FC Bayern München (Frauenfußball)

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FC Bayern München
(Frauenfußball)
Logo des FC Bayern München
Basisdaten
Name FC Bayern München AG
Sitz München
Gründung 7. Juni 1970
(FC Bayern München e. V.)
14. Februar 2002
(FC Bayern München AG)
Farben Rot-Weiß
Website fcbayern.com/de/teams/frauen
Erste Mannschaft
Cheftrainer Jens Scheuer
Spielstätte Grünwalder Stadion / FC Bayern Campus
Plätze 15.000 / 2.500
Liga Bundesliga
2018/19 2. Platz
Heim
Auswärts
Alternativ

Die Frauenfußballabteilung des FC Bayern München besteht seit dem 7. Juni 1970. In den Anfangsjahren des modernen deutschen Frauenfußballs zählte die Mannschaft zu den Großen und gewann 1976 die deutsche Meisterschaft. Nach wechselhafter Geschichte spielt das Team seit 2000 wieder in der Bundesliga, der es bereits als Gründungsmitglied angehörte. 2012 gewannen die Münchnerinnen den DFB-Pokal, 2015 und 2016 zum zweiten bzw. dritten Mal die deutsche Meisterschaft.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1970 bis 2000[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gründung der Frauenfußball-Abteilung des FC Bayern fand am 7. Juni 1970 mit der Notiz "Start im Damenfußball beim FC Bayern München eV" statt. Dies geschah drei Monate vor der Aufhebung des seit 1955 geltenden Verbots des DFB zur Gründung von Frauenfußball-Abteilungen. Schon 1967 soll es aber laut Vereinszeitschrift des FC Bayern 74 Frauen gegeben haben, welche eine Frauenabteilung innerhalb des Vereins gegründet hatten.

Nach der offiziellen Gründung im Juni 1970 wurde eine Spielerinnensichtung an der Säbener Straße durchgeführt und eine erste Mannschaft zusammengestellt. Bis zu den ersten offiziellen Spielen dauerte es allerdings noch bis Mitte 1972. Schon gleich die erste Saison wurde mit der Meisterschaft des Großraums München gefeiert. Die Bilanz: 28:0 Punkte, 114:2 Tore. Den oberbayerischen Meistertitel sicherte man sich vor 1200 Zuschauern mit einem 7:0 über den FC Ehekirchen. Neben den Meisterschaftsspielen wurden Trainingslager abgehalten und internationale Freundschaftsspiele organisiert. So unter anderem ein Spiel gegen Italien, welches mit 2:1 gewonnen werden konnte.[1]

In der Folgesaison konnten die Frauen des FC Bayern erstmals die bayerische Meisterschaft erringen. Es war die erste von insgesamt 19 Titeln in Folge. Das Finale gegen Landshut wurde im, damals neuen, Olympiastadion ausgetragen und endete mit 4:2. Trainer der Mannschaft war Fritz Bank und die Kapitänin Olga Schütz. Neben Schütz war auch Maria Meissner Teil des Teams. Meissner war maßgeblich an der Gründung der Frauenabteilung beteiligt und sollte später als die Mutter der Pokale bekannt werden. Im Finale um den Goldpokal 1973, eine inoffizielle deutsche Meisterschaft, unterlagen die Frauen dem TuS Wörrstadt mit 1:3 in Rüsselsheim.

In der 1974 erstmals offiziell ausgetragenen Deutschen Meisterschaft der Frauen scheiterten die Bayern bereits in der Gruppenphase und wurden dort nur Zweiter hinter dem SV Bubach-Calmesweiler. Ein Jahr später machte man es besser und erreichte erstmals das Finale. In Bad Godesberg traf man auf einen Bonner SC, der damals mit Spielerinnen wie Beverly Ranger, Anne Trabant-Haarbach und Christa Nüsser auf dem Höhepunkt seiner Zeit war. Vor 2.337 Zuschauern ging das Endspiel mit 2:4 verloren.

Auf dem Weg zur ersten deutschen Meisterschaft, nur ein Jahr nach der Finalniederlage gegen den Bonner SC, nahm man an eben jenem Revanche. In der Gruppenphase 1976 bezwang man die Bonnerinnen in den entscheidenden Spielen um den Einzug in das Halbfinale mit 4:3 nach Hin- und Rückspiel. Im Finale hieß der Gegner Tennis Borussia Berlin. 3.700 Zuschauer sahen im Siegener Leimbachstadion eine Partie, die nach 60 Minuten in die Verlängerung ging. Die Frauen des FC Bayern, die bis auf Jutta Lehner und Cornelia Doll mit der gleichen Elf wie im Finale 1975 antraten, gingen zweimal in Führung, ehe jeweils Rita Cygon für die Borussia ausgleichen konnten. In der Verlängerung waren es dann Mayerhofer und Niederlöhner die für den 4:2-Endstand und damit den ersten große Titel in der Geschichte der FC Bayern-Frauen sorgten. Aus der Meistermannschaft ging die spätere Trainerin Sissy Raith hervor. 1977 stieß die heutige Managerin Karin Danner als Spielerin zur Mannschaft.

1979 und 1982 stand man erneut im Finale um die Meisterschaft, vermochte aber die Vormachtstellung der SSG 09 Bergisch Gladbach, um Spielerinnen wie Silvia Neid, nicht zu durchbrechen und verlor beide Male. 1985 erreichten die Bayern letztmals ein Finale um die Meisterschaft, blieben aber erneut ohne den erhofften Erfolg. Monika Schmidt bestritt 1985 ihr Letztes von fünf Endspielen um die Meisterschaft für die Bayern. Sie ist damit die einzige Spielerin, die in allen fünf Finals im Trikot für die Roten auflief. Von 1985 bis zur Gründung der Frauenbundesliga 1990 scheiterten die Frauen auf dem Weg zum Endspiel um die Meisterschaft fast ausschließlich an Bergisch Gladbach, dem TSV Siegen und dem FSV Frankfurt.

Nach zwei Halbfinals, 1985 und 1986, erreichten die Frauen des FC Bayern 1988 erstmals das DFB-Pokal-Finale. Gegen den TSV Siegen mit der ehemaligen Bayern-Spielerin und zukünftigen Trainern der FCB-Frauen Sissy Raith, hatte man aber keine Chance. Das Finale ging 0:4 verloren und Silvia Neid erzielte einen Hattrick. Nur zwei Jahre später schaffte man es erneut in das Pokalfinale. Diesmal traf man auf den FSV Frankfurt. Auch wenn es abermals nicht zu einem Pokalsieg reichte, so fiel die Niederlage mit 0:1 doch deutlich knapper aus als 1988 gegen Siegen. Es sollte aber noch 12 weitere Jahre dauern, ehe die FC Bayern-Frauen erstmals den Pokal in Empfang nehmen konnten.

Auf dem DFB-Bundestag 1989 wurde die Einführung einer zweigleisigen Bundesliga zur Saison 1990/91 beschlossen. Die jeweils besten Mannschaften der damals 16 DFB-Mitgliedsverbände, nach Abschluss der Saison 1989/90, waren automatisch für die neue Bundesliga qualifiziert. So auch die Frauen des FC Bayern, die somit als Gründungsmitglied der Liga gelten. Die Freude darüber währte jedoch nicht lange. Schloss man die erste Saison 1990/91 noch auf Platz 4 in der Gruppe Süd ab, war man eine Saison später das Schlusslicht und stieg aus der Bundesliga in die Bayernliga ab. Nach acht langen Jahren und zum 30-jährigen Jubiläum der Frauenfußball-Abteilung gelang der Wiederaufstieg in die Bundesliga. Die Mannschaft gewann alle Saisonspiele und setzte sich in der Aufstiegsrunde, unter anderem gegen den SC Freiburg, durch.

Einer der Gründe für die Leistungsexplosion war das erhöhte Budget der FC Bayern-Frauen. Beeindruckt von der Frauen-WM 1999 in den USA, erhöhte Vereinspräsident Franz Beckenbauer den Etat der Abteilung von 50.000 auf 300.000 Mark.[2] Anteil am sportlichen Erfolg hatten unter anderem die damals erst 21-jährige Nadine Angerer die vom Stadtrivalen FFC Wacker München zu den Bayern gewechselt war, Tanja Wörle, Petra Wimbersky und die Routiniers Roswitha Bindl und Bärbel Weimar.

Rückkehr in die Bundesliga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Ziel eines Platzes im Mittelfeld gingen die Bayern die erste Bundesliga-Saison seit 1990/91 an. Der Kader blieb dabei weitestgehend unverändert und nur wenige Neuzugänge kamen zur Mannschaft, so unter anderem Nathalie Bischof (spätere Trainerin der Zweiten Mannschaft) und Sandra de Pol. Der Pokalfinalist des Vorjahres, Siegen, war der Gegner zum Auftakt und konnte überraschend mit 4:1 bezwungen werden. Neuzugang Bischof sorgte nach der Pause für den Ausgleich und erzielte somit das erste Tor für die Bayern in der Bundesliga seit 1991.[3] Am Ende der Saison konnte der avisierte Platz Mittelfeld, mit dem 6. Platz, erreicht werden und Petra Wimbersky wurde mit 13 Treffern die Mannschaftsinterne Torschützenkönigin. Allerdings verloren die Bayern ihre Stammtorhüterin Nadine Angerer, die überraschend zum Ligakonkurrenten aus Potsdam wechselte.[4]

Mit der Gründung im Jahr 1970 gehörte die Frauenfußball-Abteilung dem FC Bayern München e.V. an. Dies änderte sich im Februar 2002 mit der Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung der Herren sowie der Frauenfußball-Abteilung in die FC Bayern München AG. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 14. Februar 2002 stimmten 1356 Mitglieder für die Ausgliederung.[5][6]

Nach einem 4. Platz (2001/02) und einem 5. Platz (2002/2003) erlebten die Frauen des FC Bayern einen schweren Start in die Saison 2003/04. Bis zum Jahresende standen gerade einmal sieben Punkten aus acht Spielen zu buche. Im August 2003 kam man beim 1. FFC Frankfurt gar mit 1:8 unter die Räder und die ehemalige Bayern-Spielerin Wimbersky erzielte 4 Tore. Infolge des schlechten Saisonstarts wurde Ende des Jahres der langjährige Trainer Peter König entlassen und Co-Trainerin Sissy Raith übernahm das Amt.[7][8] Nach 27 Punkten aus der Rückrunde beendeten die Bayern die Spielzeit auf Platz 5. Wichtig für die Bayern war die Rückkehr von Pavlína Ščasná. Die Tschechin verließ die Bayern in Richtung Amerika nachdem sie in der Aufstiegssaison 14 Tore erzielen konnte. Zur zweiten Saisonhälfte traf sie 10-mal in 14 Spielen. Ihren Platz als Torjägerin übernahm derweil die Österreicherin Nina Aigner die am Ende auf 16 Treffer kam. Einer weniger als 2002/03.

In der ersten vollen Saison unter Trainerin Raith musste die Mannschaft den Abgang von Simone Laudehr verkraften. In der Hinrunde kam sie unter Peter König gar nicht zum Einsatz, während sie in der Rückrunde unter Raith alle Spiele bestritt. Ein Angebot vom FCR Duisburg bewog sie jedoch zu einem Wechsel. Alle Abgänge wurden fast ausschließlich mit Nachwuchsspielerinnen kompensiert. Dennoch langte es am Ende zu einem 4. Platz in der Liga und man erreichte nach 1990/91 erstmals wieder ein Halbfinale des DFB-Pokals, wo man am späteren Sieger aus Potsdam mit 0:2 scheiterte. Ein Jahr später kam es an gleicher Stelle zu einem erneuten Aufeinandertreffen der beiden. Wieder behielten die Turbininnen die Oberhand und gewann mit 3:1. In der Liga lief es dagegen nicht ganz so gut. Im Auftaktspiel gegen den SC Freiburg traf Neuzugang Julia Simic im Alter von 17 Jahren zur 1:0-Führung und die Bayern gewannen am Ende mit 3:2. Doch schon im nächsten Spiel kam das böse Erwachen. Wie schon 2003 ging man gegen den FFC aus Frankfurt mit 1:8 unter. Diesmal allerdings zu Hause. Bis heute die höchste Heimniederlage der FC Bayern-Frauen in der Bundesliga. Mit 6:2 gegen den FFC Brauweiler Pulheim 2000 und 7:0 gegen den FSV Frankfurt gab es auch hohe Heimsiege zu verbuchen. Es änderte aber nichts an einer holprigen Saison an der unter dem Strich nur der 8. Platz, und das damit bis heute schlechteste Saisonergebnis seit dem Abstieg 1992 steht.

Danach kehrte wieder Stabilität im Ligaalltag ein. Bis zum Abgang von Trainerin Raith konnte noch zweimal der 4. Platz in der Liga belegt und erneut das Halbfinale im Pokal erreicht werden. Sissy Raith wechselte im Sommer 2008 als Verbandstrainerin zum BFV. Bereits im Winter wurde mit Günther Wörle vom TSV Crailsheim ihr Nachfolger verpflichtet, der damit die Trainerära Wörle beim FCB begründete.[9]

Mit Islacker, Baunach, Roth, Eder, de Pol, Rech, Bürki, Šimić, Aigner und Nicole Banecki konnte Günther Wörle auf einen sehr talentierten, und aus heutiger Sicht, namhaften Pool an Spielerinnen, zurückgreifen. Hinzu kamen die Neuzugänge Melanie Behringer und Ivana Rudelic. Tanja Wörle kehrte mit ihrem Vater nach München zurück und aus der Jugend kam die junge Österreicherin Carina Wenninger in die 1. Mannschaft. Man war also bestens präpariert für die Saison 2008/09, die früh zu einem Vierkampf, bestehend aus den FC Bayern Frauen, dem FCR Duisburg, Turbine und dem FFC Frankfurt heranwuchs. Nachdem Turbine und der FCR sich am 5. Spieltag Unentschieden trennten, und die Bayern ihrerseits mit 5:1 in Wolfsburg gewannen, übernahmen sie erstmals die Tabellenspitze. Bis zum 21. Spieltag. Mit drei Punkten Vorsprung gegenüber den Potsdamerinnen hätte der FC Bayern mit Heimsieg gegen den FCR Duisburg, die Meisterschaft für sich entscheiden können. In Erwartung einer Meisterfeier strömten über 3.000 Zuschauer in den Sportpark nach Ascheim und mussten mit leeren Händen wieder nach Hause zurückkehren. 0:4 stand es zum Schluss der Partie aus der Sicht der Bayern. Inka Grings traf kurz vor der Pause zum 0:1 durch Elfmeter. Laudehr, Martini und nochmal Gings sorgten für den Endstand und brachten die Duisburger wieder zurück in das Meisterschaftsrennen.[10] Am letzten Tag der Spielzeit kam es somit zum „Herzschlagfinale“. Bayern auf Platz 2 und Turbine auf Eins trennten nur ein Tor. Duisburg lauerte auf Platz 3 mit 50 Punkten und einer wesentlich besseren Tordifferenz gegenüber den beiden anderen von +61. Zur Halbzeit stand es bei allen drei Partien Torlos. Zwischen der 52. und 57. Minute wechselte die Tabellenführung zwischen den Brandenburgerinnen und den Bayern hin und her. In der 61. Minute traf Anja Mittag zum 3:0 und stellte somit die finale Tabellenkonstellation her. Die Frauen des FC Bayern gaben bis zum Schluss alles, konnten aber trotz fünf Minuten Nachspielzeit, keinen weiteren Treffer erzielen und es blieb beim 3:0.

Wurde die Meisterschaft auch um ein Tor verpasst, so bedeutete der Vizemeistertitel die erstmalige Teilnahme an der Champions League. Aufgrund des schlechten Koeffizienten mussten die Bayern-Frauen zuerst nach Litauen reisen um dort die Qualifikationsrunde zu bestreiten. Glasgow, Gintra Universitetas und Norchi Dinamoeli waren jedoch keine große Hürde und der 19:0-Erfolg gegen Dinamoeli stellt auch heute noch einen Rekord dar. Nach dem man den Ungarischen Vertreter Viktória FC-Szombathely im Sechzehntelfinale ausgeschaltet hatte, war im Achtelfinale gegen HSC Montpellier Endstation. Nach einem 0:0 im Hinspiel in Montpellier war für das Rückspiel noch alles offen. Nach torlosen 90 Minuten in München beendete Hoda Lattaf in der 105. Minute alle Träume der Bayern auf ein Weiterkommen.[11] Der Erfolg in der Bundesliga vom Vorjahr, konnte nicht annähernd wiederholt werden. Mit sieben Saisonniederlagen und 20 Punkten Rückstand auf den Meister aus Potsdam langte es am Ende nur für Platz 4.

Wolfsburg und die Meisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

FC Bayern - VfL Wolfsburg, 2015

Standen die Frauen des FCB immer noch im Schatten der beiden "Großen" aus Frankfurt und Potsdam, und konnten diese noch nicht wirklich angreifen, erwuchs gleichzeitig in ihrem Schatten ein neuer großer Rivale des kommenden Jahrzehnts: Der VfL Wolfsburg.

Bis es soweit sein sollte, sollten aber noch ein paar Jahre verstreichen. Auf der Trainerbank stand zunächst ein familiärer Wechsel an. Aus gesundheitlichen Gründen trat Trainer Günther Wörle nach Beendigung der Saison 2009/10 von seinem Amt zurück. Sein Nachfolger wurde sein Sohn Thomas. Im Alter von 28 Jahren musste dieser seine Profikarriere an den Nagel hängen. Im Besitz einer Trainer B-Lizenz, wurden die Frauen des FC Bayern seine erste Trainerstation. Zu seinem Amtsantritt begrüßte Wörle Lena Lotzen und Rückkehrerin Wimbersky. Gleichzeitig verließen aber Islacker, Behringer, Rech und Carmen Roth die Mannschaft.

Die ersten Bundesligasaisons unter dem neuen Cheftrainer verliefen ähnlich wie in den Jahren zuvor. Um die Meisterschaft wurde nicht wirklich mitgespielt, aber es reichte meist für einen Platz unter den ersten Fünf. Im Pokal sah es da schon etwas anders aus. In der ersten Pokalsaison unter Wörle konnten die Mannschaft das Halbfinale erreichen und scheiterte dort mit 2:4 an der Turbine aus Potsdam. Nach 20 Minuten stand es bereits 0:3 für die Gästinnen. Zwar verkürzten Wenninger und Wimbersky auf 2:3, doch war es Nataša Andonova die in der 74. Minute den Endstand und damit das Ausscheiden auf heimischem Boden in Ascheim, besiegelte. Ein Jahr später, auf dem Weg zur ersten Trophäe seit 1976, machte es sich das Team um Trainer Wörle nicht einfach. Nach einem Freilos in der ersten Runde war der Zweitligist aus Saarbrücken der Gegner und wurde knapp mit 0:1 bezwungen. Gegen den USV Jena im Achtelfinale und den SC 07 Bad Neuenahr mussten die Spielerinnen jeweils in die Verlängerung, beziehungsweise in das Elfmeterschießen. Lediglich im Halbfinale gegen die Frauen des HSV aus Hamburg wusste man mit 5:2 zu überzeugen. Der Gegner im Finale am 12. Mai 2012 im Kölner RheinEnergieStadion hieß 1. FFC Frankfurt. Die Frauen des FC Bayern gingen als absoluter Außenseiter in die Partie. Nach einem torlosen Unentschieden zur Halbzeit brachte die Amerikanerin Sarah Hagen in der 63. Minute den FC Bayern 1:0 in Führung. Die in der 89. Minute eingewechselte Ivana Rudelic sorgte in der Nachspielzeit für das entscheidende 2:0 aus Sicht der Bayern.[12]

Während diese ihre erste Trophäe seit 1976 feierten, traten die Wolfsburgerinnen aus dem Windschatten hervor und sicherten sich ihre erste Vizemeisterschaft. In den beiden folgenden Spielzeiten konnte der VfL Wolfsburg seine beiden ersten Meistertitel erringen. Für die FC Bayern Frauen reichte es in den beiden Saisons, mit großem Abstand auf den Meister, nur zu einem 4. Platz. Die Niederlage im letzten Heimspiel am 1. Juni 2014 gegen die TSG aus Hoffenheim markierte die Letzte für knapp 2 Jahre und gleichzeitig den Sprung zur ersten Meisterschaft seit 1976. Am 10. Mai 2015 wurden die Fußballerinnen mit dem 2:0-Sieg im Heimspiel gegen die SGS Essen zum zweiten Mal und ungeschlagen deutscher Meister.[13] Ein Rekord der bis nur dem FFC aus Frankfurt in den Saisons 2001/02 und 2006/07 gelang. Zur Rückrundenpartie gegen den VfL im Februar 2015 sahen 2721 Zuschauer[14] ein 0:0 im Grünwalder Stadion, was einen neuen, und bis heute anhaltenden Zuschauerrekord für die FC Bayern Frauen bedeutete.

Tini Korpela mit der Meisterschale, 2015

Der Gewinn der Meisterschaft bedeutete nach 6 Jahren Abstinenz die Rückkehr auf die internationale Bühne. Diese waren jedoch nur von kurzer Dauer. Im Sechzehntelfinale der Women's Champions League 2015/16 schied der FC Bayern nach einem 2:2 im Rückspiel (Hinspiel 1:1) gegen die FC Twente Enschede ungeschlagen aus. Im Rückspiel traf die spätere Bayern-Spielerin Jill Roord zur Führung für Twente. Von dem Ausscheiden unbeirrt, zogen die Mannschaft in der Liga derweil weitere ihre Kreise. Im Vergleich zur Vorsaison war der Fußball weniger attraktiv, dafür aber effektiv. Für die erste Niederlage der Saison, und damit die erste nach 40 Spielen, sorgte Saskia Bartusiak in der 31. Minute des Heimspiels gegen den FFC Frankfurt am 17. April 2016.[15] Es hielt die Bayern jedoch nicht davon ab den zweiten Meistertitel in Folge einzufahren. Am 1. Mai 2016 konnte die Mannschaft bereits am 20. Spieltag, mit einem 5:0-Heimsieg gegen Bayer 04 Leverkusen, die deutsche Meisterschaft verteidigen.

Nach zwei Jahren der Meisterschaft blieb 2016/17 und 2017/18 hinter dem VfL Wolfsburg nur die Vizemeisterschaft. Trotzdem können beide Saisons auf jeweils ihre Art, als erfolgreich bezeichnet werden. In der Championsleague-Saison 16/17 konnte erstmals bis in das Viertelfinale vorgedrungen werden. Dort hieß der Gegner PSG gegen den Vivianne Miedema im Hinspiel vor über 7.000 Zuschauern im Grünwalder Stadion für den 1:0-Siegtreffer sorgte. Das Ergebnis aus dem Hinspiel war am Ende aber nicht genug. PSG ging nach einem 4:0-Erfolg im Parc des Princes als Sieger aus beiden Begegnungen hervor. Die internationale Reise endete eine Saison später schon im Sechzehntelfinale. Ein 0:1 und 1:2 gegen die Frauen des FC Chelsea bedeutete früh das Aus. Im nationalen Pokalwettbewerb lief es dafür besser und erstmals nach 2012 konnte wieder das Finale des DFB-Pokals erreicht werden. Auf dem Weg dorthin stellte der FC Bayern München im Viertelfinale am 13. März 2018 mit dem 15:0-Sieg beim Zweitligisten 1. FC Saarbrücken im DFB-Pokal-Wettbewerbs 2017/18 einen neuen Rekord für eine Viertelfinal-Begegnung auf und übertraf damit das 12:0 des 1. FFC Frankfurt, das dieser am 4. Dezember 2005 ebenfalls beim 1. FC Saarbrücken im Viertelfinale des DFB-Pokal-Wettbewerbs 2005/06 erzielt hatte.[16][17] Im Endspiel trafen die Bayern auf den neuen Rivalen aus Wolfsburg. Nach 120 torlosen Minuten ging es in das Elfmeterschießen. Zwar konnte Manuela Zinsberger zwei Elfmeter halten, doch am Schluss behielt der Favorit, mit 3:2 nach Elfmeterschießen, die Oberhand.

Nur eine Woche später kam es zum erneuten Aufeinandertreffen der beiden. Das besondere an dem Spiel war, dass es erstmals im Stadion des FC Bayern Campus ausgetragen wurde. Bis dahin galt das Stadion an der Grünwalder Straße in den letzten Jahren als ausschließliche Heimstätte. Zur Premiere im Campus kamen 2.130 Zuschauer und der Eintritt war frei.[18] Vor der Partie wurden mit Lena Lotzen und Viktoria Schnaderbeck zwei langjährige Spielerinnen verabschiedet. Während es für die Wolfsburgerinnen um nichts mehr ging, sie standen bereits als Meister fest, kämpfte das Team von Wörle noch um den 2. Platz und die damit verbundene Qualifikation zur Championsleague. Der VfL wurde mit 2:1 bezwungen, und nach einem Auswärtserfolg am letzten Spieltag gegen den FFC Frankfurt, sicherte man sich erneut die Vizemeisterschaft.

Der Start in die Saison 18/19 gelang mit einem 10:1-Auswärtserfolg, bei Bayer Leverkusen, perfekt. Es war gleichzeitig der höchste Sieg für die FC Bayern-Frauen in ihrer Bundesligageschichte. Am dritten Spieltag kam es bereits zum Aufeinandertreffen mit dem VfL aus Wolfsburg. Nach einer guten Vorbereitung, einem souveränen Erfolg im Pokal gegen den FF USV Jena. dem 10:1 gegen Leverkusen und einem 4:0 gegen den MSV Duisburg sahen sich die Bayern für das Auswärtsspiel beim VfL gewappnet. Sie erwischten jedoch einen Rabenschwarzen Tag und verloren am Ende mit 0:6. Nur zwei Wochen nach der Niederlage gab der FC Bayern München bekannt, dass man mit Trainer Thomas Wörle über den 30. Juni 2019 nicht verlängern wird.[19] Der Zeitpunkt der Pressemitteilung erweckte den Anschein, als ob sich der Verein auf Grund der Niederlage beim VfL Wolfsburg zum Saisonende trennen würde. Trainer Wörle stellte aber klar, dass man sich bereits vor der Saison darauf verständigt hatte, den Vertrag nicht verlängern zu wollen.[20] Mit Beginn der Winterpause wurde mit Jens Scheuer der Nachfolger von Wörle bekanntgegeben.[21]

Erste Mannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spielstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In ihrer Geschichte hatten die FC Bayern Frauen viele verschiedene Spielstätten. Seit den 2000er Jahren wurde abwechselnd in Schäftlarn, dem Dantestadion, dem Stadion an der Grünwalder Straße und dem Sportpark Aschheim gespielt. Seit der Saison 2013/14 gilt das Stadion an der Grünwalder Straße, das 15.000 Zuschauern Platz bietet, als Heimstätte der FC Bayern-Frauen.[22] In der Saison 2017/18 spielte die Mannschaft am 27. Mai 2018 erstmals im Stadion des neugebauten FC Bayern Campus, dem im Sommer 2017 eröffneten neuen Nachwuchsleistungszentrum des FC Bayern München. Dort empfing man den VfL Wolfsburg und gewann am Ende mit 2:1. Mit der Saison 2018/19 ging die Abteilung noch einen Schritt weiter und trägt alle Spiele des DFB-Pokals und der Champions League im Campus aus. Auch das Ligaspiel gegen Wolfsburg wurde erneut dort ausgetragen. Aufgrund von Engpässen bei den Spielstätten in München wird die Abteilung in der ersten Jahreshälfte 2020 alle ihre Heimspiele im Campus-Stadion des FC Bayern München austragen.[23]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader der Saison 2019/20[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 23. August 2019 (Sortierung nach Trikotnummer)

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
01 Laura Benkarth DeutschlandDeutschland
28 Jacintha Weimar NiederlandeNiederlande
33 Carina Schlüter DeutschlandDeutschland
02 Laura Donhauser DeutschlandDeutschland
03 Simone Boye Sørensen DanemarkDänemark
04 Kristin Demann DeutschlandDeutschland
05 Ali Riley NeuseelandNeuseeland
14 Amanda Ilestedt SchwedenSchweden
17 Kathrin Hendrich DeutschlandDeutschland BelgienBelgien
19 Carina Wenninger OsterreichÖsterreich
21 Simone Laudehr DeutschlandDeutschland
22 Verena Schweers DeutschlandDeutschland
30 Carolin Simon DeutschlandDeutschland
06 Lineth Beerensteyn NiederlandeNiederlande
07 Giulia Gwinn DeutschlandDeutschland
08 Melanie Leupolz DeutschlandDeutschland (C)Kapitän der Mannschaft
10 Linda Dallmann DeutschlandDeutschland
12 Sydney Lohmann DeutschlandDeutschland
16 Lina Magull DeutschlandDeutschland
18 Dominika Škorvánková SlowakeiSlowakei
09 Jovana Damnjanović SerbienSerbien
15 Emily Gielnik AustralienAustralien
23 Mandy Islacker DeutschlandDeutschland
27 Gia Corley DeutschlandDeutschland
29 Nicole Rolser DeutschlandDeutschland
Wechsel zur Saison 2019/20

(Alphabetische Sortierung)

Zugänge Abgänge
Gia Corley (FC Bayern München II)[26]
Linda Dallmann (SGS Essen DeutschlandDeutschland)[27]
Laura Donhauser (FC Bayern München II)[28]
Emily Gielnik (Melbourne Victory AustralienAustralien)[29]
Giulia Gwinn (SC Freiburg DeutschlandDeutschland)[30]
Amanda Ilestedt (1. FFC Turbine Potsdam DeutschlandDeutschland)[31]
Ali Riley (Chelsea Ladies EnglandEngland)[32]
Carina Schlüter (SC Sand DeutschlandDeutschland)[33]
Carolin Simon (Olympique Lyon FrankreichFrankreich)[34]
Melanie Behringer (Karriereende)[35]
Sara Däbritz (Paris Saint-Germain FrankreichFrankreich)[36]
Anna Gerhardt (1. FFC Turbine Potsdam DeutschlandDeutschland)[37]
Gina Lewandowski (Sky Blue FC Vereinigte StaatenVereinigte Staaten)[38]
Leonie Maier (Arsenal LFC EnglandEngland)[39]
Fridolina Rolfö (VfL Wolfsburg DeutschlandDeutschland)[40]
Jill Roord (Arsenal LFC EnglandEngland)[41]
Lucie Voňková (Ajax Amsterdam NiederlandeNiederlande)[42]
Manuela Zinsberger (Arsenal LFC EnglandEngland)[43]

Management und Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karin Danner, von 1977 bis 1993 Fußballspielerin und einmalige Nationalspielerin, leitet seit 1995 die Geschicke der Frauenfußballabteilung des FC Bayern München. Thomas Wörle, bis 2010 Fußballspieler, trat nach seiner aktiven Fußballerkarriere seine erste Trainerstelle beim FC Bayern München an. Er übernahm das Amt von seinem Vater Günther Wörle, der die erste Mannschaft von 2008/09 bis 2009/10 betreute. Thomas Wörle führte die Frauenfußballmannschaft zweimal zur Meisterschaft und einmal zum DFB-Pokal-Gewinn. Am 19. Dezember 2018 gab der FC Bayern bekannt, dass Jens Scheuer Nachfolger von Thomas Wörle zur Saison 2019/20 werden wird.[21] Teammanagerin ist die ehemalige Spielerin Bianca Rech.

Trainerhistorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saisonstatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Saison Liga Platz S U N Tore Punkte DFB-Pokal UEFA Women’s Cup/
Champions League
Erfolgreichste Torschützin Zuschauerschnitt
1990/91 Bundesliga Süd 4. 7 6 5 21:14 20:16 Halbfinale nicht ausgetragen
1991/92 Bundesliga Süd 11. 2 5 13 14:32 9:31 2. Runde nicht ausgetragen
1992/93 Bayernliga 2. 57:19 28:8 2. Runde nicht ausgetragen
1993/94 Bayernliga 3. 26:19 22:14 2. Runde nicht ausgetragen
1994/95 Bayernliga 2. 32:14 25:11 nicht qualifiziert nicht ausgetragen
1995/96 Bayernliga 3. 31:33 21 nicht qualifiziert nicht ausgetragen
1996/97 Bayernliga 4. 16:22 12 nicht qualifiziert nicht ausgetragen
1997/98 Bayernliga 4. 10:16 10 nicht qualifiziert nicht ausgetragen
1998/99 Bayernliga 2. 58:29 32 nicht qualifiziert nicht ausgetragen
1999/00 Bayernliga 1. 18 0 0 128:8 54 nicht qualifiziert nicht ausgetragen
2000/01 Bundesliga 6. 10 3 9 45:52 33 Viertelfinale nicht ausgetragen Petra Wimbersky (13) 189
2001/02 Bundesliga 4. 12 4 6 59:38 40 Achtelfinale nicht qualifiziert Pavlína Ščasná (14) 157
2002/03 Bundesliga 5. 11 4 7 45:32 37 Viertelfinale nicht qualifiziert Nina Aigner (17) 144
2003/04 Bundesliga 5. 10 4 8 46:36 34 2. Runde nicht qualifiziert Nina Aigner (16) 193
2004/05 Bundesliga 4. 10 3 9 39:37 33 Halbfinale nicht qualifiziert Pavlína Ščasná (10) 139
2005/06 Bundesliga 8. 8 3 11 41:48 27 Halbfinale nicht qualifiziert Pavlína Ščasná (7) 305
2006/07 Bundesliga 4. 12 2 8 35:29 38 Achtelfinale nicht qualifiziert Nina Aigner (15) 680
2007/08 Bundesliga 4. 12 2 8 53:38 38 Halbfinale nicht qualifiziert Nina Aigner (15) 650
2008/09 Bundesliga 2. 17 3 2 69:22 54 Viertelfinale nicht qualifiziert Nina Aigner (17) 676
2009/10 Bundesliga 4. 12 3 7 42:35 39 Achtelfinale Achtelfinale Vanessa Bürki (9) 396
2010/11 Bundesliga 5. 11 2 9 43:36 35 Halbfinale nicht qualifiziert Petra Wimbersky (9) 478
2011/12 Bundesliga 6. 8 4 10 29:38 28 Sieger nicht qualifiziert Sarah Hagen (5) 540
2012/13 Bundesliga 4. 14 1 7 49:24 43 Halbfinale nicht qualifiziert Lena Lotzen (14) 340
2013/14 Bundesliga 4. 11 6 5 49:27 39 Achtelfinale nicht qualifiziert Sarah Hagen (13) 832
2014/15 Bundesliga 1. 17 5 0 56:07 56 Viertelfinale nicht qualifiziert Katie Stengel (9) 1.227
2015/16 Bundesliga 1. 18 3 1 47:08 57 Halbfinale Sechzehntelfinale Vivianne Miedema (14) 1.460
2016/17 Bundesliga 2. 17 1 4 36:15 52 Viertelfinale Viertelfinale Vivianne Miedema (14) 755
2017/18 Bundesliga 2. 17 2 3 62:15 53 Finale Sechzehntelfinale Fridolina Rolfö (9) 689
2018/19 Bundesliga 2. 17 4 1 75:18 55 Halbfinale Halbfinale Sara Däbritz (13) 669

Anmerkung: Grün unterlegte Spielzeiten kennzeichnen den Aufstieg.

Vereinsinterne Bestwerte in der Bundesliga

Siege

  • Die meisten Bundesligassiege in einer Saison: 18 in 22 Spielen (Saison 2015/16)
  • Die wenigsten Bundesligassiege in einer Saison: 2 in 20 Spielen (Saison 1991/92)

Niederlagen

  • Die meisten Bundesliganiederlagen in einer Saison: 13 in 20 Spielen (Saison 1991/92)
  • Die wenigsten Bundesliganiederlagen in einer Saison: 0 in 22 Spielen (Saison 2014/15)

Punkte

  • Die meisten Punkte in einer Saison: 57 in 22 Spielen (Saison 2015/16)
  • Die wenigsten Punkte in einer Saison: 9 in 20 Spielen (Saison 1991/92)

Tore

  • Die meisten in einer Saison erzielten Tore: 75 in 22 Spielen (Saison 2018/19)
  • Die wenigsten in einer Saison erzielten Tore: 14 in 20 Spielen (Saison 1991/92)
  • Die meisten in einer Saison erhaltenen Tore: 52 in 22 Spielen (Saison 2000/01)
  • Die wenigsten in einer Saison erhaltenen Tore: 7 in 22 Spielen (Saison 2014/15)

Serien

  • 40 Punktspiele (8. Juni 2014 bis 17. April 2016) ungeschlagen

Europapokalbilanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
2009/10 UEFA Women’s Champions League Qualifikation SchottlandSchottland Glasgow City FC 5:2 5:2 (N)
GeorgienGeorgien Norchi Dinamoeli 19:0 19:0 (N)
LitauenLitauen Gintra Universitetas 8:0 8:0 (A)
Sechzehntelfinale UngarnUngarn Viktória FC-Szombathely 9:2 5:0 (A) 4:2 (H)
Achtelfinale FrankreichFrankreich HSC Montpellier 0:1 0:0 (A) 0:1 n. V. (H)
2015/16 UEFA Women’s Champions League Sechzehntelfinale NiederlandeNiederlande FC Twente Enschede (a)3:3(a) 1:1 (A) 2:2 (H)
2016/17 UEFA Women’s Champions League Sechzehntelfinale SchottlandSchottland Hibernian Edinburgh 10:1 6:0 (A) 4:1 (H)
Achtelfinale RusslandRussland FK Rossijanka 8:0 4:0 (H) 4:0 (A)
Viertelfinale FrankreichFrankreich Paris Saint-Germain 1:4 1:0 (H) 0:4 (A)
2017/18 UEFA Women’s Champions League Sechzehntelfinale EnglandEngland Chelsea LFC (a)2:2(a) 0:1 (A) 2:1 (H)
2018/19 UEFA Women’s Champions League Sechzehntelfinale SerbienSerbien ŽFK Spartak Subotica 11:0 7:0 (A) 4:0 (H)
Achtelfinale SchweizSchweiz FC Zürich Frauen 5:0 2:0 (A) 3:0 (H)
Viertelfinale TschechienTschechien Slavia Prag 6:2 1:1 (A) 5:1 (H)
Halbfinale SpanienSpanien FC Barcelona 0:2 0:1 (H) 0:1 (A)

Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 25 Spiele, 16 Siege, 4 Unentschieden, 5 Niederlagen, 87:19 Tore (Tordifferenz +68)

Torschützinnen im Europapokal sind (Stand: 28. April 2019) Vanessa Bürki (elf Treffer), Vivianne Miedema (acht), Julia Simic, Katharina Würmseer (jeweils sieben), Melanie Behringer, Mandy Islacker, Magdalena Mayr, Melanie Leupolz, Jill Roord (jeweils vier), Lisa Evans und Fridolina Rolfö (jeweils drei). Zwei Treffer erzielten Nicole Banecki, Lineth Beerensteyn, Sara Däbritz, Jovana Damnjanović, Anna Gerhardt, Lina Magull, Bianca Rech und Dominika Škorvánková, jeweils ein Tor erzielten Nina Aigner, Katharina Baunach, Kristin Demann, Stefanie van der Gragt, Nora Holstad Berge, Gina Lewandowski, Stefanie Mirlach, Sandra de Pol, Nicole Rolser und Lucie Voňková, dazu kommen zwei Eigentore.

Zweite Mannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

FC Bayern München II im August 2018

Die zweite Mannschaft nahm erstmals in der Saison 1990/91 am Spielbetrieb teil. Dem ersten Jahr in der A-Klasse Münchens folgte direkt der Aufstieg in die Bezirksklasse, die man bis zum Abstieg 1997 auch halten konnte. Dem sofortigen Wiederaufstieg folgten die Aufstiege in die Verbandsliga-Süd (2000), die Bayernliga (2001) und schließlich in die Regionalliga Süd (2002), die damals zweithöchste Spielklasse. Der Verbleib in der währte aber nur eine Saison. Jedoch konnte der Verbandspokal mit einem 9:3 über den VfL Ehingen gewonnen werden. Der Sieg berechtigte zur Teilnahme am DFB-Pokal. Nachdem die Mannschaft Jahn Calden in einer Qualifikationsrunde mit 1:0 besiegen konnte, war in der 1. Hauptrunde gegen den 1. FC Saarbrücken bereits Endstation.

Als bayerischer Meister 2003/04 stand die Mannschaft im Aufstiegsendspiel gegen den Karlsruher SC und verlor dieses zu Hause mit 1:5. Als erneuter bayerischer Meister, ein Jahr später, beantragte man offensichtlich keine Lizenz.

Der Wiederaufstieg gelang dann erst 2007 in die Regionalliga, welche damals schon die dritthöchste Liga darstellte. Mit 33 Punkten aus 18 Spielen landete man dort am Ende auf Platz Drei. In der Folgesaison 2008/09, unter anderem mit Carina Wenninger, wurde die Mannschaft Meister der Regionalliga Süd und stieg somit zur Saison 2009/10 in die 2. Bundesliga auf. Zum Ende der Saison war die Mannschaft um einen Platz besser als die 1. Mannschaft des Stadtrivalen FFC Wacker München und vermied es in die Relegation zu müssen. 2014/15 und 2017/18 wurde man jeweils Vizemeister, verblieb aber aufgrund der Regelung, dass Zweitvertretungen nicht in die 1. Frauen-Bundesliga aufsteigen dürfen, jeweils in der 2. Liga.

Spielstätte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zweite Mannschaft trägt ihre Heimspiele im Sportpark Aschheim aus.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader 2018/19[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 16. September 2018 (Sortierung nach Trikotnummer)[45]

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
01 Katriina Talaslahti FinnlandFinnland
42 Katharina Zirch DeutschlandDeutschland
02 Marlene Fries DeutschlandDeutschland
03 Anja Suttner DeutschlandDeutschland
04 Andrea Brunner DeutschlandDeutschland
05 Claudia Voňková NiederlandeNiederlande
06 Celina Constantii DeutschlandDeutschland
12 Michelle Weiß DeutschlandDeutschland
19 Emilie Bernhardt DeutschlandDeutschland
20 Jana Kappes DeutschlandDeutschland
24 Julia Pollak DeutschlandDeutschland
07 Andrea Viehl DeutschlandDeutschland
08 Barbara Brecht DeutschlandDeutschland
10 Anja Pfluger DeutschlandDeutschland
11 Leonie Köster DeutschlandDeutschland
16 Andrea Gavric DeutschlandDeutschland
18 Nadine Harbich DeutschlandDeutschland
22 Adriana Wehrens DeutschlandDeutschland
23 Kristin Kögel DeutschlandDeutschland
25 Laura Donhauser DeutschlandDeutschland
09 Gia Corley DeutschlandDeutschland
13 Leonie Weber DeutschlandDeutschland
17 Melanie Kuenrath ItalienItalien
24 Ricarda Kießling DeutschlandDeutschland
21 Vanessa Fudalla DeutschlandDeutschland
Wechsel zur Saison 2018/19

(Alphabetische Sortierung)

Zugänge Abgänge
Michelle Weiß (SV Alberweiler DeutschlandDeutschland)[46]
Emilie Bernhardt (FC Ingolstadt 04 U17 DeutschlandDeutschland)[47]
Leonie Köster (FC Bayern München U17 DeutschlandDeutschland)
Andrea Gavric (FC Bayern München U17 DeutschlandDeutschland)
Nadine Harbich (FC Bayern München U17 DeutschlandDeutschland)
Laura Donhauser (FC Bayern München U17 DeutschlandDeutschland)
Gia Corley (FC Bayern München U17 DeutschlandDeutschland)
Katharina Zirch (FC Bayern München U17 DeutschlandDeutschland)
Celina Costantini (FC Bayern München U17 DeutschlandDeutschland)
Julia Pollak (FC Bayern München U17 DeutschlandDeutschland)
Vanessa Fudalla (FC Bayern München U17 DeutschlandDeutschland)
Selina Cerci (Werder Bremen DeutschlandDeutschland)[47]
Elisabeth Mayr (Bayer 04 Leverkusen DeutschlandDeutschland)[47]
Ivana Slipcevic (ASA College Miami DeutschlandDeutschland)[48]
Wechsel zur Saison 2019/20

(Alphabetische Sortierung)

Zugänge Abgänge
Andrea Brunner (unbekannt DeutschlandDeutschland)[49]
Gia Corley (Aufstieg in die erste Mannschaft DeutschlandDeutschland)[50]
Celina Costantini (unbekannt DeutschlandDeutschland)[49]
Laura Donhauser (Aufstieg in die erste Mannschaft DeutschlandDeutschland)[51]
Marlene Fries (unbekanntDeutschlandDeutschland)[49]
Nadine Harbich (unbekanntDeutschlandDeutschland)[49]
Anja Suttner (unbekannt DeutschlandDeutschland)[49]
Katriina Talaslahti (unbekannt DeutschlandDeutschland)[49]
Andrea Viehl (FC Ingolstadt 04 U17 DeutschlandDeutschland)[47]
Claudia Vonkova (Karriereende)[49]
Adriana Wehrens (unbekannt DeutschlandDeutschland)[49]

Trainerhistorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

U17-Nachwuchsmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mannschaft der U17-Juniorinnen wurde 1985 gegründet und spielt aktuell in der B-Juniorinnen-Bundesliga Staffel Süd. Fünfmal konnte der Bayern-Nachwuchs das Endspiel um die deutsche Meisterschaft erreichen, verlor aber dreimal (2000, 2006, 2008) gegen den 1. FFC Turbine Potsdam und 2007 gegen den FCR 2001 Duisburg. Durch einen 3:1-Finalsieg gegen den FSV Gütersloh konnte 2013 schließlich die erste Juniorinnen-Meisterschaft gewonnen werden. Im darauffolgenden Jahr wurde die Meisterschaft mit 1:0 gegen den 1. FFC Turbine Potsdam erneut gewonnen. So hieß der Gegner auch am 17. Juni 2017, der im Sportpark Aschheim durch zwei Tore von Verena Wieder mit 2:1 bezwungen wurde und dem Bayern-Nachwuchs den dritten Meistertitel sicherte.

Die Mannschaft nach dem
Gewinn der Meisterschaft 2017

Spielstätte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die U17-Nachwuchsmannschaft trägt ihre Heimspiele im Sportpark Aschheim aus.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainerhistorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Spielerinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe: Liste der Fußballspielerinnen des FC Bayern München

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: FC Bayern München (Frauenfußball) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Frauenfußball beim FC Bayern – eine lange Tradition fcbayern.com
  2. fcbayern-frauenfussball.de (Memento vom 29. August 2002 im Internet Archive) Frauenpower - dank "Kaiser" und König
  3. Schön bescheiden bleiben (Memento vom 22. Mai 2001 im Internet Archive) fcbayern-frauenfussball.de
  4. Angerers Abschied schockt die Bayern (Memento vom 4. Juli 2002 im Internet Archive) fcbayern-frauenfussball.de
  5. FC Bayern AG ist perfekt RP-Online
  6. FC Bayern AG vor dem Start RP-Online
  7. Bayern-Frauen trennen sich von Trainer König (Memento vom 5. Juli 2004 im Internet Archive) fcbayern-frauenfussball.de
  8. Bayern-Frauen starten mit neuem Elan (Memento vom 5. Juli 2004 im Internet Archive) fcbayern-frauenfussball.de
  9. Günther Wörle: „Die neue Aufgabe wird mich fordern“ womensoccer.de
  10. Details zum Spiel FCB - FCR dfb.de
  11. Champions League der Frauen, 2009/2010, Achtelfinale dfb.de
  12. Bayern München score against 1.FCC Frankfurt - Frauen Pokalfinale 2012 You Tube
  13. FAZ: FC Bayern München holt Meistertitel im Frauenfussball. Online auf www.faz.net. 10. Mai 2015. Abgerufen am 11. Mai 2015.
  14. Spielstastik DFB Datencenter
  15. Details zum Spiel FCB - FFC dfb.de
  16. Spielbericht auf der Homepage des FC Bayern München
  17. Meldung auf weltfussball.de
  18. „Wolfsburger Topteam zuhause schlagen“ - FC Bayern München" fcbayern.com
  19. FC Bayern München: Trainer Wörle verlässt Bayern Frauen zum Saisonende
  20. Der irritierte Diplomat sueddeutsche.de
  21. a b Jens Scheuer wird neuer Cheftrainer der FC Bayern Frauen fcbayern.com
  22. Pressemitteilung auf der Homepage des FC Bayern München
  23. Grünwalder Stadion: Vereine einigen sich auf Kompromiss Meldung der Stadt München
  24. Spielbericht auf kicker.de
  25. Spielbericht auf der Homepage des FC Bayern München
  26. „Kleine Gruppe zum Auftakt“ auf der Homepage des FC Bayern München
  27. "FC Bayern verpflichtet Nationalspielerin Linda Dallmann" auf der Homepage des FC Bayern München
  28. „Kleine Gruppe zum Auftakt“ auf der Homepage des FC Bayern München
  29. „FC Bayern verpflichtet australische Stürmerin Emily Gielnik“ auf der Homepage des FC Bayern München
  30. "FC Bayern verpflichtet Nationalspielerin Giulia Gwinn" auf der Homepage des FC Bayern München
  31. “FC Bayern Frauen verpflichten Amanda Ilestedt” auf der Homepage des FC Bayern München
  32. [1] auf der Homepage des FC Bayern München
  33. "FC Bayern verpflichtet Nationaltorhüterin Carina Schlüter" auf der Homepage des FC Bayern München
  34. "FC Bayern verpflichtet DFB-Nationalspielerin Carolin Simon" auf der Homepage des FC Bayern München
  35. "Melanie Behringer beendet nach der Saison ihre Karriere" auf der Homepage des FC Bayern München
  36. “Däbritz schließt sich PSG an” auf weltfussball.de
  37. "Turbine Potsdam verpflichtet Anna Gerhardt" auf der Homepage des rbb24.de
  38. “Sky Blue FC Signs Veteran Defender Gina Lewandowski” auf der Homepage des Sky Blue FC
  39. “Arsenal Women Complete Signing of Leonie Maier from Bayern Munich” auf arseblog.news
  40. “Weiterer Neuzugang - Die schwedische Offensivspielerin Fridolina Rolfö verstärkt die VfL-Frauen.” auf der Homepage des VfL Wolfsburg
  41. “Jill Roord signs for Arsenal” auf der Homepage des Arsenal LFC
  42. “Ervaren Vonkova komt van Bayern München naar Ajax” auf der Homepage von Ajax Amsterdam
  43. „Manuela Zinsberger signs for Arsenal“ auf der Homepage des Arsenal LFC
  44. “FCB-Frauen II feiern Meisterschaft der 2. Frauen-Bundesliga” auf der Homepage des FC Bayern München
  45. FC Bayern Frauen II – Kader 2018/19. FC Bayern München AG. Abgerufen am 12. April 2019.
  46. Michelle Weiß wechselt zum FC Bayern auf fupa.net
  47. a b c d [2] auf soccerdonna.de
  48. [3] auf http://asasilverstorm.com/
  49. a b c d e f g h “Letztes Heimspiel für FC Bayern Frauen II” auf der Homepage des FC Bayern München
  50. „Kleine Gruppe zum Auftakt“ auf der Homepage des FC Bayern München
  51. „Kleine Gruppe zum Auftakt“ auf der Homepage des FC Bayern München
  52. Artikel auf bfv.de (Memento vom 7. September 2013 im Webarchiv archive.today)
  53. Meldung auf dfb.de
  54. Meldung auf dfb.de