Falkenberg (Mark)

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Falkenberg führt kein Wappen
Falkenberg (Mark)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Falkenberg hervorgehoben

Koordinaten: 52° 48′ N, 13° 57′ O

Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Märkisch-Oderland
Amt: Falkenberg-Höhe
Höhe: 2 m ü. NHN
Fläche: 59,6 km2
Einwohner: 2262 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 38 Einwohner je km2
Postleitzahl: 16259
Vorwahl: 033458
Kfz-Kennzeichen: MOL, FRW, SEE, SRB
Gemeindeschlüssel: 12 0 64 125
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Karl-Marx-Str. 2
16259 Falkenberg
Website: www.amt-fahoe.de
Bürgermeister: Christian Ziche
Lage der Gemeinde Falkenberg im Landkreis Märkisch-Oderland
AltlandsbergAlt TuchebandBad FreienwaldeBeiersdorf-FreudenbergBleyen-GenschmarBliesdorfBuckowFalkenbergFalkenhagenFichtenhöheFredersdorf-VogelsdorfGarzau-GarzinGolzowGusow-PlatkowHeckelberg-BrunowHöhenlandHoppegartenKüstriner VorlandLebusLetschinLietzenLindendorfMärkische HöheMünchebergNeuenhagen bei BerlinNeuhardenbergNeulewinNeutrebbinOberbarnimOderauePetershagen/EggersdorfPodelzigPrötzelRehfeldeReichenow-MöglinReitweinRüdersdorf bei BerlinSeelowStrausbergTreplinVierlindenWaldsieversdorfWriezenZechinZeschdorfBrandenburgKarte
Über dieses Bild
Blick auf Falkenberg, im Hintergrund die Neuenhagener Insel und Bad Freienwalde

Falkenberg ist eine Gemeinde im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg. Sie gehört dem Amt Falkenberg-Höhe an, das seinen Verwaltungssitz in der Gemeinde Falkenberg hat. Die Namengebung ist leicht verwirrend. Die (Groß-)Gemeinde trägt den Namen Falkenberg, der namengebende Ortsteil nennt sich offiziell Falkenberg/Mark.[2]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Übergangsbereich des hügeligen, wald- und seenreichen Barnimplateaus zur weiten Fläche des Oderbruchs.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Gemeinde Falkenberg sind drei Ortsteile ausgewiesen.

Hinzu kommen die Wohnplätze Amalienhof, Broichsdorf, Tortz und Uchtenhagen.[3]

Falkenberg

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Falkenberg/Mark wird zusammen mit Cöthen 1334 erstmals urkundlich erwähnt. Das Kreuzangerdorf Gersdorf wurde im Jahre 1307 erstmals als Ghearddestrop und 1375 als Gerhardsdorf erwähnt. Im Mittelalter gehörte Gersdorf mit den benachbarten Höfen auf der wüsten Feldmark Kruge zum Besitz des Zisterzienserinnen-Klosters Friedland. Von 1568 bis 1573 war Kruge im Besitz derer von Pfuel.[4]

Coethen wird im Ortschaftsverzeichnis des Barnim von 1375 unter dem Namen Koten genannt. 1451 hatte es 48 Huben. Wer das Dorf bis in das 16. Jahrhundert besessen hat, ist nicht sicher nachgewiesen. 1590 kaufte es die Familie von Holzendorf. 1663 bis 1607 gehörte es der Familie von Falkenberg, dann der Familie des Reichsgrafen von Flemming, der es 1721 zusammen mit Danneberg und Falkenberg an Gottfried von Jena verkaufte.[5]

In der DDR befand sich im vormaligen Gutshaus von Coethen ein Internat für Kinder mit Eltern im diplomatischen Dienst.[6] Das Gebäude beherbergt jetzt eine Förderschule der Stephanus-Stiftung.[7]

Falkenberg gehörte seit 1817 zum Kreis Oberbarnim in der Provinz Brandenburg und ab 1952 zum Kreis Bad Freienwalde im DDR-Bezirk Frankfurt (Oder). Seit 1993 liegt die Gemeinde im brandenburgischen Landkreis Märkisch-Oderland.

Eingemeindungen

Dannenberg/Mark und Kruge/Gersdorf wurden am 31. Dezember 2001 eingemeindet.[8] Die Gemeinde Kruge/Gersdorf war am 1. Oktober 1961 durch den Zusammenschluss der beiden namensgebenden Orte entstanden.[9]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung von Falkenberg von 1875 bis 2017 nach nebenstehender Tabelle
Jahr Einwohner
1875 1 013
1890 1 197
1910 1 484
1925 1 650
1933 2 522
1939 2 460
1946 2 539
1950 2 790
1964 2 540
1971 2 466
Jahr Einwohner
1981 2 093
1985 1 961
1989 1 908
1990 1 884
1991 1 850
1992 1 815
1993 1 762
1994 1 758
1995 1 718
1996 1 689
Jahr Einwohner
1997 1 697
1998 1 658
1999 1 617
2000 1 622
2001 2 518
2002 2 510
2003 2 486
2004 2 481
2005 2 479
2006 2 436
Jahr Einwohner
2007 2 425
2008 2 388
2009 2 351
2010 2 316
2011 2 298
2012 2 278
2013 2 274
2014 2 268
2015 2 208
2016 2 221
Jahr Einwohner
2017 2 206
2018 2 222
2019 2 262

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl:[10][11][12] Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung besteht aus 12 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister.

Partei / Wählergruppe Sitze
Wählergruppe Freiwillige Feuerwehr Falkenberg/Mark 3
SPD 2
Falkenberger Sportverein „Th. Fontane“ 1
CDU 1
Förderverein Freiwillige Feuerwehr Kruge-Gersdorf 1
GRÜNE 1
Einzelbewerberin Steffi Waga 1
Einzelbewerber Rico Ewald 1
Einzelbewerber Marcel Ewald 1

(Stand: Kommunalwahl am 26. Mai 2019)[13]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1994–2014: Lothar Papenfuß (SPD)
  • seit 2014: Christian Ziche (Wählergruppe Freiwillige Feuerwehr Falkenberg/Mark)[14]

Ziche wurde in der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 mit 56,0 % der gültigen Stimmen für eine weitere Amtsdauer von fünf Jahren[15] gewählt.[16]

Partnergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Trzciel, (deutsch Tirschtiegel) in Polen (seit 2000)

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dorfkirche Coethen: Backsteinbau mit Putzgliederung, 1830 nach Plänen von Schinkel erbaut[17]
  • Dorfkirche Falkenberg: Fachwerkbau von 1820[18]
  • Dorfkirche Gersdorf: Feldsteinbau Mitte des 13. Jh.[19]
  • Landschaftspark im Cöthener Fließtal. Nach einer Idee von Carl Friedrich von Jena in den 20er Jahren des 19. Jh. gestaltet.[20] Theodor Fontane beschreibt den Park in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“.[21]
  • „Ida-Eiche“ im Wald zwischen Falkenberg und Coethen. 300 bis 400 Jahre alte Traubeneiche,[22] die auch Fontane nennt.

In der Liste der Baudenkmale in Falkenberg (Mark) stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Denkmäler.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die B 167 führt zwischen Eberswalde und Bad Freienwalde (Oder) durch Falkenberg. Der Haltepunkt Falkenberg (Mark) liegt an der Bahnstrecke Eberswalde–Frankfurt (Oder). Er wird von der Regionalbahnlinie RB 60 EberswaldeFrankfurt (Oder) bedient.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2019 (XLSX-Datei; 223 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Falkenberg vom 15. Dezember 2008 (PDF) (Memento vom 28. Oktober 2014 im Internet Archive)
  3. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg. Gemeinde Falkenberg
  4. Leopold von Ledebur: Adelslexikon der preussischen Monarchie. Rauh, 1856, S. 196.
  5. Landbuch der Mark Brandenburg und des Markgrafthums Nieder-Lausitz in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Zweiter Band. Brandenburg. 1855. S. 449
  6. Alle Burgen / Burgenatlas. Abgerufen am 26. Juli 2020.
  7. Schulhomepage erstellen. Abgerufen am 27. Juli 2020.
  8. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
  9. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 1. Januar 1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  10. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Märkisch-Oderland. S. 18–21
  11. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  12. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  13. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
  14. Ergebnis der Bürgermeisterstichwahl am 15. Juni 2014
  15. § 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes
  16. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019
  17. Förderkreis Alte-Kirchen Berlin-Brandenburg e.V: Dorfkirche Cöthen. In: Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V. Abgerufen am 28. Juli 2020.
  18. Förderkreis Alte-Kirchen Berlin-Brandenburg e.V: Dorfkirche Falkenberg (Mark). In: Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V. Abgerufen am 28. Juli 2020.
  19. Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Brandenburg. Deutscher Kunstverlag, Berlin und München, 2000, S. 547
  20. reiseland-brandenburg.de
  21. Theodor Fontane: Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Das Oderland. Aufbau Verlag Berlin, 1980. S. 65/66
  22. Ida-Eiche bei Falkenberg. Abgerufen am 28. Juli 2020.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Falkenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien