Fabulieren

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Fabulieren ist laut Duden "fantasievolles Erzählen; Geschichten erfinden und ausschmücken".[1] Auch Schreiben mit Phantasie, oder (übertrieben) kunstvolles/phantasievolles Texte schreiben wird darunter verstanden[2]

In der Regel wird Fabulieren in nichtpathologischem Zusammenhang verstanden. Das Fabulierte muss nicht wahr oder real sein, dies ist der jeweiligen Person aber mehr oder weniger bewusst. Von Konfabulation spricht man hingegen, wenn es ein Krankheitszeichen und damit Ausdruck gesundheitlicher Not, einer Hilflosigkeit, vielleicht sogar eines Wahns ist, nicht zuletzt durch die drohende psychosoziale Ausgrenzung.[3]

Bei Kindern gehört Fabulieren und Phantasieren zur normalen Entwicklung. Ein Kind mit einer lebhaften Phantasie gilt als kreativ und geistvoll. Das Festhalten an einer offensichtlichen Lüge irritiert dann häufig die Eltern. Bis etwa zum 7. Lebensjahr in der Phase des magischen Denkens wird die Fantasiewelt oft mit der Wirklichkeit und ein Traum mit der Wahrheit vertauscht. Das Kind selbst kann das nur schwer unterscheiden, Phantasie und Wahrnehmung fliessen ineinander. Insofern kann dann nur selten von einer wirklichen Lüge gesprochen werden. Der Begriff Konfabulieren wird dafür nicht verwendet.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiktionary: fabulieren – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wiktionary: Konfabulation – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fabulieren im DUDEN
  2. Fabulieren auf wortbedeutung.info
  3. Volker Faust: Arbeitsgemeinschaft Psychosoziale Gesundheit KONFABULATIONEN auf PSYCHIATRIE HEUTE Seelische Störungen erkennen, verstehen, verhindern, behandeln
  4. Lüge oder blühende Phantasie?auf swissmom.ch