Fabian (2020)

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Filmdaten
OriginaltitelFabian
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2020
Stab
RegieDominik Graf
DrehbuchDominik Graf, Constantin Lieb
ProduktionFelix von Boehm
Besetzung

Fabian ist ein Filmdrama von Dominik Graf nach der gleichnamigen Romanvorlage von Erich Kästner, der im Laufe des Jahres 2020 in die deutschen Kinos kommen soll. Die Geschichte spielt Ende der 1920er Jahre.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Berlin, Ende der 1920er Jahre in den letzten Jahren der Weimarer Republik. Der 32-jährige Germanist und Werbetexter Dr. Jakob Fabian arbeitet tagsüber in der Werbeabteilung einer Zigarettenfabrik, nachts driftet er mit seinem besten Freund Labude, den er noch aus Studienzeiten kennt, durch Unterweltkneipen, Bordelle und Künstlerateliers. Als er, wie viele andere in dieser Zeit, aufgrund der Weltwirtschaftskrise erst seinen Job und dann noch seine Freundin Cornelia und auch seinen besten Freund verliert, versucht er, dabei seine Würde zu behalten, während sich vor ihm in Berlin ein politischer, wirtschaftlicher und moralischer Abgrund auftut.[1][2][3]

Literarische Vorlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film basiert auf dem Roman Fabian. Die Geschichte eines Moralisten von Erich Kästner aus dem Jahr 1931

Der Film basiert auf dem Roman Fabian. Die Geschichte eines Moralisten von Erich Kästner aus dem Jahr 1931, einem sogenannten Großstadtroman mit autobiografischen Zügen. Darin wird der Protagonist, der Germanist Dr. phil. Jakob Fabian, der als Werbetexter beziehungsweise Propagandist tätig ist, mit dem Unmoralischen im Berliner Nachtleben konfrontiert. Auch wenn er in Bordellen, Unterweltkneipen und Künstlerateliers verkehrt, bleibt er dennoch dort ein einigermaßen distanzierter Beobachter.

Während er Anfangs Vieles noch ironisch betrachtet, entwickelt sich Fabian im Laufe des Romans zum Realisten, nachdem er immer wieder von den Menschen enttäuscht wurde. Nach der Begegnung mit Cornelia Battenberg beginnt er daran zu arbeiten, seine pessimistische Grundhaltung aufzugeben, nur um auch von ihr enttäuscht zu werden, als er seine Arbeit verliert. Nach dem Suizid seines Freundes Labude kehrt Fabian in seine Heimatstadt Dresden zurück, wo er bald bei dem Versuch ertrinkt, einen in den Fluss gefallenen Jungen zu retten.

Der Roman wurde bereits 1979 unter dem Titel Fabian von Wolf Gremm verfilmt, mit Hans-Peter Hallwachs in der Rolle von Fabian / des Protagonisten. Der Film wurde 1980 mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde von der Lupa Film GmbH produziert und entstand in Koproduktion mit DCM Pictures, ZDF und ARTE.[2] Vom Medienboard Berlin-Brandenburg erhielt das Projekt eine Produktionsförderung in Höhe von 450.000 Euro.[4]

Regie führte Dominik Graf, der gemeinsam mit Constantin Lieb auch das auf Kästners Romanvorlage basierende Drehbuch schrieb.[3]

Die Titelrolle von Dr. Jakob Fabian wurde mit Tom Schilling besetzt.[3] In weiteren Rollen sind Albrecht Schuch, Saskia Rosendahl, Michael Wittenborn, Petra Kalkutschke, Elmar Gutmann und Meret Becker zu sehen.[2]

Die Dreharbeiten wurden am 30. Juli 2019 begonnen.[2] Bis September 2019 entstanden Aufnahmen in Görlitz, Berlin und in Brandenburg.[3]

Ein Kinostart ist im Laufe des Jahres 2020 im Verleih von DCM geplant.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Fabian“ – Dominik Graf dreht ZDF-Kinokoproduktion nach Erich Kästner. In: zdf.de, 14. August 2019.
  2. a b c d e Drehstart „Fabian“. In: fff-bayern.de, 31. Juli 2019.
  3. a b c d Fabian. In: German Films Quarterly, Ausgabe 3/2019, S. 35. (PDF; 2,1 MB)
  4. https://www.filmbiznews.de/filmfoerderung/medienboard-berlin-brandenburg-foerdert-der-fall-collini-von-marco-kreuzpaintner-mit-1100000-euro/15571/2018/10/