Royal Society of Literature

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Die Royal Society of Literature ist eine britische literarische Gesellschaft mit Sitz im Somerset House in London. Ihr Ziel ist die Förderung der britischen Literatur.

Aufgaben[Bearbeiten]

Die Gesellschaft wurde im Jahr 1820 von König Georg IV. zur „Anerkennung literarischer Verdienste und Anregung literarischen Talents“ gegründet.[1] Zu diesem Zweck organisiert sie öffentliche Lesungen, Vorträge und Debatten, wirbt für die Unterstützung und Anerkennung von Schriftstellern, für die Erhaltung öffentlicher Bibliotheken und verleiht Preise an junge und etablierte Autoren. Zudem werden gelegentlich Kurse für kreatives Schreiben angeboten. Einmal im Jahr wird das anerkannte RSL – The Royal Society of Literature Review veröffentlicht.

Die Royal Society of Literature verleiht den jährlichen Ondaatje Prize für ein Werk der Lyrik, Belletristik oder Sachliteratur, das besonders herausragend den Geist eines Ortes evoziert. Gemeinsam mit der Jerwood Charitable Foundation werden jährlich drei Jerwood Awards für Erstlingswerke im Bereich der Sachliteratur vergeben. Mit dem V. S. Pritchett Memorial Prize wird jedes Jahr eine unveröffentlichte Kurzgeschichte ausgezeichnet. Die Benson Medal wird an Autoren für ihr Lebenswerk verliehen. Bis 2003 wurde der Winifred Holtby Memorial Prize für den besten Regionalroman eines Jahres vergeben.

Außerdem ernennt die Gesellschaft seit 1961 Autoren zu Companions of Literature; bis zu zehn Autoren halten diesen Titel zur gleichen Zeit. Derzeit (2013) sind dies: Margaret Atwood, Michael Frayn, Brian Friel, Seamus Heaney, Michael Holroyd, Doris Lessing, Alice Munro, V. S. Naipaul, Tom Stoppard und William Trevor.

Fellows[Bearbeiten]

Während die Mitgliedschaft in der Royal Society for Literature jedem offensteht, kann Fellow nur werden, wer mindestens zwei Bücher veröffentlicht hat, von zwei oder mehr gegenwärtigen Fellows vorgeschlagen und aus allen Nominierten vom Präsidenten, den Vizepräsidenten und dem Rat der Gesellschaft gewählt wird. Jährlich werden etwa 15 Personen in den Kreis gewählt oder seltener auch ehrenhalber aufgenommen. Die Gesellschaft hat etwa 500 Fellows; neben Literaten auch Historiker, Biographen, Literaturkritiker und Drehbuchautoren, die alle auf Englisch schreiben, aber nicht zwingend Briten sind. Unter den derzeitigen Fellows finden sich u.a. Amitav Ghosh, Tom Stoppard, Seamus Heaney, Philip Pullman, Margaret Drabble, Ben Okri, Carol Ann Duffy, Vikram Seth, Hilary Spurling, Donald Adamson und Zadie Smith.

Schirmherrin der Gesellschaft ist Königin Elisabeth II., Präsident ist der Schriftsteller Colin Thubron.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Homepage der Gesellschaft