FC Nöttingen

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FC Nöttingen
Vereinswappen des FC Nöttingen
Basisdaten
Name Fußball Club Nöttingen 1957 e. V.
Sitz Remchingen
Gründung 2. Juli 1957
Farben lila-weiß
Vorstand Dirk Steidl
Website www.fc-noettingen.de
1. Mannschaft
Trainer Dubravko Kolinger
Stadion Panoramastadion
Plätze 3.800
Liga Regionalliga Südwest
2015/16 2. Platz (Oberliga Baden-Württemberg)
Heim
Auswärts
Spieler des FC Nöttingen vor einem Verbandspokalspiel 2014/15

Der FC Nöttingen ist ein Sportverein aus dem Remchinger Ortsteil Nöttingen mit Abteilungen für Fußball, Tischtennis, Schnürles und Basketball. Die Vereinsfarben des rund 850 Mitglieder[1] zählenden Vereins sind Lila-Weiß. Die Basketball-Damen des Vereins firmieren unter Grüner Stern Keltern und spielen in der 1. Damen-Basketball-Bundesliga.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der FC Nöttingen wurde am 2. Juli 1957 gegründet, 30 Jahre nach dem Ende des Vorgängervereins Germania beziehungsweise TSV Nöttingen.

Bis 2004 führte der Weg der Fußballmannschaft stetig nach oben, 1969 von der B- in die A-Klasse, 1972 in die Bezirksliga, 1996 in die Landesliga, 1997 in die Verbandsliga, 2002 in die Oberliga Baden-Württemberg. 2004 schaffte das Team um die ehemaligen KSC-Profis Gerd Dais als Trainer und Michael Wittwer als Abwehrchef überraschend den Aufstieg in die Regionalliga Süd, wo es aber kaum über die Rolle eines Punktelieferanten hinauskam und als Tabellenletzter den direkten Wiederabstieg nicht verhindern konnte.

2012 konnte der FC Nöttingen erstmals den BFV-Pokal gewinnen. Im Endspiel setzte man sich im Elfmeterschießen gegen den Ligarivalen SpVgg Neckarelz durch und qualifizierte sich damit ebenfalls zum ersten Mal für den DFB-Pokal, in dessen erster Runde man gegen den Bundesligisten Hannover 96 durch eine 1:6-Niederlage ausschied. In der Folgesaison verlor der FCN zwar das BFV-Pokalendspiel gegen den Karlsruher SC, doch reichte dies für die erneute Teilnahme am DFB-Pokal, da sich der KSC bereits als Drittligameister qualifiziert hatte. In der ersten Runde der Spielzeit 2013/14 verloren die Lila-Weißen vor 12.470 Zuschauern im Karlsruher Wildparkstadion mit 0:2 gegen den FC Schalke 04 und schieden aus.

Zum Ende der Saison 2013/14 unterlag Nöttingen zwar im Finale des BFV-Pokals FC-Astoria Walldorf, besiegte aber im Relegationsspiel den FSV Salmrohr mit 1:0 nach Hin- und Rückspiel und stieg in die Regionalliga auf. Die Regionalligasaison 2014/15 schloss man auf dem 15. Tabellenplatz ab. Da sowohl die Kickers Offenbach als auch der 1. FC Saarbrücken in den Aufstiegsspielen zur 3. Liga scheiterten, bedeutete dies den sofortigen Wiederabstieg in die Oberliga Baden-Württemberg.

Die Saison 2015/16 startete mit Trainer Michael Wittwer, der allerdings im April zurücktrat und durch Gerd Dais ersetzt wurde. Am Ende wurde man 2. und musste zwei Relegationsspiele um den Aufstieg spielen: Gegner RW Frankfurt wurde mit 3:2 besiegt und gegen den SC Hauenstein gab es ein 4:4, damit war der Aufstieg in die Regionalliga perfekt.

Größte Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pokal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2012/13 1. Runde FC Nöttingen – Hannover 96 1:6
2013/14 1. Runde FC Nöttingen – FC Schalke 04 0:2
2015/16 1. Runde FC Nöttingen – FC Bayern München 1:3

Bekannte jetzige und ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte ehemalige Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Basketballabteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Damenbasketballabteilung des Vereines wurde mit der 1. Mannschaft 2015 Meister in der 2. Damen-Basketball-Bundesliga Gruppe Süd und stieg in die 1. Damen-Basketball-Bundesliga auf.

2014 erreichte der Verein eine Änderung der Spielbestimmungen in der Liga während der laufenden Saison. In der sogenannten „Lex Steidl“ [2] setzte der Verein mittels Klagedrohung einen Vergleich mit der DBBL GmbH durch. Dieser Vergleich besagt, „dass jede Bundesligamannschaft verpflichtet ist, in jedem Bundesligaspiel von Spielanfang bis Spielende jederzeit drei Spielerinnen, die Staatsangehörige eines EU-Mitgliedsstaates oder eines EU-assoziierten Staates sind, auf dem Spielfeld zu haben. EU-assoziierte Staaten sind Staaten, die mit der EU ein Abkommen geschlossen haben, durch das eine Gleichbehandlung hinsichtlich der Arbeitsbedingungen, der Entlohnung oder der Entlassung mit Staatsangehörigen eines Mitgliedsstaates der EU gewährt wird. Es werden nur solche Spielerinnen angerechnet, die sich seit mindestens dem 1. Januar 2013 ununterbrochen legal in Deutschland aufhalten und die zudem, soweit es sich um Berufsbasketballspielerinnen handelt, spätestens seit dem 1. September 2014 und bis mindestens zum Saisonende 2014/15 bei einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsentgelt von über 450 €/Monat legal vertraglich an ihren Verein gebunden sind.“ Diese Vergleichsformulierung ersetzt seit dem 29. Oktober 2014 die alte Formulierung in § 10 DBLO.

Vor dem Vergleich besagte die Regel, dass in der 2. DBBL immer mindestens 3 deutsche Spielerinnen pro Team auf dem Feld stehen müssen. In der 1. DBBL lautet die Regel, dass „mindestens immer 2 deutsche Spielerinnen pro Team auf dem Feld stehen müssen.“ Maria Steidl, die Frau des Vereinsvorsitzenden Dirk Steidl profitierte von der neuen Regelung, da auf sie alle Punkte der Neuregelung zutrafen. Die anderen Vereine kritisierten das Vorgehen des FC Nöttingen zwar, stimmten der neuen Regel aber trotzdem zu, um die gesamte Saison wegen eines Rechtsstreits mit ungewissem Ausgang nicht zu gefährden. [2]

Im Dezember 2015 kündigte der Verein, nach Fanprotesten, wegen der Lautstärke der Gästefans in der Halle, nach dem Heimspiel gegen den BC Marburg an, zukünftig das beim Erstliga-Basketball bisher übliche Trommeln bei Heimspielen zu untersagen.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: FC Nöttingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zahlen, Daten, Fakten. FC Nöttingen 1957 e.V., 7. März 2013, abgerufen am 10. August 2013.
  2. a b Udo Koller: Grüner Stern Keltern kippt Ausländerregelung. Pforzheimer Zeitung, archiviert vom Original am 7. Februar 2015, abgerufen am 2. Oktober 2016.
  3. Dominique Jahn: Ab sofort nur noch „leise“ Basketball-Heimspiele der Rutronik Stars. Pforzheimer Zeitung, 9. Dezember 2015, abgerufen am 2. Oktober 2016.