FC Bayern München (Frauenfußball)

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FC Bayern München
(Frauenfußball)
Logo des FC Bayern München
Voller Name FC Bayern München AG
Ort München
Gegründet 1970
Vereinsfarben Rot, weiß, blau
Stadion Grünwalder Stadion
Plätze 12.500
Trainer Thomas Wörle
Liga Bundesliga
2015/16 1. Platz
Heim
Auswärts

Die Frauenfußballabteilung des FC Bayern München besteht seit 1970. In den Anfangsjahren des modernen deutschen Frauenfußballs zählte die Mannschaft zu den Großen und gewann 1976 die deutsche Meisterschaft. Nach wechselhafter Geschichte spielt das Team seit 2000 wieder in der Bundesliga, der es bereits als Gründungsmitglied angehörte. 2012 gewannen die Münchnerinnen den DFB-Pokal, 2015 und 2016 zum zweiten bzw. dritten Mal die deutsche Meisterschaft.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Mannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1972 und 1990 wurde der Frauenfußballverein des FC Bayern München neunzehn Mal in Folge Bayerischer Meister. In den 1970er Jahren erlebte der Verein seine erste Blütezeit. Nach dem im Jahr zuvor verlorenen Finale um die Deutsche Meisterschaft wurde diese 1976 gegen Tennis Borussia Berlin durch ein 4:2 nach Verlängerung gewonnen. Aus der Meistermannschaft ging die spätere Trainerin Sissy Raith hervor. 1979, 1982 und 1985 erreichten die Bayern ebenfalls das Finale, blieben aber ohne den erhofften Erfolg. 1988 und 1990 erreichten die Bayern das Finale um den DFB-Pokal, verloren aber beide Male.

Karin Danner, Managerin der Frauenfußballabteilung des FC Bayern München (2011)

1990 gehörte die Mannschaft zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga. Nach einem vierten Platz in der ersten Saison folgte 1992 der Abstieg in die Bayernliga. Nach acht langen Jahren gelang der Wiederaufstieg. Die Mannschaft gewann alle Saisonspiele und setzte sich in der Aufstiegsrunde durch. Seitdem konnte sich die Mannschaft in der Liga etablieren. 1995 übernahm die ehemalige deutsche Fußballspielerin Karin Danner als Managerin die Leitung der Fußball-Frauen. Beste Platzierungen der neueren Ära waren die vierten Plätze 2002, 2005 und 2007. Während die männlichen Kollegen Titel in Serie sammelten, machten sich die Frauen des FCB als Talentschmiede einen Namen. Viele spätere Nationalspielerinnen verließen den Verein zu anderen Bundesligaclubs.

In der Saison 2008/09 verfehlte die Mannschaft den Meistertitel um ein Tor, qualifizierte sich aber für die UEFA Women’s Champions League. 2012 gewannen sie das Finale um den DFB-Pokal in Köln mit 2:0 gegen den hoch favorisierten 1. FFC Frankfurt.

Am 10. Mai 2015 (22. Spieltag) wurden die Fußballerinnen mit dem 2:0-Sieg im Heimspiel gegen die SGS Essen zum zweiten Mal und ungeschlagen Deutscher Meister.[1] Die Fußballerinnen gewannen erstmals das vom 14. bis 16. August 2015 seit 2013 jährlich in der Schweiz ausgetragene Saison-Vorbereitungsturnier um den Valais Women's Cup.[2][3] Im Sechzehntelfinale der Women's Champions League 2015/16 schied der FC Bayern nach einem 2:2 im Rückspiel (Hinspiel 1:1) gegen die FC Twente Enschede ungeschlagen aus. Am 1. Mai 2016 konnte die Mannschaft bereits am 20. Spieltag mit einem 5:0-Heimsieg gegen Bayer 04 Lerverkusen die Deutsche Meisterschaft verteidigen.

Zweite Mannschaft / B-Juniorinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zweite Mannschaft verpasste 2007 und 2008 den Aufstieg in die 2. Bundesliga. In der Saison 2008/09 wurde die Mannschaft Meister der Regionalliga Süd und stieg somit zur Saison 2009/10 in die 2. Bundesliga auf.

Die U-17-Juniorinnen spielen in der B-Juniorinnen-Bundesliga Staffel Süd. Fünfmal konnte der Bayern-Nachwuchs das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft erreichen, verlor aber dreimal (2000, 2006, 2008) gegen den 1. FFC Turbine Potsdam und 2007 gegen den FCR 2001 Duisburg. Durch einen 3:1-Finalsieg gegen den FSV Gütersloh konnte 2013 schließlich die erste Juniorinnen-Meisterschaft gewonnen werden. Im darauffolgenden Jahr wurde die Meisterschaft mit 1:0 gegen den 1. FFC Turbine Potsdam erneut gewonnen.

Spielstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bayern-Frauen spielen seit der Saison 2013/14 im renovierten „Stadion an der Grünwalder Straße“, das 12.500 Zuschauern Platz bietet.[4]

Die Zweite Mannschaft sowie die U-17-Nachwuchsmannschaft spielt im Sportpark Aschheim.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Mannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zweite Mannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Meister der Regionalliga Süd (1): 2009
  • Bayerischer Meister (3): 2002, 2005, 2007
  • Bayerischer Pokalsieger (1): 2003

U-17-Nachwuchsmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader 2016/17[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Mannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

20160723 SKN St. Pölten vs FC Bayern München 3583

Stand: 1. Juli 2016 (Sortierung nach Trikotnummer)

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
28 Jacintha Weimar NiederlandeNiederlande
31 Manuela Zinsberger OsterreichÖsterreich
32 Tinja-Riikka Korpela FinnlandFinnland
02 Gina Lewandowski Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
03 Stefanie van der Gragt NiederlandeNiederlande
05 Caroline Abbé SchweizSchweiz
06 Katharina Baunach DeutschlandDeutschland
15 Nora Holstad NorwegenNorwegen
19 Carina Wenninger OsterreichÖsterreich
20 Leonie Maier DeutschlandDeutschland
22 Verena Faißt DeutschlandDeutschland
25 Viktoria Schnaderbeck OsterreichÖsterreich
07 Melanie Behringer DeutschlandDeutschland
08 Melanie Leupolz DeutschlandDeutschland
09 Vanessa Bürki SchweizSchweiz
14 Sarah Romert DeutschlandDeutschland
16 Claire Falknor Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
21 Simone Laudehr DeutschlandDeutschland
27 Anna Gerhardt DeutschlandDeutschland
33 Sara Däbritz DeutschlandDeutschland
10 Vivianne Miedema NiederlandeNiederlande
11 Lena Lotzen DeutschlandDeutschland
13 Mana Iwabuchi JapanJapan
18 Lisa Evans SchottlandSchottland
29 Nicole Rolser DeutschlandDeutschland

Wechsel zur Saison 2016/17[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Alphabetische Sortierung)

Zugänge Abgänge
Verena Faißt (VfL Wolfsburg DeutschlandDeutschland)
Anna Gerhardt (1. FC Köln DeutschlandDeutschland)
Stefanie van der Gragt (FC Twente Enschede NiederlandeNiederlande)
Simone Laudehr (1. FFC Frankfurt DeutschlandDeutschland)
Jacintha Weimar (CTO Eindhoven NiederlandeNiederlande)
Eunice Beckmann (Boston Breakers Vereinigte StaatenVereinigte Staaten)
Verónica Boquete (Paris Saint-Germain FrankreichFrankreich)
Laura Feiersinger (SC Sand DeutschlandDeutschland)
Jenny Gaugigl (SC Sand DeutschlandDeutschland)
Raffaella Manieri (Brescia CF ItalienItalien)
Ricarda Walkling (NC State Wolfpack Vereinigte StaatenVereinigte Staaten)
Fabienne Weber (unbekannt)


Ehemalige Spielerinnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe: Liste der Fußballspielerinnen des FC Bayern München

Saisonstatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Liga Platz S U N Tore Punkte DFB-Pokal UEFA Women’s Cup/
Champions League
Erfolgreichste Torschützin Zuschauerschnitt
1990/91 Bundesliga Süd 4. 7 6 5 21:14 20:16 Halbfinale nicht ausgetragen
1991/92 Bundesliga Süd 11. 2 5 13 14:32 9:31 2. Runde nicht ausgetragen
1992/93 Bayernliga 2. 57:19 28:8 2. Runde nicht ausgetragen
1993/94 Bayernliga 3. 26:19 22:14 2. Runde nicht ausgetragen
1994/95 Bayernliga 2. 32:14 25:11 nicht qualifiziert nicht ausgetragen
1995/96 Bayernliga 3. 31:33 21 nicht qualifiziert nicht ausgetragen
1996/97 Bayernliga 4. 16:22 12 nicht qualifiziert nicht ausgetragen
1997/98 Bayernliga 4. 10:16 10 nicht qualifiziert nicht ausgetragen
1998/99 Bayernliga 2. 58:29 32 nicht qualifiziert nicht ausgetragen
1999/00 Bayernliga 1. 18 0 0 128:8 54 nicht qualifiziert nicht ausgetragen
2000/01 Bundesliga 6. 10 3 9 45:52 33 Viertelfinale nicht ausgetragen Petra Wimbersky (13) 189
2001/02 Bundesliga 4. 12 4 6 59:38 40 Achtelfinale nicht qualifiziert Pavlína Ščasná (14) 157
2002/03 Bundesliga 5. 11 4 7 45:32 37 Viertelfinale nicht qualifiziert Nina Aigner (17) 144
2003/04 Bundesliga 5. 10 4 8 46:36 31 2. Runde nicht qualifiziert Nina Aigner (16) 193
2004/05 Bundesliga 4. 10 3 9 39:37 33 Halbfinale nicht qualifiziert Pavlína Ščasná (10) 139
2005/06 Bundesliga 8. 8 3 11 41:48 27 Halbfinale nicht qualifiziert Pavlína Ščasná (8) 305
2006/07 Bundesliga 4. 12 2 8 35:29 38 Achtelfinale nicht qualifiziert Nina Aigner (15) 680
2007/08 Bundesliga 4. 12 2 8 53:38 38 Halbfinale nicht qualifiziert Nina Aigner (15) 650
2008/09 Bundesliga 2. 17 3 2 69:22 54 Viertelfinale nicht qualifiziert Nina Aigner (17) 676
2009/10 Bundesliga 4. 12 3 7 42:35 39 Achtelfinale Achtelfinale Vanessa Bürki (9) 396
2010/11 Bundesliga 5. 11 2 9 43:36 35 Halbfinale nicht qualifiziert Petra Wimbersky (9) 478
2011/12 Bundesliga 6. 8 4 10 29:38 28 Sieger nicht qualifiziert Sarah Hagen (5) 540
2012/13 Bundesliga 4. 14 1 7 49:24 43 Halbfinale nicht qualifiziert Lena Lotzen (14) 340
2013/14 Bundesliga 4. 11 6 5 49:27 39 Achtelfinale nicht qualifiziert Sarah Hagen (13) 832
2014/15 Bundesliga 1. 17 5 0 56:07 56 Viertelfinale nicht qualifiziert Katie Stengel (9) 1.227
2015/16 Bundesliga 1. 18 3 1 47:08 57 Halbfinale Sechzehntelfinale Vivianne Miedema (14) 1.460

Anmerkung: Grün unterlegte Spielzeiten kennzeichnen den Aufstieg.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: FC Bayern München (Frauenfußball) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. FAZ: FC Bayern München holt Meistertitel im Frauenfussball. Online auf www.faz.net. 10. Mai 2015. Abgerufen am 11. Mai 2015.
  2. Spielbericht auf der Homepage des FC Bayern München
  3. Valais Women's Cup 2015 auf womenssoccerunited.com
  4. Pressemitteilung auf der Homepage des FC Bayern München
  5. Spielbericht auf kicker.de
  6. Spielbericht auf der Homepage des FC Bayern München
  7. Artikel auf bfv.de
  8. Meldung auf dfb.de