof
  • Technisches Denkmal Eisenbahnfähre Fürstenberg, Zehdenicker Straße. Einzige selbstfahrende Eisenbahnflussfähre Deutschlands und Europas im Fährbecken Süd mit Gleisanlage, Lokschuppen und Fähr-Diesellokomotive sowie gegenüber liegendem Fährbecken Nord. Die Fähre ist nicht in Betrieb. Die Besichtigung und das Betreten des Fährgeländes ist jederzeit möglich.

In der Liste der Baudenkmale in Fürstenberg/Havel sowie in der Liste der Bodendenkmale in Fürstenberg/Havel stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Bau- bzw. Bodendenkmale.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Durch Fürstenberg führt von Süden nach Norden die Bundesstraße 96. Der Bau einer Ortsumfahrung wurde im Bundesverkehrswegeplan als vordringlicher Bedarf eingestuft. Die Stadt liegt an der Oberen Havel-Wasserstraße. Bei Himmelpfort zweigt die Nebenstrecke der Lychener Gewässer ab. Die Verbindung zur Hauptstrecke der Oberen Havel-Wasserstraße wird durch die Schleuse Himmelpfort schiffbar gehalten. Fürstenberg besitzt einen Bahnhof an der Berliner Nordbahn. Die 1996 stillgelegte Bahnstrecke Britz–Fürstenberg wird teilweise als Fahrraddraisinenstrecke genutzt. Sie war 1996 damit die erste ihrer Art in Deutschland. Der Radfernweg Berlin–Kopenhagen durchquert die Stadt auf der Strecke Bredereiche–Himmelpfort–Ravensbrück–Fürstenberg–Steinförde.

Motorisierung in Fürstenberg/Havel 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014
Zugelassene PKW (zum 1.1.)[14] 3 269 3 227 3 203 3 234 3 219 3 217 3 228
PKW je 1.000 Einwohner (31.12.Vj.) 502 501 504 517 532 539 542

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Gedenktafel für Heinrich Schliemann

In Fürstenberg geboren[Bearbeiten]

Mit Fürstenberg verbunden[Bearbeiten]

  • Friedrich Carl Ludwig von Kardorff (* 1812; † 1870), Jurist und Politiker, Richter in Fürstenberg
  • Anton Probsthan (* 1792; † 1882), Lützower Jäger und Rektor der Stadtschule Fürstenberg
  • Heinrich Schliemann (* 1822; † 1890), Archäologe, 1836–1841 Lehrling in Fürstenberg
  • Otto Hammann (* 1852; † 1928), Jurist und Pressereferent, starb in Fürstenberg
  • Oskar Minkowski (* 1858; † 1931), Mediziner, starb in Fürstenberg
  • Hans Joachim von Reitzenstein (* 1881; † 1935), Schriftsteller, starb in Fürstenberg
  • Carl Ernst Hinkefuß (* 1881; † 1970), Reklamekünstler, Graphiker und Verleger, starb in Fürstenberg
  • Hans Runge (* 1892; † 1964), Gynäkologe und Geburtshelfer, verbrachte Kindheit und Jugend in Fürstenberg
  • Willi Schultz (* 1896; † 1961), Politiker, starb in Fürstenberg
  • Egon Wagenknecht (* 1908; † 2005), Forst- und Jagdwissenschaftler, lebte zeitweise im Forsthaus Altthymen, Schüler in Fürstenberg
  • Claus Mansfeld (* 1902; † 1973), Polizeioffizier, Mitbegründer der Kommunistischen Partei Deutschlands in Fürstenberg
  • Semjon Konstantinowitsch Kurkotkin (* 1917; † 1990), Marschall der Sowjetunion, Kommandeur der 2. Garde-Panzerarmee in Fürstenberg
  • Lori Ludwig (* 1924; † 1986), Schriftstellerin, starb in Fürstenberg
  • Lothar Kolditz (* 1929), Chemiker, Einwohner von Fürstenberg

Literatur[Bearbeiten]

  • Literatur über Fürstenberg/Havel in der Landesbibliographie MV
  • Florian von Buttlar, Stefanie Endlich, Annette Leo: Fürstenberg-Drögen – Schichten eines verlassenen Ortes, Reihe Deutsche Vergangenheit, Band 106, 221 Seiten, Edition Hentrich 1994, ISBN 3-89468-116-0
  • Birgit Haupt, Hanne Walter, Waltraut Meinow (Hrsg.): Fürstenberg an der Havel – Wasserstadt mit Geschichte(n): Von der besetzten Garnisonstadt zur Touristenidylle. Regia, (erschienen: 2005), ISBN 3-937899-51-0
  • Kurt Neis: Fürstenberg/Havel. Eine Perle ohne Glanz? – Erinnerungen und Betrachtungen aus der Zeit von 1946 bis zur Gegenwart 2012. Text- und Bildband. 896 Seiten. aktual. Auflage 2012. Druck: Lebenshilfe e. V. Märkisch Oderland, Strausberg, Selbstverlag.
  • Wolfgang Jacobeit, Wolfgang Stegemann (Hg.): Fürstenberg/Havel – Ravensbrück.
Band 1: Von den Anfängen bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Hentrich & Hentrich Verlag, Berlin, 1998, ISBN 978-3-933471-13-0
Band 2: Wechselnde Machtverhältnisse im 20. Jahrhundert. Hentrich & Hentrich Verlag, Berlin, 2004, ISBN 978-3-933471-42-0
Band 3: Auf dem Weg ins 21. Jahrhundert. Hentrich & Hentrich Verlag, Berlin, 2011, ISBN 978-3-941450-26-4
  • Das Rheinsberg-Fürstenberger Seengebiet (= Werte unserer Heimat. Band 25). 1. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1974.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fürstenberg/Havel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Mitteilung des Innenministeriums Brandenburg.
  3. Geofachdaten. Grenzen. Verwaltungsgrenzen. In: brandenburg-viewer. Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg, abgerufen am 4. September 2014.
  4. Geofachdaten. Historische Daten. Deutsches Reich (1902–48). In: brandenburg-viewer. Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg, abgerufen am 4. September 2014.
  5. Hauptsatzung der Stadt Fürstenberg/Havel vom 19. 12. 2008 veröffentlicht im Amtsblatt für die Stadt Fürstenberg/Havel Nr. 1 / Woche 4 22. Januar 2009 (PDF; 80 kB)
  6. a b Zahlen und Fakten. Stadt Fürstenberg/Havel, abgerufen am 6. September 2014.
  7. a b Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg - Stadt Fürstenberg/Havel
  8. II lit. b Nr. 1 Verordnung zur Durchführung des Gesetzes vom 28. Juni 1950 über die Änderung der Grenzen der Länder. Vom 13. Juli 1950. Provisorische Regierung der Deutschen Demokratischen Republik.
  9.  Wolfgang Blöß: Umbruch und Namen. Ortsnamenpolitik in Brandenburg 1945–1952. In: Jahrbuch für die Geschichte Mittel- und Ostdeutschlands. Band 55, 2009, ISBN 978-3-598-23204-6, S. 166–230, hier: 218 f. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  10. Geheimoperation Fürstenberg. Der Spiegel, 17. Januar 2000.
  11. Standortdatenbank der Nationalen Volksarmee, der Grenztruppen der DDR und der sowjetischen (russischen) Streitkräfte in der DDR. Militärgeschichtliches Forschungsamt, abgerufen am 6. September 2014.
  12.  Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Land Brandenburg (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Oberhavel (= Beitrag zur Statistik. Band 19.7). Potsdam 2006, S. 26 (PDF-Datei; 0,3 MB).
  13. Ergebnisse der Kommunalwahl vom 25.Mai 2014
  14. Kraftfahrt-Bundesamt Statistik Fz3