Falk Leichsenring

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Falk Leichsenring (* 1955 in Eßlingen am Neckar) ist ein deutscher Psychologe, Psychotherapieforscher, Psychoanalytiker und Lehranalytiker der DGPT sowie Professor an der Justus-Liebig-Universität Gießen in der Abteilung Psychosomatische Medizin und Psychotherapie.

Derzeit (Stand 2007) ist er Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats Psychotherapie bei der Bundesärztekammer/Bundespsychotherapeutenkammer.

Seine Arbeitsschwerpunkte sind: Psychotherapieforschung, Persönlichkeitsstörungen, Angststörungen, Psychodiagnostik, projektive Testverfahren, wissenschaftstheoretische und methodische Grundlagen empirischer Forschung.

2005 wurde seine Forschungsarbeit über Wirksamkeit von psychodynamischen Kurzzeittherapien mit dem Heigl-Preis ausgezeichnet. Der Heigl-Preis, benannt nach seinen Stiftern Franz Serafin und Annelise Heigl, wird jährlich (erstmals 2004) verliehen für empirische und konzeptionelle Arbeiten aus dem Bereich der psychodynamisch orientierten Psychotherapieforschung und ist mit 10.000 Euro dotiert.

Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leichsenring untersuchte gemeinsam mit Fachkollegen die Wirksamkeit psychodynamischer Psychotherapien. Er konnte in seinen Forschungen wissenschaftlich belegen, dass bei Menschen, die an verschiedenen psychischen Störungen erkrankt sind, die psychoanalytisch orientierte Therapie wirksam ist. Er führt ebenfalls Vergleichsstudien durch, welche einen Vergleich von verschiedenen Formen der Psychotherapie ermöglichen.

In Zusammenarbeit mit Henri Chabrol entwickelte er als psychologisches Diagnoseinstrument einen Selbstbeurteilungsbogen für Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörungen.

Im Bereich der Psychotherapieforschung überdachte er unterschiedliche Forschungssettings und Herangehensweisen und empfiehlt zur Untersuchung der Wirksamkeit von Psychotherapie ein quasi experimentelles Setting, welches einen höheren Bezug zum untersuchten Feld und somit eine höhere Aussagekraft hat. Dabei empfiehlt er auch den Verzicht auf eine Randomisierung (sogenannte kontrollierte Studien), da Warte- und Placebogruppen inzwischen ausreichend untersucht seien.

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gerald Poscheschnik (Hrsg.): Empirische Forschung in der Psychoanalyse. Grundlagen - Anwendungen - Ergebnisse. Psychosozial-Verlag, Gießen 2005, ISBN 3-89806-477-8, (Forschung psychosozial).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]