FSV Bernau

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
FSV Bernau
FSV Logo 300x300.png
Basisdaten
Name Fußballsportverein Bernau e. V.
Sitz Bernau, Brandenburg
Gründung 12. Juni 1990
Farben blau/weiß
Präsident Uwe Bartsch
Website www.fsvbernau.de
Erste Mannschaft
Trainer Christian Städing
Stadion Rehberge
Plätze 4500 (davon 200 Sitzplätze überdacht)
Liga Landesliga Nord
2015/16 3. Platz
Heim
Auswärts

Der Fußballsportverein Bernau e. V. (kurz: FSV Bernau) ist ein deutscher Fußballverein aus der Stadt Bernau bei Berlin im Landkreis Barnim des Landes Brandenburg. Der FSV Bernau trägt seine Heimspiele auf der vereinseigenen Sportanlage im Stadion Rehberge aus. Mit über 320 Mitgliedern, davon ca. 200 Jugendliche und Kinder, ist der FSV Bernau der größte Fußballverein der Stadt Bernau.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wurzeln des FSV Bernau reichen bis ins Jahr 1973 zurück. Der Sportfreund Bernd Schulze ergriff die Initiative und startete mit 53 Aktiven in zwei Fußballmannschaften unter dem Namen BSG SPW Bernau. In damaligen Zeiten der Gründung des Fußballvereins fungierten Betriebe als Träger und dienten sich als sogenannte Betriebssportgemeinschaft (BSG) an. Namensgeber des Vereins war der größte Arbeitgeber der Stadt Bernau bei Berlin, das ortsansäßige Schichtstoffpresswerk (SPW Bernau). Neben der Fußballabteilung beherbergte die BSG noch andere Sektionen, z.B. Handball, Tischtennis oder auch Kegeln.

1973–1989[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1972 startete der Verein mit einer Freizeitfußballmannschaft, die später als Betriebsgemeinschaft gegründet wurde und als Einheit Bernau B1 am Spielbetrieb im Kreis Bernau teilnahm. Im ersten Jahr nach der Gründung stieg der Verein in die 1. Kreisklasse auf. In dem folgenden Jahr benannte sich Einheit Bernau B1 in die gegründete BSG SPW Bernau um. Aufgrund von zahlreichen Abgängen der Männerabteilung sah man sich im Jahre 1976 gezwungen, die Männermannschaft aufzulösen. Die Nachwuchsabteilung verblieb in dem Verein und feierte einige Erfolge. Der größte Erfolg datierte aus der Saison 1977/78. Die Jugend (vergleichbar mit der heutigen B-Jugend) belegte in der damaligen Bezirksliga Nord als Neuling einen sensationellen 5. Platz. In der gleichen Spielzeit ging ebenfalls die Jugendmannschaft als Sieger der Hallenkreismeisterschaft und der Kreisspartakiade (Pokal) hervor. Da die Kinder und Jugendlichen der Bernauer Bevölkerung alle in der Nachwuchsabteilung der BSG SPW Bernau (mit wenigen Ausnahmen) organisiert waren, beschlossen die Verantwortlichen eine Männermannschaft erneut aufzubauen, um den zahlreichen Nachwuchs im Fußballsport eine Perspektive zu bieten. Die Wiederaufnahme der Männermannschaft im Spielbetrieb geschah in der Saison 1981/82 unter dem Trainer Rainer Schreier. Aufgrund der Popularität des Fußballsports wies die BSG bereits in der darauffolgenden Saison eine zweite Männermannschaft auf. Die erste Männermannschaft beendete die Saison 1981/82 als Staffelsieger und stieg in die erste Kreisklasse auf.

Durch die stabile Spielweise verblieb die Männermannschaft in den nächsten sieben Spielzeiten in der Kreisklasse. Die erfolgreich verlaufende Saison 1988/89 schloss der Bernauer Verein als Sieger ab und stieg in die nächsthöhere Spielklasse, die Bezirksklasse des Bezirkes Frankfurt/Oder, auf. Durch die Auflösung des Vereins Vorwärts Bernau in der Winterpause der Saison 1989/90 erhielt die BSG SPW Bernau das Startrecht in der Bezirksliga. Die zweite Mannschaft startete demnach in der Bezirksklasse und die Dritte in der 1. Kreisklasse. Aufgrund der gesellschaftspolitischen Umbrüche löste sich der Vorgängerverein, die BSG SPW Bernau auf.

1990 bis heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Wiedervereinigung gründete sich der Sportverein neu. Der neugegründete Fußballclub Bernauer FSV benannte kurze Zeit später in den heutigen Verein FSV Bernau um. Aus sportlichen und wirtschaftlichen Gründen verzichtete die damalige Vereinsführung auf das Startrecht und nahm zur Saison 1990/91 in der Bezirksklasse (Staffel Mitte) den Punktspielbetrieb auf. In der gleichen Spielzeit führte das Land Brandenburg die Verbandsliga ein. Sie gilt bis heute als höchste Spielklasse im Land Brandenburg. Unterhalb der Verbandsliga waren in die Bezirksligen Frankfurt/Oder und Potsdam sowie die nachfolgende Bezirksklassen organisiert. Die heute bekannten Landesklassen führte der Landesverband Brandenburg in der Spielzeit 1992/93 ein.

Der FSV Bernau fand sich nach der Umstrukturierung in der Landesklasse Staffel Ost wieder. Nach Ablauf der Saison wechselte der Bernauer Club in die Staffel Nord und schaffte in der gleichen Saison 1993/94 den Aufstieg in die Landesliga Nord. Die sportliche Konstanz fehlte nach dem Aufstieg innerhalb der Mannschaft, sodass man zwei Spielzeiten später wieder den Gang in die Landesklasse antreten musste. In der Saison 2005/06 gelang erneut der Aufstieg in die Landesliga, die sieben Jahre das sportliche Zuhause des FSV Bernau war. Nach einem neuerlichen Abstieg in der Spielzeit 2012/13 schaffte das Team den großen Umbruch und stieg sofort erneut in die Landesliga Nord auf. Seit der Saison 2013/14 spielte die erste Männermannschaft in der zweithöchsten Spielklasse des Landes. Neben dem Wechsel in die höhere Spielklasse vollzog im gleichen Jahr auch der Verein einen Wechsel der Vereinsfarben zu blau/weiß.

In der Saison 2015/16 verpasste der Verein nur knapp den Aufstieg in die Verbandsliga. Im entscheidenden letzten Spiel verlor die erste Mannschaft daheim gegen den Ligakonkurrenten SG Union Klosterfelde und beendete die Saison als Dritter. Zur neuen Saison 2016/17 verpflichtete der Verein Christian Städing als neuen Trainer.[1]

Neben der ersten Mannschaft unterhält der Verein ebenfalls eine zweite Mannschaft. Aufgrund der Zusammenlegung der Fußballkreise Oberhavel und Barnim entschied der Fußballkreis im Jahre 2013 die Gründung der Kreisoberliga OHV/BAR. Die Reservemannschaft beendete die Saison 2013/14 als 7. der Barnimliga und qualifizierte sich somit für die Kreisoberliga. Der Aufstieg war zugleich der größte Erfolg der Mannschaft. In der zweiten Mannschaft spielen auch noch heute Spieler, die das Fußballspielen beim FSV Bernau erlernten. Trotz blau-weißer Vereinsfarbe spielen die Fußballer der zweiten Mannschaft um Trainer Kai Fandrich seit Jahren bei Auswärtsspielen in roter Spielkleidung.

Spielstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den jungen Jahren nach der Neugründung spielten die Mannschaften und die Nachwuchsteams auf der SportstätteAm Wasserturm“. Durch die wachsende Mitgliederzahl und das anhaltende sportliche Interesse der Bernauer Bevölkerung entschied sich der damalige Vorstand, nach einer alternativen Sportanlage Ausschau zu halten. So entstand der neue Standort in Rehberge. Über die Jahre wuchs eine moderne Anlage mit mehreren Rasenplätzen heran. Die aktiven Sportler nutzen seitdem die eigenen sportlichen Rasenplätze sowie die städtischen Kunstrasenplätze im Rahmen des Trainings- sowie Ligaspielbetriebs. Das moderne Vereinshaus rundet die sportlichen und sozialen Grundbausteine für den erfolgreichen Fußballsport ab.

Das Stadion Rehberge ist für eine Kapazität von 4500 Zuschauern ausgelegt. Eine überdachte Tribüne mit 200 Sitzplätzen sowie mit drei Rollstuhlsplätzen bietet reichlich Komfort. Alle drei Plätze verfügen über Fluchtlicht. In Stadionnähe befinden sich ca. 200 PKW Stellplätze. Die Sportstätte ist ebenfalls mit den Verkehrsmitteln des öffentlichen Personen- und Nahverkehrs erreichbar. Von der Bushaltestelle Borsigstraße, die von der Barnimer-Busgesellschaft (Linie 903, werktags Linie 894) bedient wird, ist das Stadion fußläufig erreichbar. Das Stadion befindet sich unweit an der Bundesautobahn A11. Zuschauer und Gäste nutzen bei der Anreise über die Autobahn die Anschlussstelle Bernau-Nord.

Vereinsheim Tribüne Hauptplatz Rehberge Nebenplatz Rehberge Kunstrasenplatz Rehberge
Vereinsheim Rehberge.jpg
Tribüne Hauptplatz.jpg
Nebenplatz.jpg
Kunstrasenplatz Rehberge.jpg

Wappenhistorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Vereinswappen wurde im Jahre 1972/73 entworfen und erstmals eingesetzt. Im Jahre 1990 entstand ein neues Logo, dass mit wenigen Änderungen bis heute Anwendung findet.

Wappen 1973–1989
Wappen 1992–2013
Wappen 2014 bis heute

Statistiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ligabilanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zeitraum Liga Aufstieg/Abstieg
1981–1983 2. Kreisklasse Aufstieg 1983
1983–1989 1. Kreisklasse Aufstieg 1989
1989–1990 Bezirksliga FF/O Neugründung 1990
1990–1992 Bezirksklasse Staffel Mitte
1992–1994 Landesklasse Nord Aufstieg 1994
1994–1996 Landesliga Nord Abstieg 1996
1996–2006 Landesklasse Nord Aufstieg 2006
2006–2012 Landesliga Nord Abstieg 2012
2012–2013 Landesklasse Ost Aufstieg 2013
2013– Landesliga Nord

Klubstatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergebnis Gegner Datum
höchster Heimsieg 10 - 0 SV 1919 Woltersdorf 31.05.2013
höchster Auswärtssieg 9 - 0 PSV Schwedt 07.12.2002
höchste Heimniederlage 0 - 5 TuS 1896 Sachsenhausen 23.09.2006
höchste Auswärtsniederlage 1 - 7 MSV 1919 Neuruppin 27.09.2008

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Christian Städing wird neuer Coach in Bernau. In: FuPa. (fupa.net [abgerufen am 12. Dezember 2016]).