FS E.402A

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FS E.402A
Firenze SMN locomotiva E 402 A.jpg
Anzahl: 40
Hersteller: AnsaldoBreda
Baujahr(e): 1994–1996
Achsformel: Bo'Bo'
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge: 18.440 mm
Höhe: 4235 mm
Breite: 3000 mm
Drehzapfenabstand: 10.400 mm
Fester Radstand: 2.850 mm
Dienstmasse: 87 t
Höchstgeschwindigkeit: 220 km/h
Stundenleistung: 6000 kW
Dauerleistung: 5200 kW
Stromsystem: 3 kV
Übersetzungsstufen: 22:79

Die E.402A ist eine Elektrolokomotivbaureihe der italienischen Staatsbahnen Ferrovie dello Stato (FS), von der zwischen 1994 und 1996 insgesamt 40 Fahrzeuge gebaut wurden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem die FS ihre vollelektronischen Chopper-Elektrolokomotiven mit Gleichstrommotoren der Baureihe E.632 ausgiebig getestet und weitere davon abgeleitete Bauserien in Auftrag gegeben hatten, entschlossen sie sich parallel dazu, die zu Beginn der Achtzigerjahre noch neue Drehstromtechnik zu erproben. In Zusammenarbeit mit Ansaldo Breda entwickelten sie eine neue Elektrolokomotivgattung, die sowohl schwere Güterzüge ziehen als auch 200 km/h erreichen können sollte. Nach dem 1985 ausgelieferten Versuchsträger E.402.000[1] entstanden fünf Vorserienloks (E.402.001–005) mit an die E.632 angelehntem Design. Nach ihrer Erprobung wurden 40 Serienloks mit einem neu gestalteten, windschnittigeren Fahrzeuggehäuse gebaut, die die Nummerierung E.402.006 bis 045 tragen.

Die E.402A verfügt über einen Zerhacker zur Stabilisierung der Eingangsspannung und dreistufige Wechselrichter an jedem Drehgestell. Die 40 Fahrzeuge werden heute im regulären Dienst bei der FS verwendet. Obwohl sie auch für schwere Güterzüge konstruiert wurden, gehören sämtliche Maschinen der Baureihe zum Unternehmensbereich Fernverkehr und werden fast ausschließlich vor Personenzügen eingesetzt, vorrangig Intercitys. Auch mehrere Loks aus der Vorserie E.402.001-005 wurden technisch den Serienlokomotiven angeglichen und werden gemeinsam mit diesen eingesetzt.

Um dem aktuellen Einsatzprofil besser gerecht zu werden und um Probleme mit der mittlerweile 20 Jahre alten Wechselrichtertechnik zu beseitigen, hat Trenitalia ein tiefgreifendes Umbauprogramm gestartet. Die Lokomotiven werden dabei zu Triebköpfen für Intercity-Wendezüge umgebaut. Dabei wird an Stelle eines der beiden Führerstände ein neuer Fahrzeugkopf mit Gummiwulst-Wagenübergang aufgebaut, außerdem erhalten die Lokomotiven eine komplett neue Leistungselektronik. Die umgebauten Lokomotiven werden in Baureihe E.401 umgezeichnet.[2]

Weiterentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus der E.402A entstand später die weiterentwickelte E.402B.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: FS E.402 A – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.leferrovie.it/leferrovie/wiki/doku.php?id=schede_tecniche:elettrico:locomotive:e.402.000
  2. http://www.ferrovie.it/portale/leggi.php?id=1872