Fürstengruft (Celle)

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Die Fürstengruft in Celle ist die Grablege der sogenannten „Celler Linie“ der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg. 17 Mitglieder aus der Familie der Welfen wurden in der Fürstengruft, 4 unter dem Chor der Stadtkirche St. Marien beigesetzt.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herzog Wilhelm der Jüngere ließ die Gruft für sich und seine fürstliche Familie 1576 anlegen. Bis zum Erlöschen der Celler Linie der Welfen 1705 diente die Gruft diesem Zweck.[1]

Später kamen noch die Leichname zweier weiterer Persönlichkeiten hinzu, die beide wegen einer Liebes-Affäre bekannt blieben:

Särge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kupferstich des Castrum Doloris (Trauergerüst), das 1705 in der Celler Stadtkirche zur Aufbahrung des Sarges von Herzog Georg Wilhelm errichtet wurde
Prachtsarg von Herzog Georg Wilhelm

In der Fürstengruft finden sich die teilweise prächtig ausgestatteten Särge der Verstorbenen, darunter drei Kindersärge und ein Kasten aus Zink, in dem lediglich das Herz von Herzog Georg Wilhelm aufbewahrt sein soll.[1]

Eine Besonderheit stellt der Prachtsarg für Herzog Georg Wilhelm dar. Der Sarg aus Kupferblech ist eine Arbeit des Celler Kunstschmiedes P. C. Hornung. Von dem hannoverschen Gold- und Silberschmied Conrad Hölling ist er versilbert und vergoldet worden. [1]

Die Särge folgender Persönlichkeiten, deren häufig kurze Lebenszeit auffällt, finden sich in der Fürstengruft:

sowie

Grabplatten im Chor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Ostwand des Chores hinter dem Altar der Kirche wurden im 17. Jahrhundert die Grabplatten vier weiterer Mitglieder der herzoglichen Familie aufgestellt. Alle vier Grabplatten zeigen die Persönlichkeiten teilweise in Rüstung sowie ihre Wappen:

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • N.N.: Die Fürstengruft und die Grabplatten der Herzöge zu Braunschweig-Lüneburg in der Stadtkirche St. Marien Celle, mit Fotos von Dietrich Klatt, Friedrich Kremzow und Ralf Pfeiffer illustriertes Faltblatt, im Format DIN A5 (4 Seiten, o.O., o.D.) von Heide Kremzow gestaltet, nach: Dietrich Klatt: Kleiner Kunstführer Schnell & Steiner Nr. 1986, 2008

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h N.N.: Die Fürstengruft und die Grabplatten ... (siehe Literatur)
  2. Anmerkung: Das Geburtsdatum 1774 auf dem Faltblatt (siehe Literatur) weicht ab auf dem bisher (Stand: 01/2013) im Wikipedia-Artikel Margarethe von Braunschweig-Lüneburg ohne Einzelnachweis angegebenen Datum 1583
  3. Gerd Weiß: Berggarten in: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Baudenkmale in Niedersachsen, Stadt Hannover, Teil 1, [Bd.] 10.1, hrsg. von Hans-Herbert Möller, ISBN 3-528-06203-7, S. 207., sowie Anlage Herrenhausen, in: Verzeichnis der Baudenkmale gem. § 4 (NDSchG) (ausgenommen Baudenkmale der archäologischen Denkmalpflege), Stand 01.07.1985, Stadt Hannover, Niedersächsisches Landesverwaltungsamt - Institut für Denkmalpflege, S. 15f.

Koordinaten: 52° 37′ 28″ N, 10° 4′ 52″ O