FC St. Pauli

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FC St. Pauli
FC St. Pauli Logo
Verein
Name Fußball-Club St. Pauli
von 1910 e. V.
Sitz Hamburg-St. Pauli
Gründung 15. Mai 1910
Farben Braun-Weiß
Mitglieder 23.500 (Juli 2016)
Präsident Oke Göttlich
Website fcstpauli.com
Erste Mannschaft
Trainer Olaf Janßen
Stadion Millerntor-Stadion
Plätze 29.546
Liga 2. Bundesliga
2016/17 7. Platz
Heim
Auswärts
Alternativ
Südlicher Eingangsbereich des Millerntor-Stadions mit steinernem Vereinswappen vor dem Umbau 2007/08
Südlicher Eingangsbereich des Millerntor-Stadions nach dem Neubau der Südkurve 2009
FC St. Pauli Logo

Der Fußball-Club St. Pauli von 1910 e.V., kurz FC St. Pauli, ist ein Sportverein aus dem Hamburger Stadtteil St. Pauli. Als Gründungsdatum gilt der 15. Mai 1910; die Vereinsfarben sind Braun und Weiß.

Der Verein hat 19 Abteilungen in unterschiedlichen Disziplinen des Leistungs- und Breitensports. Die bekannteste und mitgliederstärkste aktive Abteilung ist die Fußballabteilung, deren erste Herrenmannschaft in der 2. Bundesliga spielt. Ihre Spielstätte ist das Millerntor-Stadion auf dem Heiligengeistfeld in der Nähe der Reeperbahn, weshalb die Spieler auch als „Kiezkicker“ bezeichnet werden.

Abteilungen des Vereins[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Sportart Beachvolleyball wird der FC St. Pauli seit 2009 durch den Beachvolleyballer Mischa Urbatzka und seinem Partner Florian Huth (2009) bzw. Markus Böckermann (seit 2010) repräsentiert; diese Sportart bildet allerdings keine eigene Abteilung, sondern ist direkt dem Präsidium unterstellt.

Insgesamt hat der FC St. Pauli über 20.000 Vereinsmitglieder,[16] er gehört damit zu den 15 größten Sportvereinen Deutschlands. Alle Sportabteilungen[17] mit Ausnahme der Profifußballer und der AFM (nur passive Mitglieder) besitzen als gemeinsames satzungsmäßiges Organ den Amateurvorstand, der insbesondere innerhalb des Vereins den Interessen der aktiven Amateure aller Altersgruppen Gehör verschaffen soll.

Fußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der FC St. Pauli war bis ins Jahr 1924 die Fußballabteilung (Spiel- und Sportabteilung) des Hamburg-St. Pauli Turnverein 1862 (gegründet am 1. Mai 1862 durch eine Fusion des MTV in Hamburg – Gründungsdatum 7. September 1852 – mit dem TV in St. Pauli und vor dem Dammthore – Gründungsdatum 7. September 1860). Offiziell gegründet wurde der FC St. Pauli am 15. Mai 1910, aber erst 1924 im Zuge der reinlichen Scheidung zwischen Turn- und Sportvereinen als selbständiger Klub in das Vereinsregister eingetragen. Seine Vereinsfarben sind Braun und Weiß. Die Mitgliederzahl liegt heute bei über 20.000.

Lange vor der Gründung der Spiel-Abteilung des Hamburg-St. Pauli TV wurde „auf“ St. Pauli bereits Fußball gespielt. Ab der ersten Saison 1895/96 wurden auf dem Heiligengeistfeld regelmäßig Punktspiele des Hamburg-Altonaer Fußball-Bundes ausgetragen, da der einzige andere zur Verfügung stehende Platz auf der kleinen Exerzierweide in Altona meist nicht ausreichte. 1900 trug der FC Victoria 1895 dort seine Heimspiele aus. Auch der FC Alemannia 1896 spielte auf dem Heiligengeistfeld und nahm für einige Jahre den Zusatz „St. Pauli“ in seinen Vereinsnamen auf. Durch den Bau eigener Plätze wurde das Heiligengeistfeld Anfang des 20. Jahrhunderts nicht mehr für Punktspiele benötigt.

Im Jahr 1900 wurde der nur wenige Jahre bestehende FC St. Pauli 1900 gegründet, der einem unabhängigen Verband angehörte.

Im November 1906 wurden die Mitglieder des Hamburg St. Pauli TV 1862 zur Gründung einer Spielabteilung, in der insbesondere das Fußballspiel betrieben werden sollte, aufgerufen. Erst im Frühjahr 1907 meldeten sich genug Mitglieder, um auch eine Mannschaft bilden zu können. Bis zum Sommer des Jahres wurden, soweit bekannt, nur zwei Freundschaftsspiele ausgetragen.

In der Saison 1907/08 fanden elf Freundschaftsspiele statt, überwiegend gegen Nichtverbandsvereine oder Reservemannschaften innerhalb der Hamburger Stadtgrenzen. Von den elf Treffen konnten sieben gewonnen werden. Die folgende Saison 1908/09 sah die Bildung einer zweiten Mannschaft vor, auch die Reservemannschaft bestritt wie die erste Mannschaft nur Freundschaftsspiele. Insgesamt sollen beide Mannschaften rund ein Dutzend Begegnungen ausgetragen haben, wobei die Bilanz ausgeglichener ausfällt.

Die Saison 1909/10 begann mit Gesellschaftsspielen, bis im Herbst 1909 die Spiel-Abteilung des Hamburg-St. Pauli TV in den Norddeutschen Fußball-Verband aufgenommen wurde. Die erste Mannschaft wurde für die Rückrunde der 3a-Klasse im Bezirk III (Hamburg/Altona) zugeteilt, in der sich fast ausschließlich die dritten Teams der Klubs aus der höchsten Spielklasse befanden. Die Teilnahme erfolgte außer Konkurrenz, so wie es für später gemeldete Mannschaften üblich war. Der Punktspielauftakt am 30. Januar 1910 gegen die dritte Mannschaft des SC Germania 1887 endete mit einem 2:0-Sieg für den TV, obwohl er nur mit zehn Spielern antrat. Weniger glücklich verlief die Punktspielpremiere für die zweite Mannschaft, die der 3b-Klasse zugeteilt war; das erste Punktspiel bei der IV. Mannschaft des Eimsbütteler TV am 6. Februar 1910 endete mit einer 1:12-Niederlage.

Erstmals verließ der TV in dieser Saison auch die Hamburger Stadtgrenzen. Er trug dabei Freundschaftsspiele in Cuxhaven und in Dänemark aus, die allesamt mit Niederlagen endeten. Am 22. April 1910, nach dreijährigem Bestehen der Abteilung und 18 Tage vor dem offiziellen Gründungsdatum, verfügte der Hamburg-St. Pauli TV bereits über vier Mannschaften und die fünfte wurde gebildet. Insgesamt wurden 28 Spiele ausgetragen, wobei sechs Siegen 20 Niederlagen gegenüberstanden.

Für die Saison 1910/11 wurde die erste Mannschaft der 1c-Klasse zugeteilt, die aus zwei Staffeln bestand und in der sich keine Reservemannschaften befanden. Neben der zweiten Mannschaft nahmen auch erstmals die dritte und vierte Garnitur an den Meisterschaftsspielen teil. Das angestrebte Ziel, der Aufstieg in die höchste Spielklasse, gelang nicht. Die Leistungen stagnierten und ein Abwärtstrend setzte ein. Gute Spieler verließen den Verein und schlossen sich anderen Klubs an. Extrem groß war der Verlust Ende Dezember 1912, als von den knapp 230 gemeldeten Spielern 57 den Verein am selben Tag verließen. Vor dem Ersten Weltkrieg entstand mit der St. Pauli SpVgg eine lokale Konkurrenz, die ungefähr zum gleichen Zeitpunkt ihren Spielbetrieb wie der Hamburg-St. Pauli TV aufnahm.

Der Beginn des Ersten Weltkrieges verhalf dem TV zum Sprung in die zweite Spielklasse. Da andere Klubs sich wegen Spielermangels von Meisterschaftsspielen zurückziehen mussten, konnten die Turner dank der Vizemeisterschaft in der 1c-Klasse aufrücken. 1915/16 wurde der Hamburg-St. Pauli TV Meister seiner Staffel. Für die Teilnahme an der Relegationsrunde wurde für den 7. Mai 1916 ein Entscheidungsspiel auf dem Victoria-Sportplatz an der Hoheluft gegen den SC Concordia 1907 angesetzt. Die Concorden hatten die Meisterschaft ihrer Staffel gewonnen; alle 20 Punktspiele wurden siegreich beendet mit einem Torsaldo von 155:13. Zur Pause führte der TV überraschend mit 1:0, musste sich am Ende mit 1:4 beugen.

1919 gelang der angestrebte Aufstieg in die höchste Spielklasse, die inzwischen in Norddeutsche Liga Hamburg/Altona umbenannte ehemalige 1a-Klasse. In einer einfachen Runde endeten die Turner auf dem 13. und damit letzten Platz. Nur der Vorletzte, die SpVgg 1903 Blankenese, konnte mit 2:1 geschlagen werden; die restlichen elf Begegnungen gingen alle verloren. Die größte Niederlage mit 0:9 wurde gegen den SC Victoria registriert, im allerersten Punktduell beider Klubs. Nach Beendigung der Einfachrunde wurde die Tabelle geteilt. Der TV spielte in der Abstiegsrunde, belegte bei sieben teilnehmenden Mannschaften den sechsten Platz und wäre somit gleich wieder abgestiegen; wegen einer Spielklassenreform wurde das gegenstandslos. An (nominell) lokaler Konkurrenz erstarkte der St. Pauli SV 1901, im Volksmund St. Pauli Sport genannt[18]. Gegründet wurde dieser Verein als FC Britannia, nach Kriegsbeginn erst in FC Blücher, später nach einer Fusion in St. Pauli SV umbenannt und für Jahre erfolgreicher als der FC. Heute heißt er Grün-Weiß Eimsbüttel.

In den Jahren bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs entwickelte sich der FC St. Pauli zu einer so genannten „Fahrstuhlmannschaft“, die ständig zwischen der ersten und zweiten Spielklasse hin- und her pendelte. Da kein Trainer eingestellt wurde, konnte auch das oft vorhandene spielerische Potential nicht weiterentwickelt werden.

Vom Stadtteilklub zur Marke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach 1945 gelang es einem „Wunderteam“, wie es rückblickend oft genannt wird, sich für Jahre unter den norddeutschen Spitzenmannschaften zu etablieren. Zentrale Figur war Karl Miller, der seit seiner Zeit beim Dresdner SC mit Spielern wie Walter Dzur, Heinz Hempel und Heiner Schaffer bekannt war. Sie und weitere Dresdner kamen nach Kriegsende zum FC und wurden zu Leitfiguren, Hempel später auch zum langjährigen Trainer. Gelegentlich gastierte Helmut Schön im Team, aus Berlin kamen Hans Appel und der Torwart Willi Thiele, 1946 als Trainer Hans Sauerwein dazu. In jenen Jahren verstärkte sich die - nun auch sportliche - Rivalität mit dem HSV aus dem „feinen“ Stadtteil Rothenbaum, dem man 1946/47 erstmals den Meistertitel in Hamburg abnahm. In der Oberliga Nord waren beide Klubs in den Anfangsjahren auf Augenhöhe. 1947 allerdings hatte den FC die Nichtteilnahme an der Zonenmeisterschaft Sympathien und einen möglichen großen Erfolg gekostet. Berühmt sind heute Fotos vom Sommer 1948, als sich die Mannschaft während der Berlin-Blockade zu Fuß mit Handwagen den Weg zum Meisterschaftsspiel gegen Union Oberschöneweide bahnen musste. Im folgenden Jahr wurde der FC Vertragsspieler-Verein.

Entwicklung 2000 bis 2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Saison 2002/03 stieg St. Pauli aus der 2. Bundesliga in die Regionalliga Nord ab. Ein drohender Zwangsabstieg in die Oberliga Nord aufgrund einer Liquiditätslücke konnte durch eine "Retter-Kampagne" vermieden werden. Am 28. März 2004 wurde Trainer Franz Gerber wegen anhaltender Erfolglosigkeit beurlaubt und der bisherige Leiter des Nachwuchsleistungszentrums und Trainer der Zweiten Fußballmannschaft, Andreas Bergmann, zu seinem Nachfolger bestimmt. Ihm stand ab Sommer 2004 André Trulsen als Co-Trainer zur Seite. Im Juni 2004 wurde ein drohender Zwangsabstieg durch den Verkauf von lebenslangen Dauerkarten verhindert. Der Unternehmer Frank Otto gab eine Bürgschaft für die Einnahmen aus dem Dauerkartenverkauf ab und sicherte dem Verein damit die Lizenz.[19]

2006 bis 2011 – Ära Stanislawski: Von der Regionalliga in die Bundesliga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Liga Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt
2006/07 Regionalliga Nord 1 52:32 63 16.776
2007/08 2. Bundesliga 9 47:53 42 18.543
2008/09 2. Bundesliga 8 52:59 48 22.366
2009/10 2. Bundesliga 2 72:37 64 20.870
2010/11 1. Bundesliga 18 35:68 29 24.314
Grün unterlegt: Aufstieg in höhere Liga

Nach der Beurlaubung des Cheftrainers Andreas Bergmann, übernahm Holger Stanislawski zusammen mit Co-Trainer André Trulsen zum 20. November 2006 kommissarisch die Trainingsleitung. Trulsen war schon seit 2004 unter Bergmann Co-Trainer gewesen, Stanislawski hatte parallel noch die Position des Sportlichen Leiters inne. Nachdem sich gleich in der ersten Saison der Aufstieg in die 2. Bundesliga andeutete, verlängerte man den Vertrag der beiden vorläufig bis zum 30. Juni 2009. Da Stanislawski zu dem Zeitpunkt nicht über die erforderliche Trainer-Lizenz verfügte, musste zur Saison 2007/08 zunächst Trulsen den Posten übernehmen - Stanislawski übernahm die Rolle des Teamchefs. Im DFB Pokal schied man bereits in der 1. Runde gegen den FC Bayern München mit 1-2 nach Verlängerung aus.[20]

Am 13. Juli 2006 verkündeten der damalige Hamburger Bürgermeister Ole von Beust und Vereinspräsident Corny Littmann den Plan eines "neuen" Millerntors. Schrittweise sollte das Stadion modernisiert und ausgebaut werden, um 27.000 Zuschauern Platz zu bieten. Im Dezember 2006 starteten die ersten Arbeiten, die letztendlich zum Juli 2015 abgeschlossen waren. Seitdem fasst das Millerntorstadion 29.546 Zuschauer.[21]

Vor der Saison 2007/08 waren unter anderem Alexander Ludwig aus Dresden und Filip Trojan aus Bochum nach Hamburg gewechselt. Außerdem kehrte Ralph Gunesch nach einem Jahr aus Mainz zurück, nachdem er vorher bereits 3 Jahre für St. Pauli gespielt hatte. Die erste Saison nach dem Aufstieg ( 2007/08) begann mit einer Überraschung, als der Erstligist Bayer 04 Leverkusen in der 1. Runde des DFB Pokals mit 1-0 geschlagen wurde. In der 2. Runde verlor die Mannschaft gegen die Amateure vom SV Werder Bremen mit 2:4 nach Elfmeterschießen. Nach der Hinrunde der Saison stand die Mannschaft in der Liga auf einem 9. Platz, den man auch zum Ende der Saison belegte. Im Laufe der Saison 2007/08 belegte Trainer Stanislawski die Kurse für die B- und A-Lizenz der DFB Trainer und wurde zur Saison 2008/09 wieder offiziell Cheftrainer des Clubs. Das Amt des sportlichen Leiters übernahm Helmut Schulte am 1. März 2008.[22]

Zur Saison 2008/09 wechselten unter anderem Marius Ebbers, Mathias Hain und Rouwen Hennings zum Verein. Außerdem kam der damals 18-jährige Junior Hoilett auf Leihbasis von den Blackburn Rovers, sowie Dennis Daube aus der eigenen Jugend. Die Hinrunde wurde auf Platz 7 abgeschlossen, im DFB Pokal schied man in der ersten Runde gegen Erzgebirge Aue mit 4:5 nach Elfmeterschießen aus. Nach einer durchwachsenden Rückrunde schloss man die 2. Bundesliga mit Platz Acht ab.[23]

Die Saison 2009/10 sollte eine sehr erfolgreiche werden. Mit Filip Trojan, Benjamin Weigelt und Alexander Ludwig verließen einige Leistungsträger den Club. Mit Max Kruse, Matthias Lehmann, Deniz Naki und Markus Thorandt wechselten einige vielversprechende talentierte Spieler zum FC St. Pauli, die maßgeblichen Anteil am Aufstieg haben sollten. Mit Bastian Oczipka wechselte im Winter zudem ein damaliger U-20 Nationalspieler auf Leihbasis für 1 1/2 Jahre von Bayer 04 Leverkusen nach Hamburg. Mit diesem Team war St. Pauli sowohl in der Hinrunde als auch in der Rückrunde das jeweils zweitbeste Team der Liga. Es stieg damit nach 2001 wieder in die 1. Bundesliga auf. Nachdem man am vorletzten Spieltag gegen Greuther Fürth noch zur Pause mit 0-1 im Rückstand lag, drehte man das Spiel in der 2. Halbzeit und sicherte sich mit einem 4:1 Sieg Platz 2. Marius Ebbers belegte zudem mit 20 Toren den zweiten Platz der Torjägerliste. Im DFB Pokal schlug man in der ersten Runde den FC 08 Villingen, scheiterte dann mit 1:2 auswärts am Erstligisten Werder Bremen.[24]

Die Bundesliga Saison 2010/11 verlief weniger erfreulich. Vor der Saison verstärkte man sich mit dem Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah, Fin Bartels, Carlos Zambrano und Thomas Kessler. Die Saison begann mit einem 3:1-Auswärtssieg gegen den SC Freiburg. Am 19. September 2010 kam es zum ersten Mal seit 8 Jahren wieder zum Hamburger Stadtderby. Während man sich im Hinspiel am Millerntor mit 1:1 trennte, gelang St. Pauli im darauffolgenden Rückspiel in der Imtech Arena die Überraschung. Der erst vor der Saison gewechselte Gerald Asamoah erzielte in der 59. Minute nach einer Ecke den 0:1-Endstand. Dies war damit der erste Derbysieg für St. Pauli seit 1977. Nach Ende der Hinrunde stand der Club auf Platz 15, doch am Ende der Saison stieg die Mannschaft als Tabellenletzter ab.

Im DFB Pokal schied man in der ersten Runde knapp mit 0:1 beim Chemnitzer FC aus. Außerdem deutete sich ein Umbruch an, da Holger Stanislawski bereits am 13. April 2011 bekannt gab, den Verein am Ende der Saison Richtung Hoffenheim zu verlassen.[25]

2011 bis 2014 – Viele Trainer, schwankende Leistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Liga Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt
2011/12 2. Bundesliga 4 59:34 62 23.220
2012/13 2. Bundesliga 10 44:47 43 24.142
2013/14 2. Bundesliga 8 44:49 48 28.731

Nachdem Holger Stanislawski seinen Rücktritt schon vor Saisonende bekannt gegeben hatte, suchte man nach einem geeigneten Nachfolger. Letztendlich entschied man sich für André Schubert, der vorher zwei Jahre lang für den SC Paderborn 07 als Trainer tätig war. Neben Stanislawski verließen zur neuen Saison 2011/12 auch Co-Trainer André Trulsen, Florian Lechner und Matthias Lehmann den Verein. Die ausgeliehenen Spieler Bastian Oczipka und Thomas Kessler kehrten zu Ihren Teams zurück, Mathias Hain beendete seine Karriere und übernahm den Posten des Torwarttrainers. Als Neuzugänge wurden unter anderem Philipp Tschauner, Sebastian Schachten, Mahir Saglik und Kevin Schindler verpflichtet, Patrick Funk und Lasse Sobiech wurden ausgeliehen. Nach der Hin- und Rückrunde stand man am Ende jeweils auf Platz 4 und verpasste damit knapp den sofortigen Wiederaufstieg. Punktgleich mit Fortuna Düsseldorf war am Ende die Tordifferenz ausschlaggebend. Im DFB Pokal schied man erneut in der 1. Runde aus, dieses Mal gegen den damaligen Viertligisten Eintracht Trier. Ralph Gunesch, der insgesamt fast acht Jahre für St Pauli gespielt hatte, verließ die Braun-Weißen in der Winterpause Richtung Ingolstadt. [26]

Vor der Saison 2012/13 musste man diverse Abgänge hinnehmen. Die Spieler Max Kruse, Deniz Naki, Fabio Morena und Moritz Volz verließen den Verein und auch die ausgeliehenen Lasse Sobiech und Philipp Heerwagen kehrten zu ihren Klubs zurück. Die Kiezkicker reagierten unter anderem mit den Verpflichtungen von Sören Gonther, Christopher Buchtmann, Florian Kringe und Lennart Thy. Außerdem wurde der Stürmer und U-Nationalspieler Daniel Ginczek vom VfB Stuttgart ausgeliehen. Ebenso gab es in Rachid Azzouzi einen neuen Sportdirektor.[27] Nachdem der Klub nur sechs Punkte aus den ersten sieben Spielen holen konnte, wurde André Schubert am 26. September 2012 freigestellt. Seine Nachfolge trat Michael Frontzeck an, der kurze Zeit später am 3. Oktober offiziell vorgestellt wurde. Mit ihm schaffte die Mannschaft den Klassenerhalt und landete am Ende auf Platz 10. Daniel Ginczek traf in der Saison 18-mal und landete mit einem Treffer weniger als der Braunschweiger Domi Kumbela auf Platz Zwei der Torschützenliste. Im DFB Pokal überstand der Verein die erste Runde gegen den Offenburger FV, in Runde 2 verlor man beim Erstligisten VfB Stuttgart mit 0:3.[28]

Zur Saison 2013/14 wurde der Kader erneut grundlegend verändert. Zur Verstärkung kamen Christopher Nöthe, John Verhoek, Bernd Nehrig, Marc Rzatkowski, Phillipp Ziereis, Sebastian Maier und Marcel Halstenberg, während Florian Bruns, Benedikt Pliquett und Daniel Ginczek den Verein verließen. Nach einer starken Hinrunde stand man auf Platz 4, Trainer Michael Frontzeck wurde trotzdem am 6. November 2013 beurlaubt, da er und die Vereinsführung unterschiedliche Vorstellungen über den Zeitpunkt seiner Vertragsverlängerung hatten.[29] Der zur Saison neu verpflichtete Co-Trainer Roland Vrabec sollte zunächst nur vorläufig die Teamleitung übernehmen, bekam aber nach vier Siegen aus den ersten sechs Spielen einen Vertrag bis zum 30. Juni 2015. Zwischenzeitlich befand man sich in Reichweite zum 3. Platz und träumte von einem möglichen Relegationsspiel gegen den Stadtrivalen Hamburger SV. Nach einem schwachen Saisonendspurt erreichte die Mannschaft am Ende nur Platz 8. Insbesondere die Heimschwäche mit nur fünf Siegen am Millerntor hatte dazu beigetragen; in der Auswärtstabelle belegte die Mannschaft dagegen Platz 3. Im DFB Pokal schied man, wie in den meisten Jahren zuvor, erneut in der 1. Runde aus. Gegner war der damalige Drittligist Preußen Münster. [30]

Nachdem man mit nur 4 Punkten aus den ersten 4 Spielen in die Saison 2014/15 gestartet war, wurde Cheftrainer Roland Vrabec am 3. September 2014 beurlaubt, auch Sportchef Rachid Azzouzi wurde freigestellt. Der vorher bereits zum Trainerteam gehörende Thomas Meggle übernahm zunächst als Interimstrainer, bis Ewald Lienen am 16. Dezember 2014 als neuer Trainer des FC St. Pauli vorgestellt wurde. Meggle wurde zum Sportdirektor ernannt.

2014 bis jetzt – Konstanz mit Ewald Lienen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Liga Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt
2014/15 2. Bundesliga 15 40:51 37 24.718
2015/16 2. Bundesliga 4 45:39 51 29.534
2016/17 2. Bundesliga 7 39:35 45 29.401

Mit Ewald Lienen, der die Mannschaft auf einem Abstiegsplatz übernahm, erreichte der Club den 15. Platz und sicherte sich damit den Klassenerhalt. Im DFB Pokal setzte man sich gegen den FSV Optik Rathenow durch, scheiterte dann zuhause in der zweiten Runde mit 0:3 gegen Borussia Dortmund.[31]

Die neue Saison 2015/16 sollte wieder erfolgreicher werden. Anders als in den Vorjahren blieb die Mannschaft in ihrem Kern zusammen und wurde nur punktuell verstärkt. Unter anderem wurden Ryo Miyaichi von Arsenal London sowie Jeremy Dudziak und Marc Hornschuh von Borussia Dortmund verpflichtet. Miyaichi verletzte sich in der Vorbereitung schwer und verpasste fast die gesamte Saison. Mit Philipp Tschauner und Marcel Halstenberg verließen zwei Leistungsträger den Verein. Halstenberg wurde für ca. 3 Millionen Euro an RB Leipzig verkauft, was eine Rekordablöse für den St. Pauli darstellt. Der Klub startete stark in die neue Spielzeit und befand sich nach der Hinrunde auf Platz 4. Diese Position wurde bis zum Ende verteidigt, mit 12 Punkten Abstand auf den Relegationsplatz. Im DFB Pokal schied man in der 1. Runde mit 1-4 gegen Borussia Mönchengladbach aus. [32]

In der bereits dritten Saison unter Lienen tat sich St. Pauli zunächst wieder schwerer. Vor der Saison verließen unter anderem Enis Alushi, Marc Rzatkowski, Lennart Thy und John Verhoek das Team und wurden durch Christopher Avevor, Aziz Bouhaddouz, Cenk Şahin, Mats Møller Dæhli und Johannes Flum ersetzt. Nach der Hinrunde stand man mit nur 11 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Trotz vermehrter Kritik hielt die Vereinsführung an Ewald Lienen fest, und die Mannschaft gelang in der Rückrunde eine enorme Leistungssteigerung: Mit der besten Rückrunde der Vereinsgeschichte − 34 Punkte und 28:11 Tore − schloss man die Saison am Ende auf dem 7. Platz ab. Im DFB Pokal traf man in der ersten Runde im „Nordderby“ auf den VfB Lübeck, den man auswärts mit 3:0 schlagen konnte. In der zweiten Runde verlor man dann gegen den Bundesligisten Hertha BSC zu Hause mit 0:2.[33]

Kurz nach Saisonende gab der Verein bekannt, dass Ewald Lienen nicht mehr Trainer sein werde, sondern den neu geschaffenen Posten des Technischen Drektors übernähme. Sein Vertrag wurde zudem bis zum 30. Juni 2021 verlängert. Zum neuen Übungsleiter für die Spielzeit 2017/18 wurde der bisheriger Co-Trainer Olaf Janßen befördert.[34]

Im Juli 2017 ging der FC St. Pauli als erster deutscher Profifußballverein eine langfristige Kooperation mit dem englischen Premier League Club Stoke City ein. Die Zusammenarbeit erstreckt sich auf die Bereiche Sport (Trainercoaching, Nachwuchsförderung, Scouting), Vermarktung, Merchandising und Medien. [35]

Erfolge und bemerkenswerte Ereignisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1947: Hamburger Meister
  • 1948: Norddeutscher Vizemeister, Vizemeister der Britischen Besatzungszone und Teilnahme am Halbfinale um die deutsche Meisterschaft
  • 1949: Norddeutscher Vizemeister und Endrundenteilnehmer um die deutsche Meisterschaft (Viertelfinale)
  • 1950: Norddeutscher Vizemeister und Endrundenteilnehmer um die deutsche Meisterschaft (Viertelfinale)
  • 1951: Norddeutscher Vizemeister und Endrundenteilnehmer um die deutsche Meisterschaft (Gruppenspiele)
  • 1952: Niederlage im ersten Fußballspiel, das im Fernsehen übertragen wurde, dem DFB-Pokal-(Heim)Spiel gegen Hamborn 07 (3:4)
  • 1954: Norddeutscher Vizemeister
  • 1964: 1. Platz in der Regionalliga Nord
  • 1966: 1. Platz in der Regionalliga Nord
  • 1972: 1. Platz in der Regionalliga Nord
  • 1973: 1. Platz in der Regionalliga Nord
  • 1977: 1. Platz in der 2. Bundesliga Nord und erster Aufstieg in die Bundesliga
  • 1981: 1. Platz in der Amateur-Oberliga Nord, deutscher Amateurvizemeister nach 0:2-Finalniederlage bei den Amateuren des 1. FC Köln
  • 1983: 1. Platz in der Amateur-Oberliga Nord
  • 1984: 2. Platz in der Amateur-Oberliga Nord und Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga
  • 1986: 1. Platz in der Amateur-Oberliga Nord und Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga
  • 1988: 2. Platz in der 2. Bundesliga und zweiter Aufstieg in die Bundesliga
  • 1989: 10. Platz in der Abschlusstabelle der Fußball-Bundesliga 1988/89, bisher höchste Platzierung am Saisonende seit Gründung der Fußball-Bundesliga
  • 1995: 2. Platz in der 2. Bundesliga und dritter Aufstieg in die Bundesliga
  • 1995: 1. Platz in der Gruppe Nord der DFB-Nachwuchsrunde
  • 1995: Tabellenführer der Bundesliga nach dem 1. Spieltag der neuen Saison durch 4:2-Heimsieg gegen TSV 1860 München
  • 2001: 3. Platz in der 2. Bundesliga und vierter Aufstieg in die Bundesliga
  • 2002: 2:1-Heimsieg des Tabellenletzten FC St. Pauli gegen den FC Bayern München, der Begriff des Weltpokalsiegerbesiegers wird geprägt
  • 2006: Einzug als Regionalligist ins Halbfinale des DFB-Pokals gegen den FC Bayern München, das mit 0:3 verloren wurde
  • 2007: Meister der Regionalliga Nord und Aufstieg in die 2. Bundesliga
  • 2010: 2. Platz in der 2. Bundesliga und fünfter Aufstieg in die Bundesliga
  • 2011: 1:0-Auswärtssieg des Aufsteigers FC St. Pauli beim Hamburger SV, erster Sieg im Hamburger Stadtderby seit 1977
  • 2011: 1:8-Heimniederlage des Aufsteigers FC St. Pauli gegen den FC Bayern München, die höchste Bundesliga-Heimniederlage der Vereinsgeschichte

Ewige Tabellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ligazugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab Ende Januar 1910 wurden die ersten Punktspiele ausgetragen, und der Verein pendelte zunächst innerhalb der Hamburger Ligen, da es bis 1933 (mit Ausnahme der Saison 1913/14, in der die NFV-Verbandsliga eingeführt wurde) keine überregionalen Ligen gab. 1919 gelang der Aufstieg in die Hamburger A-Klasse, die höchste Hamburger Liga – somit war der Verein damals zum ersten Mal „erstklassig“.

1934/35, 1936–1940 sowie 1942–1945 spielte der FC St. Pauli in der neu gegründeten erstklassigen Gauliga Nordmark und von 1942 bis Kriegsende in der Gauliga Hamburg. Nach dem Krieg trat der FC zunächst in der (erstklassigen) Stadtliga Hamburg an und gehörte von ihrer Gründung 1947 bis zu ihrer Auflösung 1963 zur Oberliga Nord, die ebenfalls die höchste Spielklasse war.

Als 1963 die Bundesliga ihren Spielbetrieb aufnahm, spielte St. Pauli in der zweitklassigen Regionalliga Nord, und zwar bis zu deren Auflösung 1974. Seitdem spielte der Verein überwiegend in der 2. Bundesliga, acht Jahre in der Bundesliga und auch einige Jahre drittklassig.

Abschlussplatzierungen von 1965 bis 2016

Seit 1922 spielte der FC St. Pauli in folgenden Ligen (I = höchste Spielklasse, II = zweithöchste Spielklasse, III = dritthöchste Spielklasse):

  • 1922/23–1925/26 Norddeutsche Liga (I)
  • 1926/27 A-Klasse Hamburg (II)
  • 1927/28 Norddeutsche Liga (I)
  • 1928/29 Runde der Zehn (I)
  • 1929/30 Bezirksliga Hamburg (II)
  • 1930/31–1932/33 Norddeutsche Oberliga (I)
  • 1933/34 Bezirksklasse Hamburg (II)
  • 1934/35 Gauliga Nordmark (I)
  • 1935/36 Bezirksklasse Hamburg (II)
  • 1936/37–1939/40 Gauliga Nordmark (I)
  • 1940/41–1941/42 1. Klasse Hamburg (II)
  • 1942/43–1944/45 Gauliga Hamburg (I)
  • 1945/46–1946/47 Stadtliga Hamburg (I)
  • 1947/48–1962/63 Oberliga Nord (I)
  • 1963/64–1973/74 Regionalliga Nord (II)
  • 1974/75–1976/77 2. Bundesliga Nord (II)
  • 1977/78 Bundesliga (I)
  • 1978/79 2. Bundesliga Nord (II)
  • 1979/80–1983/84 Amateuroberliga Nord (III)
  • 1984/85 2. Bundesliga (II)
  • 1985/86 Amateuroberliga Nord (III)
  • 1986/87–1987/88 2. Bundesliga (II)
  • 1988/89–1990/91 Bundesliga (I)
  • 1991/92 2. Bundesliga Nord (II)
  • 1992/93–1994/95 2. Bundesliga (II)
  • 1995/96–1996/97 Bundesliga (I)
  • 1997/98–2000/01 2. Bundesliga (II)
  • 2001/02 Bundesliga (I)
  • 2002/03 2. Bundesliga (II)
  • 2003/04–2006/07 Regionalliga Nord (III)
  • 2007/08–2009/10 2. Bundesliga (II)
  • 2010/11 Bundesliga (I)
  • seit 2011/12 2. Bundesliga (II)

Besondere ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutsche A-Nationalspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Spieler als Teil der Traditionself des FC St. Pauli anlässlich des hundertsten Jubiläums im Mai 2010 (3:3 gegen den FC United of Manchester)
Stehend v.l.n.r.: Demuth, Box, Thomforde, Adrion, Dammann, Driller, Sturz, Gronau, Dahms?, Springer, Rahn, Kocian, Trulsen, Schulte
Hockend v.l.n.r.: Ippig, Golke, Bargfrede, Ottens, Zander, Hollerbach, Knäbel, Stanislawski, Klasnić, Mazingu-Dinzey, Sievers, Gunesch

Ausländische Nationalspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere bekannte Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere bekannte Spieler, die entweder lange für den FC St. Pauli spielten oder aufgrund persönlicher Leistung erwähnenswert sind:

  • Guy Acolatse kam vor der Saison 1963/64 aus Togo ans Millerntor. Acolatse war einer der ersten Spieler schwarzer Hautfarbe aus Afrika im bezahlten deutschen Fußball.
  • Dirk Dammann – die Zuverlässigkeit in Person. Wirkte aufgrund seiner Größe immer etwas staksig, machte dies jedoch durch unbändige Einsatzkraft wett.
  • Martin Driller, erfolgreicher Stürmer und Ex-Freund von Regina Halmich. Hatte seinen wohl besten Auftritt im St. Pauli-Dress beim 4:4 gegen Schalke 04.
  • Walter Frosch, ein raubeiniger Abwehrspieler, spielte von 1976 bis 1982 bei St. Pauli. Bis heute gilt er weltweit als der Profifußballer mit den meisten gelben Karten in einer Saison.
  • Franz Gerber, „Schlangen-Franz“, bester St. Pauli-Torschütze seit Gründung der Bundesliga, Vater von Fabian Gerber. Mit 115 Treffern an achter Position in der Liste der Zweitliga-Rekordtorjäger.
  • André Golke, bis heute Bundesliga-Rekordtorschütze des FC St. Pauli.
  • Jürgen Gronau spielte nie für einen anderen Verein als den FC St. Pauli und ist heute in der Jugendabteilung tätig, in der auch sein Sohn aktiv ist.
  • Horst Haecks gehörte Ende der 1950er und Anfang der 1960er zu den ganz großen Torjägern des FC St. Pauli. In der Saison 1963/64 traf er in 34 Spielen gleich 36 Mal ins gegnerische Tor. 1966 musste Haecks seine Karriere verletzungsbedingt beenden.
  • Bernd Hollerbach, ehemaliger Metzger aus Franken, war ein Publikumsliebling, bis er durch den Wechsel zum Hamburger SV seinen Kredit bei den Fans der Millerntor-Elf gänzlich verspielte: aus deren Schlachtruf „Ho-ho-Hollerbach“ wurde „Ho-ho-Hochverrat“.
  • Volker Ippig, Torhüter, Stammtorhüter von 1986 bis September 1991 beim FC St.Pauli; lebte einige Zeit in den besetzten Häusern in der Hafenstraße; beendete nach 100 Pflichtspielen für den FC St. Pauli wegen einer Rückenverletzung im September 1991 seine aktive Karriere.
  • Thomas Meggle, Mittelfeldspieler, wechselte zur Saison 2005/06 zum dritten Mal ans Millerntor. Torschütze beim legendären 2:1 gegen Bayern München. Er war zwischen dem 3. September 2014 und dem 16. Dezember 2014 als Trainer der Zweitligamannschaft beim FC St. Pauli tätig.
  • Dieter Schlindwein, genannt „Eisen-Dieter“, Vorstopper, der seine Karriere beim SV Waldhof Mannheim 07 begann und Anfang der 1990er Jahre Abwehrspieler bei St. Pauli war – allerdings ob einer verbalen Entgleisung gegenüber Leo Manzi bei den Fans umstritten.
  • Helmut Schön, 16 A-Länderspiele (1937–1941), 17 Treffer. Absolvierte seine Länderspiele zu einer Zeit, als er Vereinsspieler des Dresdner SC war. In der Spielzeit 1947/48 bestritt der spätere Bundestrainer, der 1972 Europa- und 1974 Weltmeister wurde, einige Pflichtspiele im Dress des FC St. Pauli.
  • Otmar Sommerfeld, Rekordspieler der alten Oberliga Nord mit 362 Spielen, davon 227 zwischen 1951 und 1959 für St. Pauli, meist als Mittelläufer.
  • Holger Stanislawski, bis 30. Mai 2004 einziger noch aktiver St. Pauli-Stammspieler aus Bundesliga-Aufstiegszeiten. Ende Mai 2004 beendete er seine aktive Karriere, wurde danach Vizepräsident des Vereins und später Manager für den sportlichen Bereich. Nach der Beurlaubung Andreas Bergmanns war er als Manager und Trainer in Personalunion tätig, bis er die Position des Managers an Helmut Schulte abgab (der wiederum im Mai 2012 seinen Hut als Sportchef nehmen musste). Bis zum Saisonende 2010/11 übte Holger Stanislawski das Traineramt aus.
  • Harald Stender – einmal St. Paulianer, immer St. Paulianer; der Außenläufer war von 1945 bis 1960 aktiv und ist der Spieler mit den meisten Einsätzen für den FC in der erstklassigen Oberliga. Als besondere Ehrung wurde 2013 die südliche Stadionvorfläche in Harald-Stender-Platz umbenannt.
  • Klaus Thomforde, das „Tier im Tor“. Letzter Einsatz am 6. Oktober 2001 (Abschiedsspiel „Klaus' letzte Parade“ als Sportinvalide). Anschließend wirkte der gelernte Steuerfachangestellte noch als Torwarttrainer sowie in der Vermarktung des Vereins mit (in der Saison 2006/07 für kurze Zeit Interimstrainer bei Holstein Kiel).
  • André Trulsen, Abwehr, spielte in den Jahren 1986–1991 sowie zwischen 1994 und 2002 für den Verein. Dazwischen Stationen beim 1. FC Köln und vor der Zeit bei St. Pauli in der Oberliga beim SV Lurup (Hamburg). Wurde in der Regionalliga-Saison 2004/05 als Spieler für einige Einsätze in Liga- und Pokalspielen reaktiviert. Mit 177 Einsätzen Rekordspieler des FC St. Pauli in der Bundesliga.

Die „Jahrhundert-Elf“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anlässlich des hundertjährigen Vereinsjubiläums wählten die Fans 2010 per Onlineabstimmung folgende Spieler:[36]

Vereinsoffizielle über die Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kartencenter und Fanshop am Millerntor vor dem Umbau 2007/08

Die Präsidenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Vorstand des FC St. Pauli setzt sich satzungsgemäß aus dem Präsidenten und seinen bis zu vier Stellvertretern zusammen. Gewählt werden der Präsident auf Vorschlag des Aufsichtsrats und die Vizepräsidenten auf Vorschlag des Präsidentschaftskandidaten durch die Jahreshauptversammlung des Vereins. Ob Präsidiumsmitglieder haupt- oder ehrenamtlich tätig sind, entscheidet der Aufsichtsrat fallweise.

Zum Präsidenten wurde der Musik-Unternehmer Oke Göttlich vorgeschlagen[37] und am 16. November 2014 gewählt.[38] Dem Vorstand gehören weiterhin an: Thomas Happe, Reinher Karl sowie Joachim Pawlik und Jochen Winand.

  • 1924–1931 Henry Rehder
  • 1931–1945 Wilhelm Koch
  • 1945–1947 Hans Friedrichsen
  • 1947–1948 Max Pestorf
  • 1948–1969 Wilhelm Koch
  • 1970–1979 Ernst Schacht
  • 1979–1982 Wolfgang Kreikenbohm

Die Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktueller Kader 2017/18[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 1. Juli 2017

Die Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Nat. Name Geburtstag Im Verein seit Vertrag bis
Tor
1 DeutschlandDeutschland Philipp Heerwagen 13.04.1983 2013 2017
30 DeutschlandDeutschland Robin Himmelmann 05.02.1989 2012 2019
33 DeutschlandDeutschland Svend Brodersen 22.03.1997 2010 2019
Abwehr
2 DeutschlandDeutschland Clemens Schoppenhauer 23.02.1992 2017 2019
3 DeutschlandDeutschland Lasse Sobiech 18.01.1991 2014 2018
4 DeutschlandDeutschland Philipp Ziereis 14.03.1993 2013 2019
5 SchweizSchweiz Joël Keller 06.03.1995 2015 2018
15 DeutschlandDeutschland Daniel Buballa 11.05.1990 2014 2019
16 DeutschlandDeutschland Marc Hornschuh 02.03.1991 2015 2020
19 DeutschlandDeutschland Luca-Milan Zander 09.08.1995 2017 2019
27 DeutschlandDeutschland Jan-Philipp Kalla 06.08.1986 2003 2018
35 DeutschlandDeutschland Brian Koglin 07.01.1997 2013 2019
Mittelfeld
6 DeutschlandDeutschland Christopher Avevor 11.02.1992 2016 2019
7 DeutschlandDeutschland Bernd Nehrig (C)Kapitän der Mannschaft 28.09.1986 2013 2017
8 DeutschlandDeutschland Jeremy Dudziak 28.08.1995 2015 2018
10 DeutschlandDeutschland Christopher Buchtmann 25.04.1992 2012 2019
13 JapanJapan Ryō Miyaichi 14.12.1992 2015 2018
14 NorwegenNorwegen Mats Møller Dæhli 02.03.1995 2017 2018
20 DeutschlandDeutschland Richard Neudecker 29.10.1996 2016 2019
22 TurkeiTürkei Cenk Şahin 22.09.1994 2016 2021
23 DeutschlandDeutschland Johannes Flum 14.12.1987 2017 2018
28 PolenPolen Waldemar Sobota 19.05.1987 2015 2018
31 DeutschlandDeutschland Maurice Litka 02.01.1996 2006 2020
37 Korea SudSüdkorea Kyoung-Rok Choi 15.03.1995 2012 2019
39 Korea SudSüdkorea Yi-young Park 29.06.1994 2014 2019
Sturm
9 DeutschlandDeutschland Aziz Bouhaddouz 30.03.1987 2016 2019
11 TunesienTunesien Sami Allagui 28.05.1986 2017 2019
29 DeutschlandDeutschland Jan-Marc Schneider 25.03.1994 2015 2019

Transfers zur Saison 2017/18[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zugänge Abgänge
Sommer 2017
a. ausgeliehen
w.a. war ausgeliehen

Aktueller Trainer- und Betreuerstab[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Funktion seit
Trainerstab
Olaf Janßen Cheftrainer 2017
Markus Gellhaus Co-Trainer 2017
Patrick Glöckner Co-Trainer 2017
Mathias Hain Torwart-Trainer 2011
Janosch Emonts Athletiktrainer 2015
Medizinische Abteilung
Volker Carrero Mannschaftsarzt 2017
Sebastian Schneider Mannschaftsarzt 2017
Lisa Gehrke Physiotherapeutin 2016
Petros Katsares Physiotherapeut 2015
Johannes Reich Physiotherapeut 2007
Ronald Wollmann Physiotherapeut 1986
Betreuer
Siegmar Krahl Zeugwart 2009
Andreas Kreft Zeugwart 2004
Funktionäre
Andreas Rettig (komm.) Sportdirektor 2016
Uwe Stöver (ab 1.10.2017) Sportdirektor 2017
Ewald Lienen Technischer Direktor 2017

Zweite Mannschaft (Regionalliga Nord)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aktueller Kader und Trainerstab 2016/17[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 2. August 2016

Tor Abwehr Mittelfeld Sturm Trainer
01 Yannick Jonas DeutschlandDeutschland
12 Marvin Zimmermann DeutschlandDeutschland
02 Edin Tanovic DeutschlandDeutschland
03 Christoph Gorkow DeutschlandDeutschland
04 Michael Ambrosius DeutschlandDeutschland
05 Brian Koglin DeutschlandDeutschland
20 Lennart Keßner DeutschlandDeutschland
21 Benjamin Nadjem DeutschlandDeutschland
07 Marcell Sobotta DeutschlandDeutschland
08 Marian Kunze DeutschlandDeutschland
10 Marvin Kehl DeutschlandDeutschland
14 Andranik Ghubasaryan ArmenienArmenien
15 Sirlord Conteh Sierra LeoneSierra Leone
16 Tim-Julian Pahl DeutschlandDeutschland
18 Ernesto Keisef DeutschlandDeutschland
19 Emre Coskun TurkeiTürkei
24 Furkan Pinarlik DeutschlandDeutschland
29 Yi-Young Park Korea SudSüdkorea
13 Jan-Marc Schneider DeutschlandDeutschland
22 Seung-Won Lee Korea SudSüdkorea
Chef-Trainer Joachim Philipkowski DeutschlandDeutschland
Co-Trainer Ferydoon Zandi DeutschlandDeutschland
Athletiktrainer Julius Balsmeier DeutschlandDeutschland

Das Hilfsprojekt Viva con Agua de Sankt Pauli[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politisches und soziales Engagement ist nicht nur innerhalb der Fan-Szene zu beobachten: seit dem Frühjahr 2005 engagiert sich der Spieler Benjamin Adrion in einem gemeinsam vom Verein und der deutschen Welthungerhilfe getragenen Hilfsprojekt namens Viva con Agua de Sankt Pauli zur Sicherung der Trinkwasserversorgung an etwa 100 Kindergärten in Havanna (Kuba). Nach Kuba engagierte sich die Initiative in zahlreichen weiteren Ländern, vor allem in Ostafrika.

Bekanntheit des Vereins[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Studie des Sportvermarkters UFA Sports, der auch den FC St. Pauli betreut, hat deutschlandweit elf Millionen St. Pauli-Sympathisanten ermittelt.[39] Auch im Ausland besitzt der FC St. Pauli einen ausgezeichneten Ruf, etwa in Frankreich.[40]

Dieses Interesse äußert sich auch im Zuschauerzuspruch bei den Heim- und Auswärtsspielen: St. Pauli hatte in der Saison 2003/04 als Regionalligist mit 17.374 Zuschauern[41] einen höheren Schnitt als jeder Zweitligaverein[42] und übertraf bei der Zahl der verkauften Dauerkarten mehrere Erstligisten (St. Pauli: 11.700;[43] Bundesliga: VfL Wolfsburg 7.500, VfL Bochum 6.000, Hansa Rostock 4.550.[44])

Zur Saison 2010/11 brachte die Firma Panini erstmals ein Sammelalbum im Namen des FC St. Pauli als dritter Bundesligist (neben dem FC Bayern München und dem VfB Stuttgart) heraus. Neben den Porträtbildern aller Spieler und Trainer enthielt das Album u. a. die Historie des Klubs, die verschiedenen Facetten der Fanszene und des Stadtteils.[45]

„Weltpokalsiegerbesieger“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 6. Februar 2002 gewann der FC St. Pauli überraschend als Tabellenletzter der 1. Bundesliga mit 2:1 gegen den FC Bayern München im Millerntor-Stadion, woraufhin vom FC St. Pauli T-Shirts mit dem Aufdruck „Weltpokalsiegerbesieger“ auf der Vorderseite und den Namen der Spieler auf der Rückseite angefertigt wurden. Hintergrund war, dass der FC Bayern wenige Wochen zuvor den Weltpokal gewonnen hatte. Die Torschützen für St. Pauli waren Nico Patschinski und Thomas Meggle. Erst in der 87. Minute konnte Willy Sagnol für Bayern auf 1:2 verkürzen.[46]

Die Retterkampagne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga am Ende der Saison 2002/03 drohte der Verein noch eine weitere Liga tiefer in die Oberliga Nord abzusteigen, weil sich zum Saisonende eine Liquiditätslücke in Höhe von 1,95 Millionen Euro abzeichnete, deren Deckung gleichzeitig die entscheidende Lizenzierungsauflage des DFB im Zulassungsverfahren zur Regionalliga darstellte. Durch mehrere bundesweit Aufsehen erregende Spendenaktionen gelang es dem Verein zwischen Anfang Juni und Ende August 2,367 Millionen Euro aufzutreiben.[47] Die HSH Nordbank gab zuvor am 11. Juni 2003 eine Bürgschaft für die geforderten 1,95 Millionen Euro ab und sicherte dem Verein damit die Lizenz für die Regionalliga Nord.[48]

Einige Beispiele der durchgeführten Aktionen, welche allesamt unter dem Motto „Rettet den FC St. Pauli“ standen:

  • Verkauf von 102.948 „Retter“-T-Shirts (Nettoerlös: 896.830 Euro)
  • Verkauf des Jugendleistungszentrums am Brummerskamp an die Stadt Hamburg für 720.000 Euro
  • ein Benefizspiel unter dem Motto „Weltpokalsiegerbesieger gegen Weltpokalsieger“ gegen den FC Bayern München, der auf Gage und Kostenerstattung verzichtete, im Millerntor-Stadion (271.112 Euro)
  • Bargeldspenden von rund 200.000 Euro
  • Bieraktionen „Astra trinken – St. Pauli retten“ (1 Euro pro Astrakasten, rund 120.000 Euro) und „Saufen für St. Pauli“ (50 Cent Soliaufschlag pro Bier bei teilnehmenden Kneipen, rund 50.000 Euro)
  • Im Millerntor-Stadion durchgeführte Kulturveranstaltungen: Jazzfestival, DJ-Soundclash, drei Freiluftkinoabende, „Finales Retterkonzert“
  • Verkauf von 11.700 Dauerkarten für die kommende Saison

Strukturen in der Fanszene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Totenkopffahne

Ein nennenswerter Teil der Fanszene am Millerntor versteht sich im Vergleich zu den Fanstrukturen anderer Fußballvereine ausdrücklich als politisch. Schon in den 1990ern setzten Fangruppen sich für eigene und die Interessen der direkten Anwohner ein, als ein Stadionneubauprojekt mit angeschlossener Randbebauung (Sport-Dome) des Präsidenten Heinz Weisener – bzw. von dessen Architekturbüros – in Angriff genommen werden sollte. Durch mehrere Demonstrationen sowie einen mehrminütigen Schweigeprotest bei einem Heimspiel wurde dieses Projekt schließlich gekippt. Fortan wurden immer wieder Neubaupläne vorgelegt, seit Juli 2006 stand fest, dass bis 2014 ein neues Stadion fertiggestellt sein sollte.

Auch in der Arbeit gegen Stadionverbote zeigt sich die Fangruppierung Pro Fans recht aktiv im St.-Pauli-Umfeld. Einen weiteren politischen Schwerpunkt bildet das aktive Einschreiten gegen sexistische oder rassistische Äußerungen im Stadion: St. Pauli war der erste Verein, welcher entsprechende Verbote in seine Stadionordnung einfügte – heute ist es eher die Regel, dass sich entsprechende Passagen in den Stadionordnungen der Bundesligavereine finden. So musste beispielsweise ein Sponsor, der Herausgeber der Männerzeitschrift Maxim, nach heftigen Protesten seine Stadionreklame überarbeiten, da diese von Fanseite als zu sexistisch eingestuft wurde.

Ausdruck einer Fankultur der anderen Art ist auch der Totenkopf, der in der Tradition Jahrhunderte alter Piraterie als Symbol „Arm gegen Reich“ von den Fans verwendet wird, da der FC St. Pauli obgleich geringer finanzieller Budgets achtbare Erfolge in den verschiedenen Ligen und Wettbewerben zu verzeichnen hat. So drückt die Fanszene sinnbildlich die Rolle des Underdogs aus, der gegen übermächtige, reiche Klubs kämpft.[49]

Im Jahr 2009 schrieb die italienische Ska Combat-Folk Punk Band Talco aus Marghera den Song "St Pauli". Seitdem wurde der Song häufig als Hymne benutzt und die Band hat bereits einige Konzerte im Millerntorstadion gespielt.

Der Verein hat rund 280 offiziell registrierte Fanklubs (Stand: Oktober 2014), die sich mit dem Fanclub-Sprecherrat ein eigenes Vertretungsgremium geschaffen haben, das inzwischen bei grundsätzlichen Fragen auch vom Vereinspräsidium angehört wird. Zentrale Einrichtung für organisierte wie einzelne Fans ist der aus einer Faninitiative hervorgegangene Fanladen St. Pauli. Eine besonders enge Zusammenarbeit besteht mit Fanclubs des schottischen Premier-League-Vereins Celtic Glasgow.

Von den St. Pauli-Fans wird zudem das Antira-Turnier organisiert, ein Einladungsturnier für antirassistische Fangruppierungen, das früher jährlich, nun alle zwei Jahre (alternierend mit anderen Austragungsorten), auf dem St. Pauli-Trainingsgelände stattfindet.[50] Fans und Verein engagierten sich ebenfalls im politischen Kampf für die Gruppe Lampedusa in Hamburg und halfen mit, den Fußballclub FC Lampedusa aufzubauen.[51]

Der Verein rief auch die Initiative Kiezhelden ins Leben. Die Plattform unterstützt soziale und kulturelle Projekte auf dem „Kiez“ als auch den sportlichen Nachwuchs.[52]

Rivalitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Traditioneller Hauptrivale der Paulianer ist der Hamburger SV. Im Duell mit den Rothosen wird ermittelt, wer die aktuelle Nr. 1 der Stadt ist. Unterschiedliche Ligazugehörigkeiten haben das Stadtderby jedoch seltener werden lassen. Seit dem 13. März 1993, als es rund um die Begegnung bei Hansa Rostock angesichts der politisch motivierten Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen ein Jahr zuvor zu schweren Krawallen zwischen rechtsgerichteten Rostockern sowie politisch links stehenden St. Pauli-Anhängern kam, gilt zudem das Verhältnis zu den Mecklenburgern als verfeindet; Begegnungen der beiden Teams werden daher stets als Risikospiel eingestuft. Insbesondere diverse Vorfälle in jüngerer Zeit begründen außerdem eine ausgeprägte Antipathie gegenüber dem VfB Lübeck.

Sponsoren und Ausrüster (seit 2000)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeitraum Sponsor Branche
2000–2001 World of Internet/Astra Internet/Brauerei
2001–2002 Securvita Gesundheit
2002–2003 Securvita/Astra Gesundheit/Brauerei
2003–2006 Mobilcom Telekommunikation
2006–2009 Congster/Congstar Telekommunikation
2009–2010 Dacia Automobilhersteller
2010–2013 Deutsche Fernsehlotterie Lotterie
2013–2014 Relentless Energy-Drink
2014– Congstar[53] Telekommunikation
Zeitraum Ausrüster
2000–2003 Kappa
2003–2005 Stanno
2005–2014 Do You Football
2014–2016 Hummel
2016– Under Armour

Weitere Abteilungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abteilung Fördernde Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Abteilung Fördernde Mitglieder (AFM) ist eine nicht sporttreibende Abteilung, deren Mitglieder sich der Förderung der Jugendabteilungen (mit Schwerpunkt auf dem Fußball-Jugendleistungsbereich) des Vereins verpflichtet sehen. Mit ihren zurzeit über 13.500[54] Mitgliedern ist sie zudem die quantitativ stärkste Abteilung des Vereins.

Gemeinsam mit dem Präsidium und der sportlichen Leitung werden Konzepte entwickelt, die für den FC St. Pauli eine Chance darstellen können, auf Dauer mit den finanzstarken Spitzenclubs zu konkurrieren. Die Finanzierung dieser Konzepte erfolgt anteilig durch die AFM und die Profiabteilung.

Aktuelle Projekte der AFM sind neben dem „AFM-Radio“, welches ursprünglich aus einer Spielbeschreibung für Sehgeschädigte am Millerntor entstanden ist und mittlerweile kostenlos Live-Reportagen aller Spiele der ersten Mannschaft per Internet-Stream bietet, die AFM-Ausbildungsbörse „You'll never work alone“, welche in Zusammenarbeit mit Unternehmen und der Agentur für Arbeit Ausbildungsplätze an Nachwuchsspieler vermittelt, um diese an den Verein zu binden. Des Weiteren unterhält die AFM das Jugendtalenthaus, in welchem bis zu sechs Nachwuchsspieler betreut in einer Wohngemeinschaft leben.

Darüber hinaus haben AFM-Mitglieder noch einige ganz konkrete Vorteile. So gibt es neben den Ermäßigungen und Rabatten auf Fanartikel, die auch für die Mitglieder der anderen Abteilungen gelten, für vom St. Pauli Fanladen organisierte Auswärtsfahrten einen speziellen AFM-Rabatt. Auch bei Heimspielen der U23-Mannschaft und bei der Teilnahme an Stadionführungen ist der Eintritt für AFM-Mitglieder ermäßigt.

American Football[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Jahr 2002 verfügte der FC St. Pauli mit den St. Pauli Buccaneers über ein American-Football-Team im Jugendbereich. Unter der Leitung von Coach Campino Milligan, der zu seiner aktiven Zeit als Spieler sowohl den German Bowl als auch den Eurobowl gewinnen konnte, traten die Buccaneers in der German Football League Juniors (GFLJ) an.[55] Seit der Saison 2011 existierte auch eine Herrenmannschaft, welche nach dem sofortigen Aufstieg in der ersten Saison in der Oberliga HH/SH spielte.[56][57] Ebenfalls seit 2011 wurde bei den Buccaneers zudem noch Herren Flag Football gespielt, die Semikontakt Variante des Originals.[58] Im Jahre 2009 erhielt das Team den Hamburger Bürgerpreis der CDU Hamburg.[59]

Im November 2013 wurde diese Sparte aufgelöst, nachdem zunächst kein für den Herrenbetrieb erforderliches Jugendteam mehr gestellt werden konnte und sich nach einem Rücktritt auch kein neuer Abteilungsvorstand gefunden hatte.[60] Dies wurde den Vereinsmitgliedern auf der Jahreshauptversammlung Ende 2013 mitgeteilt.[61]

Blindenfußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der FC St. Pauli verfügt über eine Blindenfußballabteilung. Der Verein spielt seit der ersten Saison in der Blindenfußball-Bundesliga. Während der Saison 2012 bildete man mit dem ISC Dortmund eine Spielgemeinschaft.

Frauenfußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Frauenmannschaft des FC St. Pauli wurde im Jahre 2016 Meister der Verbandsliga Hamburg. In der Aufstiegsrunde zur Regionalliga Nord setzte sich die Mannschaft gegen TuRa Meldorf und den TuS Schwachhausen durch und stieg auf. Gleich in der Aufstiegssaison 2016/17 erreichte die Mannschaft Platz drei.

Futsal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2011 verfügt der FC St. Pauli über eine Futsalabteilung.[62] Im Jahre 2016 wurde die Mannschaft nach einem 3:1-Finalsieg über die Hamburg Panthers Norddeutscher Meister und qualifizierte sich für die deutsche Futsal-Meisterschaft 2016. Dort scheiterte die Mannschaft im Viertelfinale am TSV Weilimdorf.

Marathon[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit November 2011 gibt es eine Marathonabteilung mit breitensportlicher Ausrichtung. Die erste öffentliche Aktion der Abteilung war ein Volkslauf „St. Pauli läuft gegen rechts“ um die Außenalster mit 1.400 Teilnehmern am 2. Juni 2012.[63]

Radsport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Radsportler gibt es seit Sommer 2004 unter dem Namen „Fahrrad-Club St. Pauli“ im Verein; vier Jahre später umfasste die Abteilung bereits rund 130 Mitglieder, von denen gut 20 BDR-Lizenzinhaber (Elite A bis C) waren. Im Frühjahr 2007 gewann ein Rennfahrer des Fahrrad-Clubs die Hamburger Straßenmeisterschaft, belegte beim Einzelzeitfahren Rang Drei und war für die Deutsche Straßenmeisterschaft der Amateure qualifiziert. Daneben betreibt eine größere Anzahl Mitglieder „ambitionierten Freizeitsport“ (Teilnahme an BDR-Super Cup und Radmarathons, Radtourenfahrten (RTF) u. ä.). Im September 2011 veranstaltete der Fahrrad-Club zum ersten Mal eine eigene RTF.

Rugby[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Rugby-Team vom FC St. Pauli im Jahr 2011 gegen den TSV Victoria Linden

Die 1933 gegründete Rugby-Abteilung ist heute untergliedert in drei Herrenmannschaften (1. Bundesliga, 2. Bundesliga und Regionalliga), Frauen sowie Jugend/Schüler. Ihre größte Aufmerksamkeit erzielte diese Abteilung durch die mehrfach erlangte deutsche Meisterschaft im Frauenrugby: Zum achten Mal nach 1995, 2000, 2001, 2003, 2005, 2006 und 2007 holten die Frauen 2008, im Endspiel gegen den SC Neuenheim, die deutsche Rugby-Meisterschaft. In diesen Jahren stellten sie auch etliche Nationalspielerinnen. Damit haben sie die Rugbyabteilung zur erfolgreichsten innerhalb des FC St. Pauli gemacht.

Die Rugby-Männer standen 1964 im Finale um die deutsche Meisterschaft und waren 1971 Gründungsmitglied der Bundesliga. 1991 und 2002 gewannen sie den deutschen Liga-Pokal, 1993 und 1994 nahmen sie am Finale dieses Wettbewerbs teil. Derzeit treten sie in der Ersten Bundesliga an.

Torball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Torballabteilung des FC St. Pauli trat in der Saison 2012/13 bereits zum zweiten Mal in einer Spielgemeinschaft zusammen mit der BSG Langenhagen an und wurde Deutscher Meister. Damit sind sie für den Eurocup in Belgien qualifiziert.[64]

Triathlon[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Januar 2009 hat der FC St. Pauli eine Triathlonabteilung, die nach einem Jahr bereits mehr als 140 Mitglieder aufwies. Die Ausrichtung ist breitensportlich. Bereits im Gründungsjahr nahm ein gemischtes Team im Rahmen der Sport Augath Tour an den Wettkämpfen der Landesliga Niedersachsen teil und schloss diese auf dem 26. Platz ab. Ab 2010 startet der FC St. Pauli Triathlon in der neu gegründeten Landesliga Hamburg.

Mediale Auseinandersetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spielfilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1993 produzierte der Norddeutsche Rundfunk (NDR) unter der Regie von Bernd Schadewald den Spielfilm Schicksalsspiel.[65] Der Fernsehfilm erzählt eine tragische Liebesgeschichte mit Parallelen zu Romeo und Julia[66] vor dem Hintergrund der Fan-Rivalität zwischen dem FC St. Pauli und Hansa Rostock.[67] Das Programm Das Erste zeigte den Film, in dem unter anderem die Schauspieler Benno Fürmann und Jürgen Vogel mitspielen, erstmals am 31. August 2004. 2011 drehte der Regisseur Tarek Ehlail den Low-Budget-Film[68] Gegengerade – 20359 St. Pauli, dessen Handlung im Umfeld des Vereins und des Stadtteils spielt und der Themen wie Gegenkultur und Gentrifizierung thematisiert.[69]

In der seit 2002 produzierten Tatort-Fernsehserie aus Münster verkörpert die Figur Frank Thiel einen aus Hamburg stammenden Kommissar, der in St. Pauli aufgewachsen und leidenschaftlicher Fan des Stadtteilvereins ist und dessen Fankollektion bevorzugt trägt.[70]

Dokumentationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein und dessen aktive Fanszene war darüber hinaus wiederholt Gegenstand von Dokumentarfilmen. Die Firma „01film“ produzierte mit maßgeblicher Hilfe des Fanladens unter der Regie von Michael Müller[71] zur Aufstiegssaison 2000/01 eine 92-minütige Dokumentation mit dem Namen Wir waren Absteiger Nummer 1.[72] Über die unmittelbar anschließende Abstiegssaison 2001/02 drehten die Regisseure Julia Föhn und Dirk Laabs ebenfalls eine Dokumentation mit dem Titel Irgendwo da unten.[73]

In der am 1. August 2008 veröffentlichten Dokumentation Sankt Pauli! – Rausgehen – Warmmachen – Weghauen thematisiert der Regisseur Joachim Bornemann die Vorbereitungen auf das letzte Heimspiel in der Regionalligasaison 2006/07 gegen Dynamo Dresden, in dem nach vier Jahren der Spielklassenwechsel in die 2. Bundesliga geschafft wurde, sowie den Abriss und Neubau der Südtribüne des Millerntor-Stadions und die Geschehnisse und Entwicklungen in den angrenzenden Stadtquartieren St. Pauli, Karolinen- und Schanzenviertel.[74] 2011 drehte der Hamburger Dokumentarfilmer Felix Grimm den Film Das ganze Stadion, der statt Spielszenen die Fans auf den Tribünen zeigt. Der Spielverlauf erschließt sich ausschließlich aus den Kommentaren und Reaktionen der Fans auf das Spielgeschehen.[75]

Sportfernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Marco Carini in der taz begründet sich der „bundesweite Hype“ des Vereins in „einem Wandel in der Sportberichterstattung“.[76] Mit Beginn der Bundesliga-Saison 1988/89 ging die „Fußballshow“ Anpfiff des Privatsenders RTL plus auf Sendung und trat in direkte Konkurrenz zur Sportschau mit deren nachrichtlichem Konzept, „kurze, rein auf das sportliche Geschehen bezogener Spielberichte“ zu produzieren. Nach Aussage des früheren RTL-Sportchefs und Moderators Ulli Potofski wurde „die Berichterstattung um das Drumherum einer Partie größer und ausgiebiger“ und der FC St. Pauli und seine unkonventionellen Fans „zum bunten Farbtupfer“ der Berichterstattung: „Während wir bei anderen Vereinen nach Kuriosem und Skurillem mühsam suchen mussten, trat das am Hamburger Kiez geballt auf.“ Das Privatfernsehen transportierte ein Bild des FC St. Pauli mittels griffiger Etiketten und Slogans, die zumeist eine mediale Erfindung waren.[76] Nach Stefan Reinke in dem Online-Magazin DerWesten war der Hamburger Verein ein „Glück für den Tutti-Frutti-Kanal: Der FC St. Pauli spielte zu jener Zeit in der Fußball-Bundesliga und so konnte RTL nach Belieben Schmuddel-Image und Fußball-Show miteinander verknüpfen. Es war eben die Zeit, als Fernseh-Deutschland sich ausprobierte. So fand Sex-Beraterin und Bett-Problemlöserin Erika Berger ebenso den Weg in die Fußball-Show wie St. Paulis Huren-Ikone Domenica. Was das mit Fußball zu tun hatte? Wenig.“[77] Der Autor und Chronist Christoph Nagel bezeichnet im Interview die übertriebene Darstellung „ewig feiernder Fans“ und Slogans wie „Freudenhaus der Liga“ als reines Klischee und stellt fest, dass die weitgehend inhaltslose Vokabel „Kult“ bei vielen Fans „inzwischen auf dem Index gelandet“ sei.[78]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Kein anderer Proficlub erfüllt die Sehnsüchte und Ansprüche unserer Zeit so gut wie der FC St. Pauli. Denn welchen Kriterien müsste ein idealer Fußballverein heute entsprechen? Der Verein müsste demokratisch sein, also seine Mitglieder ernst nehmen und nicht das Wohl einiger weniger Investoren. Er müsste politisch sein, also sich für das interessieren, was in der Welt geschieht. Er müsste lokal verankert sein, also seinem Stadtteil eine Identität verschaffen. Er müsste zusammenhalten, sollte also nicht alles rücksichtslos auf den sportlichen Erfolg der Profimannschaft ausrichten. So ein Verein ist der FC St. Pauli.“

Kilian Trotoir: Die Zeit[79]

„Die Schnurre enthält alle Ingredienzen, die dem Kiezklub eine Sonderstellung im Profifußball eingebracht haben: Freundschaft und Empathie, Solidarität und Nahbarkeit, Humor und Chaos. Zudem zeugt sie von der schmalen Grenze zwischen Triumph und Leid, die St. Pauli und seine Gefolgschaft über Jahre zu einer Wertegemeinschaft verschmolzen und dafür gesorgt haben, dass der Klub heute einen Lebensstil verkörpert, mit dem sich viele identifizieren. Der Kern der Philosophie ist etwas, das der Gesellschaft zunehmend abhanden zu kommen scheint: Die ständige Frage, ob man mit seinen Mitmenschen richtig umgeht. Das macht den FC St. Pauli für viele zu einer Heimat, in der es um deutlich mehr geht als Fußball. Der FC St. Pauli ist der Gegenentwurf zum Konservatismus, zum Establishment.“

Tim Jürgens, Philipp Köster: 11 Freunde[80]

“From a distance, St Pauli must indeed seem cool to anyone who sees football as more than just a game. The club says the right things, does the right things, and wears the right clothes. It’s a welcome antidote for people who have become disillusioned with the greed, the hype, and the emptiness of modern football, and the perfect alternative for those who find following a big, rich and successful club like Bayern Munich too easy, too slick.”

„Aus der Ferne muss St. Pauli in der Tat für all jene cool erscheinen, für die Fußball mehr als nur ein Spiel ist. Der Klub sagt die richtigen Dinge, tut die richtigen Dinge und trägt die richtigen Klamotten. Er ist ein willkommener Gegenentwurf für Menschen, die von der Gier, dem Hype und der Leere des modernen Fußballs desillusioniert sind, und die perfekte Alternative für jene, denen das „Fansein“ von großen, finanzkräftigen und erfolgreichen Vereinen wie Bayern München zu einfach und glatt ist.“

Uli Hesse: The Guardian[81]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1910 – Museum für den FC St. Pauli e.V. (Hrsg.): F*ck You Freudenhaus! Das Millerntor. Werden und Bleiben eines Stadions: Katalog zur Ausstellung. Edition 1910, Hamburg 2014, ISBN 978-3945576007.
  • FC St. Pauli von 1910 e.V. (Hrsg.): 75 Jahre FC St. Pauli. Hamburg 1985 (Verantwortlich für den Inhalt: Werner Bartels, Hein Wolter).
  • Gregor Backes: „Mit deutschem Sportgruss, Heil Hitler“. Der FC St. Pauli im Nationalsozialismus. Hoffmann und Campe, Hamburg 2010, ISBN 978-3-455-31999-6.[82]
  • Fabian Balicki: Więcej niż piłka nożna? St. Pauli jest tą możliwością. Poligraf, 2015, ISBN 978-83-7856-321-1.
  • Bernd Carstensen: Hundert Jahre Fahrstuhlfahrt. Die Chronik des FC St. Pauli … alle Spiele aller Toren. Monsenstein und Vannerdat, Münster 2006, ISBN 3-86582-382-3.
  • Nick Davidson: Pirates, Punks & Politics. FC St. Pauli: Falling in Love with a Radical Football Club. Sportsbooks Ltd, York 2014, ISBN 978-1907524417.
  • Uwe Dulias, Michael Schickel: 1 : 0 am Millerntor. Der FC St. Pauli. Die Fans und ihre Mannschaft. 1989, ISBN 3-925387-54-4.
  • Fanclubsprecherrat des FC St. Pauli (Hrsg.): Wir sind Sankt Pauli – Das Fanclubbuch. Selbstverlag, Hamburg 2010.
  • Fanladen St. Pauli (Hrsg.): 15 Jahre Fanladen St. Pauli. 20 Jahre Politik im Stadion. 2. Auflage, Hamburg 2005, ISBN 3-00-016101-5.
  • Ronny Galczynski, Bernd Carstensen: FC St. Pauli Vereinsenzyklopädie. Die Werkstatt, Göttingen 2009, ISBN 978-3-89533-613-3.
  • Mike Glindmeier, Folke Havekost, Sven Klein: St. Pauli ist die einzige Möglichkeit. Papyrossa, Köln 2009, ISBN 978-3-89438-417-3.
  • Marc Halupczok: 111 Gründe, St.-Pauli-Fan zu sein. Eine Liebeserklärung unterm Totenkopf. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2016, ISBN 978-3-86265-617-2.
  • Werner Langmaack: FC St. Pauli – Glaube, Liebe, Hoffnung. Georg Simader, Frankfurt am Main 1992, ISBN 3-927515-29-9.
  • René Martens: Wunder gibt es immer wieder. Die Werkstatt, Göttingen 2002, ISBN 3-89533-375-1.
  • Christoph Nagel, 1910 e.V. (Hrsg.): FC St. Pauli Album. Die Werkstatt, Göttingen 2016, ISBN 978-3-7307-0202-4.
  • Christoph Nagel, Michael Pahl: FC St. Pauli. Das Buch. Der Verein und sein Viertel. Hoffmann und Campe, Hamburg 2009, ISBN 3-455-50098-6 (Unter Mitarbeit von Jörn Kreuzer und Janine Schemmer. Herausgegeben vom FC St. Pauli von 1910 e. V.).
  • Christoph Nagel, Michael Pahl: FC St. Pauli. Alles drin. Hoffmann und Campe, Hamburg 2010, ISBN 978-3-455-50179-7.
  • Christoph Ruf: Die Untoten vom Millerntor. Der Selbstmord des FC St. Pauli und dessen lebendige Fans. 3. Auflage, PapyRossa, Köln 2005, ISBN 3-89438-310-0.
  • Brigitta Schmidt-Lauber (Hrsg.): FC St. Pauli. Zur Ethnographie eines Vereins. Lit, Münster 2003, ISBN 3-8258-7006-5.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: FC St. Pauli – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Abteilung Fördernde Mitglieder, gesichtet 6. Oktober 2012.
  2. Blindenfußball, gesichtet 10. März 2013.
  3. Bowling-Jugend, gesichtet 10. März 2013.
  4. BC Barracuda, gesichtet 6. Oktober 2012.
  5. Dart-Piraten, gesichtet 10. März 2013.
  6. Frauenfußball, gesichtet 10. März 2013.
  7. Handball, gesichtet 10. März 2013.
  8. FC St. Pauli Marathon, gesichtet 6. Oktober 2012.
  9. Fahrrad-Club St. Pauli, gesichtet 6. Oktober 2012.
  10. Roller Derby – „Frauenpower trifft Pogo“. fcstpauli.com, abgerufen am 21. März 2014.
  11. FC St. Pauli Rugby, gesichtet 6. Oktober 2012.
  12. Schachabteilung, gesichtet 10. März 2013.
  13. Tischfußball, gesichtet 10. März 2013.
  14. Tischtennis, gesichtet 10. März 2013.
  15. FC St. Pauli Triathlon, gesichtet 6. Oktober 2012.
  16. Jens Dudek ist das 20.000. Mitglied. fcstpauli.com, 17. Februar 2014, abgerufen am 21. März 2014.
  17. Sportabteilungen FC St. Pauli, gesichtet 6. Oktober 2012.
  18. Spielort war „Tiefenstaaken“ im damals zu Altona gehörigen Stellingen, insofern handelte es sich nicht um lokale Konkurrenz. Seinen Namen hatte der Verein durch die Fusion mit einem Turnverein in St. Pauli erhalten
  19. Die wahre Geschichte der zweiten St. Pauli-Rettung mopo.de, 4. März 2017
  20. www.weltfussball.de - Regionalliga Nord 2006/07
  21. Offizielle Homepage - Vereinshistorie
  22. www.weltfussball.de - 2. Bundesliga 2007/08
  23. www.weltfussball.de - 2. Bundesliga 2008/09
  24. www.weltfussball.de - 2. Bundesliga 2009/10
  25. www.weltfussball.de - 1. Bundesliga 2010/11
  26. www.weltfussball.de - 2. Bundesliga 2011/12
  27. Pressemeldung Greuther Fürth
  28. www.weltfussball.de - 2. Bundesliga 2012/13
  29. http://www.fcstpauli.com/profis/news/4203 Pressemitteilung vom FC St. Pauli
  30. www.weltfussball.de - 2. Bundesliga 2013/14
  31. www.weltfussball.de - 2. Bundesliga 2014/15
  32. www.weltfussball.de - 2. Bundesliga 2015/16
  33. www.weltfussball.de - 2. Bundesliga 2016/17
  34. Pressemitteilung vom FC. St Pauli
  35. Langfristige Kooperation mit Stoke City 12. Juli 2017, abgerufen am 12. Juli 2017
  36. FC St. Pauli Jahr100Elf steht offiziell fest.. In: fcstpauli.com, 23. März 2010.
  37. FC St. Pauli – Oke Göttlich als neuer Präsident vorgeschlagen.
  38. Oke Göttlich neuer St.-Pauli-Präsident. In: NDR. 16. November 2014.
  39. Thomas Hiller: „Erfolgreiche Markenführung – am Beispiel FC St. Pauli“, Webseite der concept m – morphologische marktforschung vom 12. August 2009, gesichtet am 29. April 2011.
  40. Alexis Menuge: Le drapeau noir flotte sur la Bundesliga („Die schwarze Fahne weht über der Bundesliga“), Artikel aus L’Équipe vom 4. Mai 2010, S. 8.
  41. Zuschauerzahlen der Regionalliga-Saison. In: Kicker-Sportmagazin, gesichtet am 29. April 2011.
  42. Zuschauerzahlen der 2. Liga. In: Kicker-Sportmagazin. 30. Juli 2004, gesichtet am 29. April 2011.
  43. 2003/2004 – Der Neuanfang in der Regionalliga, Website des FC St. Pauli, gesichtet am 29. April 2011.
  44. Fans rennen Bundesliga-Clubs die Bude ein. In: Spiegel Online. vom 24. Juli 2003, gesichtet am 29. April 2011.
  45. St. Pauli sammeln!, Beschreibung des Albums auf der Panini-Online-Webseite, gesichtet am 29. April 2011.
  46. Transfermarkt GmbH & Co. KG (Hrsg.): St. Pauli ganz nostalgisch – „Jeden guten Tag mehr genießen“. 2. April 2012, abgerufen am 19. April 2012.
  47. Littmann zieht Bilanz: Rettungsaktion des FC St. Pauli brachte fast 2,4 Millionen Euro ein welt.de, 19. September 2003
  48. Nordbank gewährt St. Pauli die rettende Bürgschaft welt.de, 11. Juni 2003
  49. Website des FC St. Pauli, gesichtet am 8. Juni 2017.
  50. Antira-Turnier 2012, St. Pauli Fanladen, gesichtet 6. Oktober 2012.
  51. FC Lampedusa: Selbstverständnis des FC Lampedusa. Abgerufen am 10. August 2016.
  52. Kiezhelden: Über uns. In: www.kiezhelden.com. Abgerufen am 10. August 2016.
  53. congstar wird neuer Hauptsponsor des FC St. Pauli – Pressemitteilung. Website des FC St. Pauli Hauptsponsors congstar. Abgerufen am 19. März 2015.
  54. Jahreshauptversammlung im CCH – (Abschnitt) Abteilung Fördernde Mitglieder will Personalstrukturen unterstützen. FC St. Pauli von 1910 e.V., 15. November 2015, abgerufen am 15. November 2015.
  55. American Football Verband Deutschland e.V. (Hrsg.): Teams. o.J., abgerufen am 4. September 2012.
  56. ST. PAULI BUCCANEERS Abteilung des FC St. Pauli von 1910 e.V. (Hrsg.): Die Seniors werden gegründet. 18. Juni 2011, abgerufen am 4. September 2012.
  57. Fußball-Club St. Pauli v. 1910 e. V. (Hrsg.): Endspiel für Buccaneers. 7. Oktober 2011, abgerufen am 4. September 2012.
  58. Dennis Hartig: 2011 Das Team formiert sich. In: flag-bucs.de. 2011, abgerufen am 4. September 2012.
  59. St. Pauli Buccaneers: Sehr positives Medien-Echo zur Verleihung des Bürgerpreises. Holger Beck, 1. November 2009, abgerufen am 23. Juli 2013.
  60. fcstpauli.com: Harmonische JHV (American Football Abteilung aufgelöst). 27. November 2013, abgerufen am 28. November 2013.
  61. Auflösung der American Football- Abteilung. Bericht von der Jahreshauptversammlung 2013. In: fcstpauli.com. 27. November 2013.
  62. Futsal im FC ST. PAULI. FC St. Pauli Futsal, abgerufen am 27. März 2016.
  63. Fußball-Club St. Pauli v. 1910 e. V. (Hrsg.): Am 1. Juni. Sankt Pauli läuft gegen Rechts. o.J., abgerufen am 3. Juni 2012.
  64. Deutsche Meister im Torball. In: fcstpauli.com. 20. März 2013.
  65. Elzbieta Tittelbach: Leben und Liebe pur. In: Berliner Zeitung. 1. September 1994, abgerufen am 14. November 2015.
  66. Rainer Tittelbach: Fernsehfilm „Schicksalsspiel“. In: Tittelbach.tv. 19. August 2013, abgerufen am 11. Oktober 2015.
  67. Carsten Heidböhmer: Romeo und Julia im Fußballstadion. In: Stern. 19. August 2013, abgerufen am 14. November 2015.
  68. »Alles ist erlaubt«. In: 11 Freunde. 16. Februar 2011, abgerufen am 14. November 2015.
  69. Christian Spiller: St. Pauli verliert im Kino. In: Die Zeit. 29. März 2011, abgerufen am 14. November 2015.
  70. Christian Görtzen: Die Liebe des TV-Kommissars zum FC St. Pauli. In: Die Welt. 17. September 2008, abgerufen am 14. November 2015.
  71. Wir waren Absteiger Nr. 1. In: Internet Movie Database.
  72. Wir waren Absteiger Nr. 1. In: 01film.tv.
  73. Julia Föhn, Dirk Raabs: Irgendwo da unten. In: Vimeo. 2002.
  74. Georg Ismar: St.-Pauli-Kicker kommen ins Kino. In: N24. 2. August 2008, abgerufen am 14. November 2015.
  75. Knut Henkel: Das ganze Stadion. In: Die Tageszeitung. 29. September 2011, abgerufen am 14. November 2015.
  76. a b Marco Carini: Das Freudenhaus der Medien. In: Die Tageszeitung. 15. Mai 2010.
  77. Stefan Reinke: Anpfiff für eine neue Zeit. In: DerWesten. 27. Juli 2008.
  78. Willy Winkler: Fuck you Freudenhaus. In: 11 Freunde. 29. August 2014.
  79. Kilian Trotoir: Läuft rund. In: Die Zeit. 8. Oktober 2015, abgerufen am 6. November 2015.
  80. Tim Jürgens, Philip Köster: Das Experiment. In: 11 Freunde, Ausgabe #166. Nr. 09, 2015, ISSN 2196-9094, S. 26–33.
  81. Uli Hesse: St Pauli: the club that stands for all the right things… except winning. In: The Guardian. 6. September 2015, abgerufen am 8. September 2015 (englisch).
  82. Vgl. Markwart Herzog: Fußball unterm Hakenkreuz. In: H-Soz-u-Kult, 15. Juni 2011 (Sammelrezension zu: Gregor Backes: „Mit deutschem Sportgruss, Heil Hitler“. Der FC St. Pauli im Nationalsozialismus. Hamburg 2010/Dietrich Schulze-Marmeling: Der FC Bayern und seine Juden. Aufstieg und Zerschlagung einer liberalen Fußballkultur. Göttingen 2011/Jakob Rosenberg u. a. (Hrsg.): Grün-Weiß unterm Hakenkreuz. Der Sportklub Rapid im Nationalsozialismus (1938–1945). Wien 2011).