Fürstenberg (Weser)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Fürstenberg
Fürstenberg (Weser)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Fürstenberg hervorgehoben
Koordinaten: 51° 44′ N, 9° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Holzminden
Samtgemeinde: Boffzen
Höhe: 201 m ü. NHN
Fläche: 3,26 km2
Einwohner: 1099 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 337 Einwohner je km2
Postleitzahl: 37699
Vorwahl: 05271
Kfz-Kennzeichen: HOL
Gemeindeschlüssel: 03 2 55 014
Adresse der Verbandsverwaltung: Heinrich-Ohm-Straße 21
37691 Boffzen
Webpräsenz: www.gemeinde-fuerstenberg.de
Bürgermeister: Michael Weber (SPD)
Lage der Gemeinde Fürstenberg im Landkreis Holzminden
Hessen Nordrhein-Westfalen Landkreis Hameln-Pyrmont Landkreis Hildesheim Landkreis Northeim Arholzen Bevern (Landkreis Holzminden) Bevern (Landkreis Holzminden) Bodenwerder Boffzen Boffzen Derental Derental Derental Derental Boffzen (gemeindefreies Gebiet) Brevörde Deensen Deensen Deensen Grünenplan (gemeindefreies Gebiet) Grünenplan (gemeindefreies Gebiet) Grünenplan (gemeindefreies Gebiet) Delligsen Dielmissen Eimen Eimen (gemeindefreies Gebiet) Eschershausen Eschershausen (gemeindefreies Gebiet) Eschershausen (gemeindefreies Gebiet) Fürstenberg (Weser) Golmbach Halle (Weserbergland) Hehlen Hehlen Heinade Heinade Heinade Heinsen Heyen Holenberg Holzen (bei Eschershausen) Holzminden Holzminden Holzminden (gemeindefreies Gebiet) Kirchbrak Lauenförde Lenne (Niedersachsen) Lüerdissen Merxhausen (gemeindefreies Gebiet) Negenborn Ottenstein (Niedersachsen) Pegestorf Polle Stadtoldendorf Vahlbruch Wangelnstedt Wenzen (gemeindefreies Gebiet)Karte
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Fürstenberg ist eine Gemeinde im Landkreis Holzminden, die im Süden Niedersachsens (Deutschland) liegt. Die Gemeinde befindet sich an der Weser und am Westrand des Sollings in der Nähe von Höxter und Holzminden. Fürstenberg ist staatlich anerkannter Ausflugsort. Die Porzellanmanufaktur Fürstenberg, gegründet 1747, ist die drittälteste Porzellanmanufaktur Deutschlands.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1747 ordnete Herzog Carl I. die Einrichtung einer Porzellanfabrik an. Wahrscheinlich führte dies auch zur Einrichtung einer Postexpedition an der Postroute Braunschweig–Holzminden.

In der Dorfmitte befindet sich der Hussmannplatz mit Bronzepferd, das vom aus Berlin geflohenen Künstler Albert Hinrich Hussmann[2] (* 1874 Lüdingworth bei Cuxhaven - † 1946 Fürstenberg) geschaffen wurde. Es wurde zu Zeiten der Berliner Luftbrücke ausgeflogen; dafür wurden die Beine abgesägt.

Während des Kalten Krieges wurde zwischen Fürstenberg und Boffzen ein Munitions- und Treibstoffdepot (Forward Storage Site) für das belgische I. Korps aus Köln-Weiden (auch für das 43. Artilleriebataillon in Brakel) errichtet. Es bestand bis 1994.

1996 lebten 1338 Einwohner in der Gemeinde.

Bis Ende 2010 war Fürstenberg staatlich anerkannter Erholungsort.

Ortsname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alte Bezeichnungen des Ortes sind um 1350 Vorstenberch, 1369–1370 Vorstenberg, 1399 Forstinberg, 1410 Furstenberge, 1446 Forstenbergk und 1495 Forstenberg. Der Ortsname ist eine Bildung mit dem Grundwort „‑berg“. Mit dem Appellativ „vörste“ („Fürst“) liegt ein plausibles Bestimmungswort vor, denn dieses Wort erscheint häufig in Burgen- und Schlössernamen. „Fürst“ wäre eine überzeugende Deutung, aber es gibt eine weitere Deutungsmöglichkeit durch das Wort „First“ („Giebel, obere Kante“). Die hervorgehobene Lage Fürstenbergs auf dem Kathagenberg würde diese Deutung stützen. Letztlich sind beide Deutungen möglich.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindewahl 2016
Wahlbeteiligung: 55,15 %
 %
80
70
60
50
40
30
20
10
0
75,26 %
13,03 %
11,71 %

Der Gemeinderat setzt sich nach der Kommunalwahl vom 11. September 2016 zusammen aus:

  • SPD: 8 Sitze (75,26 %)
  • FDP: 1 Sitz (13,03 %)
  • GRÜNE: 1 Sitz (11,71 %)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marina Zimmermann übernahm am 5. Juni 2014 das Bürgermeisteramt von Uwe König (SPD). Ihr Nachfolger ist Michael Weber (SPD).[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Fürstenberg
Christuskirche

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der am 10. Dezember 1888 gegründete Männer-Turn-Verein Fürstenberg[6] ist mit etwa 480 Mitgliedern der größte Verein der Gemeinde. Die Mitglieder verteilen sich auf die Abteilungen Fußball, Turnen, Volleyball und Taekwon-Do. Im Kalenderjahr werden mehrere Veranstaltungen ausgerichtet, zum Beispiel das Fußballturnier um den Allersheimer-Sommer-Cup.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Ort führt die niedersächsische Landesstraße 550 nördlich über Boffzen nach Holzminden und südlich über Meinbrexen nach Lauenförde. Über die Kreisstraße 53 oder über eine Abzweigung der L 550 bei Meinbrexen gibt es eine Verbindung nach Derental. Über die in Boffzen abzweigende L 549 besteht eine Verbindung östlich nach Neuhaus im Solling.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. http://www.bronze-shop.com/kuenstler/Albert+Heinrich+Hussmann
  3. Der Ortsnamenforscher auf NDR 1 Niedersachsen, Recherche Jürgen Udolph
  4. Torsten Wegener: Neuer Bürgermeister für Fürstenberg. In: Neue Westfälische (online). Zeitungsverlag Neue Westfälische GmbH & Co. KG, 4. Dezember 2015, abgerufen am 10. Dezember 2015.
  5. Informationen zur Christuskirche Fürstenberg
  6. http://www.mtv-fürstenberg.de/
  7. http://www.mtv-fürstenberg.de/index.php/de/der-mtv/ehrenmtiglieder/busche

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fürstenberg (Weser) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien