FC Mecklenburg Schwerin

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FC Mecklenburg Schwerin
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Basisdaten
Name Fußball-Club Mecklenburg
Schwerin e. V.
Sitz Schwerin, Mecklenburg-Vorpommern
Gründung 2013
Farben rot-gelb
Website www.fc-mecklenburg-schwerin.de
Erste Mannschaft
Trainer Enrico Neitzel
Spielstätte Sportpark Lankow
Plätze 1500
Liga Oberliga Nordost, Staffel Nord
2017/18 14. Platz
Heim
Auswärts

Der FC Mecklenburg Schwerin ist ein 2013 gegründeter Fußballverein aus Schwerin, der durch Fusion des Fördervereins FCM Schwerin und dem FC Eintracht Schwerin entstand. Heimstätte ist der Sportpark Lankow.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein vereinigt die Geschichten einer ehemaligen Betriebssportgruppe des Schweriner Kabelwerks, die unter verschiedenen Namen mehrmals zweitklassig war und ein Jahr der DDR-Oberliga angehörte, sowie dem Verein der Schweriner Volkspolizei, der seit Mitte der 1960er Jahre im Fußball einen Stammplatz in der 2. Spielklasse der DDR innehatte.

Vereinsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo der SG Dynamo
Logo der BSG Motor

Am 1. Juli 1997 schloss sich der Oberligist 1. FSV Schwerin dem klassentieferen FC Eintracht Schwerin an. Letzter war ein Jahr zuvor entstanden, als sich die Fußballabteilung des Schweriner SC selbständig machte.

Im selben Jahr entstand allerdings im Schweriner SC bereits eine neue Fußballabteilung. Parallel zur Existenz von Eintracht Schwerin kam es 2003 zur Neugründung der Sportgemeinschaft Dynamo Schwerin. In der Saison 2006/07 belegte die SG Dynamo Schwerin in der Bezirksliga West den ersten Platz und spielt somit aktuell in der Landesliga / West. Das war der dritte Aufstieg in Reihenfolge.

Die Vorgängervereine des 1. FSV waren die Mannschaften der Schweriner Volkspolizei, die 1948 als SG Deutsche Volkspolizei Schwerin gegründet wurden. Deren Ligamannschaft wurden 1952 nach Rostock delegiert und spielte dort als SG Volkspolizei Rostock weiter. Aus der zweiten Mannschaft wurde die neue erste, die bis zur Wende in der DDR als SG Dynamo Schwerin und ab dem 17. April 1990 als Polizei SV Schwerin antrat, welcher sich am 1. Juli 1991 in 1. FSV Schwerin umbenannte.

Wechselhafter ist die Geschichte der Vorgängervereine des FC Eintracht. Dieser wurde formal 1945 als SG Schwerin gegründet und 1949 in BSG Vorwärts Schwerin umbenannt. Faktisch geht er jedoch sogar auf den ältesten Fußballklub der Stadt, den Schweriner FC 03 zurück, in dessen direkter Nachfolge die SG Schwerin nach dem Verbot aller Vereine durch die Sowjets entstanden war. Bereits im Januar 1951 wurde aus Vorwärts die BSG Einheit Schwerin. 1956 erfolgte der nächste Namenswechsel durch den Anschluss an den neu gegründeten SC Traktor Schwerin, wobei sich Teile der Mannschaft der ASG Vorwärts Schwerin anschlossen. Dessen Fußballabteilung schloss sich am 1. August 1964 der im selben Jahr gegründeten BSG Motor Schwerin an. 1988 benannte sich diese in BSG Motor Kabelwerk Schwerin um, aus der schließlich 1990 der SV Schweriner Kabelwerk und schließlich 1991 der Schweriner SC hervorging. Diesem schlossen sich 1992 der VfL Schwerin und der FSV Grün-Weiß Schwerin an. Im VfL war ein Jahr zuvor der ehemalige DDR-Ligist ISG Schwerin aufgegangen.

Im Jahre 2009 wurde aus den drei mitgliederstärksten Vereinen - FC Eintracht Schwerin, SG Dynamo Schwerin und der Schweriner SC zusammen mit fußballbegeisterten Vertretern aus Politik und Verwaltung dieser Sportverein mit dem wegweisenden Namen FC Mecklenburg Schwerin gegründet - ursprünglich aber als Förderverein. Seit der Fusion des Fördervereins FC Mecklenburg Schwerin mit dem Fußballverein FC Eintracht Schwerin zum Fußballverein FC Mecklenburg Schwerin am 28. Mai 2013 sind die Kräfte deutlich stärker gebündelt. Im Aufsichtsrat sitzen nicht nur Vertreter aus Politik, Verwaltung und der Wirtschaft, sondern auch Vertreter vom Schweriner SC und Dynamo Schwerin.

Ligazugehörigkeit im Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gastgeber Dynamo Schwerin gegen 1. FC Lok Leipzig (1987)

Der FC Mecklenburg Schwerin kann unter seinem alten Namen BSG Vorwärts Schwerin auf immerhin eine Saison in der eingleisigen DDR-Oberliga als höchster Spielklasse zurückblicken, war jedoch später mit insgesamt sechs Spielzeiten in der zweitklassigen DDR-Liga nur noch weniger erfolgreich.

Deutlich besser war hier das Abschneiden des 1. FSV Schwerin. Zwar schafften es die Volkspolizisten nie in das Oberhaus des DDR-Fußballs, doch gehörte die SG Dynamo Schwerin 30 Jahre der zweithöchsten Spielklasse der DDR an. 1975 hatte der Verein seine erste Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur DDR-Oberliga, in der die Mannschaft jedoch scheiterte. 1984 gab es zweite Teilnahme an der Aufstiegsrunde. In der vorletzten Saison des eigenständigen DDR-Fußballs zog der Verein, nun mehr als Polizei SV Schwerin ins Finale des ehemaligen FDGB-Pokals, nun NOFV-Pokal, ein. Dort unterlagen sie Dynamo Dresden mit 1:2, waren jedoch als Pokalfinalist für den Europapokal der Pokalsieger qualifiziert, da Dresden als Meister im Landesmeisterwettbewerb spielte. Auf der europäischen Bühne trafen die Schweriner auf den FK Austria Wien. Einem 0:2 im Hinspiel, das im Rostocker Ostseestadion stattfand, folgte immerhin ein 0:0 im Rückspiel in Wien, das jedoch mit dem Ausscheiden gleichbedeutend war.

FC Mecklenburg Schwerin
Zeitraum Vereinsname Liganame Spielklasse
1947–1949 SG Schwerin Fußball-Landesklasse Mecklenburg erstklassig
1949–1950 BSG Vorwärts Schwerin DDR-Oberliga erstklassig
1950–1952 BSG Einheit Schwerin DDR-Liga, Staffel Nord zweitklassig
1952–1956 BSG Einheit Schwerin Bezirksliga Schwerin drittklassig
1957 SC Traktor Schwerin Bezirksliga Schwerin drittklassig
1958–1963 SC Traktor Schwerin II. DDR-Liga, Staffel 1 drittklassig
1963–1964 SC Traktor Schwerin Bezirksliga Schwerin drittklassig
1964–1972 BSG Motor Schwerin Bezirksliga Schwerin drittklassig
1972–1974 BSG Motor Schwerin DDR-Liga, Staffel A zweitklassig
1974–1976 BSG Motor Schwerin Bezirksliga Schwerin drittklassig
1976–1977 BSG Motor Schwerin DDR-Liga, Staffel A zweitklassig
1977–1983 BSG Motor Schwerin Bezirksliga Schwerin drittklassig
1983–1984 BSG Motor Schwerin DDR-Liga, Staffel A zweitklassig
1984–1988 BSG Motor Schwerin Bezirksliga Schwerin drittklassig
1988–1990 BSG Motor Kabelwerk Schwerin Bezirksliga Schwerin drittklassig
1990–1991 SV Schweriner Kabelwerk Bezirksliga Schwerin drittklassig
1990–1991 SV Schweriner Kabelwerk Bezirksliga Schwerin drittklassig
1991–1992 Schweriner SC Verbandsliga Mecklenburg-
Vorpommern
viertklassig
1992–1994 Schweriner SC Bezirksliga Mecklenburg-
Vorpommern
fünftklassig
1994–1996 Schweriner SC Landesliga/Verbandsliga
Mecklenburg-Vorpommern
fünftklassig
1996–1997 FC Eintracht Schwerin Verbandsliga Mecklenburg-
Vorpommern
fünftklassig
1997–2000 FC Eintracht Schwerin Oberliga Nordost-Nord viertklassig
2000–2001 FC Eintracht Schwerin Verbandsliga Mecklenburg-
Vorpommern
fünftklassig
2001–2003 FC Eintracht Schwerin Oberliga Nordost-Nord viertklassig
2003–2008 FC Eintracht Schwerin Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern fünftklassig
2008–2013 FC Eintracht Schwerin Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern sechstklassig
2013–2016 FC Mecklenburg Schwerin Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern sechstklassig
seit 2016 FC Mecklenburg Schwerin Oberliga Nordost-Nord fünftklassig
      1. FSV Schwerin
Zeitraum Vereinsname Liganame Spielklasse
1948–1949 SG Deutsche Volkspolizei Schwerin ? ?
1949–1950 SG Deutsche Volkspolizei Schwerin Fußball-Landesklasse Mecklenburg zweitklassig
1950–1951 SG Deutsche Volkspolizei Schwerin Landesklasse Mecklenburg drittklassig
1951–1952 SG Deutsche Volkspolizei Schwerin DDR-Liga, Staffel 2 zweitklassig
1952–1953 SG Dynamo Schwerin Bezirksklasse Schwerin viertklassig
1953–1954 SG Dynamo Schwerin Bezirksliga Schwerin drittklassig
1954–1955 SG Dynamo Schwerin DDR-Liga, Staffel 1 zweitklassig
1955–1957 SG Dynamo Schwerin 2. DDR-Liga Nord drittklassig
1958 SG Dynamo Schwerin Bezirksliga Schwerin viertklassig
1959–1963 SG Dynamo Schwerin 2. DDR-Liga Nord drittklassig
1963–1971 SG Dynamo Schwerin DDR-Liga, Staffel Nord zweitklassig
1971–1990 SG Dynamo Schwerin DDR-Liga, Staffel A zweitklassig
1990–1991 Polizei SV Schwerin NOFV-Liga zweitklassig
1991–1993 FSV Schwerin Verbandsliga Mecklenburg-
Vorpommern
viertklassig
1993–1997 FSV Schwerin Oberliga Nordost-Nord drittklassig
1. Juli 1997 Anschluss an den FC Eintracht Schwerin    

Bilanz seit 1996[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Liga Platz Punkte Tore
1996/97 Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern (5. Liga) 14 30 46:67
1997/98 NOFV-Oberliga, Staffel Nord (4. Liga) 04 46 57:39
1998/99 NOFV-Oberliga, Staffel Nord (4. Liga) 04 56 59:39
1999/00 NOFV-Oberliga, Staffel Nord (4. Liga) 13 39 32:45
2000/01 Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern (5. Liga) 01 76 92:25
2001/02 NOFV-Oberliga, Staffel Nord (4. Liga) 13 28 39:59
2002/03 NOFV-Oberliga, Staffel Nord (4. Liga) 17 32 35:77
2003/04 Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern (5. Liga) 08 41 61:54
2004/05 Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern (5. Liga) 05 44 61:50
2005/06 Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern (5. Liga) 03 60 70:49
2006/07 Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern (5. Liga) 03 60 66:24
2007/08 Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern (5. Liga) 08 44 63:52
2008/09 Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern (6. Liga) 06 48 60:58
2009/10 Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern (6. Liga) 05 41 54:42
2010/11 Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern (6. Liga) 12 30 50:70
2011/12 Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern (6. Liga) 14 28 37:80
2012/13 Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern (6. Liga) 10 27 28:49
2013/14 Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern (6. Liga) 04 61 68:32
2014/15 Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern (6. Liga) 02 60 78:30
2015/16 Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern (6. Liga) 01 66 81:26
2016/17 NOFV-Oberliga, Staffel Nord (5. Liga) 11 36 55:68
2017/18 NOFV-Oberliga, Staffel Nord (5. Liga) 14 25 36:61

Der Eintrag für die Saison 1996/97 bezieht sich auf Eintracht Schwerin, der Verein übernahm anschließend den Viertligaplatz des FSV Schwerin. Mit Einführung der 3. Fußball-Liga im Sommer 2008 wurde die Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern auf die sechsthöchste Ebene zurückgestuft.

Ehemalige bekannte Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 53° 36′ 49,3″ N, 11° 25′ 43,9″ O