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Fürstenhaus Göstling an der Ybbs

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Langhaus, Blick zum Chor

Das Fürstenhaus Göstling an der Ybbs steht im Osten des Ortskernes von Göstling der Marktgemeinde Göstling an der Ybbs im Bezirk Scheibbs in Niederösterreich. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz (Listeneintrag).

Das Gebäude auf Göstling Nr. 1 / Groß-Pachleiten als ehemaliges Gewerkenhaus wurde im Jahr 1305 urkundlich genannt. Von 1731 bis 1864 stand das Gebäude im Eigentum der Familie Fürst. Im Jahr 1878 entstand die Stiftung eines Kinderheimes für Forstarbeiter durch Bettina Rothschild, verheiratet mit Albert Salomon Anselm von Rothschild. Seit 1950 ist das Gebäude im Besitz der Gemeinde.

Der hakenförmige, zweigeschoßige Baublock mit einem zweigeschoßigen Schopfwalmdach ist aus dem 17. Jahrhundert. Es zeigt eine riesenpilastergegliederte Fassade mit eigenwilligen Stuckkapitellen. Die Stegrahmenfenster und schmiedeeisernen Fensterkörbe im Erdgeschoß entstanden im zweiten Viertel des 18. Jahrhunderts, einige Stegrahmenfenster sind älter und aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts. Ein korbbogiges Steingewändeportal zeigt die Inschrift 1666 und ein Wappen sowie ein Oberlichttürblatt um 1800.

Im Gebäudeinneren gibt es einen Mittelflur unter einem kreuzgratig geöffneten Tonnengewölbe. Die Treppenbrüstung mit einem eingebauten ehemaligen Grenzstein mit der Inschrift 1693 beinhaltet auch ein Schmiedeeisengitter bezeichnet mit Johann Fürst 1844. Im Erdgeschoß gibt es eine abgeteilte 2 x 3-jochige kreuzgratgewölbte Säulenhalle aus dem dritten Viertel des 17. Jahrhunderts und eine Stuckfelderdecke aus dem 18. Jahrhundert.

Koordinaten: 47° 48′ 27,4″ N, 14° 55′ 59,2″ O