FC Metz

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FC Metz
Logo des FC Metz
Basisdaten
Name Football Club de Metz
Sitz Metz, Frankreich
Gründung 2. Februar 1912
(als SpVgg 1912 Metz)
1. Januar 1919
(Neugründung als CA Messin Metz)
Präsident Bernard Serin
Website fcmetz.com
Erste Mannschaft
Cheftrainer Frédéric Antonetti
Spielstätte Stade Saint-Symphorien
Plätze 25.636
Liga Ligue 1
2018/19 1. Platz, (Ligue 2)
Heim
Auswärts
Alternativ

Der Football Club de Metz ist ein französischer Fußballverein aus der lothringischen Stadt Metz.

In Anspielung auf den kastanienroten Ton in den Vereinsfarben lautet der Spitzname des Teams „Les Grenats“ (die Granatroten). Im Wappen ist der Drache Graoully abgebildet.

Der Präsident des Clubs ist Bernard Serin. Die Profimannschaft wird von Frédéric Antonetti trainiert.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ursprünge des Vereins gehen auf die Fusion der damals deutschen Vereine Metzer SpVgg, FC Metis Metz und FC Alte Herren Metz zur SpVgg 1912 Metz am 2. Februar 1912 zurück. Nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg trat das Deutsche Reich die Provinz Elsaß-Lothringen an Frankreich ab. Infolgedessen wurden alle deutschen Vereine und somit auch die SpVgg 1912 aufgelöst. Mehrere ehemalige Mitglieder gründeten daraufhin am 1. Januar 1919 die CA Messin Metz. Durch die Fusion mit AS Metz zum FC Metz am 15. April 1932 wurde die Grundlage zur Teilnahme am neugeschaffenen professionellen Spielbetrieb in Frankreich (Division 1) geschaffen.

Zwischen 1934 und 1936 hieß der Verein kurzzeitig Club des Sports Metz. Zur Zeit der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg wurde der Verein 1940 in FV Metz umbenannt und spielte ab 1941 in der deutschen Gauliga Westmark, in der er dreimal in Folge Vizemeister wurde. Nach der Befreiung Frankreichs 1944 nahm der Verein wieder den Namen FC Metz an.

Von 1967 bis 2002 gehörte der FC Metz der höchsten französischen Spielklasse, der Division 1, an. Danach pendelte der Verein zwischen erster und zweiter Liga (Abstiege 2002, 2006 und 2008); 2011 entging er nur knapp dem Abstieg in die Drittklassigkeit. Am Ende der Folgesaison trat er als Tabellen-18. zum ersten Mal seit Einführung des professionellen Fußballs in Frankreich (1932/33) den Gang in die dritte Liga an. Hier stieg man als Tabellenzweiter direkt wieder in die Ligue 2 und ein Jahr später in die Ligue 1 auf. Wieder ein Jahr später stieg man erneut in die Ligue 2 ab, um ein Jahr später wieder aufzusteigen.

Sportliche Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Club hat bisher keine Meisterschaft gewonnen. 1997/98 wurde er aufgrund der schlechteren Tordifferenz Vizemeister hinter dem RC Lens.

Pokal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der FC Metz gewann zweimal den französischen Pokal und stand 1938 im Finale:

1996 kam der Gewinn des Ligapokals durch ein 5:4 im Elfmeterschießen gegen Olympique Lyon dazu.

Europapokalbilanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seinen größten internationalen Erfolg erreichte der FC Metz in der Saison 1984/85. In der ersten Runde des Europapokals der Pokalsieger traf der FCM auf den FC Barcelona. Nachdem das Hinspiel vor heimischer Kulisse mit 2:4 verloren worden war, besiegte der FC Metz die Mannschaft um Bernd Schuster im Stadion Camp Nou mit 4:1 und zog in die nächste Runde ein. Dort schied man gegen Dynamo Dresden aus. Im Hinspiel in Dresden unterlag man 1:3, das Rückspiel in Metz endete 0:0.

Als Vizemeister spielte man 1998 in der Qualifikation zur UEFA Champions League 1998/99. Dort scheiterte man am finnischen Club HJK Helsinki und spielte in der ersten Runde des UEFA-Pokals weiter. Dort schied man gegen den jugoslawischen Vertreter Roter Stern Belgrad aus.

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
1968/69 Messestädte-Pokal 1. Runde Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland Hamburger SV 3:7 1:4 (H) 2:3 (A)
1969/70 Messestädte-Pokal 1. Runde ItalienItalien SSC Neapel 2:3 1:1 (H) 1:2 (A)
1984/85 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde SpanienSpanien FC Barcelona 6:5 2:4 (H) 4:1 (A)
2. Runde Deutschland Demokratische Republik 1949DDR Dynamo Dresden 1:3 1:3 (A) 0:0 (H)
1985/86 UEFA-Pokal 1. Runde Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Hajduk Split 3:7 1:5 (A) 2:2 (H)
1988/89 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde BelgienBelgien RSC Anderlecht 1:5 1:3 (H) 0:2 (A)
1995 UEFA Intertoto Cup Gruppenphase IslandIsland Keflavík ÍF 2:1 2:1 (A)
SchottlandSchottland Partick Thistle 2:1 2:1 (H)
KroatienKroatien NK Zagreb 1:0 1:0 (A)
OsterreichÖsterreich LASK Linz 1:0 1:0 (H)
Achtelfinale RumänienRumänien Ceahlăul Piatra Neamț 0:2 0:2 (A)
Viertelfinale FrankreichFrankreich Racing Straßburg 2:0 2:0 (A)
1996/97 UEFA-Pokal 1. Runde OsterreichÖsterreich FC Tirol Innsbruck 1:0 0:0 (A) 1:0 (H)
2. Runde PortugalPortugal Sporting Lissabon 3:2 2:0 (H) 1:2 (A)
3. Runde EnglandEngland Newcastle United 1:3 1:1 (H) 0:2 (A)
1997/98 UEFA-Pokal 1. Runde BelgienBelgien Excelsior Mouscron 6:1 2:0 (A) 4:1 (H)
2. Runde DeutschlandDeutschland Karlsruher SC 1:3 0:2 (H) 1:1 (A)
1998/99 UEFA Champions League 2. Qualifikationsrunde FinnlandFinnland HJK Helsinki 1:2 0:1 (A) 1:1 (H)
1998/99 UEFA-Pokal 1. Runde Jugoslawien Bundesrepublik 1992Jugoslawien Roter Stern Belgrad 3:3
(3:4 i. E.)
1:2 (A) 2:1 n. V. (H)
1999 UEFA Intertoto Cup 2. Runde SlowakeiSlowakei MŠK Žilina 4:2 1:2 (A) 3:0 (H)
3. Runde BelgienBelgien SC Lokeren (a)2:2(a) 2:1 (A) 0:1 (H)
Halbfinale PolenPolen Polonia Warschau 6:2 5:1 (H) 1:1 (A)
Finale EnglandEngland West Ham United 2:3 1:0 (A) 1:3 (H)

Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 40 Spiele, 15 Siege, 8 Unentschieden, 17 Niederlagen, 53:56 Tore (Tordifferenz −3)

Kader 2018/19[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 31. Juli 2018[2]

Nr. Position Name
1 FrankreichFrankreich TW Paul Delecroix
3 FrankreichFrankreich AB Matthieu Udol
5 ArgentinienArgentinien MF Geronimo Poblete
6 MaliMali MF Mamadou Fofana
7 SenegalSenegal ST Ibrahima Niane
8 FrankreichFrankreich MF Gauthier Hein
10 FrankreichFrankreich MF Marvin Gakpa
11 SenegalSenegal MF Opa Nguette
12 SenegalSenegal MF Cheik Tidiane Sabaly
13 SambiaSambia AB Stoppila Sunzu
14 GambiaGambia MF Ablie Jallow
15 LuxemburgLuxemburg AB Vahid Selimovic
16 FrankreichFrankreich TW Alexandre Oukidja
17 TogoTogo MF Mathieu Dossevi
18 LuxemburgLuxemburg MF Vincent Thill
19 ElfenbeinküsteElfenbeinküste MF Habib Maïga
20 SenegalSenegal ST Habib Diallo
21 GhanaGhana AB John Boye
Nr. Position Name
22 FrankreichFrankreich AB Nicolas Basin
23 SenegalSenegal ST Amadou Dia Ndiaye
24 FrankreichFrankreich MF Renaud Cohade
25 SpanienSpanien AB Iván Balliu
27 FrankreichFrankreich MF Farid Boulaya
28 FrankreichFrankreich AB Jonathan Rivierez
29 FrankreichFrankreich ST Emmanuel Rivière
31 LuxemburgLuxemburg AB Laurent Jans
33 FrankreichFrankreich MF Lilian Fournier
SenegalSenegal AB Mohamed Kané
FrankreichFrankreich AB Dylan Lempereur
ElfenbeinküsteElfenbeinküste MF Victorien Angban
KamerunKamerun MF Theodore Efouba Ayissi
FrankreichFrankreich MF Alexis Larriere
Kap VerdeKap Verde MF Jamiro Monteiro
FrankreichFrankreich ST Remi Cabral
Burkina FasoBurkina Faso ST Moustapha Kaboré
  • Trainer: Frédéric Antonetti

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stadion des FC Metz

Der FC Metz trägt seine Heimspiele im 1923 eröffneten und 26.700 Zuschauer fassenden Stade Saint-Symphorien aus. Diese befindet sich im Vorort Longeville-lès-Metz.

Frauenfußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der FC Metz besaß frühzeitig auch eine Frauenfußballabteilung. Nach dessen Legalisierung (1970) und der Einführung einer französischen Landesmeisterschaft (1974) nahm die Frauschaft bis 1989 nahezu ununterbrochen an den zunächst im Turniermodus ausgetragenen Endrunden teil, fehlte darin lediglich in der Saison 1978/79. Unter die vier besten Teams kam sie dabei allerdings kein einziges Mal. Ihre dominante Stellung im Nordosten Frankreichs verlor sie zu Beginn der 1990er Jahre insbesondere an die ASPTT Strasbourg, den FC Vendenheim und die lothringischen Konkurrentinnen von der AS Nancy. So konnte sich der FC Metz auch nicht für die 1992 neu geschaffene höchste Frauenliga (Championnat National 1 A) qualifizieren. Ebenso wenig erreichten Metzer Fußballspielerinnen die frankreichweiten Hauptrunden im 2001 eingeführten Pokalwettbewerb.

Erst in der Saison 2014/15 spielen Metz’ Frauen wieder auf höchstem nationalen Niveau, inzwischen in Division 1 Féminine umbenannt. Diesen Umstand verdankte der Verein allerdings nicht eigenen sportlichen Leistungen, sondern lediglich der Tatsache, dass die Frauenfußballabteilung der nordlothringischen AS Algrange sich nach ihrem Aufstieg dem FC Metz anschloss, weil sie sich dort eine bessere finanzielle Ausstattung erhoffte. Ihre Heimspiele trägt Metz’ Frauschaft weiterhin im Stade du Batzenthal von Algrange aus. Nach einem Jahr wieder zweitklassig, spielten Metz' Frauen 2016/17 erneut in der ersten Liga, nur um nach dieser Saison wiederum daraus ab- und zur Saison 2018/19 wieder in die höchste nationale Spielklasse aufzusteigen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thierry Berthou/Collectif: Dictionnaire historique des clubs de football français. Pages de Foot, Créteil 1999 – Band 1 (A-Mo) ISBN 2-913146-01-5, Band 2 (Mu-W) ISBN 2-913146-02-3

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fiche staff - FRÉDÉRIC ANTONETTI. In: fcmetz.com. Abgerufen am 16. November 2018 (französisch).
  2. Kaderliste auf der Website des FC Metz, Stand: 31. Juli 2018