Fahlburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fahlburg
Fahlburg in Prissian von Süden

Fahlburg in Prissian von Süden

Entstehungszeit: 13. Jahrhundert
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: umgebaut, Wohnturm erhalten
Ständische Stellung: Trutzburg
Ort: Tisens
Geographische Lage 46° 33′ 13,4″ N, 11° 10′ 49,4″ OKoordinaten: 46° 33′ 13,4″ N, 11° 10′ 49,4″ O
Fahlburg (Südtirol)
Fahlburg

Die Fahlburg – im 13. Jahrhundert als Wehrburg erbaut – ist ein Ansitz in Prissian. Sie liegt über dem Etschtal im Tisner Mittelgebirge.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ursprüngliche Fahlburg, die wie die benachbarte Wehrburg den Herren von Andrian-Werburg gehörte, wurde 1615 in einen Ansitz umgebaut. Von der alten Burg aus dem 13. Jahrhundert stammt nur noch der Wohnturm. Oswald von Wolkenstein wurde hier 1421 gefangen gehalten und gefoltert.

1597 kaufte Jakob Andrä von Brandis die Fahlburg, erweiterte die Anlage und ließ auf einem Teil der alten Burgmauern einen eleganten, herrschaftlichen Renaissance-Ansitz errichten. Die ehemalige Burg diente den Besitzern als Sommer- und Gerichtssitz. Die berühmte „Geschichte der Landeshauptleute von Tirol“ wurde hier geschrieben, womit die Tiroler Geschichtsschreibung begann.[1]

Das Anwesen ist heute noch im Besitz der Familie der Grafen zu Brandis und hat seinen ursprünglichen Charakter behalten. Es sind alte Kachelöfen, Holzdecken und eine doppelstöckige Kapelle erhalten sowie Gemälde des Barockmalers Stephan Kessler aus der Spätrenaissance.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fahlburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschichte der Landeshauptleute von Tirol. Innsbruck, Universitäts- und Landesbibliothek Tirol (ULBT), Cod. 801, 3 Bände, gedruckt Innsbruck 1850 manuscripta.at