Fürstenberg Brauerei

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Fürstlich Fürstenbergische Brauerei GmbH & Co. KG

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Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1283
Sitz Donaueschingen, Deutschland
Leitung Georg Schwende, Raphael Rauer
Mitarbeiterzahl 353[1]
Umsatz 81,24 Mio. EUR[1]
Branche Brauerei
Website www.fuerstenberg.de
Stand: 31. Dezember 2018

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Die Fürstenberg Brauerei ist ein Unternehmen der Paulaner Brauerei Gruppe, bis 2004 war das Unternehmen im Besitz der deutschen Familie Fürstenberg. Die Brauerei braut Pils, Export, Weizenbier und andere Biersorten in Donaueschingen. Fürstenberg beliefert neben der Gastronomie auch Groß- und Einzelhändler vornehmlich im süddeutschen Raum.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Grafen (später Fürsten) zu Fürstenberg besaßen seit 1283 das Brauprivileg.[2] Der Aufbau einer größeren Brauerei begann im 18. Jahrhundert, als Anton Egon Fürst zu Fürstenberg am heutigen Standort der Brauerei in Donaueschingen den Grundstein für eine größere Braustätte legte.

Das fürstliche Bier aus Donaueschingen wurde schon bald außerhalb des Fürstentums getrunken. Mit den ersten Eisenbahnen wurde das Bier im 19. Jahrhundert bereits über größere Strecken ausgeliefert. Die Brauerei gehörte damit zu den ersten Versandbrauereien Deutschlands. 1895 begann die Brauerei – wieder als eine der ersten in Deutschland – mit der Produktion von Bieren „Pilsener Brauart“. Das Fürstenberg-Pilsener wurde 1900 von Kaiser Wilhelm II. zum „Tafelgetränk Seiner Majestät“ erhoben.[3]

International bekannt wurden die Fürstenberg-Biere durch Verträge mit Transport- und Reiseveranstaltern. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatten die Schiffe der Hapag und des Norddeutschen Lloyd das Fürstenberg-Pilsener an Bord. Weitere Kunden waren die Mitropa, die Lufthansa und die Zeppelin-Reederei. Seit den 1960er Jahren kaufte die Brauerei mehrere andere Brauereien auf und legte diese jeweils ein paar Jahre später still, wie Bilger in Gottmadingen (eine der vier größten in Südbaden) und Riegeler in Riegel am Kaiserstuhl, wobei die Produktion des Riegeler Bieres nach Donaueschingen verlagert wurde. Seit 2005 gehört die Brauerei zur Brau Holding International AG (heute: Paulaner Brauerei Gruppe),[4].

Die heutige Brauanlage gehört zu den größten Braustätten Deutschlands und ist die erste Brauerei, die mit dem Qualitätszertifikat nach DIN EN ISO 9001 und der Umweltzertifizierung nach der Öko-Audit-Verordnung durch die DQS ausgezeichnet wurde.

Die Fürstlich Fürstenbergische Brauerei KG hatte 2003 einen Absatz von 700.000 Hektolitern Bier erreicht und erzielte mit rund 290 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 57 Mio. Euro. Zum 725-jährigen Jubiläum der Verleihung des Braurechts an die Familie Fürstenberg wurde das „Edelbräu“ (Pilsener Brauart) auf den Markt gebracht.

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fürstenberg Verwaltungsgebäude

Die Brauerei füllt in 0,33-l-, 0,5-l-Flaschen und in 0,5-l-Dosen ab. Es werden folgende Biersorten angeboten (Stand Mai 2020):

  • Fürstenberg Premium Pilsener
  • Fürstenberg Original Export
  • Fürstenberg Weizen Hefe Hell
  • Fürstenberg Weizen Hefe Dunkel
  • Fürstenberg Weizen Kristall
  • Fürstenberg Natur Radler
  • Fürstenberg Natur Radler Grapefruit
  • Fürstenberg Zitrus Radler 0,0% Alkoholfrei
  • Fürstenberg Premium Pilsener 0,0% Alkoholfrei
  • Fürstenberg Edelbräu

Saisonale Biere:

  • Fürstenberg Winterbier

Riegeler Biere (Vorgeschichte siehe Riegeler Brauerei)

  • Riegeler Pils
  • Riegeler Export
  • Riegeler Landbier

Bilger Bier

  • Bilger Stümple

Im April 2014 wurde das „Bilger Stümple Helles Bier“ in der original 0,33-l-Steiniflasche auf den Markt gebracht,[5] nachdem die Gottmadinger Brauerei Bilger 1968 von Fürstenberg gekauft und die Produktion 1976 eingestellt worden war.

Zusätzlich wird in Donaueschingen das Bären Pilsner der ehemaligen Schwenninger Bärenbrauerei (1797–1977) produziert.[6]

Sponsoring[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fürstenberg unterstützt teilweise seit Jahrzehnten verschiedene Festivals wie das Bang-Your-Head-Festival in Balingen, das Zelt-Musik-Festival in Freiburg oder die Donaueschinger Musiktage.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen ist langjähriger Sponsor der Eishockeymannschaft Schwenninger Wild Wings. Außerdem wird das Reitturnier CHI Donaueschingen, der Schwarzwaldpokal in Schonach und das ebenfalls dort stattfindende Weltcup-Finale der Nordischen Kombination unterstützt.

Fasnet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fürstenberg engagiert sich vor allem bei regionalen Kulturveranstaltungen wie der Fasnet. Dazu werden die Flaschen diverser Produkte als „Fasnetbier“ vermarktet. Das Design des Etiketts ändert sich jedes Jahr, indem jeweils eine Fasnetsfigur zweier Narrenzünfte der Region abgebildet werden. Ergänzt werden die Figuren um Terminankündigungen von Narrentreffen der abgebildeten Zünfte, die in der jeweiligen Fasnetssaison stattfinden. Fürstenberg tritt bei diesen Veranstaltungen meist als Hauptsponsor und exklusiver Bierlieferant auf. Das Flaschendesign sowie deren zwei Narrenzünfte werden durch diverse Kommunikationsmaßnahmen wie z. B. Werbemittel präsentiert.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Fürstenberg Brauerei – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 im elektronischen Bundesanzeiger
  2. Fürstenberg Brauerei. In: Sauwettertipps. Sonderheft der Bodensee-Ferienzeitung. Ausgabe 2/2009. Südkurier GmbH Medienhaus, Konstanz 2009, S. 13.
  3. 1900 Tafelgetränk Seiner Majestät. In: Geschichte der Brauerei. Fürstlich Fürstenbergische Brauerei GmbH & Co. KG, abgerufen am 14. März 2016.
  4. Susanne Maerz: Qualität, Vielfalt, Regionalität. Brauereien aus dem Südwesten, in: Wirtschaft im Südwesten, Juli/August 2014, S. 6–10, hier S. 7.
  5. Amtsblatt Gottmadingen 22. Jahrgang Nr. 17 vom 25. April 2014
  6. Badische Zeitung, 23. Januar 2009