Fakultät für Physik und Technologie Charkiw

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Fakultät für Physik und Technologie von der Nationale W.-N.-Karasin-Universität Charkiw
Gründung 1962
Trägerschaft staatlich
Ort Charkiw, Ukraine
Dekan Igor Oleksandrovych Girka
Studenten ca. 180
Website [1]
Fakultätsgebäude

Die Fakultät für Physik und Technik Charkiw (abgekürzte Phystech) ist eine der vier Physikfakultäten der Nationalen W.-N.-Karasin-Universität in der ukrainischen Stadt Charkiw. Die Fakultät hat sich auf theoretische Physik, Kernphysik, Plasmaphysik, Materialwissenschaft und Medizinphysik spezialisiert.

Die Unterscheidungsmerkmale der Fakultät sind die enge Zusammenarbeit mit der Institut für Physik und Technik Charkiw und die fundamentale Theorieausbildung der Landau-Schule, zu der viele Dozentenlehrer gehören.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Fakultätsgebäude
Halle im Fakultätsgebäude

Die Fakultät wurde 1962 auf der Grundlage der Institut für Kernphysik der Fakultät für Physik und Mathematik gegründet. Das Institut für Kernphysik existiert seit 1946, und einige von anderen Instituten, die in die Fakultät integriert wurden, bereits seit den 1930en Jahren. 1969 zog die Fakultät vom Hauptgebäude der Universität um zu einem separaten Campus im Pyatikhatki-Bezirk, um näher am Institut für Physik und Technik Charkiw zu sein.[1]

Curriculum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten drei Jahre des Bachelorstudiums widmen sich in der Fakultät der allgemeinen physikalischen und mathematischen Ausbildung. In den Semestern 1 bis 4 besuchen die Studierenden die Kurse der Allgemeinen Physik (Mechanik, Thermodynamik, Elektrizität und Optik), und in den Semestern 5 und 6 besuchen sie die Kurse von Atom- und Kernphysik. In den Semestern 1 bis 5 wird eine Reihe von mathematischen Disziplinen gelehrt: Kalkül, analytische Geometrie, höhere Algebra, komplexe Analyse, Gleichungen der mathematischen Physik, Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik sowie numerische Methoden. Allgemeine Physik und Mathematik werden von praktischen Übungen und umfangreichen Hausaufgaben begleitet. In den Semestern 4 bis 8 wird eine Menge von Lehrfächer in der theoretischen Physik gelehrt, die weitgehend auf dem Lehrbuch der theoretischen Physik von Landau und Livschitz basieren: theoretische Mechanik, Elektrodynamik, Quantenmechanik, Kontinuumsmechanik, Thermodynamik, statistische Physik.[2]

Nach dem 5. Semester werden die Studierenden je nach Vorlieben und Rangliste zu Institute der Fakultät verteilt. Es gibt 4 Institute in der Fakultät:[3]

  • Aleksander Akhiezer Institut für Theoretische Kernphysik und höhere Mathematik
  • Institut für Kern- und Medizinphysik
  • Institut für Angewandte Physik und Plasmaphysik
  • Institut für Reaktormaterialien und physikalische Technologien

Ab dem 7. Semester umfasst das Curriculum spezielle Kurse, die für jede Institut unterschiedlich sind.

In den Semestern 6-7 schreibt jeder Student eine Bachelor-Arbeit unter der Aufsicht eines Dissertationsberaters, der vom Studierenden ausgewählt oder vom Studienberater ernannt wird.

Während des 5. Jahres dominieren spezielle Kurse des Curriculums, während des 6. Jahres schreibt man seine Masterarbeit. Das gesamte Studium in der Fakultät besteht aus 4 Jahren beim Bachelorstudium zuzüglich 2 Jahre beim Masterstudium.

Institute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fakultät hat vier Institute. Das Aleksander Akhiezer Institut für Theoretische Kernphysik und Höhere Mathematik lehrt theoretische Physiker mit tieferem Wissen in fundamentaler Physik. Das Institut für Nukleare und Medizinische Physik führt die Ausbildung von Fachleuten aus zwei verschiedenen Bereichen durch experimentelle Kernphysik und Medizinphysik. Das Institut für Angewandte Physik und Plasmaphysik bildet Spezialisten für Plasmaphysik, die studieren sowohl theoretische als auch experimentelle Aspekte der Plasmaphysik. Das Institut für Reaktormaterialien und physikalische Technologien spezialisiert sich auf Strahlungsmaterialwissenschaften und Vakuumbeschichtungen.[3]

Aleksander Akhiezer Institut für Theoretische Kernphysik und höhere Mathematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorlesung von Prof. Korchin zur Teilchenphysik

Das Institut für Theoretische Kernphysik und Höhere Mathematik ist ein Nachfolger der Institut für Theoretische Physik, die 1933 an der Fakultät für Physik und Mathematik der Staatlichen Universität Charkiw gegründet wurde und damit älter ist als die Fakultät für Physik und Technik. Lew Landau spielte eine entscheidende Rolle bei der Gründung der Institut. Hier begann er mit der Umsetzung seiner Pläne für die Reorganisation der Ausbildung den theoretischen Physiker und die Schaffung seines Lehrbuchs der theoretischen Physik. Landau war die erste Person, die die ersten Programme für theoretische Physik schrieb. In den Jahren 1940-1973 wurde die Institut von Landaus Lehrling Alexander Achijeser geleitet, dessen Name jetzt von der Institut getragen wird.

Die Institut gilt als die schwierigste Institut in der Fakultät. Studierende der Institut studieren solche Spezialkurse wie Elementarteilchen, Quantenelektrodynamik, Allgemeine Relativitätstheorie, Astrophysik, theoretische Kernphysik, Festkörpertheorie und Plasmaphysik.[4]

Institut für Nukleare und Medizinische Physik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Institut wurde 1937 von Anton Walter gegründet. Der Name der Institut hat sich mehrfach geändert: Institut für Physik des Atomkerns, Institut für Physik des Atomkerns und Elektronik, Institut für Elektronische Prozesse, Institut für Baustoffe, Institut für Experimentelle Kernphysik. Im Jahr 2012 wurde das Institut für Experimentelle Kernphysik mit dem Institut für Medizinische Physik verbunden und bildete das Institut für Nukleare und Medizinische Physik.

Das Fach Medizinische Physik (mit Spezialisierungen in Medizinische Strahlenphysik und Medizinische Biophysik) existiert seit 2005 in der Fakultät. Die Studierende, die Kernphysik und Medizinphysik studieren, studieren das in verschiedenen Gruppen und besuchen verschiedene Kurse: Atomphysiker spezialisieren sich auf experimentelle Kernphysik und die Studenten, die medizinische Physik studieren, studieren Biologie und medizinische Geräte.[5]

Institut für Angewandte Physik und Plasmaphysik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Institut für Plasmaphysik wurde 1962 unter der Leitung von Kirill Sinelnikow gegründet. Das Institut für Allgemeine und Angewandte Physik wurde 1969 gegründet, um Kurse in allgemeiner Physik, Elektronik und Ingenieurgraphik durchzuführen. Im Jahr 2012 wurden das Institut für Plasmaphysik und das Institut für Allgemeine und Angewandte Physik im Institut für Plasmaphysik und Angewandte Physik verschmolzen.[6]

Institut für Reaktormaterialien und physikalische Technologien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Institut für Reaktormaterialien wurde 1962 auf Initiative von Victor Ivanov (Direktor des Instituts für Physik und Technik Charkiw in 1964-1980) gegründet, der das Institut von 1962 bis 1969 leitete. Im Jahr 2012 wurde es mit zwei anderen Instituten (das Institut für Physikalische Technologien und das Institut für Elektrophysik und Strahlungstechnologien) zusammengeführt und bildete das Institut für Reaktormaterialien und physikalische Technologien.[7]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mannschaften der Fakultät sind die mehrjährigen Sieger der ukrainischen Physiker-Turniere für Universitätsstudenten, die alle anderen Physikfakultäten in der Ukraine überholen.[8] Drei Mal gewannen die Schüler der Fakultät das Internationale Physiker-Turnier (2011,[9] 2015[10] und 2017[11]).

Traditionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der Sommerferien nach 3. Jahr des Studiums nehmen Studierende an der Sommerpraxis teil, was auch die Vorträge von lokalen Wissenschaftlern sowie Ausflüge zum Institut für Physik und Technik Charkiw und seinen Laboratorien einschliesst.

Freitags findet das Seminar „Probleme der modernen Physik“ an der Fakultät statt (gemeinsam mit dem Institut für Physik und Technik Charkiw durchgefuehrt).

Im August, vor Beginn des akademischen Jahres, werden Mathematikklassen für die neue Studenten abgehalten, in denen der Schulkurs der Algebra und der Einführungskalkül geübt wird. Die Klassen werden von Studenten der Fakultät organisiert und unterrichtet.

Am Ende des Herbstsemesters findet der Tag der Phystech statt, der ein von Studenten vorbereitetes Konzert enthaelt.

Die Karitative Stiftung der Phystech-Alumni sammelt Spenden von den Alumni der Fakultät, meistens von denen, die außerhalb der Ukraine als Wissenschaftler arbeiten, und leitet das Geld an verschiedene Projekte, die meistens an der Verbesserung der Infrastruktur der Fakultät orientiert sind.[12]

Bemerkenswerte Fakultät und Allumni[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen und weiterführende Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Власов В. В., Ходусов В. Д. К 40-летию физико-технического факультета Харьковского национального университета им. В. Н. Каразина // Вестник Харьковського национального университета имени В. Н. Каразина. Серия физическая «Ядра, частицы, поля». — 2002. — Вып. 114. — № 4.
  2. Библиотека. Студенческий сайт ФТФ и ФЭФ ХНУ Каразина.
  3. a b Кафедри фізико-технічного факультету. Сайт фізико-технічного факультету ХНУ.
  4. Кафедра теоретичної ядерної фізики та вищої математики імені О. І. Ахієзера. Сайт фізико-технічного факультету ХНУ.
  5. Кафедра ядерної та медичної фізики. Сайт фізико-технічного факультету ХНУ.
    Власов В. В. К 50-летию кафедры экспериментальной физики физико-технического факультета Харьковского национального университета имени В. Н. Каразина. Контрольно-измерительные приборы и автоматика. — 2005 — № 9. — С. 4-13.
  6. Кафедра прикладної фізики та фізики плазми. Сайт фізико-технічного факультету ХНУ.
  7. Кафедра матеріалів реакторобудування та фізичних технологій. Сайт фізико-технічного факультету ХНУ.
  8. Команди за числом дипломів. СТФ Україна. Український розділ сайту Міжнародного турніру фізиків.
    Голубов О., Ліпатова В. Всеукраїнський студентський турнір фізиків // Фізика в школах України. Позакласна робота. — Харків: «Основа», 2016. — Серпень (№ 8 (32)). — С. 33-34.
  9. Грищенко А. Команда физиков Харьковского университета им. Каразина победила на международном турнире россиян и швейцарцев. Status Quo (6 апреля 2011).
  10. Студенти ХНУ імені В. Н. Каразіна здобули перемогу у 7-му Міжнародному студентському турнірі фізиків. Урядовий портал (14 апреля 2015).
    Студенти ХНУ імені В.Н. Каразіна перемогли в VII Міжнародному студентському турнірі фізиків. Освітній портал «Падагогічна преса» (14 апреля 2015).
    Украинские студенты-физики одержали победу на Международном турнире в Польше // Зеркало недели : газета. — 2015. — 14 апреля.
  11. Команда университета — победитель Международного студенческого турнира физиков. Сайт ХНУ им. В. Н. Каразина (14 апреля 2017)
    Команда харьковского вуза победила на всемирном турнире // Вечерний Харьков : газета. — 2017. — 16 апреля.
  12. Завершённые проекты. Благотворительный фонд выпускников ФТФ.

Allgemeine Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Толок В. Т. Физика и Харьков // Физическая инженерия поверхности. — Т. 2, № 4.
  • Толок В. Т., Коган В. С., Власов В. В. Физико-технический факультет Харьковского национального университета имени В. Н. Каразина // Физика и Харьков. — Харьков: Тимченко, 2009. — С. 257-287. — 408 с.
  • Власов В. В., Ходусов В. Д. К 40-летию физико-технического факультета Харьковского национального университета им. В. Н. Каразина // Вестник Харьковського национального университета имени В. Н. Каразина. Серия физическая «Ядра, частицы, поля». — 2002. — Вып. 114. — № 4.
  • Дончик И. Н., Таньшина А. В. (сост.). Фізико-технічний факультет: минуле і сьогодення // Залюбовский Илья Иванович: учёный, учитель, человек. — Харьков: Издательство Харьковского национального университета имени В. Н. Каразина, 2009. — С. 19—27. — 148 с.
  • Власов В. В., Гирка И. А., Азаренков Н. А., Ходусов В. Д. Харьковскому физтеху 50 лет. — Харьков: ООО «Издательство Майдан», 2012. — 188 с.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]